Edda Moser 1979 in Joseph Loseys “Don Giovanni“-Verfilmung

Interview

Unsere Sprache verendet wie ein krankes Tier

Wir treten unser heiliges Deutsch mit Füßen: Ein Interview mit der Sängerin und Sprachkritikerin Edda Moser über Anglizismen, SMS, das verbotene Wort „okay“ und die Werbung von Verona Feldbusch.

Lesermeinungen zum Beitrag

19. Oktober 2006 18:51

EDDA MOSER - Heinrich Heine ist schließlich auch ohne o.k. ausgekommen

Thomas Rink (ThomasRink)

Liebe, hochverehrte Edda Moser,

die Wahrheit liegt - wie fast immer - in der Mitte. Selbstverständlich ist der Umgang mit unserer Sprache ein Grund zum Aufheulen; Einwort-Sätze ("Tüte" anstelle von: "Darf ich bitte eine Tüte bekommen?"..), grausame Aussprache "Innänädd" anstelle von "Internet") und viele Wörter, die es eigentlich gar nicht geben sollte "chill out"... da wird man schon ein bisschen ärgerlich. Aber: In einer SMS sollten Abkürzungen möglich sein, gewisse Wörter sind nun einfach da, z.B. unser "Computer"! Was mich auch stört, ist der mangelnde Umgang mit dem Konjunktiv, der Verzicht auf Höflichkeitsworten in Sätzen wie "..ich möchte..." Nun, wer also ist Schuld an diesem Debakel? WIR ALLE... weil wir immer alles hinnehmen. Ich bin oft in Dänemark. Da scheint es mir anders zu sein. Die Leute reden miteinander, benutzen gerne in Gesprächen "tak" oder "mange tak" und begrüßen und verabschieden sich freundlich. Warum geht es 100 km von meinem Wohnort entfernt so ganz anders zu?
Viel Erfolg bei Ihren Bemühungen!
Herzlichst
Ihr Thomas Rink

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09. Oktober 2006 12:31

der Fisch fängt von oben zu stinken an

Christian Braun (christianbraun)

Wie soll man vom Durchschnittsbürger ein Bewusstsein
für korrekten Gebrauch der Landessprache erwarten,
wenn deutsche "Führungskräfte" sich damit brüsten,
kein Deutsch zu sprechen ?

Vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten,
der offenbar allen Ernstes vorschlug, Deutsch als
Verkehrs- und Handelssprache komplett abzuschaffen
und durch Englisch zu ersetzen bis zu (selbsternannten)
Topmanagern, die sich weigern, Interviewfragen auf
Deutsch zu beantworten: angesichts solcher "Vorbilder"
muss man sich nicht wundern, dass hierzulander jeder
Unfug verkauft werden kann, wenn er nur auf Englisch
(oder was manche Deutsche dafür halten) formuliert ist.

Europäische Nachbarländer wie Frankreich oder Spanien
machen dagegen vor: wer etwas interessantes zu sagen
hat, der motiviert dadurch auch andere zum Erlernen der
Landessprache. Wo aber die Einheimischen selbst ihre
Landessprache permanent misshandeln, sinkt auch das
Interesse ausländischer Studenten daran.

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08. Oktober 2006 10:57

Politiker und Medien an den Pranger stellen!

Jürgen Weller (Wotan8)

Unsere hochbezahlten, sogenannten Volksvertreter und die Medien, sind die Hauptverursacher für den Niedergang unserer Muttersprache. Sei es aus Unfähigkeit oder weil es sich aus deren Einfältiger Sicht der Dinge vielleicht besonders Schlau anhört, mit Fremdwörtern -Anglizismen-
herumzuprotzen. Die Medien sollten es eigentlich als ihre heiligste Aufgabe ansehen, als Bewahrer unserer Muttersprache aufzutreten, doch bei diesen Institutionen ist Sensationsheischerei wohl das Tagesgeschäft?

Jürgen Weller

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07. Oktober 2006 17:11

Gegen das Reinheitsgebot

Paul Ruloff (leserbriefe)

Abgesehen davon, daß „unsere“(?) Sprache sich schlecht mit einem („kranken“) „Tier“ vergleichen läßt, ist sie weit entfernt davon zu „verenden“ sondern munter und lebendig wie eh und je. Denn von jeher tummeln sich im Deutschen ungezählte Begriffe, die ihre ursprüngliche Heimat in anderen Spra­chen haben. In Zei­ten der Globalisierung erweist sich nun einmal Englisch als die Lingua franca, aus der sich der Wortschatz der deutsche Sprache nachhaltig be­dient. Ob dies zu bedauern sei, ist eine müßige Frage, zumal eine solche Diskussion unweigerlich auf ein ideologisch vermintes Terrain führt. Gera­dezu spannend wird der Sachverhalt indessen unter linguistischem Aspekt. Denn die tägliche Zunahme an Anglizismen im Alltagsjargon eröffnet nicht nur die Chance, den der Sprache immanenten Wandel sozusagen in statu nascendi zu beobachten, sondern auch darüber zu reflektieren, nach welchen Regeln besagter Wandel sich vollzieht. Diese entziehen sich freilich dem Zugriff konservativer Sprachpfleger als auch dem ihrer Reformer. Sie sind zu unser aller Glück mehr, als Exprimadonnen und Politiker verstehen können. „Heilig“ hingegen ist an Sprache allenfalls so viel wie am berühmten Blechle.

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07. Oktober 2006 08:54

Sprache

Wenzel Markart (W.M)

Meiner bescheidenen Ansicht nach, verwendet Frau Moser selbst die von ihr so kritisierten Begriffe wie z.B: Job oder ein abgekürztes Montag. Aber diese Tatsachen scheinen sie nicht sonderlich zu stören. Nur wenn jemand anderes diese Begriffe verwendet, trägt diese Person zur "Verendung der deutschen Sprache" bei. Wenn sie schon eine solche Kritik an der deutschen Sprache übt, sollte sie wenigstens auf diese Kritisierten Begriffe verzichten. Wo man ihr Recht geben muss, ist die Tatsache, dass Aussagen wie: "Hey, Alter" oder "Jo, Mann" nicht wirklich gut zur deutschen Sprache passen.

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06. Oktober 2006 23:19

Unsere schoene Sprache - wider die allgemeine Gedankenlosigkeit in Deutschland!

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Als Auslandsdeutscher schmerzt mich die Verschluderung der deutschen Sprache besonders.

Ist das bei jungen Leuten modische 'Denglisch' (sich 'connecten') bloss komisch oder aergerlich?

Stereotype wie 'Ich gehe davon aus,..' und das inflationaer missbrauchte 'vor Ort' spiegeln die Denkfaulheit vieler Deutscher (einschl. Journalisten) in bedrueckender Weise wieder. Eine ganze Generation in Deutschland waechst heran mitten im Sprachmuell.

