Seltenes Bild: Demonstranten in Lhasa (Freitag)

Tibet

Ein unheimliches Weltereignis ganz ohne Welt

Black Box Lhasa: Es herrscht fast völlige Funkstille aus Tibet. Nichts Eiligeres hatte Chinas Regierung zu tun, als das voreilig desaströse Urteil des Westens nachträglich zu bestätigen: Das Regime liefert eine fast schon absurde Karikatur seiner selbst. Von Mark Siemons, Peking

Lesermeinungen zum Beitrag

26. März 2008 07:43

Dào  

Franz Michael Huber (nedi)

Hier treffen Welten aneinander, die eine Welt im Wandel hin zum „Globalplayer“ und die andere Welt steht auf dem „Dach der Welt“, beide stehen im Brennpunkt der Weltereignisse. Nur beide Welten, sind noch nicht am erhofften Ziel.

Beide Kulturen kennen das Dào, beide Kulturen können einen großen Schritt auf dem "rechten Weg" tun, die Einen erinnern sich an ihr Dào und handeln danach und die die auf dem "Dach der Welt" sind, tranzendieren ihre "Nationalität"

"Was sich dabei offenbart, kenne ich seinen Namen nicht , darum nenne ich es „Dào“

Der Rest der Welt, nimmt die Rolle des „Beobachters“ ein und sieht dies aus der „Dào-Brille“ und drückt die Daumen, zittert mit und unterstützt diese „Wandler“ aus vollem Herzen und "erinnert" sich...!

Solche Fragen „dafür oder dagegen“, stellt diese dann noch ein „MENSCH“, wenn dies-er erkannt hat?

Wo ist der intelligente „MENSCH“, der sich selbst über sich selbst erhebt und Fragen stellt, die die „Wandler der Welt“ und sich Selbst voranbringt?
Welche Fragen stellt dieser sich ständig wandelnde „Dào-MENSCH“? (Bem. dazu: ist die Frage intelligent gestellt, liegt bereits die Antwort darin verborgen)

Danke!

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22. März 2008 23:49

Das Maerchen vom Volk von Dichtern und Denkern.Hier wurde es von 2 demonstriert.  

Daniel Kleiner (Kleinermann1)

Wann gab es in der roten China freie Presse,freie Meinungsuaesserung?

Ist der bayerishe Papst vom katolischen Volk gewaehlt worden? Darf er daher seine Meinung ueber "Gott und die Welt" nicht kundtun? Hat der Papst also kein moralisches Recht den Menschen etwas zu predigen?

Der Dalai Lama hat sich selbst als Wiedergeborenen Gott weder gewaehlt,noch ernannt.Das taten andere.So wie andere den Papst gewaehlt haben.

Frohe Ostern !!!
Amen...

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22. März 2008 22:17

@ Michael Vorwerk  

Michael Menzel (Galenos)

Sie stellen sich ganz auf die Seite des brutalen chinesischen Regimes.

Wenn hier Rassismus im Spiel sein sollte, dann von Seiten Chinas, das seit über 50 Jahren eine gewaltsame Assimilation der Tibeter in das totalitäre, kommunistische, atheistische System erzwingen will. Es ist Ihnen auch nicht mit der dritten Generation Tibeter gelungen. Sehen sie nicht, die Parallelen, - ein Volk soll vernichtet werden, - ob es Armenier, Kurden, Albaner, Tschetschenen, Esthen, Letten, Litauer und viele andere unterlegene Volksgruppen sind. Das Prinzip ist immer das gleiche. Eine Großmacht oder eine überproportionale Volksgruppe will unbequeme ethnische Einheiten unterwandern, umerziehen, ausrotten. DAS ist Rassismus. Um "Folklore" auszulöschen, bedarf es keiner Armee und keiner Panzer!

Den Tibetern kann man nicht verdenken, daß sie mit dem Mut der Verzweiflung, wie schon gesagt, in der 3. bis 4. Generation versuchen, einen letzten verzweifelten Versuch machen, ihr Volk, ihre ethnische Einheit, zu retten.

