Necla Kelek

Integration

Eure Familien, unsere Familien

Ich übertreibe nicht: Ein Gespräch mit der Soziologin Necla Kelek über die Macht des Islam, Gewalt und Verrat, Kulturbarrieren und Kopftücher sowie anatolische Dörfer mitten in Deutschland.

Lesermeinungen zum Beitrag

24. Februar 2006 14:13

Kronzeugin der FAZ?

Mustafa Neruc (ilabernet)

Fr.Kelek ignoriert den Zusammenhang zwischen der "nationalen" Ausgangssituation und der "sozialen" gänzlich.
Wenn man über Kontaktbereitschaft der Türken redet, sollte man gleichzeitig von der Bereitschaft auf der anderen Seite reden, Menschen auch zu respektieren. Trotz meines Hochschulstudiums werde ich immer noch mit Arroganz überhäuft, die ich schnell zu relativieren weiß. Andere können es nicht und bauen sich dann ebenso ihre Vorurteile auf, wie auf der anderen Seite auch. Man braucht nur Kommentare hier durchzulesen, um zu erkennen, dass dies kein einseitiges Phänomen ist. Allzuviele Deutsche gehen halt immer noch davon aus, dass Türken der 3.Generation sich unterwürfig zu geben haben, und das ist bei einer Kontaktherstellung kein tragbarer Zustand.
Das junge türkischstämmige Migranten auf ihre Familien angewiesen sind und sich arrangieren, weil sie eben auch wirtschaftlich wegen mangelnden Arbeitsplatz/Wohnungsangebot keine andere Wahl haben, scheint Kelek nicht aufgefallen zu sein.
Das zunehmende Islamisierung auch eine Reaktion ist, die eben durch die Ablehnung weiter Teile der dt.Gesellschaft und die soziale Perspektivlosigkeit als Randgruppe gefördert wird, das scheint es für Kelek nicht zu geben.
Als Akademiker und Türke, der Einblick in durchaus auch kritisierbare türk. Realitäten hat, kann ich die Kritik an Kelek nachvollziehen. Ihr Anliegen, sich für die Unterdrückten einzusetzen in Ehren, aber Sie produziert Vorurteile und tut damit konträres.

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24. Februar 2006 06:32

Nachdenken

Peter Milka (McDuff)

Wenn dem so ist, daß wir hier eine Menge Leute unter uns haben die uns verachten und sich nicht integrieren wollen, dann sollten wir mal darüber nachdenken ob wir die hier brauchen. Es wird sicher Orte auf diesem Planeten geben wo eben diese Menschen besser aufgehoben sind als in unserem Land und wir zwingen ja auch niemanden hier zu leben.

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24. Februar 2006 02:50

türkische freunde

christian rohloff (elvisthe)

ich habe auch keine türkischen freunde. ich kenne nur 3 namentlich: den pizzaman, einen ehemaligen mitschüler und einen kunden von mir. aber ich sehe taglich hunderte von türken und anderen moslems und stimmt...die wollen nichts mit mir zu tun haben. warum? vielleicht weil ich nicht so gekleidet bin wie sie: fußballschuhe, trainingshose, daunenjacke mit pelzrand und schirmkappe. oder liegt es an der sprache? ich spreche deutsch und die sprechen kanak so eine mischung aus türkisch und deutsch. oder es liegt vielleicht auch daran das ich gewaltandrohungen aus dem weg gehe und nicht sofort anfange wie bruce lee mit den füßen zu treten und mit meinen brüdern zu drohen. ich glaube ich will gar keinen kennenlernen, sie machen mir mehr angst und das wissen sie und das nutzen sie aus. die einzige möglichkeit für rache, bleibt mir bei der nächsten bundestagswahl, wenn ich eine partei wähle die mit abschiebung von integrationsunfähigen ausländern wirbt. die gefahr ist nur leider, das eine solche partei sonst kein programm hat. auch will ich nicht von einem misstand in den nächsten kommen, denn solche parteien schieben dann auch gleich all meine anderen nichtdeutschen freunde ab.so lebe ich halt weiter mit den türken die mich nicht akzeptieren obwohl ich doch der gastgeber bin und sie meine gäste und nicht umgekehrt. es könnte noch ein problem geben mit den vielen anderen wähler die den kanal voll haben und nicht so weit denken wie ich. die wählen dann extrem...die folgen wären extrem

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24. Februar 2006 00:17

Die und Wir

Stefanie Neubert (contactsteff)

"Diese Spaltung in Die und Wir, das ist die kritische Debatte, die ich jetzt zu führen versuche."

Diese Aussage sowie die vorhergehenden Kommentare passen sehr gut zusammen. Tatsächlich scheint mir damit ein wunder Punkt getroffen worden zu sein.

Ich habe die Bücher leider nicht gelesen, fand das Interview jedoch sehr aufschlussreich und interessant und finde darin einige Überlegungen zum "Integrationsverhalten" und der Wahrnehmung der islamischen Migranten in Deutschland, die sehr realistisch erscheinen. Das oben aufgeführte Zitat ist dafür als exemplarisch zu sehen.

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