Nach rund zehn Jahren Hin- und Her mit der sog. Rechtsschreibreform scheint sprachlich alles erlaubt zu sein; wen kuemmern da noch Regeln, zum Teufel mit der Sprachlogik. Klarheit im Denken zaehlt nicht mehr, wenn Argumente und ihre schluessige Begruendung bloss langweilen.

Die Zwangslaeufigkeit unserer Zeit?Nein! Im anglo-amerikanischen Kulturkreis zaehlt die Kraft des Formulierens und Denkens:'Toastmasters International' sind auch in Deutschland vertreten. Man achte auf die Funktion des 'grammarian'. Seine Aufgabe ist es, Verstoesse gegen die englische Grammatik zu benennen.

Die gute Nachricht lautet also: Sprache muss nicht verenden, Disziplin and Aufmerksamkeit vorausgesetzt.


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06. Oktober 2006 23:13

Deutsche Sprache

Siegfried Goubelmann (siwi)

Bravo, Frau Moser, endlich spricht mal jemand deutlich aus, was vielen Menschen am Herzen liegt!

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06. Oktober 2006 18:45

Der 'Genetiv' ist dem Genitiv sein Tod

Sven Mueller (versmuellen)

Na, so lange sich noch jemand um den 'Genetiv' sorgt, ist ja noch nicht alles verloren ... ;-). Und vielleicht sollten wir das Fenster 'Windloch' nennen--ich faend das huebsch.

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06. Oktober 2006 12:37

Umgangssprache

walter hedderich (walter339)

Man muß unterscheiden zwischen Hochsprache und Umgangsprache. Erstere dient der Anrufung der Toten und der Götter. Zum Umgang der Menschen untereinander ist sie weder geeignet noch notwendig. Auch Frau Moser wird zuhause mit ihren Lieben nicht so sprechen, wie Figuren im Roman oder Theater oder Fernsehspiel. Achten Sie mal darauf!

Die Umgangssprache hingegen ist begleitet von dem viel wirkungsvolleren nonverbalen Ausdruck, dem Ton, den Gesten, und wird meistens in einem Satzbau vorgetragen, auch von Professoren, der von den Regeln der Grammatik stark abweicht. Sie funktioniert losgelöst von den nonverbalen Elementen gar nicht. Dadurch ist aber auch ein wenig gebildeter Mensch mit geringem Sprachvermögen durchaus in der Lage, komplizierte Sachverhalte zu kommunizieren. Diese Umgangssprache entwickelt sich im Umgang der Menschen und ist schlechterdings nicht steuerbar, so sehr man das auch möchte.

Was man ein wenig steuern kann, ist die Hochsprache, und zwar können das die Autoren von bleibenden Werken tun. Blickt man bspw in das Grimm'sche Wörterbuch, so findet man, daß es nichts weiter als eine Sammlung der in literarischen Werken verwendeten Worte ist.

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06. Oktober 2006 12:17

Präzision

Rainer Kretzinger (garbanzo)

Wie in den Kommentaren mehrfach richtig und meiner Meinung nach sehr schön dargestellt wurde, "verkommt" eine Sprache nicht zwangsläufig durch Fremdwörter. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Ich denke aber, das Wesentliche an einem Verständigungsmittel ist die Präzision, mit der ich Begriffe und Sachverhalte "rüberbringen" kann, ob nun mit Anglizismen oder nicht.

Und hier sollte doch die Sprachpflege einsetzen: Zuerst muß ich präzise wissen, was ich sagen will. Und dann versuchen, dies präzise auszudrücken. Es dreht sich meiner Meinung nach also nicht um den Gebrauch von Fremdworten an sich, sondern um die sich epidemisch verbreitenden begriffsunklaren Wischiwaschi-Anglizismen, mit dem man trotz eigener Gedanken-Unklarheit glaubt oder vorgibt, etwas gesagt zu haben.

Ein wichtiger Teil des Sprachunterrichtes muß also zuerst einmal ein DENK-Unterricht sein.

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06. Oktober 2006 12:04

Gefährliche Monokultur

C. B. Sturm (CBest)

Quintessenz: "ICH lege fest, dass allein und ausschließlich ICH die Definitionshoheit über unsere Sprache habe. Insofern bin ICH allen anderen sprachlich überlegen." Nach dieser Regel müssen Leute wie Frau Moser natürlich in allen sprachlichen Belangen recht haben. Ihre Inkonsequenz bei der Behandlung von Abkürzungen, Anglizismen ("er macht einen guten Job" lässt sich im normalen Deutsch sinngemäß mit der Wendung "er macht seine Sache gut" wiedergeben) zeugt von genau dieser Selbstherrlichkeit und Arroganz, die wohl einem Mangel an sprachlicher Sensibilität geschuldet ist.

Die Flut von Anglizismen im Deutschen ist sicherlich eine Ursache des sprachlichen Niedergangs, der spätestens im Chaos der Rechtschreibreform augenfällig geworden ist. Jedoch wäre es sinnlos und gefährlich, deshalb eine Monokultur des Hochdeutschen (zumal in der "sterilen" Aussprache von Frau Moser) zu fordern. Jeder Dialekt hat seine Daseinsberechtigung, selbst wenn andere ihn nicht hören wollen. Und die Definitionshoheit über unsere Sprache haben wir alle, jede/r für sich - mag man es nun gut finden oder bedauern.

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06. Oktober 2006 11:41

Endlich Taten statt vieler Worte!

Julia Blinzinger (JuliaBlinzinger)

Ich teile die Meinung von Edda Moser, dass sich unsere Sprache in eine falsche Richtung entwickelt und dass es dringend an der Zeit ist, etwas gegen diese Fehlentwicklung zu unternehmen. Sicherlich stellt der ein oder andere Anglizismus noch keinen Untergang der deutschen Sprache dar. Wenn wir uns aber seitens der Werbeindustrie und den von ihr finanzierten Massenmedien ein pseudokosmopolitisches "Denglisch" aufoktroieren lassen und dieses völlig kritiklos in unseren täglichen Sprachgebrauch übernehmen, ist das sehr bedenklich.

Bedauerlich finde ich, dass viele der hier Anwesenden eher darum bemüht zu sein scheinen, einzelne Antworten der Befragten auf die Goldwage zu legen, anstatt sich darüber zu freuen, dass endlich mal einer nicht nur lamentiert, sondern aufsteht und etwas tut. Dieses Festspiel wird die Ferhlentwicklung der deutschen Sprache nicht unverzüglich aufhalten. Aber es ist ein Anfang!