Die Deutsche Presse mit der Chinesischen zu vergleichen ist so absurd, daß es keines weiteren Kommentars bedarf.

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22. März 2008 21:12

Wer immer auc h diesen Aufstand der Tibeter gesteuert hat...  

Karsten-Hinrich Festge (Festge)

er hat ihn gut "getimed": Alle für die Region verantwortlichen Männer und Frauen waren in Peking zum "Volkskongreß", deshalb die örtlichen Funktionäre mangels Direktiven "von Oben" führungslos.-Das hat sicher nicht zu Blutbädern geführt, sondern zur allgemeinen Ratlosigkeit.-
Thema Olympia: Es liegt doch auf der Hand, was die aufständischen Tibeter wollten: China in der Öffentlichkeit dieser Welt "vorzuführen" wie einen "Nasenbären", der ein kleines Volk auslöscht mit Feuer und Schwert.-
Ich frage mich nur, wer dahinter steht!- Der Lama sicher nicht, denn der predigt seit Jahrzehnten glaubhaft Gewaltlosigkeit.

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22. März 2008 18:11

rassismus und folklore  

Michael Vorwerk (aureliano)

fällt eigentlich niemandem der himmelschreiende rassismus auf, der die darstellung der tibetischen frömmigkeiten kennzeichnet? die Onkel-Tom-Attitüde? das gewäsch vom edlen wilden, vom treuherzig naiven bergvolk und seiner gläubi-gen inbrunst? Reisende, die auf verschiedenen blogs von ihren jüngsten aufenthalten aus Tibet berichten, sprechen von "thugs", von schlägertypen. Und damit meinen sie nicht etwa die chinesischen polizisten und militärs, sie meinen diejenigen, die mit brandflaschen auf zivilisten losgehen.ich habe dafür nur einen ganz sachlichen begriff zur hand: schwere brandstiftung, und je nach tatergebnis auch: mord. Abstoßend wirkt auf mich die vorauseilende fixigkeit eines großen teils unserer presse, deren emanationen der chinesischen propaganda in punkto selbstgewißheit und servilität in nichts nachstehen.

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22. März 2008 17:17

Die "Vorteile einer demokratischen Ordnung", lieber Herr Dustmann,  

Friedrich Lorenz (LOCONS)

die Sie in China so missen, suchen Sie nun allerdings bei einem Regime à la Dalai Lama völlig vergebens. Dieses "Oberhaupt" der Tibeter musste sich in seinem ganzen Leben noch nie einer demokartischen Wahl stellen und wird es bis zu seinem Lebensende auch weiterhin nicht müssen.
Der Inkarnationslehre verpflichtet, aber nicht der Demokratie.

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22. März 2008 14:19

Gut das es China gibt  

rene dustmann (reduma)

Ohne dieses nicht nur politisch rückständige Land müssten wir uns die Vorteile einer demokratischen Ordnung immer wieder vorsagen. So genügt ein Blick nach China und wer dann noch zweifelt soll umziehen.

Die Chinesen haben sich ein System feingliedriger Abhängigkeiten geschaffen aus dem heraus Entscheidungsprozesse generiert werden an dem bis heute die Bevölkerung leidet und morgen das System zerbrechen wird.
Um die Wucht des Umfallens zu mildern haben kluge Köpfe die langsame Öffnung des Landes gestartet, die leider immer mehr zur Feigenblattpolitik verkommt.
Wer je den Spannungsbogen in diesem Land mit eigenen Augen gesehen hat, kann, angesichts der Dimension, über diese Bemühungen nur müde lächeln.

Der chinesische Drachen hat nach wie vor Zähne und momentan frisst er halt wieder seine eigenen Leute. Wir sollten auf unseren Wohlstandsinseln nicht so tun, als sprächen die Chinesen die selbe Sprache.

Olympia hat dort nichts verloren, noch lange nicht!

