
Ihre Worte:
"Ist es nicht viel eher Arroganz........
welche uns dazu treibt, unsere reichlich vorhandenen Vorurteile für 'bare Münze' zu nehmen.
Ein objektiver Beobachter, der die bisherigen Statements gelesen hat, wird erschrecken, ob der vielfältigen 'Besserwisserei'. Ein bißchen mehr Zurückhaltung wäre angebracht.
Besorgnis erregend ist eine Einstelleung, welche anderen Menschen bzw. Menschinnen einen freien Willen absprechen."
Herr Giordano, es ist tatsächlich ein Zeichen mangelnder menschlicher Reife, andere Menschen/Innen bevormunden zu wollen."
Es ist wirklich erschreckend, daß zahlreiche Kommentatoren dem offensichtlichen 'Zwang' unterliegen, mit deren Argumentation Ihre Einschätzung zu bestätigen.

Dass manche moslemische Frauen aus religiöser
Überzeugung ein Kopftuch tragen, bestreitet
niemand. Im Fall einer erwachsenen selbst-
bestimmten Frau finde ich das auch nicht
unpassender als andere "Modesünden" wie
z.B. ins Gesicht getackerte Metallteile
(sog. Piercings) oder die bei deutschen
Rentnern so beliebten Sandalen mit
schmutzigen Strümpfen.
Es ist aber eine Tatsache, dass auch in
Deutschland (von vielen islamischen Ländern
mal ganz zu schweigen) das Kopftuch den
Mädchen oft unter Androhung von Prügel
oder Vergewaltigung aufgezwungen wird.
Darum wird das Kopftuch von vielen Männern
primär als Unterwerfungsritual der Frau
interpretiert und auch so eingefordert.
Damit tut man natürlich der oben erwähnten
Minderheit unrecht, aber den Schutz der
Mehrheit der Mädchen halte ich für wichtiger.
Ich kenne übrigens viele Türkinnen, die nie
ein Kopftuch tragen würden und dieses Thema
ähnlich sehen wie ich. (auch wenn sie sich
selbst als gläubige Musliminnen einstufen)

Lieber Andimoosi,
sorry, aber ihre Erwiederung ist mir zu hoch, ich kann die von ihnen unterstellten Vorurteile nicht finden.
Was ich sagen wollte ist folgendens: Auch wenn es Leute geben mag, die 'freiwillig' Burka oder Kopftuch tragen, stellt sich doch die Frage wie freiwillig solch ein Verhalten sein kann, wenn es kulturell determiniert und anerzogen ist. Frueher wurden Kinder dazu erzogen sich bei den Eltern fuer die Pruegelstrafe zu bedanken, heute ist sie verboten. Eine zwangsweise Erziehung zum Tragen eines Kopftuches ausserhalb des Islams wuerde wahrscheinlich zum Einschreiten der Jugendaemter fuehren. Deswegen spricht einiges dafuer das Kopftuch als unberechtigtes religioeses Privileg zu sehen, weil es ohne religioese Begruendung wahrscheinlich als Eingriff in die Persoenlichkeitsrechte des Kindes aufgefasst wuerde.
So lange Maedchen und Frauen mit irgeneiner Art von Disziplinierung fuer das nicht-tragen eines Kopftuches rechnen muessen ist es nicht freiwillig.
@ LaBatil: Ich lasse Sie sehr gerne Leben wie Sie wollen, solange Sie das mit anderen (d.h. auch islamischen Maedchen) auch tun. Allerdings kann mir auch Ihr Gott nichts vorschreiben.

Sehr geehrter Herr Giordano!
Ihr Beitrag spricht mir voll aus der Seele!
Ich bin auf Ihrer Seite, Herr Giordano! Ich unterschreibe alles, was Sie mir vorlegen gegen jegliche Art von dummbatzigen, steinzeitlichen zum Mord aufrufenden Mitmenschen, die versuchen, unser Selbstverständnis als Mensch zu untergraben.
Mit freundlichem Gruss
Siegbert Zehnle

Sehr geehrter Herr Christian Geyer,
Sie haben einige archaische, antiislamische Traditionen in "islamisch-paternalistischen Kulturen" aufgezählt. Dies will ich mit Ihrer Erlaubnis gerne Ergänzen. Die von Ihnen genannte Genitalbeschneidung wird ebenfalls in den mehrheitlich christlichen USA praktiziert. Ehrenmord und Zwangsverheiratung sind ebenfalls in christlichen Regionen Afrikas vorzufinden. Diese vorislamische Stammestraditionen mit einer christlichen, islamischen oder sonstigen Religion oder gar mit einer nicht koranischen Bekleidungsvorschrift (Schleier, Burka) in Verbindung zu bringen, passt nicht zu dem Bildungsniveau eines FAZ-Berichterstatters den ich als FAZ-Leser erwarte.
Mit freundlichen Grüßen
M. Ali

Sehr geehrter Herr Christian Geyer, Sehr geehrter Herr Ralph Giordano,
hiermit nehme ich zu einem Ihrer Kommentare Stellung.
Die oft von Ihnen genannte Burka habe ich in meinen 27 Jahren in Deutschland niemals angetroffen, insofern sehe ich die Problematisierung des Themas als Symbolpolitikum. Finden Sie nicht, es gibt wichtigere und dringendere Beschäftigungsfelder im Land? Im Übrigen sind weder Burka noch Schleier islamische Bekleidungsvorschrift und insofern bin ich ebenfalls dagegen. Verbieten können Sie das auch in einer Diktatur, nicht jedoch in einem Rechtsstaat. Wenn Sie sich und die betroffenen religiös Aufklären würden, statt zu kritisieren, wäre das bestimmt hilfreicher!
Mir freundlichen Grüßen
M. Ali