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06. Oktober 2006 11:25

Ein winziger Schritt in die andere Richtung

Fionn Huber (fionn)

In den letzten Monaten habe ich DREI Hybrid-Wörter (50/50 E - D) in einem gewissen GB-Finanzblatt gesehen, nämlich
- Mergermeister
- Ueberconfectioner (Meisterkonditor) und
- überdimensional. Diese Tendenz ist spürbar - seit die deutsche Wirtschaft "überdimensional" wächst, und deutsche "Mergermeister" wie Wolfgang Reitzle in GB und in den USA in die Schlagzeilen geraten sind.

F. Huber

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06. Oktober 2006 11:05

Sprache

Jens Heyn (J.Heyn)

Frau Moser kann ich weitgehend zustimmen. Es geht auch nicht um ein paar Fremdworte, sondern darum, daß wir ständig mit Anglizismen zugemüllt werden; leider auch zunehmend auch in der FAZ!

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06. Oktober 2006 10:43

Der ewige Hinweis auf Frankreich

Jens-Christian Pohl (punxsatawnyphil)

.. Einen noch .. das Gespräch mit Frau Moser ist ja durchaus mäßig unterhaltsam, aber wie schon bei diversen Artikeln auf dieser Seite sind die anschließenden Leserdiskussionen weitaus interessanter.

Zugegeben: ich geselle mich bekennend flugs in die Ecke der "typisch Lehrer" Fraktion. Genug wurde hierzu schon gesagt, ich erkenne in diesen humorlosen und unpassend pathetischen ("verendet wie ein krankes Tier") Ausführungen leider all jene Deutschlehrerinnen wieder, welche mir und vielen meiner MitschülerInnen versucht haben, nämliche Sprache zu vergällen.

Und nicht weniger typisch der unvermeidliche Hinweis auf Frankreich: ich liebe dieses Land, seine Kultur und auch seine Sprache. Aber eines sollte man dabei bitte nicht vergessen - die Schattenseite kennen wir alle - versuchen sie einmal mit einem Franzosen auch nur ein paar Worte in einer anderen Sprache zu sprechen, vergeblich. Und der sprachliche Monotheismus im Hektagon treibt noch wildere Blüten: Bretonen, Elsässer und Gascogner würden in Verzückung jubeln, wenn ihre Regionalsprachen so gelebt und gefördert werden könnten wie Bayerisch, Schwäbisch oder Friesisch hierzulande.

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06. Oktober 2006 10:15

Falsch und peinlich...

Dirk Walbrühl (Kelen)

Eigentlich wollte ich den Artikel mit Begeisterung lesen...
Aber nun muss ich leider doch gegen die Aussagen von Frau Moser sprechen, da sie es offensichtlich vermieden hat die entsprechende Fachliteratur zur Rate zu ziehen. Anglizismen sind nichts anderes als Lehnwörter, die es auch vor Jahrhunderten schon aus dem Lateinischen oder dem Französischen. Was ist denn mit dem Wort "Garage", hm? Urdeutsch? Mitnichten. Aber mittlerweile "eingedeutscht". Das ist der natürliche Lauf der Sprache und das weiß die ganze Germanistik schon seit eh und je...

Vielleicht mag Frau Moser ja Engagiert sein, aber ihre Aussagen, die sei 'sprachlich Überlegen' und der von ihr angeführte Umgang mit ihren Mitmenschen ist nicht nur penetrant, sondern auch höchst anmaßend, wobei sie selbst ja schon im Interview zweimal ihre Behauptungen selbst wiederlegt (Job, Montag) und sich nur schlecht da herauswindet. Und was bitte soll der peinliche Bezug auf das aktuelle Geschehen (Papst und Oper?). Sich selbst einfach mal wichtig machen? Nein, so sehr uns ja allen unsere Sprache am Herzen liegt, Frau Moser als Galeonsfigur können wir uns sparen... peinlich...

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06. Oktober 2006 10:07

Wenn deutsche Unternehmen Englisch zu Unternehmenssprache machen...

Joachim Mense (JMense)

Ich glaube die Erkenntnis, dass Sprachen "leben", sich entwickeln und manche sogar aussterben - ist nicht neu. Es gibt ja sogar Evolutionsbiologen, die sich auch mit Sprachen beschäftigen, um zusätzliche Hinweise zur huminiden Entwicklungsgeschichte zu bekommen.

Jedoch meine ich, dass es einen Unterschied zwischen "Sprache pflegen" und "Sprache negieren" gibt. Und letzteres ist in Deutschland leider in (allzu) vielen Fällen gängige Praxis: Da radebrechen Politiker auf außenpolitischem Parkett in ihrem Schulenglisch und glauben, sich so besser Gehör zu verschaffen. Da gibt ein deutsches Unternehmen nach dem anderen die Muttersprache ihrer Mitarbeiter auf und ersetzt diese gegen Englisch als Unternehmens(pflicht)sprache - obwohl die Zentralen durchaus noch in Deutschland zu finden sind. Da schießen "Business Schools" wie Pilze aus dem Boden und lehren nur noch auf Englisch. Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Das Problem dabei ist gar nicht, dass unsere Sprache ggf. besser und damit schützenswerter sei - das Problem ist, dass immer derjenige, der Englisch NICHT als Muttersprache hat, sie aber versucht, gleichberechtigt zu nutzen, dem Muttersprachler unterlegen ist. Wir pflegen also ein modernes, selbst gewähltes Helotentum.

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06. Oktober 2006 09:45

Dreimal Widerspruch

Dirk Kalussa (dirkkalusa)

Es ist interessant, dass man sich in einem Interview dreimal selbst widersprechen kann.

Zuerst verbietet Frau Moser sich und ihren Studenten das Wort "okay", benutzt aber dann das Wort "Job", da es als nicht übersetzbar gilt, aber "witzig" ist. "Okay" ist ebensogut witzig wie prägnant und auch nicht leicht zu übersetzen.

Des Weiteren sperrt Frau Moser sich gegen Anglizismen verwendet aber SMS (Short Message Service) und nicht KMD (Kurzmitteilungsdienstleistung).

Naja, und dass sie meint, in ihren SMS nicht abzukürzen, es aber bei ihrem Interviewpartner dennoch getan hatte, spricht für sich.

Hingegen danke ich Frau Moser für ihren Einsatz um die deutsche Sprache, möchte aber zu bedenken geben, dass kulturdominante Räume auch immer sprachlichen Einfluss ausüben. Man denke an "Chaffeur", "Büro" (Bureau), "Niveau" oder "Engagement". Sprache unterliegt ebenso wie alle anderen gesellschaftlichen Aspekte einer Veränderung und wir sollten das nicht aufhalten wollen, aber in die "richtigen" Bahnen lenken.

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06. Oktober 2006 09:13

..in Bewegung....

