Der Architekt, wie er den Hauptbahnhof sah

Hauptbahnhof Berlin

Nicht nach Mehdorns Geschmack

Dürfen Bauherren sich willkürlich über ästhetische Konzepte eines Architekten hinwegsetzen? Das Berliner Landgericht meint „nein“. Die Bahn soll den Berliner Hauptbahnhof für rund 40 Millionen Euro umbauen: Die graue Flachdecke muß raus, ein Gewölbe rein. Von Dieter Bartetzko.

Lesermeinungen zum Beitrag

02. Dezember 2006 14:15

Danke Herr Seibert

Holle Honig (hollehonig)

Endlich mal ein Beitrag, der Ruettgen und Co. mit Ihrer verkorksten Denkposse in die Schranken weist. Von Urheberrecht zu prahlen, wenn doch nicht verstanden wird, was dahinter steckt. Ich wunder mich eigentlich gar nicht mehr um die Entwicklung unserer Gesellschaft, wenn tatsächlich angenommen wird, dass ein Architekt (der im Übrigen hierdurch noch kein Künstler ist!) die Befehlsgewalt über dem Bauherrn erhalten soll. Wer architektonische Schutzrechte mit denen der Musikindustrie vergleicht ist meines erachtens doch etwas zu weit in die roten Gazetten des Springer Verlags gerutscht. Der Zweck der Architektur sollte doch wohl jedem hier bekannt sein, wie kann man dann noch annehmen, dass ein Zweckbau und nichts anderes ist ein Bahnhof auch nur in geringster Weise von seinem geistigen Schöpfer aber nicht Finanzier bestimmt werden darf, SELBST wenn es sich um einen Prestigebau handelt (was im Übrigen TOTAL unwichtig für die Entscheidung des Sachverhaltes ist ;) ).
Alle Kommentierungen hin oder her darf allerdings nicht vergessen werden, dass keiner hier weiss, in welcher Weise der Vertrag zwischen den Parteien lautet.
Aber schön ist trotzdem, wenn man die naiven Bahn-Hasser hier fröhnend sieht, wie Sie gegen Mehdorn wettern.

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01. Dezember 2006 10:31

Süß!

Joerg Seibert (joerg51)

... wie sich hier ein paar kleine Architekturstudenten mit persönlichen Angriffen aus einem Fenster lehnen, dessen Planung von denjenigen Bezahlt wird, die sie beschimpfen.
In der realen Welt sind Träumereien erlaubt, aber nur privat und nachts, im Schlaf. Mal davon abgeshen, dass dieser Streit den Charakter einer Provinzposse hat, besitzt es eigentlich auch nur lokale Relevanz. Es lässt sich feststellen, dies (irgend-) ein Hauptbahnhof ist und von daher vielleicht Kunst im Sinne der kreativen Gestaltung einer Idee beinhaltet, obliegt aber, wie jedes andere Design auch, den Zwängen der Zweckmässigkeit. "Form Follows Function." Das Design einer Kaffeemaschine oder eines Autos wird auch niemals den Gestaltern alleine überlassen. Das wäre auch sicher ziemlich unverkäuflich. Ebenso verhält es sich hier. Sicher kann man Mehdorn vielleicht mangelnden Geschmack vorwerfen, aber er unterliegt ökonomischen Zwängen, die er verantworten und vertreten muss. Wer übrigens denkt, dass klassische Bauwerke, wie Kirchen oder wie hier genannt, die Frankfurter Großmarkthalle unverändert umgesetzt wurden ist mehr als naiv und kenntnislos. Der Vergleich hinkt auch, denn die Großmarkthalle existiert und unterliegt damit potentiell dem Denkmalschutz.

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30. November 2006 10:20

Ach, nur das Hässliche ist das Verlässliche

B. Keim (bkeim)

schon merkwürdig mit welcher Vehemenz eine optische Verstümmelung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten von etlichen Kommentatoren hier eisern verteidigt wird.

