Angriff in Mügeln

Ist das Rassismus?

Nach dem Angriff auf acht Inder in Mügeln wird über Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Rassismus in Ostdeutschland debattiert. Aber ist es überhaupt sinnvoll, hier von Rassismus sprechen? Muss man es sogar? Zwei Feuilleton-Redakteure beziehen Position.

Text: FAZ.NET
Bildmaterial: dpa

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Es geht nicht um Rassismus

Dem Fremdenhass ist jedes Opfer recht

Jürgen Kaube

Jetzt, in Mügeln, waren es Inder. Aber auch Schauspieler, Camper, Obdachlose, Behinderte und Homosexuelle sind in Ostdeutschland schon angegriffen worden. Nicht über die Eigenschaften der Opfer, sondern über die der Täter muss man reden, findet Jürgen Kaube.

Es gibt die rassistische Tat

Wie die Tat ihren Namen verliert

Christian Geyer

Motive und Gesinnungen können die rassistische Handlung erhellen, sie als irgendwie abgeleitet hinstellen. Aber sie können die rassistische Tat damit nicht zu einer anderen machen. Jede falsche Abstraktion verspottet die Opfer, meint Christian Geyer.