Peter Remmert (premmert)

war, ist und bleibt unsere deutsche Sprache! Einfach herrlich! Über Jahrhunderte im Herzen Europas aus italienischen, französischen, lateinischen, keltischen (und und und) Wörtern und Redewendungen erwachsen- wunderbar! Oh, danke dafür. Es zeugt doch von so Vielem über uns.
Die lingua contacta in der kleiner gewordenen Welt ist nunmal (noch) Englisch. Ich gebe zu- manchmal stören mich Anglizismen auch, doch Sorge bereitet mir eine andere Tatsache:
Die deutschen Schriftsteller werden nicht mehr gelesen!

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06. Oktober 2006 09:10

Es ist zu spät!

Michael Menzel (Galenos)

Edda Moser hat recht, indem sie grundsätzlich eine Dekadenz der Deutschen Sprache anprangert. Große Bevölkerungsteile können nur noch verwaschene Sprachfetzen von sich zu geben.

Ohne Zweifel verursacht das Fernsehen eine starke Beförderung der zunehmenden Verkommenheit der Sprache. Aber auch gedruckte Elaborate haben da ihren Anteil.

Die "Wortgewaltigkeit" von sogenannten Moderatoren, Nachrichtensprechern, Kommentatoren hat auf grauenhafte Weise nachgelassen. Immerhin, diese Berufsgruppe gehört hirarchisch noch zur obersten Klasse der Kakophonisten.

Hat man durch einen schrecklichen Zufall einmal Ausschnitte sogenannter "Talkshow's" ertragen müssen, dann merkt man, daß es in dem allgemein verkommenen Sumpf der Sprache noch erhebliche Unterschiede gibt. Das mit grotesken echolalischen Elementen durchsetzte akkustische Konglomerat, stellt den linguistischen Bodensatz dar.

Das Deutschland Goethe's oder Thomas Mann's ist tot. Unser ehemals geistig blühendes Land ist Vergangenheit.

"Weh' mir, woher nehme ich, nun da es Winter ist, die sprachlichen Blumen und die Krume des Ackers, auf der eine verlorene Kultur wieder erstehen könnte"?

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06. Oktober 2006 09:01

lol - Edda who?

Tom Barbat (CCCPlibre)

Edda who? Never heard of!

I'm astounded by people who want to 'know' the universe when it's hard enough to find your way around Chinatown. W. Allen

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06. Oktober 2006 08:50

Wenn wir alle doch nur solch wunderbare Probleme hätten!

Markus Teuber (arathorn)

Dann wäre die Welt das reinste Paradies!

Doch,Frau Lehrerin,"Job" läßt sehr gut übersetzen:
"I did a good job" heißt : Ich habe eine gute Arbeit gemacht/geleistet."

Außerdem sollte man beachten,daß die deutsche Sprache
aus unzähligen lateinischen und griechischen Wörtern/Wortstämmen mit aufgebaut ist :
Wie verhält es sich also mit : Operation,Diskothek,Militär,Architekt ,Visa,Politik ...

Das sind alles ("eingedeutsche") lateinische bzw griechische Wörter.
Aber vielleicht ist das besser,weil aus dem "intellektuellen" Latein/ Griechischen statt aus dem "proletenhaften" Englisch
stammend ?

Und wenn jemand "nuschelt" ,kann er auch in reinstem Deutsch "nuscheln", pardon,nein verzeihung - undeutlich sprechen.

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06. Oktober 2006 08:40

Unsere Sprache verendet wie ein krankes Tier

A. Ro-Nori (Steuerzahler)


Hier zu empfehle ich die Lektüre von Kinderbüchern, das kann so manches erklären.

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06. Oktober 2006 08:08

Unsere Sprrache verendet wie ein Tier

Axel Haupt (s0120935)

Frau Moser hat völlig recht. In keinem anderen Land der Welt werden so viele Aglizismen verwendet wie in Deutschland. Wir sollten mit der gleichen Begeisterung zu unserer Sprache stehen wie zu unserer Fußballnationalmannschft.

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06. Oktober 2006 07:57

sehr gut

Wolfram Ernst (Wolly20)

Ich arbeite mit Kindern, die erhebliche Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben, also Legastheniker sind. Insbesondere diese Kinder sind auf eine saubere Aussprache, wie z.B. Material anstatt Matrial, geradezu angewiesen.
Da das Bildungsniveau immer weiter sinkt, glauben eben tatsächlich manche Leute, dass der Feldbusch-Satz "Da werden Sie geholfen" grammatikalisch richtig ist. Also ist es in jedem Fall besser mit guten Beispiel voranzugehen und die deutsche Sprache zu pflegen.

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06. Oktober 2006 06:39

Ja, früher war alles besser

Markus Wieja (madmarkus)

'Ja, natürlich, aber ich schreibe eine SMS wie einen kurzen Brief.'

Ja, natürlich. Nur was bedeutet 'SMS'? Könnte das eine ABKÜRZUNG für einen ENGLISCHEN Ausdruck sein?

'Ich sagte: „Wie bitte?“ Und sie sagte wieder „SMS“. Ich antwortete ihr, daß ich nicht wisse, wovon sie spricht. Ich habe sie gebeten, das Wort „SMS“ zu übersetzen, und das konnte sie nicht. Stellen Sie sich das einmal vor! Furchtbar, wie unsere kostbare, wunderbare Sprache verunstaltet wird.'

Hat die Dame mal einen mittelalterlichen 'deutschen' Text gelesen? Hat sich da jemand an den Duden gehalten?

Was bitte ist "unsere Sprache"? Mittelhochdeutsch? Ausschließlich in der Dudenfassung von 19..? Also sind Dialekte wie bayrisch, hessisch, friesisch, sächsisch keine deutsche Sprache?

'Früher war man auf seine Phantasie angewiesen, las noch Grimms Märchen.' - Früher hat man in Deutschland an den Königshöfen französisch gesprochen.

Grimms Märchen hatten (bzw. haben) Titel wie "Das Bürle im Himmel", "Dat Mäken von Brakel", "De drei Vugelkens" oder "Von dem Fischer un syner Fru" - was für eine furchtbare Verunstaltung 'deutscher' Sprache!

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06. Oktober 2006 06:25

Zwangsneurose

Frank Bach (Spindel)

Spätestens beim Wort "heilig" müssen alle Alarmglocken läuten. Die Natur lebendiger Sprachen ist nun mal steter Wandel, daher gibt es kaum etwas unheiligeres und berührbareres als Sprache. Frau Moser verfolgt auf eine derart humorlose Art ihre idée fixe vom Einfrieren eines Sprachideals, dass man Mitleid mit ihr bekommt.

Wer Sprache genießen will, soll Luther, Kleist, Schopenhauer, Nietzsche, Thomas Mann und Elfriede Jelinek lesen.

Das Lamento über den Verfall der Sprache gibt es wohl, seit es Sprache gibt. Ich meine auch, dass die Kritik des konkreten Sprachgebrauchs flach bleiben muss, wenn sie keine Sprachkritik als Erkenntniskritik einschließt.