An anderer Stelle wird man nicht müde, die miserable ästhetische Qualität von Bauten zu beklagen und knickt doch sofort ein, wenn es um das liebe Geld geht. Da wird dann Häßlich zu einem Qualitätsmerkmal hochstilisiert.

Nie war dieses Land so wohlhabend wie heute. Andere Zeitalter ließen - trotz beschränkter Mittel - großartige Bauwerke zurück. Bei uns gibt es ein eigenartiges Streben nach dem Gegenteil. Es darf nichts Schönes sein, wenn es was kostet. Und so bauen und verschandeln wir lieblos unsere Städte.

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30. November 2006 09:53

"Wo die Sonne der Weisheit am tiefsten steht...

M.J. Rietmann (mj_rietmann)

...werfen selbst Zwerge lange Schatten !!!"
Was für unglaublich dumpfe und populistische Kommentare von einigen kleingeistigen Flachpassspielern hier zum Besten gegeben werden kann einen nur zutiefst erschrecken. Man mag kaum glauben, daß man sich bei FAZ befindet...
Ich kann mich den Vorrednern MRuettgen und R.Wagner nur anschliessen: mit wieviel Unwissen und Dummheit hier argumentiert wird ist unfassbar!!!
Aber speziell beim Thema Architektur glaubt ja Herr Jedermann das er der Größte und die Ultima Ratio in Geschmacksfragen ist. Von der Wertschätzung des Berufsstandes ganz zu schweigen...(sh. Kommentare v. strobel, gaenger, malliki, albrecht & Konsorten)

Man kann Meinard von Gerkan nur dazu nur beglückwünschen diesen Erfolg für sich und die Baukultur dieses Landes errungen und sich gegen die widerwärtige Gutsherrenart des Herrn Mehdorn gewehrt zu haben.
Der Architekt ist hier weder der Schuldige noch der Eitle, sondern DIE BAHN in personam eines autistisch agierenden Herr Mehdorn sowie die Heerscharen von Anwälten die sie VORHER so schlecht beraten haben. Er sollte persönlich die Kosten zahlen, die aus seiner Eitelkeit nun entstehen können.

Aber: DIE BAHN KOMMT ja...und wieder mal zu spät!

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30. November 2006 09:22

Hauptbahnhof Berlin

Carl Ernst Plesser (CarlErnstPlesser)

Bisher war ich der Meinung, auf einem Grundstück der Bahn hat ein Architekt im Auftrag der Bahn ein Gebäude nach den Vorstellungen der Bahn errichtet.

Ein ganz einfacher Sachverhalt, den die meisten Bürger auch verstehen.

Offensichtlich, und nur so kann ich die Entscheidung des Gerichts verstehen, muß es einen "Sponsoren-Vertrag" zwischen Architekt und Bauherren geben, indem sich die Bahn verpflichtet, ein persönliches Denkmal für einen Architekten zu bezahlen. Nur so kann ich mir vorstellen, warum derjenige der bezahlt, kein weiteres Mitspracherecht mehr hat.

Oder kann mir der berühmte Autodesigner Pininfarina einen Ferrari wegnehmen lassen, weil ich mir Nebellampen installiert habe?

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30. November 2006 07:56

Das passiert halt...

Jitzak Tanenbaum (tanenbaum)

...wenn der Ästhet vordenkt und der Erbsenzähler hinterhergeht. Letzterer sollte sich überlegen, was er will: Ein Renditeobjekt für die nächsten 3 Monate (bis zum nächsten Quartalsbericht) oder ein Bauwerk, daß unter Umständen 100 Jahre und länger stehen soll.