Wenn man fuer Pluralismus eitritt ,da muss man endlich Parallelgesellschaften anerkennen.Oder bleibt man weiter ein Totalitarist

von Ihrem aggressiven Schlußsatz (der viel über Ihre Gesinnung verrät) einmal abgesehen, ist Ihre Forderung die Ursache des seit Jahrzehnten geduldeten Nebeneinander-Lebens von Einwanderen & Deutschen.
Das Enstehen von Parallelgesellschaften schafft jene Probleme (Burka, Sprachlosigkeit der Einwanderer im wahrsten Sinne des Wortes, sozialer & bildungstechnischer Verfall etc) die schließlich in Zwietracht und Zusammenstoß münden.
Hätten mehr Einwanderer die Möglichkeit gefunden & die Bereitschaft aufgebracht, sich dem Aufnahmeland anzunähern, wäre die derzeitige Zweiteilung der in Deutschland lebenden Gesellschaften wohl nicht passiert. Traditionelle Einwanderungsländer (etwa Nord- & Südamerika oder Australien).
Ich muss, obwohl ich dies nie gedacht hätte, Herr Giordano in diesem Punkt Recht geben. Burkas sind ein Zeichen doppelter Diskriminierung: Für Frauen, weil sie sich als vermeintliche Lusterreger verdecken müssen; für Männer, weil sie - unter Generalverdacht gestellt - das Hirn in der Hose tragen. Eine Religion, die dieses Ansinnen fördert, ist daher im höchsten Maße mittelalterlich & sollte doch bitte nicht in einer modernen & der Aufklärung zugeneigten Gesellschaft gelebt werden.
MfG
Enrico Fels

Hier ist endlich mal einer, der klar anspricht was viele (nicht nur) Deutsche denken. Sie trauen es sich aber leider nicht öffentlich bekannt zu geben.
Man gilt ja sofort als Rechtsradikal , Ausländerfeindlich usw.
Ich ziehe persönlich meinen Hut vor Herr Giordano.
Zudem wohne ich in Köln, und lehne den Moscheebau genau wie er ab.
Unser Oberbürgermeister Schramma sollte sich doch mal mit unserer Partnerstadt Istanbul in verbindung setzen, und dort folgenden Vorschlag machen:
Baut den Christen bei euch, doch auch eine der größe angemessenen Christliches Gotteshaus mitten in die Stadt!
Ich wäre auf die Reaktionen sehr gespannt..

Diejenigen, welche Burka und Kopftuch auf eine Modefrage bzw. ein Toleranzproblem reduzieren, haben meines Erachtens nicht berücksichtigt, daß es sich (neben der religiösen Symbolik) insbesondere um politische Zeichen handelt. Es handelt sich um eine (sei es bewußt oder unbewußt) Distanzierung von der hiesigen freien, offenen und pluralistischen Gesellschaft und ihren Wertvorstellungen und ein Bekenntnis zur Ideologie des Islams. Durch die auf die Spitze getriebene Betonung des Religiösen wird der Wunsch nach Etablierung einer islamischen Parallelgesellschaft ausgedrückt, in der unser Rechtssystem und unsere Wertvorstellungen keine Gültigkeit mehr haben.
Das kann ein Staat solange hinnehmen, solange keine Gefahr für die Verfassung des Staates insgesamt besteht. Insofern ist die Wahl dieser Bekleidungsform derzeit lediglich ein Randproblem. Ich bin sogar gar nicht so unglücklich darüber, weil es auch ein Zeichen dafür ist, in welchem Stadium sich die Islamisierung Deutschlands und Europas befindet. Ein Verbot von Burka oder Kopftuch (außer in Schulen) bringt nach meiner Ansicht also nichts, weil es das tatsächliche Problem verschleiert.

Ich gehe davon aus, daß Sie als Muslima den Vorzug genießen, in einem freiheitlich demokratischen Staat zu leben und hier Ihren Glauben ausleben dürfen. Ihr Kommentar zum Thema erinnert mich in fataler Weise an die 1970er Jahre, als es hier in D Interpreten gab, die die kommunistische Gesellschaftsform als die einzig richtige ansahen und in ihren Liedern lobpreisten. Mit komfortablem Wohnsitz in einem kapitalistischen Staat, in dem alle Vorzüge zu genießen waren, es niemals Versorgungsengpässe gab, ist das keine Kunst. Selbstverständlich hatten sie nie die Absicht in so einem Staat zu leben, so wie Sie niemals in Erwägung ziehen in einem Land wie Afghanistan gottgefällig unter der Burka zu leben. Für mich sind Ihre Aussagen eher Pharisäertum.
Ich empfehle Ihnen das Buch „Das verbotene Gesicht, mein Leben unter den Taliban“ von Latifa und Chekeba Hachemi. Sie werden dort über die Lebensumstände Ihrer Leidensgenossinnen erfahren, die sich dort als Frau unkenntlich zu machen haben, um zu überleben. Mit Gottgefälligkeit, so wie Sie es hier auflösen, hat das nichts zu tun, sondern mit der Verachtung und Unterdrückung des Lebewesens FRAU.