Frank Bach

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06. Oktober 2006 03:53

Mehr noch als die Sprache pflegt Frau Moser den "guten deutschen Pessimismus"! 2

Sebastian Arndt (BillTuer2)

Abschließend bleibt aus meiner Sicht noch zu sagen:
Es steht mit unserer Sprache bei weitem nicht so schlecht, wie oft befürchtet wird.
Sieht man sich beispielsweise aktuelle Musik-Charts:-) an, fallen einem hauptsächlich englische Songs:-) oder deutsche Songs:-) im Popstars-Stil:-) auf. Dabei finden sich ganze Horden guter Bands die eindrucksvoll beweisen, was man aus unserer, tatsächlich sehr schönen Sprache machen kann (Tomte, Kettcar, Rantanplan, But alive, Olli Schulz, Kante, Peter Licht...). Diese Bands filtern nicht vorher jeden nicht-deutschen Partikel aus ihren Texten. Sie benutzen Anglizismen und alles Nichtdeutsche, was man auch umgangssprachlich benutzt. Und genau durch diese Tatsache wird diese Musik authentisch und ausdrucksstark.

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06. Oktober 2006 03:15

Mehr noch als die Sprache pflegt Frau Moser den "guten deutschen Pessimismus"! 1

Sebastian Arndt (BillTuer2)

In einem Punkt hat Frau Moser recht:
Mit der Rechtschreibung steht es nicht zum besten. Aber: Das ist kein Problem, das erst in den letzten Jahren aufgetaucht ist, geschweige denn Handy und Fernsehen zur Ursache hat. Sicher fördert der Telegramm-Stil beim SMS schreiben nicht die Rechtschreibung, aber den größten Einfluss auf die Rechtschreibung haben immer noch Erziehung und Schule. Außerdem ist das kein "deutsches" Problem, sondern ein Problem aller Industrienationen.

Des Weiteren ist Frau Moser der Meinung der Meinung, eine Sprache dürfe sich verändern, aber nicht in die "falsche" Richtung. Soll das heißen:
englisch/ausländisch = falsch oder schlecht ?!?!?!?
Ich dachte, diese Phase hätten wir Deutschen überwunden!

Ist es nicht im Gegenteil sogar sehr erfrischend eine Sprache mit fremden Spracheinflüssen zu sprechen? Eine aufgeschlossene Sprache als Aushängeschild einer liberalen und toleranten Gesellschaft?
Zudem hat die deutsche Sprache auch so schon unzählige fremdsprachige Wurzeln aus grauer Vorzeit. Und nun soll sich unsere Sprache nur noch im Inzest fortpflanzen?


siehe Teil 2 :-)

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06. Oktober 2006 03:11

Es tut mir sehr leid,

Marcella Townsend (winniecooper)

aber solchen Unfug kann man einfach nicht unkommentiert lassen. Es wuerde der Dame gut tut sich mal ein wenig mit Sprachwissenschaft (hier vor allem mit den Bereichen Sprachphilosophie, Soziolinguistik, Sprachwandel, Pragmatik oder dem Sprachbegriff an sich) zu befassen. Der folgende Link waere hierfuer vielleicht ein geeigneter Einstieg.
http://www.uni-erfurt.de/sprachwissenschaft/personal/
lehmann/CL_Lehr/Course_materials.html

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06. Oktober 2006 02:09

"ein guter Job"

Jorn Harbeck (HRB2)

Also, "er macht einen guten Job" ist doch auch der reinste Anglizismus und eine wortwoertliche Uebertragung von "he does a good job". Dies laesst sich doch mit "er macht seine Sache sehr gut" oder etwas altbackener - und in diesem Kontext angebracht - mit "er verrichtet gute Arbeit" ins Deutsche uebersetzen. "Job" als Lehnwort im Deutschen finde ich akzeptabel, die wortwoertliche Uebersetzung vollstaendiger Saetze aus dem Englischen nicht!

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06. Oktober 2006 02:08

Sprachkultur - ein Ergebnis von Lese- u. Schreib-Kultur

Klaus R. Rausch (erratum)

Die Kritik diesbezüglich von Edda Moser ist im Kern durchaus angebracht.
Während vor jahrzehnt "räumliche Dialektsprachen" vielen jungen Menschen den Einstieg in Schule und Bildung erheblich einschränkten, hat sich infolge des gesellschaftlichen Wandels die "digitalisierte Kommunikationsebene" den Dialekt als notorische Bildungsbremse abgelöst.
Beide habe eines gemeinsam, es werden dabei weder Sprach- noch Schrift-(Hoch-)Deutsch vermittelt.
Ein Faktum ist, ein begrenzter Sprachschatz ergiebt begrenztes Leseverständnis und alles andere als schriftliche Ausdrucksvielfalt.
Ein umgangssprachliches ok/fuck, ist nicht der springende Punkt, zum Problem wird es allesdings, wenn man meint mit 140 SMS-Kürzeln und einer Spielkonsole (playstation)könne man sich durch das Leben bringen.
Lesen/(Schreiben) ist der Schlüssel zur Sprache und es ist unerheblich ob dies über Buch, Internet oder Video-Texte praktiziert wird.


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06. Oktober 2006 01:13

Zum Verschwinden der Deutschen Sprache

Felix Brunschwiler (feelX)

Frau Moser ist eine Seherin, schon bald werden sich Altphilologen umd die Deutsche Sprache kümmern. Erst dann werden wir erkennen, was wir an dieser Sprache hatten.

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06. Oktober 2006 00:13

Unsere Sprache verkommt

Josef Schröter (Josef_Anton)

Fie Feststellungen von Frau Moser sind äusserst treffend und erschreckend. Genauso rege ich mich innerlich darüber auf, daß auch große Tageszeitungen Tag für Tag mit reisserischen Überschriften teilweise im Gossenjargon Informationen zu alltäglichen Dingen verbreiten. Wenn die Redakteure mit diesen schriftlichen Ergüssen im Deutsch Untericht benotet werden würden, bekämen sie oft nur eine vier. Und davon sollen unsere Kiner Deutsch lernen!

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06. Oktober 2006 00:09

Richtiger Anstoß

Volker Breuer (VoBreuer)

Das Engagement von Edda Moser ist ein richtiger Diskussionsanstoß, der dazu beiträgt, das Bewußtsein für den Wert unserer Sprache zu wecken, auch wenn ihre Ansichten in dem einen oder anderen Punkt überzogen sein mögen. Wichtig scheint mir, denjenigen die "Rote Karte" zu zeigen, die unüberlegt und inflationär mit Anglizismen um sich werfen. Gerde die Werbebranche und Großkonzerne wie die Deutsche Bahn oder die Deutsche Telekom gehen hier mit schlechtem Beispiel voran. Wenn die dortigen Entscheider beginnen Ihren Sprachgebrauch zu hinterfragen, wäre schon viel erreicht. Nur Mut! Frankreich und die Franzosen zeigen in der Tat auf sehr beeindruckende Weise, dass es auch anders geht.
Volker Breuer

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06. Oktober 2006 00:04

"Diktion" und "Servicenummern" !