Im übrigen ist der Vergleich mit dem froschgrünen Porsche ziemlich an den Haaren herbeigezogen: Erstens glaube ich kaum, daß ein Porschebesitzer derart entstellend Hand an sein Gefährt anlegt (also die, die ich kenne zumindest niemals, nie!), zweitens ist ein solches Gebäude m. E. tatsächlich ein Kunstwerk und kein Gebrauchsgegenstand, weiterhin Herr Gerkan kein Erfüllungsgehilfe sondern Künstler. In dessen Freiheit hat ein Erbsenzähler nicht "gestaltend" einzugreifen.

Im übrigen: Wir bewundern großartige Bauwerke früherer Tage, sind aber nicht mehr bereit, selber großartiges zu schaffen? Wie wird man in 200 Jahren über uns urteilen?

J. T.

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29. November 2006 22:30

Die Herren Goldstein und Wagner

Berni Albrecht (Baertelsmann)

Es ist Herrn Mehdorn m.E. hoch anzurechnen das er nicht aus reiner Selbstverwirklichung dieses Projekt zum Faß ohne Boden machen wollte, dafür sind Politiker zuständig. Als Kaufmann muß man in der Lage sein an einem bestimmten Punkt die Reißleine zu ziehen und nichts anderes ist passiert. Wenn ein Architektonischer Entwurf angenommen wird, geht dies meist mit einer Kostenschätzung einher, wenn diese sich dann als komplett unrealistisch herausstellt, ist der ursprüngliche Entwurf dann noch so umzusetzen? Mit welcher Logik? Tischleindeckdich? Sicherlich wären diese Gewölbe wohl schöner, nur der Architekt muß diese nicht zahlen und hat daher kein m.E. kein Recht diese dennoch einzufordern. Wie kam denn diese Kostenexplosion zustande und wer war m.E. maßgeblich an dieser Kostenermittlung beteiligt? m.E. Hr. Gerkan, welcher wohl seinen Beitrag zur Kostenklarheit nicht ganz wahrgenommen hat und schließlich kann man bei den Fundamenten nicht sparen und dann kommen eben die letzten Arbeiten dran.

Für "Nationale Aufgaben" ist der Bund verantwortlich und nicht ein Unternehmen was von allen kritisiert wird (Verluste, Privatisierung und dennoch "Nationale Aufgaben"?).

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29. November 2006 17:39

Unfaßbar banausische Gartenzwerg-Kommentare

Roland Wagner (rolwa)

Wie banausisch und plump populistisch ("unser Steuergeld") in dieser Spalte kommentiert wird, ist unfaßbar. Es handelt sich NICHT um einen Zweckbau für Nahverkehrspendler in Hintertupfingshausen, sondern um einen von der Bahn gewünschten Repräsentationsbau, der auf der Höhe der Architektur der Zeit sein soll. Es gab eine Ausschreibung, und dieser künstlerische Entwurf dieses Architekten wurde - statt verschiedener anderer Entwürfe anderer Architekten - von der Bahn ausdrücklich ausgewählt, akzeptiert und angenommen. Wenn jetzt plötzlich Herr Mehdorn und einige hier kommentierende Banausen meinen, daß eine Frittenbude mit Wellblechdach auch gereicht hätte, so fällt ihnen das etwas spät ein: Dafür hätte man überhaupt keinen Architekten gebraucht, sondern bestenfalls einen Statiker für Industriehallenbau. Aber von sowas war nie die Rede; das Konzept des Architekten war erwünscht, abgesprochen und vertraglich abgesegnet. Dieser Architekt ist schließlich kein stundenlohnempfangender Planzeichner für Vorstadtreihenhäuser mit Gartenzwergen - diesem Architekten hat man gerade WEGEN seines internationalen Renommes den Zuschlag für genau diesen seinen architektonischen Entwurf gegeben.

Auch der Kölner Dom ist ein Zweckbau.

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29. November 2006 16:22

Wo der Hammer hängt

Mathias Goldstein (saphit)

Die Schlußfolgerungen in manchen Kommentaren sind grotesk bis grenzwertig. Einige scheinen tatsächlich der Meinung zu sein, auf Gedeih und Verderb ihrem damaligen Architekten ausgeliefert zu sein, wenn sie nunmehr die Tür ihres Reihenhäuschens in einer anderen Farbe streichen.