soll das Kopftuch, in manchen Ländern Burka deshalb tragen, damit sie für unerzogene männliche Muslime zum Neutrum wird. Niemand sollte die Ursache für Kopftuch/Burka und die “Islamische“ Kleidung ausblenden. Wären männliche Muslime von ihren Müttern und Vätern zum respektvollen Umgang mit dem weiblichen Geschlecht erzogen, bedürfte es dieser sexistischen „Regel“ sich „islamisch“ zu kleiden nicht. Deutlich zu sehen, wenn männliche Muslime auf Frauen unseres Kulturkreises treffen und mit ihren Beschimpfungen und Diskriminierungen beginnen. Ferner die Forderungen der „Vertreter“ der Muslime hier in D nach Geschlechtertrennung in Schulen und weiteren Forderungen, wie Verweigerung der Teilnahme an Ausflügen oder Klassenfahrten. All das hat mit der minderwertigen gesellschaftlichen Stellung der Frau im Islam zu tun. Der Hinweis, dies sei die Hingabe an Gott ist in meinen Augen Schönrederei.

Ich gratuliere und stelle mich ganz und gar hinter die Ausführungen von Herrn Ralph Giordano!
Aufstehen heißt Kreuz haben und das haben wir in Deutschland offensichtlich in politischer Kultur nicht mehr... oder... Ich liebe Giordanos, Broders u.a. Und ich habe erlebt, wie auch ein sogenannter Wortführer öffentlich dazu sagte, dass der Herr Broder verrückt sei.
Mit anderen Worten, wer verteidigt in Deutschland was und wer ist drauf und dran etwas zu Grabe zu tragen?
Achtung! Freiheit hat immer einen schweren Stand, hat Sir K.R. Popper gesagt. Da war er Mitte Neunzig Mitte Neunzig.
Ich glaube wir sollten in Deutschland und in der EU mehr Kreuz haben, bzw. zeigen und nicht so sehr daran zweifeln.

Herr Giordano,
unabhängig von der Burka- und Kopftuchdiskussion wäre wohl auch ein emanzipatorisches Aufbegehren der "islamisch/deutschen" Migrantenjugend gegen die hinterwäldlerischen steinzeitlichen Autoritätsansprüche ihrer Elterngeneration dringend fällig, etwa analog zur europäischen 68er-Bewegung zur damaligen Zeit. Hier ging es neben politischen Visionen durchaus auch um kulturelle "Umbrüche" gesellschaftlicher Konventionen, wie das Hören lauter Beatmusik, das Tragen langer Haare oder verwaschener Jeans. Unsere Mädels brauchten damals aber wohl weit weniger persönlichen Mut. Sie waren zwar teilweise hartem Druck ihrer Eltern ausgesetzt, von ihren Brüdern erhielten sie aber kameradschaftliche Solidarität und Zustimmung, die Konfrontation mit primitiven machohaften Einschüchterungen oder sogar archaischen Mordrohungen aus dem fakiliären Umfeld blieb ihnen gottlob erspart.

Religionsfreiheit ist nicht das Auftrumpfen der Religiösen und auch nicht die Machtdemonstration der religiösen Funktionäre, sondern war noch immer ihr Gegenteil.
Im übrigen ist es einfach unzivilisiert und frech den jeweils Anderen auf seine Religionszugehörigkeit hinzuweisen noch bevor man "guten Tag" gesagt hat - und das auch mit optischen Mitteln.

Jeder kann denken, was er will, aber niemand kann einem Menschen was vorschreiben (außer Gott) !
Ich lebe wie ich will und Du kannst leben wie du willst.
Lass mich in Ruhe und ich lasse Dich in Ruhe.
Greifst du mich an, so greife auch ich dich an.

Ich stimme Ihnen einerseits zu. Ich denke, dass die Kopftuch-Debatte häufig missbraucht wird um eigene, wie auch immer motivierte, Ressentiments zum Ausdruck zu bringen. Daran krankt die ganze - eigentlich sehr spannende - Diskussion: oft werden öffentliche moralische Fragen vermischt mit privaten ästhetischen Empfindungen. Insgesamt finde ich es gut wenn sich zum Kopftuch bekennende Muslima dagegen wehren, von übermotivierten säkularen Bürgern für dumm verkauft oder polemisch angegriffen zu werden. Trotzdem gehört zu einer differenzierten Haltung die Einsicht, dass das Phänomen "Kopftuch" immer noch eine in seiner gesellschaftlichen, kulturellen und spirituellen Bedeutung relativ unbekannte Größe ist in Deutschland und genau deshalb so umkämpft wird. Von daher sind Frauen, die sich in Deutschland für das Kopftuch entscheiden, natürlich in gewisser Weise exponiert und müssen sich die in der Tat unverschämte Frage stellen lassen: Warum trägst du es? Natürlich entscheiden Frauen dann selber, wann sie auf welche Fragen antworten und wann sie gegebenfalls schweigen, z.B. wenn der Fragende deutlich kein Interesse an den Motiven der Person hat, sondern nur seine strenge ABlehnung äußern will.

....diese Einsicht wird Albert Einstein zugerechnet und ich finde er hat Recht.

