An der Gewalt in Frankreich waren Frauen nicht beteiligt

Gewaltdebatte

Wer verbrennt wen?

Die Brandexzesse in den französischen Vorstädten werden beschönigend als Jugendrevolte bezeichnet. Dabei kaschiert der Begriff die entscheidende Tatsache: Die Täter sind Männer. Von Alice Schwarzer.

Lesermeinungen zum Beitrag

18. November 2005 08:59

Ursachensuche statt bloßer Beschuldigung

Norbert Ost (grohfuda)

Es ist ja löblich wenn sich die Fraus S. kritisch zu den Vorgängen in Frankreich äußert.

Aber nur weil es sich scheinbar anbietet, muss sie mal wieder Haßtriaden gegen den Mann loslassen... Wir kennen ja ihre "neutrale" Meinung zu dem Thema. Und mutig ist nicht viel an ihrer Äußerung. Obwohl es so etwas wie ein Rassismustabu in Deutschland gib ist ihr Sexsismus gegen Männer ja im Gesellschaftskonsens (und in sofern hat es auch etwas mit der Wahrheit zu tun..)

Es wäre schön gewesen, wenn Frau S. auch mal die Ursachen der Krawalle analysiert hätte. (Nein die Ursache ist nicht das es Männer sind...). Die vermeintlich (infolge von Tradition) rechtlose Frau steht im Islam (d.h. in der Religion) ÜBER dem Mann, d.h. er muss für sie sorgen. In deren Lesart bedeutet es auch, die Frau von (vermeintlichen) Gefahren (in diesem Fall das Leben draußen) abzuhalten... und auch die beschriebene Mehrehe ist an die Bedingungen der Gleichbehandlung und vor allem der Versorgung der Ehefrauen gebunden. Zugegeben was draus gemacht wird, steht auf einem anderen Blatt.

Die randalierenden Jugentlichen sind die Verlierer der Nation. Sie sind frustiert, perspektivlos und gewalttätig. Mögliche Ursachen gibt es viele, aber die werden an dieser Stelle ja nicht erwähnt.

Frau S. ging es aber wieder mal nur darum uns ihr Weltbild (Frauen = gut, Männer = böse) zu erhalten.

Vielen Dank Frau S. - schade, dass es die freien Medien hier nicht wagen, solchen Sexismus mal nicht abzudrucken. ..

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17. November 2005 06:32

Gewalt

Peter Milka (McDuff)

Vielen Dank für den mutigen Artikel. Endlich wagt es jemand, dieses Thema anzusprechen ohne sich von der Rassismus-Keule abschrecken zu lassen.

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16. November 2005 20:05

Diesmal nicht daneben-aber nicht weit genug

Jürgen Rieger (Riegerparis)

Frau Schwarzer, diesesmal liegen Sie mit Ihrem analytischen Kommentar der Ereignisse nicht daneben. Was zu ergänzen wäre, ist, daß seit Jospin in Frankreich die Zügel für den Nachzug von Zweit- und Drittfrauen vor allem aus ehemaligen afrikanischen Interessengebieten überhaupt nicht unterbuden wird. Dies führt nicht nur zur Ausgrenzung der Frauen (als rechtlos und austauschbar in der Vielehe), sondern auch zur Verdrängung der Erziehung der männlichen Kinder auf die Strasse, da die Wohnungen zu klein sind. Lesen Sie die aktuellen Polizeiberichte.

Es führt auch dazu, daß die Anzahl der Kinder dieser Gesellschaftsgruppe ständig steigt, da der französische Staat im Bestreben zur Förderung "französischer" Kinder reichlich Unterstützung zahlt.

Wie ist das bei uns? Wer tut etwas gegen die Zwangsehen türkischer Mädchen? Wer begrenzt den Zuzug von Menschen, die aufgrund von Bildung oder eigenem Willen mit hoher Wahrscheinlichkeit nie in der modernen und von handwerklichen Arbeiten immer entfernteren Arbeitswelt einen Platz finden werden?

Ein Staat, der weder seine eigenen Werte schützt (Selbstbestimmung der Frauen - im Sinne von "alle Menschen" - und Monogamie) noch seine volkswirtschaftlichen Grundlagen bewahrt (wer für unseren Staat nichts Positives leisten kann, soll bitte nicht zusätzlich zu unseren eigenen Problemfällen zu uns kommen), wird früher oder später immer Chaos enden.

Oder - was schlagen Sie als Lösungsansatz vor?

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16. November 2005 19:56

Wer verbrennt wen?

Holger Sulz (H._Sulz)

Es ist nicht ohne Ironie, einer Steinzeitfeministin in der Faz Raum zu geben!
Wir können ihr Statement rasch zusammenfassen mit einem einzigen Satz: Frau gut, Mann böse und für das Elend der Welt verantwortlich.
Es ist nicht bekannt, daß Frau Schwarzer gegen den massenhaften Import sozialen Sprengstoffs einst räsoniert hätte: im Gegenteil. Mit Chuzpe wird behauptet, die Integrationsbemühungen seien nicht erfolgt: kostenlose Sprachkurse bis hin zum Einzelunterricht, ABM- Maßnahmen bis hin zum "Jagen tragen", Heerscharen ausschwärmender Soziopolitowörker, die die Etats der Kommunen ruinierten- alles vergessen?

Derartiges Geschwätz ist nicht mehr zielführend und sollte nicht mit Veröffentlichung in der faz belobigt werden.
Wer denn, wenn nicht Frau Schwarzer steht geradezu für die romantischen Sozialillusionen der letzten dreißig Jahre? Es erfüllt einen mit Ingrimm, wenn gerade die, denen wir die Malaise zu verdanken haben, jetzt mit Vorwürfen in der Faz promovieren dürfen.

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