Das ist natürlich nicht so, vertraglich kann der Verzicht eines Einspruchrechts durch den Architekten vereinbart werden, aber dann kriegt man auch keine Stararchitekten.

Andere halten es verwerflich, wenn zentrale öffentliche Bauten eine Entwurfsqualität besitzen, die sie tatsächlich zu Werken der Baukunst macht. Der ursprünglich geplante Hauptbahnhof der Hauptstadt hatte diese Perspektive, bis ein egomanischer Vorstandsvorsitzender einer staatseigenen AG den Bau während der Errichtung verstümmelte. Dass durch das gekürzte Dach jetzt Fahr"gäste" der 1. Klasse im Regen stehen und das Untergeschoß mit den potthässlichen Blechelementen den Charme eines osteuropäischen Provinzflughafens versprüht, ficht Meister Mehrdorn nicht an.

Und wie grottenschlecht müssen erst die Hausjuristen der Bahn sein, die sehenden Auges gegen Proteste und Warnungen mit anderer Leute Geld beweisen wollten, wo denn der Hammer hänge. Nun ist er ihnen auf die Zehen gefallen.

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29. November 2006 12:16

Urheberrecht unerheblich?

B. Keim (bkeim)

Wie würden wird darüber urteilen, wenn ein Verlag auf die Idee verfiele erst das Manuskript eines Autors teuer zu kaufen und dann daran ginge das Buch um die Hälfte zu kürzen um Druckkosten zu sparen?

Was viele leider nicht wissen: das Urheberrecht kann nicht verkauft werden, nur der Nutzen daran. Wie dies im Einzelnen geregelt ist, braucht hier nicht näher erläutert zu werden. Das Urheberrecht sichert dem Urheber das Recht auf sein schöpferisches Eigentum. Rein ökonomische Überlegungen führen nicht zu dessen Einschränkung.

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29. November 2006 11:05

Für eine Baukultur, gegen Renditearchitektur

carsten jung (cjung)

Die Herrschaften, die hier gegen den Architekten wettern sollten nicht vergessen, daß Herr Mehdorn das gebäude so bestellt hat, wie Herr Gerkan es geleifert hat. Wenn das dem Herrn Mehdorn am ende zu heiß wird, dann häte er es sich auch vorher überlegen können.

Es ist bedenklich, wie leichtfertig hier über qualitative Aspekte hinweggegangen wird. Den meisten Menschen ist hierzulande jegliche Ader für gestalterische Qualität abhanden gekommen. Aber man kann es sich nicht so einfach machen, zu fordern, den Urheberschutz für architektonische Werke zu entziehen. Hier scheinen einige unter der alltäglichen Belastung des Kostendrucks jegliche Hemmungen verloren zu haben. Das Produkten heute nicht mehr zugestanden wird, einen gleichwertigen Anspruch auf gestalterische und technische Qualität zu erfüllen, sollte man aber nicht auf alles übertragen. Was dieser Ungeist bedeutet, kann man täglich in unzähligen Renditearchitekturen und entenhausenhaften Fertighaussiedlungen erleben. Das Urhebrrecht ist nicht eine bloße Honorarsicherung, sondern auch ein Musterschutz für gestalterische Qualität.

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29. November 2006 07:32

Mißbrauch des Urheberrechts!

A. Malliki (a.malliki)


Das Urheberrecht ist dazu gedacht, dass die Kreativen nicht um ihr Honoar betrogen werden.

Ein Architekt ist somit nur bezahlter Dienstleister und mehr nicht.

Es sollte dem Auftraggeber obliegen sein Bauvorhaben nach eigenem Geschmack und Geldbeutel zu realisieren.