Zitat: die Burka "gehört nicht nach Europa, denn sie beleidigt das ästhetische Empfinden". Eine fast an Rassismus grenzende Aussage, Herr Gaenger.Es gibt in unserer Gesellschaft so einige Dinge, die nicht aus Europa stammen. Da gibt es orthodoxe Juden, die dunkle Kleidung und Hüte tragen und dazu lange Locken und Bärte.Richtig europäisch, geschweige denn germanisch, ist das nicht, Herr Gaenger, und ästhetisch für so manch andere ultra-rechtskonservativen Deutschen wahrscheinlich auch nicht.Wollen Sie die Juden auch nicht in ihrem Deutschland haben?Oder nur die "braven", säkulären Juden mit westlicher Kleidung?Ihr Denkansatz ist leider genau der falsche.Ob diese Menschen richtige Interaktion mit ihnen oder "uns Deutschen" wollen, liegt vor allem daran, wie "wir" mit ihnen umgehen. Von vornherein ihre religiösen Praktiken zu verurteilen, könnte sich dabei schon mal kontraproduktiv auswirken.Vielleicht aber finden diese Leute Antrieb sich in eine Gesellschaft zu integrieren, in der Burka-tragende Muslime nicht als "identitätslose Wäschesäcke" bezeichnet, oder in der unkundig und falsch alle Burkaträgerinnen "arabisch" sind, wie bei Herrn Gaenger, sondern in der man versucht ein Mindestgrad an Verständnis und Toleranz entgegenzubringe

Das Tragen der Burka ist der normative Ausdruck einer repressiven Sexualmoral, die mit den Grundwerten einer modernen säkular-demokratischen Gesellschaftsordnung unvereinbar ist. Grundlage dieser repressiven Sexualmoral wiederum ist die frühmittelalterliche islamische Vorschriftenreligion, die mit ihren vormodernen Regeln zentrale verfassungsrechtliche Prinzipien negiert und sich damit nicht auf das Recht auf Religionsfreiheit berufen kann. Denn die Freiheit zur Ausübung der grundrechtwidrigen islamischen Vorschriften und Grundregeln verstößt eben gerade gegen elementare individuelle Freiheitsrechte. (Das Politiker und Juristen diesen Sachverhalt eigemmmächtig mißachten und damit die freiheitlich-demokratische Grundordnung de facto willkürlich sabotieren, steht auf einem anderen Blatt)
Als Aufnahmegesellschaft von freiwillig hier eingereisten Migranten hätte die die deutsche Gesellschaft demnach sehr wohl das Recht, vormoderne Vorschriften nicht zu dulden und die Einhaltung der hier gültigen modernen (säkular-demokratischen) Rechtnormen gegenüber Zuwanderern zur Pflicht zu machen. Den Zuwanderern mit einer orthodox-islamischen Grundeinstellung wäre damit ein klare Entscheidung vorgegeben.

welche uns dazu treibt, unsere reichlich vorhandenen Vorurteile für 'bare Münze' zu nehmen.
Ein objektiver Beobachter, der die bisherigen Statements gelesen hat, wird erschrecken, ob der vielfältigen 'Besserwisserei'. Ein bißchen mehr Zurückhaltung wäre angebracht.
Besorgnis erregend ist eine Einstelleung, welche anderen Menschen bzw. Menschinnen einen freien Willen absprechen.
Herr Giordano, es ist tatsächlich ein Zeichen mangelnder menschlicher Reife, andere Menschen/Innen bevormunden zu wollen.

Jeder möge einmal kurz überlegen, was das bedeutet: die Burka tragen...! Und warum( ?) soll sie getragen werden?? Ja...? Warum denn? Alle sog. ´liberalen´ Argumente lösen sich in Wohlgefallen auf, wenn man sie zu Ende denkt! Jeder nach seiner Facon? Warum wohl hat Europa die Menschenrechte ´erfunden´? Und warum stehen wir nicht zu den Inhalten, die uns ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen? Die ´Burka´ in Deutschland? Giordano hat recht!

Sie glauben doch nicht allen Ernstes, daß die Mehrheit der Burkaträgerinnen dies Burka freiwillig trägt.
Wenn dem so wäre, dann würde es Burkaträgerinnen nicht nur in Afghanistan, sondern auch in der übrigen islam. Welt geben.
Wenn das Thema nicht so traurig wäre, könnte ich mich köstlich amüsieren.

Smile, es doch auch nur wieder Ihre persönlichen Vorurteile, welche Siie nunmal nicht für allgemeingültig erklären können.
Ich neige dazu Herrn Poppow Recht zu geben.

die er oder sie will."
Die Gedankengänge,die mit obigem Sprüchlein das Tragen der Burka legitimieren wollen,sind an Groteskem nicht mehr zu überbieten.
Zu 99% dürften diejenigen,die die Burka tragen (müssen), eben NICHT selbstständig entscheiden.
Die Frauen tragen eben nicht die Kleider,die sie wollen,sondern bei Gefahr für Leib und Leben tragen MÜSSEN!
Und das gilt sowohl für die betreffenden Personen in Deutschland als auch in anderen Ländern.
Alles andere ist lächerliches Geschwafel der Art,die man in Deutschland in der Zwischenzeit zu fast jedem Thema zu hören bekommt.

Es gibt nicht nur Religionsfreiheit sondern auch Meinungsfreiheit. Und das bedeutet, daß es mein gutes Recht ist die Burka abzulehnen. Und es ist mein gutes Recht zu sagen, daß Menschen die nach islamischen Sitten und Gebräuchen leben wollen dies doch bitte in islamischen Ländern tun sollen.
Oder haben wir nur noch die Freiheit den Islam zu loben und zu preisen ohne nachzudenken?