Eckhardt Kiwitt (Eckhardt_Kiwitt)

Wer will über falsch oder richtig entscheiden ?
Edda Moser, die in diesem "Interview" die Wörter "Diktion" und "Servicenummern" verwendet - das Wort "okay" (OK) aber ablehnt ?
Sprachen pflegen sich zuvörderst in die selbige Richtung zu entwickeln, die der "Mainstream" vorgibt!
Wenn ich heute in einer deutschen Kleinstadt einen "Latte Macchiato", einen "Espresso", eine "Pizza" oder einen "Döner" "ordere", dann wird mir all das ganz slebstverständlich "serviert".
Auch ein "Bier", eine "Tasse" "Kaffee" mit "Milch" und "Zucker" kann ich bestellen, und jeder versteht, was ich meine, gleichwohl all diese Wörter der Deutschen Sprache nicht anheimelnd sind.
Einer "Simplifizierung", Wortverarmung oder "grammatikalischen" "Reduzierung" unserer Sprache sollten wir deshalb jedoch nicht Vorschub leisten, weil uns sonst morgen die Ausdrucksmöglichkeiten fehlen.
Den wort- und ausdrucksarmen "Slang", den Menschen aus "sozial" schwächeren Gesellschaftsschichten häufig sprechen, sollten wir uns weder zum Vorbild nehmen noch gar aneignen.
Sätze wie z.B. der aus einem Werbespruch „..., da werden Sie geholfen“ klingen albern - mit derartigem "Dumm-Sprech" ist niemandem gedient.

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06. Oktober 2006 00:03

Unsere Sprache verkommt

Josef Schröter (Josef_Anton)

Fie Feststellungen von Frau Moser sind äusserst treffend und erschreckend. Genauso rege ich mich innerlich darüber auf, daß auch große Tageszeitungen Tag für Tag mit reisserischen Überschriften teilweise im Gossenjargon Informationen zu alltäglichen Dingen verbreiten. Wenn die Redakteure mit diesen schriftlichen Ergüssen im Deutsch Untericht benotet werden würden, bekämen sie oft nur eine vier. Und davon sollen unsere Kiner Deutsch lernen!

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05. Oktober 2006 23:41

Sprache unterm Hakenkreuz

Marvin Hellwig (Kreuzfahrer)

Die deutsche Sprache wird immernoch mit der nationalsozialistischen Vergangenheit assoziiert. Anstatt mittels der deutschen Sprache eine Art "Rückeroberung" zu erarbeiten, wurde sie durch die Einführung viel zu vieler Modewörter regelrecht zerpfllügt. Das war ein Fehler. Es ist einfach zu zeitaufwendig Begriffe der Modesprache zu erklären. Die Zauberformel einer florierenden Wirtschaft ist die Sprache, die am besten beherrscht wird. International ist es meist Englisch und in Deutschland eben die deutsche Sprache.

Eine Verdeutschung von Anglezismen führt leicht zu Mißverständnissen und kann die Eingliederung von Menschen erschweren, die an einer Kommunikation nur durch Lippenlesen teilnehmen.

Es muß noch mehr verdeutlicht werden, daß die Hüter der deutschen Sprache sich grundlegend von der Demagogie des Faschismus distanzieren und die Weltoffenheit der deutschen Sprache betonen.

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05. Oktober 2006 23:17

@thuengerthal

Johann Schnitzer (unsinn1)

Es gibt Menschen die schwärmen von Ihrem eigenen geschwafel, welches ich bei Ihnen entdecken konnte.
Ihr Beitrag ist mehr als nichtssagend.

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05. Oktober 2006 23:10

Hardlinerin und Provokantin

andreas Konjevic (andygarcia)

Und was ist mit all den Sprachen (schwäbisch, bayerisch, berlinerisch, . . . etc. pp) die unter dem Deckmantel der deutschen Sprache (welche in Wirklichkeit nur von einzelnen Menschen gewollt ist, welche die Vielheit in die Einheit konvertieren möchten) verloren gehen und an den Schulen nicht gefördert werden. Diese Frau hat keine Ahnung was für UNS ALLE gut ist.....Sie ist pervers (auch ein deutsches Wort) in Ihrem Tun (Ein Euro-Strafe im Unterricht) als Lehrerin und Denken.

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05. Oktober 2006 22:52

Angli- was?

Kristian Müller (ZNS)

"Service"-nummer und Fernseh-"interview" - wie heißt das doch gleich auf Deutsch? vielleicht "Telefonauskunft" und "Befragung im Fernsehen"? Auch Frau Moser kann sich den neuen Strömungen hin zu englischen Wörtern (bzw. dem Trend zu Anglizismen) nicht entziehen. Lebt die Sprache durch ihr Sterben? Denkanstöße sind willkommen.

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05. Oktober 2006 22:34

Glänzende Beschreibung

Rainer Kretzinger (garbanzo)

Alle Achtung Herr Thuengerthal,
da ist Ihnen ja eine glänzende Selbstbeschreibung gelungen:
Zitat: "Lustiger noch, wie sich Leser [....], selbst aber nur von wenig Ahnung diesbezüglich getrübt scheinen. Ein Spiegelgefecht, das die eigene Bedeutung in fremden Territorien zu verwurzeln trachtet, nach Ewigkeit schielt."

Besser gehts nicht.

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05. Oktober 2006 22:13

Recht hat sie

lothar kempf (wilkem)

Unsere Sprache ist Kulturgut und wir missbrauchen sie statt sie zu pflegen. Dabei geht es doch nicht ausschliesslich um Anglizismen.
Was wären viele Deutsche ohne "super, geil, keine Ahnung, auf jeden Fall...." omnipräsente und allumfassende Beschreibungen eines Zustandes oder einer Situation. Die Köpfe scheinen leer oder ist der fehlende Wortschatz oder die Liebe zum Detail Ursache? Der Geburtsort erodierter Aussprache ist u.a. die Politik. Auch das Fernsehen bedient sich hirnloser Falschbetonung, sodaß unsere Jüngeren schon gar nicht mehr wissen, wie es denn wirklich ausgesprochen wird. Statt er-innern wird er-rinnern, Sinn und Logik gehen völlig dahin. Aus Werte oder unserer Erde werden Wärte und Ärde.
Recht hat sie.