Wenn die Bahn die honorierten Vorschläge durch einen weiteren Architekten verändert, liegt es nicht mehr im Einflußbereich des Architekten. Es ist ein Redesign und Weiterentwicklung seiner Entwürfe. Das Urteil besagt aber leider, dass jeder Umbau erst vom vorhergehenden Architekten oder dessen Nachkommen genehmigt werden muß. Welch ein Schwachsinn!

Diesem Architekten empfehle ich, seine Bauwerke selbst zu finanzieren, das garantiert eine getreue Umsetzung.

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28. November 2006 23:22

Urheberrecht für Architekten abschaffen

Berni Albrecht (Baertelsmann)

Ein Architekt ist in erster Linie ein Konsolent, welcher die planerischen und wirtschaftlichen Anforderungen Anforderungen seines Auftraggebers umzusetzen hat.

Leider ist der Berliner Hauptbahnhof nicht die Mona Lisa der Mehdorn gerade per Bleistift eine Brille verpaßt hat, hier geht es um einen Zweckbau, der sich entgegen der Planung erheblich Verteuert hat und daher sollte auch der Erfüllungsgehilfe Gerkan ohnehin besser komplett schweigen. Hier wird der (leider unbezahlbare) kreative Erguß eines angeblichen Künstlers über die finanzielle Machbarkeit gesetzt und nicht daran ausgerichtet, das ist für mich nicht nachvollziehbar. Meiner Ansicht nach sollten diese Rechte der Architekten abgeschafft werden, man stelle sich vor Famile Porsche könnte gegen einen Kunden prozessieren, nur weil der seinen Carrera in Froschgrün lackiert oder sich einen Megaspoiler anbaut.

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28. November 2006 22:04

Schockierendes Urheberrecht!

Frank Martin (FrankMartin)

An diesem Beispiel kann man schön ablesen, dass das staatliche Urheberrecht einigen Menschen Sonderrechte verschafft, die auch die Leute bezahlen müssen, die sich nicht für die Leistung des so Privilegierten interessieren.
Vorteile werden so privatisiert, Nachteile sozialisiert. Einen Sinn kann ich darin nicht erkennen.

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28. November 2006 21:47

Wer ist "Die Bahn"?

Julius Franzot (JFranzot)

Dass ein Künstler seine Pläne auch realisiert haben will, ist mir schon verständlich. Viel weniger verständlich ist mir die Unsumme von 40 Mio Euro, die sich die Richter selbst wahrscheinlich gar nicht vorstellen, ist für sie nur eine fiktive Grösse. Wären 10 Mio nicht auch genug gewesen?
Es ärgert mich auch dass, wenn "Die Bahn" eine gerichtlich bestätigt gesetzwidrige Entscheidung gefällt hat, als "Unternehmen", d.h. in diesem Fall auch als Staat, für einen Rechtsbruch bezahlen soll. Ich würde mich an der Person, welche den Rechtsbruch begangen hat, schadlos halten und nicht damit die öffentliche Hand, die Geld viel vernünftigen ausgeben könnte, und die Benutzer der Bahn, die mehr Geld für Tickets bezahlen werden müssen, mit den Fehlern irgendwelcher hoch bezahlten Pflaumen belasten.

Apropos, schon gestern stand in der FAZ ein Artikel über Erhöhungen der Bahnpreise, vor allem in Nahverkehr. Ob man schon was ahnte von diesem Nobelpreis-verdächtigen Richterspruch?