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22. März 2008 12:44

Darum wollte China Tibet  

Michael Menzel (Galenos)


Es geht seit Jahrtausenden so in der Menschheitsgeschichte: Menschen wollen andere Menschen beherrschen, ebenso wie Völker andere Völker beherrschen und unterdrücken wollen. Es scheint ein ursprüngliches Evolutionsmuster zu sein, daß "die eigene Art" erhalten und ausgebreitet werden muß, immer zum Nachteil einer Schwächeren. Dabei gibt es "Arten", die friedfertiger sind und andere imperialistischer.

Es geht also nicht immer um einen gezielten Zweck oder Sinn oder Ziel das dieses imperative Bestreben antreibt.
Man kann nur im Einzelnen versuchen, etwas Rationalität darüber zu stülpen um den animalischen Trieb "zu erklären".

1951 gab es offensichtlich noch keinen Sinn für China, Tibet zu annektieren. Heute könnte man sagen, es ist eine wichtige strategische Lage. Aus dem Tibetischen Hochland lassen sich wesentlich einfacher Raketen in alle Richtungen um die halbe Welt starten. Ein anderer Punkt könnte heute sein, "Volk ohne Raum". China hat unvorstellbare Menschenmassen. Die müssen untergebracht werden. Vielleicht gibt es auch Rohstoffe im Himalaya?

Wenn die CIA, NSA etc. ihre Satellitenaufnahmen zur Verfügung stellen würden, dann wüßten wir mehr, was in Tibet jetzt vorgeht. Aber sie zeigen nicht, was sie technologisch können.

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22. März 2008 11:25

Warum wollte China überhaupt Tibet? Gold? Öl? Uran?  

Matthias Zinn (mattizinn)

Keine Ahnung warum die Chinesen so versessen auf Tibet waren und sind. Was gibt es da an Werten? Öl? Uran? Gold? No idea!
Die Spiele zu boykottieren halte ich für falsch. Staat dessen sollten die Medaillengewinner beim Abspielen der Hymnen mit hinter dem Kopf gefalteten Händen auf dem Siegertreppchen stehen; ein unmißverständliches Zeichen...

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22. März 2008 11:10

Blood Box Lhasa!  

Achim Braun (globaladi)

Das Schlimmste MUSS beim vorgehen der Chinesen in Lhasa angenommen werden.
Nur so läßt sich die Ausweisung der letzten ausländischen Journalisten erklären. Wenn man die wahren Bilder aus Lhasa sehen würde, wäre ein Olympiaboykott unausweislich. Doch wo bleiben die Großdemonstrationen unserer sogenannten
Pazifisten, wo bleiben die scharfen Noten unserer Grünen und Linken, die sich sonst so gerne für Menschenrechte einsetzen. Es wird gerne und mit Recht gegen die Aussenpolitik der USA moniert und demonstriert, aber was mit den Tibetern
und auch Tschetschenen und anderen Volksgruppen passiert scheint es nicht wert zu sein, auf die Strasse zu gehen.

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22. März 2008 11:07

Chance für China  

Patricia Jung (jungpf)

China sieht seine Chance nicht. Gehen wir nach Deutschland nach 1945, man stelle sich vor die Alliierten hätten uns ihrem jeweiligen Staatsgebiet zugeschlagen und mit eisern Hand uns auf Kurs gezwungen. Heute hätten wir eine lebhafte Deutsche Befreiungsbewegung, die mehr Dollars kosten als bringen würde. Die heutige Situation in Deutschland durch eine Politik der offenen Hand spricht eine deutliche Sprache besser als jede Belehrung. China steht ungefähr am Punkt 1945. Tibet ist die größte Chance Chinas sich einen starken, wenn auch autonomen Partner zu schaffen. Der Dalai Lama wäre nicht nur Garant, dass es keine antichinesischen Gefühle gäbe, sondern würde mittels der Religion den Tibeter die Möglichkeit eröffnen, die Wunden durch die Besatzung zu verarbeiten. China würde vor der Welt hervorragend dastehen. Sie könnten im gegenseitigen Austausch mit einem freien Tibet mehr auf allen Gebieten gewinnen als sie es je mit der Politik der harten Hand erreicht hätten. Die Öffnung der Black Box Tibet wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung.

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