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05. Oktober 2006 21:57

Sehr amüsant ist es,

jens tuengerthal (jenstuengerthal)

wie Frau Moser sich in divenhafter Willkür bei der Grenzziehung offenbart. Lustiger noch, wie sich Leser als ihre gestrengen Jünger bekennen, andere der Sünde bezichtigen, selbst aber nur von wenig Ahnung diesbezüglich getrübt scheinen. Ein Spiegelgefecht, das die eigene Bedeutung in fremden Territorien zu verwurzeln trachtet, nach Ewigkeit schielt.

Aber jenseits dieser erwartungsgemäßen Eitelkeit, wo beginnen wir den Kampf um die Erhaltung des sprachlichen Konsens?

Mit den Rechenmaschinen, die unseren Austausch erst ermöglichen, gemeinhin Computer genannt werden, oder bei den lateinischen Lehnwörtern, die uns an den traurigsten Tag im deutschen Sommermärchen erinnern, aber der sprachlich notorisch - schon wieder eines - eher nüchterne, um nicht zu sagen schlichte, Fußball, eröffnete ein zu weites Feld. Ist, fragen wir vorsichtig, die Toilette nun unpatriotisch oder beschränken wir die Abneigung auf Anglizismen, auf europäische Mehrheiten schielend, um nichts weniger der Wirklichkeit entrückt? War Ernst Jandl ein Verbrecher? - Es bleibt lächerlich...

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05. Oktober 2006 21:48

zu konservativ

Max Reidt (risiko91)

ch gebe Frau Moser recht. Die Deutsche Sprache verendet, doch bei ihrer Aussage, dass sie die Möglichkeit Jugendliche zu erreichen, halte ich für ziemlich zweifelhaft, denn ich glaube nur sehr wenige Jugendliche teilen mit ihr solch eine konservative Meining. Aus diesem Grund wird sie es kaum schaffen mit solche Argumenten Jugendliche zu überzeugen.

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05. Oktober 2006 21:12

völlig überzogen!

Michael Huth (MHuth)

... leider kann ich mir hier ein "typisch Lehrer" nicht verkneifen!
Auch wenn viele Lehrer normal sind kommt es in dieser Berufgruppe oft auf die so genannten "Erbsenzähler" trifft.

Zu diesen gehört mit Sicherheit auch Frau Moser. Sie hat zwar Recht das immer mehr (auch zu viele) Anglizismen verwendet werden, jedoch verliert sie dabei völlig den Sinn für die Realität!
Ob ich nun Material oder Matrial sage... - die Hauptsache ist doch mein Gegenüber versteht mich. Oft kann ich mit Kunden besser in der Umgangssprache reden als in einem hochgestochenen und überzogenen Deutsch!

Doch das können nur Menschen verstehen denen es auf die Sache ankommt und nicht auf "kleinste Kleinigkeiten" (Erbsenzähler - eben)

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05. Oktober 2006 20:58

Wer im Glashaus sitzt ...

Rainer Kretzinger (garbanzo)

sollte nicht mit Steinen werfen.

Selbstverständlich ist die Kampfansage von Frau Moser an den Niedergang der deutschen Sprache begrüßenswert und längst fällig.

Aber dass eine derart strenge Sprachwächterin und Zuchtmeisterin Begriffe wie "einen guten Job machen" (will heissen: seine Sache gut machen) für witzig und unübersetzbar hält und sich nicht einmal die Mühe macht, Begriffe wie "Diktion" mit Sprechweise oder Deutlichkeit oder ähnlichem ausdrücken will, sollte doch zuerst einmal bei sich selber anfangen. Vielleicht fühlen sich dann auch andere beflügelt, ihrem Beispiel zu folgen. So war es halt eine mehr oder weniger banale Klage.

Schade um die die vertane Chance.

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05. Oktober 2006 20:41

Deutsch im Ausland

Julius Franzot (JFranzot)

Ich komme gerade aus der Hauptversammlung des einzigen deutschen Vereins in Triest. Man höre und staune:

1. Es gibt kein Bedürfnis nach Kultur, dafür interessiert sich niemand. Die Aufnahme der "Pflege der Sprache" in die Satzung wird von der Mehrheit verworfen.
2. Voll stimmberechtigt ist dort nur wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Da bekanntlich Deutschland nur die eine Staatsangehörigkeit zuläßt, sind weltweit die meisten Auslandsdeutsche "Ausländer". Dann wundert man sich, dass es Nachwuchsprobleme gibt...
3. Wenn es um wichtige Themen geht, dann ist man gut beraten, dort Italienisch zu sprechen. Paß hin, Paß her, schon in der zweiten Generation ist die deutsche Sprache eine Fossilie.
4. Das Goethe-Institut hat seit Jahren die Subventionen für über die reinen Unterrichtsstunden (Deutsch als Fremdsprache) hinaus gehende Aktivitäten gekappt.

Bei meinen deutschstammigen Verwandten in den USA sieht das Bild ähnlich düster aus.

Kaum ein anderes Volk vergißt im Ausland so schnell seine Sprache und seine Wurzeln! Und kaum eine andere Regierung ist derart bedacht, geistiger und sprachlicher Auswanderung Vorschub zu leisten.

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05. Oktober 2006 20:40

Sprache ist auch Identität

Wolfgang Strubel (wolfgang-strubel)

Diese scheinen aber sehr viele Mitmenschen nicht mehr zu besitzen. Siehe hierzu auch die ersten Leserzuschriften. Wer keine eigene Sprache mehr besitzt hat auch keine Kultur und keine Wurzeln mehr.
Danke Frau Moser für Ihr Bekenntnis.

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05. Oktober 2006 20:22

Ein nie endender Zyklus

Matthias Koch (daleth)

Joseph A. Schumpeter hat einmal gesagt:
"Die Marktwirtschaft ist ein Akt schöpferischer Zerstörung."

Ich erlaube mir, dieses Zitat umzuformulieren:
"Die Sprache ist ein Akt schöpferischer Zerstörung."

Vielleicht hat Frau Moser Recht und DIE deutsche Sprache, welche SIE anzuwenden gelernt hat, wird verenden wie ein dahinsiechendes Tier. Kehren wir deswegen zurück zu den Grunz- und Urks-Lauten unserer Vorfahren auf den Bäumen? Weit gefehlt. Es entstehen neue Wörter, neue Formulierungen, neue Wendungen. Unsere Sprache lebt und gerade deswegen, sterben gewisse Begriffe aus, während andere zum Leben erwachen.

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05. Oktober 2006 20:13

unsere Sprache verendet..

Hans Chr. Riedelbauch (riedelbauch)

Die grosse Sängerin Edda Moser hat schon das Richtige gesagt, nur ist sie eben Sängerin und nicht als Studienrätin für das Fach Deutsch an einem Gymnasium bekannt geworden. Sie sollte insofern auch nicht für ihr Engagement bekrittelt werden.

Die Geschichte unserer Anglizismen und nur um deren übermässigen Gebrauch geht es hier und nicht um akzeptierte Fremd- und Lehnworte, vorwiegend aus dem romanischen Sprachraum, begann 1945.