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28. November 2006 21:20

Nicht die erste Verschandelung durch die Bahn

Stefan Sachs (ssachs)

Ich habe noch gut in Erinnerung, wie in den siebziger Jahren der Stuttgarter Hauptbahnhof (Bonatz) verschandelt wurde. Die feingliedrigen Sprossenfenster wurden durch großflächige Scheiben ersetzt (das wurde dann nach einigen Jahren korrigiert) und die Türen wurden durch überdimensionale Reihenhausrepräsentationshaustüren mit großen, auf der Seite liegendenden Rundbogenfenstern ersetzt (Ich befürchte, die Dinger sind so haltbar, daß sie auch heute noch vorhanden sind). Die gesamte Gliederung des Gebäudes war damit zerstört. Diese Vorgehensweise hat also Tradition bei der Bahn!
S. Sachs

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28. November 2006 20:46

eitle Bande und klauen dazu: man sehe sich die Bilderstrecke an...

ingo strobel (lookat2006)

... und siehe da, die Formen der nicht gebauten (ach so tollen) Dachstreben sind von Frei Otto entlehnt... der hat genau dieses Dachsystem (allerdings technisch anspruchsvoller in beweglichen Textilstrukturen) um die Kaaba (Mekka) herum gebaut . ..

Kinderreim, verschlimmbessert:
"Wer nichts wird,wird Wirt.. und wenn für ihn auch das nichts ist, dann wird er eben Polizist...Wenn er auch nicht dieses kann, dann die Post oder die Bahn....Und ist ihm auch noch dies misslungen, verkauft er Dir Versicherungen. Hat er's noch immer nicht gecheckt, wird der Gute Architekt "

Wenn es nun mein Entwurf wäre, würd' ich noch halbwegs denken, dass man da mal reden sollte. Aber gegen Steuer- oder Bahnkundengelder, und nicht zu knapp, und dann vor Gericht, damit die Anwälte auch noch was davon haben (die bekanntlich noch vor den Architekten kommen), und dann noch nicht mal selbst erfunden, das ist ein bisschen viel auf einmal.

schade. Kein Wunder, dass Aufträge wie der des Kuppelbaus für den Reichstag dann lieber nach England gehen...

Ingo Strobel

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28. November 2006 20:30

Schockierende Kommentare!

Matthias Rüttgen (MRuettgen)

Ich muß sagen: ich bin nicht wenig entsetzt über die Kommentare zu dem Urteil. Dieter Bartetzko steuert ja schon milde gegen die Kritik an dem Urteil, aber es läßt sich kaum alles aus dem Weg räumen, was hier an Unsinn fabriziert worden ist. Kaum werden die Meinungsäußerungen repräsentativ sein, aber zu befürchten ist, daß de facto noch viel mehr Menschen den Sinn des Urheberrechts nicht ganz sehen. (Worüber die Musikbranche auch ein Lied singen kann.)

Das mag ein guter Tag für Architektur und Rechtsordnung sein. Aber die Freude ist durch diese Kommentare deutlich getrübt.

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28. November 2006 20:06

Viva la Gestaltungsfreiheit!

Michael Taylor (ThomasMagnum)

Endlich hat es mal jemand diesem Mehdorn gezeigt. Genauso wie der Bahnchef fehlende Kundenfreundlichkeit, Verspätungen, stundenlanges Stehen trotz teurer Tickets, versiffte Bahn WCs in Ordnung findet, ist es Herrn Mehdorn auch in Wirklichkeit schietegal wie sein neuer Prestigebahnhof aussieht. Hauptsache ein bekannter Architekt hat ihn gestaltet und gibt seinen Namen dafür her. Gerkan ist aber nicht etwa ein berühmter Architekt, weil ihm wie vielen anderen Architekten alles egal wäre. Wenn man Oberklasse will muß man es sich eben leisten können. Wenn man Porsche will, sollte man es sich vorher überlegen, ob man es sich leisten kann und nicht anschließend jammern, oder schlimmer noch sich aus Kostengründen einen Kleinwagenmotor einbauen lassen. Das wirtschaftliche Denken sollte nicht erst jetzt am Ende einsetzten, wenn man 40 Mio. hört. Im Vergleich zu dem Gesamtbudget eine relativ kleine Summe, zumal die unfähigen Flachdeckenarchitekten auch Geld gekostet haben. Also laßt uns die Kohle auf den Kopf hauen-Viva la Gestaltungsfreiheit!