Wie Herr Luersen eloquent dargelegt hat, kann man in D. nicht notwendigerweise die Kleidung tragen die man tragen will. Darum geht es aber auch garnicht.
Es geht darum ob sich in D. Person A aus religioesen (oder sonst irgendwelchen) Gruenden das Recht ableiten kann Person B vorzuschreiben die Kleidung zu tragen die A will.
Wenn in D. ein Vater der nicht dem Islam anhaengt seine Tochter davon "ueberzeugen" wuerde eine Burka zu tragen (alternativ ein islamischer Vater seinen Sohn), wuerde dies wahrscheinlich dazu fuehren dass ihm das Erziehungsrecht entzogen wuerde. Dies gaelte auch dann, wenn das Kind behauptete, dass es die Burka freiwillig truege. Im Falle von... sagen wir mal Michael Jackson, der seinen Kindern aehnliches antut, waere das sicherlich geschehen.
Warum wird also ein Verhalten aus religioesen Gruenden geduldet, dass aus sekulaeren Gruenden nicht geduldet wird? Artikel 4 GG sollte uns eigentlich auch von einer staatlich sanktionierten Bevorteilung von Religion schuetzen, die die Religionsfreiheit der Unglaeuben einschraenkt.
Die Meinung die Herr Ungerer oder Herr Poppov vertreten bringt uns da auf keinen Fall weiter, die heisst naemlich nicht Toleranz sondern Indifferenz.

Ihren Beitrag, weiter unten kann man voll unterschreiben.
Die 'Voruteile' sprudeln ja geradezu aus den einzelnen Kommentatoren heraus, wenn man sich die einzelnen Statements anschaut.
Religionsfreiheit gilt hier in Deutschland. Richtig, wir sollten uns beherrschen, anderen Menschen vozuschreiben, was sie denn zu wollen haben.
Jeder kann die Kleidung tragen, die er will.

Mein Glückwunsch - ich schließe mich Ihnen an.
Herzliche Grüße!
J. Burkart

Im Artikel 4 gewährt uns das deutsche Grundgesetz Religionsfreiheit. Darin steht, dass der Staat die Pflicht zur religiösen Neutralität hat, sprich sich nicht in die religiösen Belange der Bürger einmischen darf solange religiöse Praktiken nicht gegen das Gesetz verstoßen. Ob Frauen mit der Burka unterdrückt werden oder nicht, lässt sich als Nichtmuslim nur schwer einschätzen. Kategorisch die Burka ein Symbol der Unterdrückung zu nennen zeugt von Intoleranz seitens der FAZ-Redaktion. Fakt ist, dass viele muslimische Frauen auch zu ihrer Religion stehen und die Burka oder ein Kopftuch ganz einfach tragen WOLLEN.Die Äußerungen des Herrn Giordiano sind für mich klar als rassistisch einzustufen, genauso wie man es als rassistisch einzustufen hätte, würde man sich abfällig über die langen Locken oder die Kleidung von orthodoxen Juden äußern.Ich persönlich unterstütze die Religionsfreiheit in Deutschland und habe rein gar nichts gegen die Burka, solange die betroffene Person die Kleidung auch tragen will und solange in DE eine klare Trennung von Staat und Religion (also keine Burka, Kruzifixe oder Kippa in Klassenzimmern etc) eingehalten wird.Diese klare Regelung wie es sie in Frankreich gibt, ist für mich ganz klar die demokratischste

Herr Geyer, Sie machen wohl Witze!
Was ist für Sie Demokratie? Auch unsere Regierungen entsprechen dem Mehrheitswillen der Bevölkerung. Ist das auch populistisch? Darf die Bevölkerung nur den von allen Parteien und vor allem von den Medien gewollten Mehrheitswillen haben? Mir scheint, Sie vertreten die Auffassung, eine kleine elitäre Minderheit sagt dem Volk, was gut zu sein hat.
Damals in Leipzig war die Bewegung "Wir sind das Volk"
auch der Mehrheitswille der Bevölkerung gegen die Regierung und ist hier sehr gelobt worden.
Also wenn ich Sie richtig verstehe, wiegt der Mehrheitswille
der Türken für eine Moschee mehr als der Mehrheitswille der Deutschen dagegen?
Aber wir sind immer noch das Volk.

mhh mal ganz im ernst hat jemals so eine frau euch bedroht oder euch beschimpft nein sie grenzt sich nur ab sie geht ihrer religion nach !!!! so lange sie keine straftat begeht oder als wandelnde bombe rumläuft ist es doch ok es gibt doch religionsfreiheit in deutschland oder nicht!!! ja?!, also thema erledigt!!!!