Man machte sich den "Amis" angenehm, nahm viele ihrer oft dem Slang zuzuordnenden Ausdrücke an und war zufrieden, sich verständlich gemacht zu haben.

Zuerst das Wirtschaftswunder und dann die Globalisierung haben das befördert, wer konnte schon annehmen, ein in Deutsch geschriebener Brief an eine Firma in Singapur würde inhaltlich verstanden und gewürdigt werden.

Was bleibt festzustellen? Englisch, aber richtig und grammatikalisch korrekt, da wo es hingehört und wer es kann, sollte es auch mit Französisch und Italienisch so halten, aber wir Deutschen sollten weiterhin gutes Deutsch miteinander reden und insoweit hat Frau Moser recht.

H.Chr. Riedelbauch

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05. Oktober 2006 20:09

Was ist deutsche Sprache

christian freytag (brainstorm0)

Kann mir mal jemand eine genaue Definition von deutscher Sprache geben? Wann fing die Sprache an deutsch zu sein und wann hat sie sich von anderen lokalen Dialekten und anderen Sprachen abgegrenzt. Haben die alten Germanen etwa Deutsch gesprochen, setzte Luther mit seiner Bibelübersetzung den Grundstein oder war es Goethe? Setzt Frau Moser jetzt fest was Deutsch ist und was nicht? Ich kenne zum Beispiel genug andere Wörter anstatt Job. So ist das Wort Maloche länger im deutschen Sprachgebrauch als das Wort Job. Sprache ist Kultur und Kultur verändert sich nun mal von Generation zu Generation. Wenn Frau Moser mit dieser Entwicklung nicht mithalten kann sollte sie vielleicht Seminare in Neudeutsch absolvieren und nicht verstaubten Sprachjargon hervorkramen.

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05. Oktober 2006 19:43

Deutsche Sprache

Lothar Hollstein (Toni20)

Leider hat Frau Moser Recht ! Was heute an sprachlichem Mist verzapft wird, ist kaum zu beschreiben.
Da spiegeln sich einige Programme -vor allem des privaten - Fernsehens wider.
Aber nicht nur da, eine aktuelle Werbung der Telekom bietet an : " ....mobil telefonieren und SMSen ! ".......
Das ist doch total echt geil, oder ?

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05. Oktober 2006 19:23

Frau Moser hat nicht Unrecht, wenn sie die verluderte deutsche Sprache bemängelt

Oliver Hitzegrad (Intego)

auch wenn sich ihre Einlassung als etwas einseitig und polemisch erweist.
Auch ich bemerke, wie unwillig sich um eine korrekte Grammatik und Orthografie bemüht wird. Das geschieht schon hier im Kommentarbereich der FAZ.NET ebenso wie bei E-Mails unter uns Studenten.
Allerdings denke ich, dass ein Verbot von Anglizismen nicht der richtige Weg sein kann, da eine deutsche Übersetzung, wie erwähnt, oft umständlich oder gar unmöglich ist. Aber eine Reduzierung ist durchaus wünschenswert, damit auch des Englischen nicht Mächtige sich nicht von der Zukunft ausgestoßen fühlen müssen.
Leider fehlt mir hier die Erwähnung, dass der Genetiv beinahe gänzlich ausgestorben ist. Wer noch mit der Formulierung "Wegen der..." aufwartet, gilt hierzulande bereits als kauzig.
Wenn Herr Schumacher meint, Sprache sei zum kommunizieren da, dann frage ich mich, wie ein Kommunikationsprozess ohne präzises Vokabular, Grammatik und Aussprache überhaupt entstehen kann.
Mein Verlangen nach Kommunikation wird schon lange nicht mehr gestillt, da die Studenten, die sich leider nur noch so nennen, mich einfach nicht mehr verstehen.

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05. Oktober 2006 18:57

sprachliche Diskriminierung

Franziska Wolf (misantrophia)

Ich möchte mich für das wunderbare Gespräch mit Frau Moser bedanken. Wie sie versuche auch ich die Ursprünge der deutschen Sprache zu erhalten auch, wenn meine Intention eine andere ist. Nachdem ich diesen Beitrag gelesen habe, werde ich das Festspiel der deutschen Sprache auf jeden Fall besuchen.

Danke

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05. Oktober 2006 18:41

"Unsere heilige Sprache"

Marc Neef (marcneef)

Die "Sängerin und Sprachkritikerin" hat einen offensichtlich sehr eingeschränkten Horizont, wenn Sie sich mit einem solchen Fanatismus für die "heilige Sprache" einsetzt. Gut, dass es in Deutschland und der Welt keine dringenderen Probleme gibt...

Ansonsten hat Hartmut Stroth wohl schon alles gesagt, was es zu diesem tollen Interview zu sagen gibt.

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05. Oktober 2006 18:36

O geheiligte, dem Untergang geweihte deutsche Sprache!

Marc Rieger (rieger74)

Wie heisst es noch gleich so schön: "Nostalgie ist auch nicht mehr das, was sie einmal war..."
Aber wenigstens haben wir jetzt ja alle einiges gelernt: Zum Beispiel, dass "Job" ein akzeptabler, "message" und "okay" jedoch inakzeptable Anglizismen sind. Und dass man "Mo." schreiben kann, aber bitte keine anderen Abkürzungen verwenden kann.
Okay, in diesem Sinne fühle ich mich jetzt also top-informiert, danke der FAZ für das Edutainmeint dieses Interviews, beende diese Email und schalte meinen Computer ab. - Ciao!

P.S.: Wann merzen wir dann eigentlich noch diese lästigen lateinischen und sonstigen Lehnwörter (Anglizismus, Kommentar, Feuilleton...) im Deutschen aus? :)

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05. Oktober 2006 17:46

Schuster, bleib bei Deinen Leisten!

hartmut stroth (hartmut_stroth)

Verehrte, gnaedige Frau,

die Lateiner hatten seinerzeit schon den angemessenen Kommentar zu sprachlichen Peinlichkeiten: Si tacuisses, philosophus mansisses.

Mehr moechte ich hierzu nicht sagen - oder doch:
gut gemacht (=good job, gnaedige Frau!), liebe/r Interviewer/in! behutsame Blossstellung.

Hartmut Stroth

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05. Oktober 2006 17:19

Deutsche Sprache?

Bjorn Schumacher (bjornschumacher1)

Deutsche Sprache hin oder her, viel erschreckender ist wie miserabel die meisten Deutschen die Weltsprache Englisch beherrschen. Sprache ist zum kommunizieren da nicht zum rummaekeln ob man hier oder da mal nuschelt. Und zum kommunizieren muss man heutzutage nicht nur im eigenen Land sondern "global" in der Lage sein und da sind die Deutschen doch ziemlich schlecht.

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