Welten treffen aufeinander: „Bild”-Chefredakteur (l.) und ehemaliger „Zeit”-Herausgeber mit dem Buch des Anstoßes

Diekmanns Buch

Naumanns Rache

Kai Diekmann, Chefredakteur der „Bild“-Zeitung, hat ein Buch geschrieben, in dem er hart und herzlos mit den Achtundsechzigern abrechnet. Jetzt hat er es in Berlin vorgestellt. Zusammen mit seinem schärfsten Kritiker, Michael Naumann.

Lesermeinungen zum Beitrag

24. Oktober 2007 11:43

armer Naumann,

W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)

es ist ja auch verdammt schwer irgend etwas positives über die 68 zusammenzustammeln.

Insofern lohnt es auch nicht ein Buch über sie zu schreiben.
Zuviel der Ehre.

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24. Oktober 2007 11:19

fühlen?

Klaus Mueller (papamax)

>> Naumann, der sich als SPD-Kandidat in Hamburg von „Bild“ totgeschwiegen fühlt. <<

Wieso "fühlt"? Er WIRD.

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24. Oktober 2007 11:17

Man muss zuspitzen

Jörg Friedrich (friedjoerg)

Wenn ein Buch in der öffentlichen politischen Diskussion wahrgenommen werden soll, muss es zuspitzen. Natürlich sind die "68er" nicht alleine an allem Schuld, aber viele von ihnen haben in der Folge Verantwortung übernommen und Deutschland entscheidend politisch mitgestaltet. Und andere, die 68 noch Kinder waren, sind von ihnen beeinflusst worden. In so fern ist Naumanns Rede von den 2000 Aktiven eine Milchmädchenrechnung.

Man sollte Diekmanns Buch als einen Test sehen, ob sich aktuelle Probleme plausibel aus den Zielen und Konzepten der "68er" ableiten lassen. Das ist dann zwar nicht die "ganze Wahrheit" aber immerhin ein interessanter Ansatz, wenn man nach Änderungen für die Zukunft schaut.

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24. Oktober 2007 07:57

imaginäre Gutmenschen?

Horst Dettweiler (dettw)

gibt es nicht. Sie sind real. Sie zeichnen sich durch einseitige Sichtweise, Verharmlosung und ständige Medienpräsenz aus.

Zu Hochform laufen sie auf, wenn Populisten vom Schlage des Gasverkäufers Schröder gegen die USA vom Leder ziehen. (Wofür die USA allerdings oft auch selbst sorgen).

So darf man doch dankbar registrieren, dass die Beschäftigung mit 68, deren Apologeten heute in chicer Garderobe an den Milchtöpfen sitzen, langsam in Gang kommt und das Bild von den progressiven Heilsbringern relativiert wird.

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23. Oktober 2007 23:51

Schweigen ist Gold

Dirk R Bode (Patou)

Hätte Kai Diekmann geschwiegen, hätte Michael Naumann nichts sagen müssen. So hat er, wie es scheint, auch nichts gesagt, was man nicht ohnehin geahnt hätte, das er es sagt. Und, im Ernst, was soll man über Kai Diekmann schon sagen? Und das besagt auch der Artikel, der seinerseits besser so gar nicht erschienen wäre, weil es ihm an Substanz fehlt. Liebes FAZ Feuilleton: Über "nichts" redet man am Besten, wenn man beredt schweigt ... oder hartnäckig und kenntnisreich von lauwaremen toskanischen Häppchen redet. So macht man das! Man schweigt. Das ist die wahre Kunst des guten Feuilletons!
Also, Diekmann schreibt bestimmt noch einmal ein Buch, dann könnt ihr es ja beredt ignorieren - und Herrn Naumann gleich dazu...

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