Ich würde erstmal vorschlagen, echaufieren richtig zu schreiben, sonst ist ihre Überschrift sogar lustiger, als sie intendieren.
Aber zum Thema Herr Unger... sie geben da wirklich ziemlich sinnfreies Blabla von sich.
Natürlich steht es jedem Menschen frei, die Kleidung zu tragen, die er will. Aber natürlich steht es ebenso jedem anderen Menschen frei, diese Kleidungwahl zu kritisieren oder auch zu verspotten.
Interessant wäre es doch z.B. für die Burka-Vertreter hier, mal ehrlich in sich hineinzuhorchen, wie Sie reagiert hätten, wenn Herr Giordano sich z.B. über die Kleidung von jemand mokiert hätte, der nackt, nur mit einem Federwisch im Hintern und mit rosa Blümchen angemalt durch die Straßen geflitzt wäre. Hätte sich da ein ähnlicher "Verteidigungsdrang" geregt?
Wohl kaum.
Daß das bei Burkas, einem nicht minder lächerlichen Kleidungsstück, passiert, ist doch nur vorgreifendes, beflissenes Appeasement irgendwelcher möglicher religiöser Empörung.
Lustig, daß ausgerechnet diejenigen, die lauthals fordern, niemand dürfe vorschreiben, wie jemand zu leben und zu denken habe, nun aber ihrerseits gegen eine strikte Gesinnungskontrolle bei Herrn Giordano nun so garnichts haben.
Erbärmlich.

Zweck heiligt die Mittel und Kleider machen Leute, sowieso. Das wissen wir nicht zuletzt, seit dem ein oberfränkisches Rotkäppchen im allerten Gehege weiß-blauer Erkenntnisphilosophie herum stolzierte. Was den modernen Menschen verhüllen mag, ist so spannend wie das, was er zu verhüllen glaubt. Seit der Erfindung der Mogelpackung wissen wir, dass allem Mumenschanz der Geist der Verblendung folgt, symbolhaft. Was einem ergrauten Geist in seiner eitlen Ausprägung zur Verhüllung treibt, macht so ratlos wie das Gemurmel unter grauem Tuch. Was jedoch neugierig macht, sind Lobpreisungen, die sich dieser Symbole bedienen, Herrschaftsstrukturen, die weder Gesicht noch Körper zu haben scheinen, Erkenntnisse, die im Gedrön populistischer Selbstverweigerung Wirkung entfalten sollen.

Die Burka zu tragen war unter den Taliban Gesetz. Wer es wagte, sich dem zu widersetzen musste damit rechnen, u.U. sogar getötet zu werden. In Saudi-Arabien und Iran gibt es Kleidervorschriften die mit Strafen wie Auspeitschen durchgesetzt werden. Und in Europa gibt es sog. Ehrenmorde - 'weil Tochter sieht aus wie Hure'.
Ist also Giordano das Problem? Nein, er ist der Bote, der die schlechte Botschaft überbringt. Die Morddrohungen mit denen er sogleich überhäuft worden ist, belegen den gefährlichen Charakter derer, denen seine Kritik gegolten hat.
Wie auch immer, die Behauptung die sog. islamische Kleidung sei die freigewählte Mode ihrer Träger(innen) ist sachlich falsch.

z.B. in den Iran reist, hat sich "freiwillig" die Abaya anzuziehen. Die "Freiwilligkeit" wird in Iran überwacht und ggf. durch Schläge eingefordert.

was das ist, ist ein wachsweicher Begriff. Bisher wird das in erster Linie auf Menschen angewandt, die unbekleidet in der Öffentlichkeit erscheinen. Geht jemand nackt die Straße entlang und das Publikum erfreut dies, greift sogar die Polizei gelegentlich nicht ein, da kein öffentliches Ärgernis auszumachen ist. Übermäßige Körperbedeckung, besonders die Verhüllung des Gesichtes, führen hier offensichtlich zur Erregung öffentlichen Ärgernisses. Wann welche Kleidung als anstößig empfunden wird, ist hierzulande Veränderungen unterworfen und von Ort und Zeit abhängig.
Wer, außer als Tourist, nach Deutschland kommt, weiß, daß hier andere Sitten als in Afghanistan etc. herrschen. Von diesen Menschen muß man verlangen können, daß es hier Rechte und auch Pflichten für alle gibt, die über der freien Religionsausübung stehen. Niemand wird gezwungen, in Deutschland zu leben. Auch wird keine (muslimische) Frau gezwungen, im Minirock und mit tiefem Ausschnitt herumzulaufen - aber sie darf es. Wer sich landesüblich kleidet, auch beim Baden, ist weder anstößig noch auffällig - religionsunabhängig. Es kann nicht angehen, daß Einwanderer bestimmen wollen, welche Sitten im Einwanderungsland gelten sollen; sie müssen sich anpassen oder wegbleiben.

haben wohl einen gewissen Reifeprozeß noch nicht abgeschlossen. Gelle, Herr Ralf Giordano.
Derartige Äußerungen lassen i. d. R. nur auf die wohl vorhandenen Vorurteile schliessen. Jedem Menschen steht frei, die Kleidung zu tragen, die er will.
Und wir sollten uns beherrschen, anderen Menschen vozuschreiben, was sie zu wollen haben.

Warum ist es (fast) unmöglich, in Ländern, in denen der Islam Staatsreligion ist, Kirchen zu bauen?
Die vielfach gepriesene Toleranz des Islam verliert dort ihre Glaubwürdigkeit, wo der Islam die einzig wahre Religion ist.
Für jede Moschee in Deutschland eine Kirche in einem arabischen oder afrikanischen Land, in dem der Islam Staatsreligion ist?
Es ist klar, dass unsere demokratischen Spielregeln solche "Zug-um-Zug-Geschäfte" nicht zulassen. Aber nachdenkenswert sind sie allemal.

"Die Bedeckung der Frau ist aus islamischer Sicht Pflicht für jede Gläubige."
"Wenn es irgendwelchen Herren nicht schmeckt, dann ist das nicht das Problem der Frau, DIE SICH AUS FREIEN STÜCKEN BEDECKEN WILL [meine Hervorhebung]."
Pflicht oder freie Entscheidung?