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28. November 2006 18:19

Hauptbahnhof Berlin

Johann-Karl Schmidt (sulamith)

Unsere Umwelt hat nicht nür eine natürliche und ökonomische, sondern auch eine ästhetische Seite, sonst würden wir alle in Zelten und Baracken leben. Ale Epochen hinterliessen uns bedeutende Architektur - warum nicht auch wir kommenden Generationen einen herausragenden Berliner Hauptbahnhof; v.Gerkan hat recht, Mehdorn nicht zum ersten Mal unrecht.

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28. November 2006 18:12

Fragwürdiges Urteil

Bernd Machauer (Machauer111)

Mit diesem Urteil hat das zuständige Gericht einen Präzedenzfall geschaffen, der den Architekten quasi sämtliche Freiheiten lässt, auf Kosten der zahlenden Bauherren und Invstoren ihre künstlerischen Neigungen auszuleben. Diese sind in der Regel teuer und haben wenig mit Funktion, aber viel mit einer fragwürdigen Ästhetik zu tun.

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28. November 2006 18:10

Urteil zum Berliner Hauptbahnhof

Christian von Faber (ChrvF)

Nun können wir Meinhard von Gerkan zu seinem letzten Auftrag für Auftraggeber, die kalkulieren müssen, gratulieren. Vielleicht hält die Vollendung des Auftrags dann den Kauf der Bahn durch Private an der Börse auf. Das wäre für viele Reisende sicher eine gute Nachricht, auch wenn sie nicht ins Untergeschoss des Berliner Hauptbahnhofs vordringen.

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28. November 2006 17:51

Unantastbarkeit der Richter

Bernhard Arnold (subjektiveWahrheit)

Schon wieder ist es geschehen.
Die Gewaltenteilung in der BRD trägt immer größere Früchte, leider keine bekömmlichen.
Natürlich muss das Patent- und Urheberrecht eingehalten werden, aber so etwas. Das ware Problem an diesem Prozess ist, dass die Richter nicht ihre eigenen Urteile ausbaden müssen. Sie können schalten und walten ohne je eine Rechtfertigung abzugeben.
Natürlich hat die Bahn einen schlechten Vertrag geschlossen, vielleicht wird sich das die Geschäftsleitung merken und beim nächsten mal gleich einen Vertrag unterzeichnen, der die Urheberrechte gleich an sie überträgt, dennoch ist jetzt erst einmal der Punkt zu beachten, dass der Bahnhof ja ein Prestigeobjekt, in erster Linie dennoch ein Nutzobjekt ist.
Es mag architektonisch eine Meisterleistung sein, aber dennoch wird es durch die Tausende von Menschen langsam verschlissen werden.
Damit wären wir am Punkt. Ist Kunst nutzbar?
Meiner Meinung nicht. Kunst ist da um zu gefallen, nicht um darin Züge abfahren zu lassen.
Aber den Preis für diese Entscheidung wird erstmal wieder durch die Verteuerung de Bahntickets kommen von der wiederum vor allem Studenten und co. betroffen sein werden.

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28. November 2006 17:22

Sind wir noch zu retten?

Martin Dirks (MartinDirks)

Mir ist es völlig egal, wer in dieser Angelegenheit Recht hat oder nicht. Aber das steht für mich fest: Gelder in dieser Größenordnung aufgrund eines " verfälschten Kunstwerkes" derart zu verschwenden ist nicht zu verantworten. Auf der anderen Hälfte unserer Welt krepieren Menschen, weil sie nichts zu essen haben. Hier schmeissen wir Unsummen aufgrund gekränkter Eitelkeiten raus. Anscheinend leben wir im Irrenhaus!!! Man kann sich nur noch schämen!