Und schon sind wir alle gluecklich!

Ich empfinde die Burka als ein Ärgernis weil ich es als Zumutung empfinde wenn sich Menschen weigern ihr Gesicht zu zeigen. ich möchte gern wissen mit wem ich es zu tun habe und nicht nur einen Kleiderständer vor mir sehen. Das ist etwas ganz anderes als eine modische Frage. Ausserdem betrachte ich es als beleidigend wenn gesagt wird Frauen müssten sich verhüllen um nicht von Männern entehrt bzw. vergewaltigt zu werden. Wenn sich die Männer in manch anderen Kulturkreisen beim Anblick unverhüllter Frauen nicht beherrschen können ist das für diese Leute eine Schande aber uns Mitteleuropäern das gleiche zu unterstellen ist eine Frechheit. In meiner Anwesenheit muß sich keine Frau verhüllen um vor mir sicher zu sein. Und noch Eins zum Schluß: Wie soll Integration gelingen wenn man sich schon durch die Kleidung derart abgrenzt?

Wer verzweifelt versucht wegzureden,daß die Burka als Methode zur Unterdrückung der Frauen funktioniert,ist im Wesentlichen entweder uninformiert oder unehrlich.
Mal ganz davon abgesehen, braucht Kritik an religiösen Vorschriften keinerlei religiöse Grundlage, es ist lächerlich zu glauben Religion sei per se der Kritik entzogen. Selbstverständlich dürfen alberne, primitive und schlichtweg dumme religiöse Regeln und Vorschriften kritisiert werden. Religionsfreiheit bedeutet seinen Glauben ausüben zu können, aber NICHT die Freiheit vor Kritik und auch Verspottung, wenn man das tut.
Die alberne Augenwischerei und die Pseudoargumentation von Herrn Barcic ist also völlig fehl am Platz.
Und um das mal klarzustellen: Wer hier meint,den Helden spielen zu müssen,um die Burkaträgerinnen vor Kritik zu retten, der soll dann auch erstmal die Balken aus dem eigenen Auge ziehen und die kollektivistische, totalitäre Mischung aus Religion und Ideologie Islam zu etwas reformieren, daß zumindest in Ansätzen mit den Menschenrechten nach westlichem Verständnis kompatibel ist und für eine offene Gesellschaft taugt.

was Sie schreiben, ist schlicht falsch. Nirgendwo im Koran befindet sich eine Passage die die Ganzkörperverhüllung für Frauen vorschreibt. Wenn Sie in der Lage wären, den Koran in Originalschrift zu lesen, und nicht irgendwelchen fadenscheinigen, tradionell geprägten Übersetzungen Glauben schenken, dann wüssten Sie, dass es dieses Verhüllungsgesetz mitnichten im Koran gibt. Es ist empörend, wie hier tradionelle patriachalische Gebräuche immer und immer wieder als vom Koran vorgeschrieben gelebt und verteidigt werden. Glaubt doch nicht immer alles, was Euch Eure Vorbeter in den Moscheen und Koranschulen vorinterpretieren. Wer sagt denn, dass eine gute Moslima nur ist, wer sich ganzkörperverhüllt? Wer wagt es, das zu beurteilen? Männer haben von jeher Dinge in den Koran hineininterpretiert, die ihnen nützen um die patriachalische Strukturen aufrechtzuerhalten. Wie gut passt es da, dass in vielen moslemischen Ländern die Frauen nicht lesen lernen dürfen, um sich ihrer gottgegebenen Rechte aus dem Koran nur ja nicht bewusst zu werden.

Ja, wir wissen alle, Burka und Tschador sind die Symbole der emanzipierten Frau.
Aber die Burka gehört genauso wenig ins Bild einer deutschen Stadt wie ein Bikini in eine Moschee.

Recht hat er, der Herr Giordano, nämlich im Grundsätzlichen. Integration, wenn man denn darauf hinaus will, ist eben nicht, etliche spektakuläre Moscheen in Deutschland zu bauen oder deren Bau zu genehmigen, ebensowenig wie irgendwelche Kleidungs- oder sonstige Vorschriften des Islam in Deutschland zuzulassen. Und in der Tat sollten die Politiker hier den Willen des Volkes besser im Blick haben. Ist dann auch die Frage, ob man sich über die Äußerungen von R. Giordano lustig machen sollte, wie in der Feuilleton-Glosse der FAZ vom Donnerstag.

"Es ist lächerlich die Kleidervorschrift einer Religion zu kritisieren, weil jegliche Kritik keine religiöse Grundlage hat. Wer nicht so glaubt, der muss sich ja auch nicht so anziehen. Wo ist also bitteschön das Problem? "

Es ist wirklich nervig immer wieder in den Nachrichten zu sehen oder zu lesen wie schlimm doch die Burqa aus menschenrechtlichen Gruenden sei und das man Frauen doch irgendwie davon befreien muesste.
Ich selbst wurde als Muslimin erzogen und habe mich dennoch dagegen entschieden wie meine Mutter verhuellt auf die Strasse zu gehen. Ich kann dennoch aus erster Hand sagen das meine Mutter die Burqa gerne traegt und meine Vater sie nie dazu gezwungen hat. Ich denke jeder Frau sollte die Entscheidung ueberlassen werden ob sie die Burqa tragen will oder nicht.Natuerlcih bin imch mir bewusst das man ja nicht kontrollieren kann wann eine Frau gezwungen wird und wann nicht. Umso wichtiger ist es Integration von beiden Seiten zu foerdern und Netzwerke zu verstaerken die sich fuer Frauen in Notsituationen einsetzen. Solange Immigranten frauen nihct das Gefuehl haben das sie Unterstuetzung von aussen kriegen werden sie nie versuchen sich zu befreien.
Die Burqa oder einen Schleier jeglicher Art mit Argumenten von Menschenrechten zu verbannen ist unlogisch, immerhin wuerden Rechte der Frauen verletzt werden die das Burqa aus freien Stuecken tragen.

Sehr geehrter Herr Barcic!
In ihrem Beitrag äußern sie, der Westen solle sich zuerst mit eigenen Probleme wie die Zwangsprostitution befassen, bevor er sich der "angeblichen Unterdrückung" der Frau in der islamischen Welt widmet.
Ich halte dies aus folgenden Gründen für unangebracht:
Es ist wohl unstrittig, dass in der islamischen Welt teils eine Unterdrückung der Frau herrscht, genauso wie die Existenz der Zwangsprostitution nicht geläugnet werden kann. Allerdings werden Sie einräumen müssen, dass letztere das kleinere Problem darstellt und die Stellung der Frau in der westlichen Welt wesentlich besser ist als in der islamisch geprägten. Es ist daher naheliegend, dass die Burka vielerorts kein Zeichen von freiwilliger Frömmigkeit ist, sondern ein auf gesellschaftlichen Zwang basierendes Mittel der Unterdrückung einer patriarchalischen Kultur. Der Balken befindet sich also in diesem Falle eher im Auge der islamischen Welt als in dem der westlichen. Desweiteren wird dieses Problem von den Trägern dieser Kultur, also der männlichen Bevölkerung, negiert bzw. gar für richtig erklärt. D.h. der Balken wird noch nicht einmal erkannt, während der Splitter der Zwangsprostitution im Westen durchaus als solcher identifiziert ist.

Nun denn, sooo einfach ist das nicht, Herr Vorredner. Die Argumentation mit der Unwissenheit ist immer wieder dieselbe, die einem Muslime um die Ohren hauen.
Im Koran steht eindeutig, dass die Frau sich zu verschleiern hat, und zwar um sich von den Ungläubigen abzugrenzen.
Insofern gibt es mit dem Schleier (wobei nichts von Ganzkörperzelt erwähnt wird) insofern ein Problem, weil er eindeutig zur Abgrenzung dient.
Die Burka ist die extremste Form der Abgrenzung und ist nicht im geringsten Kompatibel mit der offenen Gesellschaft, die wir hier haben.
Die Burka sorgt dafür, dass die Frau die Umwelt kaum wahrnehmen kann und umgekehrt, dass die Umwelt die Frau darin nicht wahrnehmen kann. Wer dies als religöse Freiheit interpretiert, hat nicht viel von unserer Gesellschaft und Lebensweise verstanden.
Im Koran sind auch Textstellen, die das Schlagen von Frauen rechtfertigen.
Auch religiöse Freiheit?
Deffamierung von Juden und Christen. Auch religiöse Freiheit und Problem der anderen?
Glaube ich kaum.

Immer wieder erzählen uns Moslems das Märchen von den paradiesischen Zuständen in den Islam-Ländern. Merkwürdig nur, dass in Ländern wie Afghanistan, Iran, Saudi-Arabien Moslems bei einem Religionswechsel die Todesstrafe zu erwarten haben. Für unislamische Kleidung gibts im Iran nur die Peitsche, da sind die iranische Sittenorgane noch liberal im Vergleich zu den Taliban.
In einem islamischen Land hat keine Frau die Wahl, wie sie sich anziehen möchte. Es gibt Kleidervorschriften. Dort, wo sie nicht gesetzlich verankert sind, werden sie durch die Hirachie der Clans durchgesetzt.
Und noch eins: Alle Islam-Länder sind Auswanderungsländer. ...Warum nur?

Wer die Burka als eine Unterdrückung der Frau sieht, der ist schlicht und einfach unwissend!
Die Bedeckung der Frau ist aus islamischer Sicht Pflicht für jede Gläubige. Wenn es irgendwelchen Herren nicht schmeckt, dann ist das nicht das Problem der Frau, die sich aus freien Stücken bedecken will.
Es ist lächerlich die Kleidervorschrift einer Religion zu kritisieren, weil jegliche Kritik keine religiöse Grundlage hat. Wer nicht so glaubt, der muss sich ja auch nicht so anziehen. Wo ist also bitteschön das Problem?
Und wer hier den Helden spielen will, indem er sich als Retter der islamischen Frau sieht, der soll sich um seine eigenen Sorgen kümmern, bevor er angebliche Frauen vor angeblicher Unterdrückung rettet.
Wie steht es so schön in der Bibel: Warum sucht man nach dem Dorn im Auge des Anderen, statt sich den Balken aus dem eigenen Auge zu nehmen.
Warum versuchen diese heldenhaften Männer nicht Zwangsprostitution z.B. zu bekämpfen und mischen sich in das Leben religiöser Menschen ein.
Das Problem ist nicht die Burka oder das Kopftuch der Frau.
Wer ein Problem mit der Burka hat, der hat ein Problem mit sich selbst!