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28. November 2006 17:15

Urheberrecht bei Architekten überzogen

otto morgenroth (aurora2)

Das Thema ist kein Einzelfall, dass mit der Begründung Urheberrecht und Kunstwerk ein Architekt, der vom Auftraggeber für seine Arbeit bezahlt wurde, Veränderungen am Bauwerk verhindert. Juristisch mag das ja so sein, aber die richtige Konsequenz für jeden Bauherren, insbesondere der öffentlichen, sollte sein, diese Architekten nicht mehr zu beauftragen. Am beispiel des Olypiastadions München sieht man was passiert, wenn immer der Urheber noch nach 30 Jahren mitredet, Stadion ist nun nur noch ein Baudenkmal ohne wirkliche Nutzung auf Kosten der Steuerzahler. Dummheit der Behörden war, dass sie sich nicht vertraglich abgesichert haben bzw. eine Kostenklausel eingebracht haben.
Verantwortlich ist nun ja bei der Bahn wohl niemand.

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28. November 2006 17:14

völlig unnötig

Uwe Hölters (x-nuntius)

Also, ich hab am letzten Wochenende einen 5-tägigen Urlaub in Berlin verbracht und mir natürlich auch den Hauptbahnhof angeschaut. Und ich muss sagen, dass der Bahnhof sowohl zweckmäßig, als auch architektonisch herausragend ist.
Mir ist völlig unverständlich warum der Architekt nun auf eine Gewölbedecke im Untergeschoss pocht, welches fast ausschließlich von Reisenden aufgesucht wird, die wohl kaum an der Decke interessiert sein dürften, als vielmehr daran, dass sie ihren Anschluss bekommen.
Flach- oder Gewölbedecke?!? Vollkommen nebensächlich. Der Bahnhof besticht durch sein Gesamtkonzept als Einkaufs- und Reisezentrum.
Herr von Gerkan sollte stolz auf dieses Werk sein. Eine solche, negative Publicity ist vollkommen unangebracht.
Zumal ich mir auch nicht vorstellen kann, dass dies ein Anreiz für zukünftige Auftraggeber ist, wenn man davon ausgehen muss, von seinem Architekten verklagt zu werden!

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28. November 2006 16:48

Das ist kein Nutzbau! Einige Mißverständnisse gibt es hier bei den Diskutanten!

Matthias Rüttgen (MRuettgen)

Man muß ganz klar sagen, daß viele der hier genannten Argumente komplett ins Leere gehen. Was hier im einzelnen passiert ist:

A) Die Bahn engagiert einen teuren "künstlerischen" Architekten.
B) Der Architekt läßt bauen und vertraut darauf, daß er, der mit seinem guten Ruf für das Gebäude "haftet", seinen Bau umsetzen kann.
C) Die Bahn ändert eigenmächtig den Plan.

Wenn man Wert darauf legt, mit seinem Gebäude anstellen zu können, wozu man als Bauherr und Eigentümer Lust hat, dann engagiert man eben einen der unzähligen 08/15-Architekten. Die Bahn wußte genau, worauf sie sich einließ.

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28. November 2006 16:41

einfach nur grotesk

Holle Honig (hollehonig)

Seit wann sind Architekten so erzürnt, wenn der Bauherr das selbst finanzierte Unternehmen nach seinen (wie gesagt selbstfinanzierten) Vorstellungen bauen lässt. Wie schlecht muss ein Architekt sein, der dieses ganze Schlamassel während der Bauphase pendeln lässt und erst nach Fertigstellung ein Urteil erwartet.
Ich mag mich zwar damit abfinden, dass "Künstler" in unserer Gesellschaft eh ein komischer Haufen sind, aber diese Art scheint mir dann doch zu grotesk. Zumal dem Ganzen - außer natürlich der Geldbörse des gierigen Architekten - kein Vorteil entsteht. Denn was übrig bleibt, sind erstens 40 Mio € höhere Kosten, die selbstverständlich auf die Fahrkarten respektive den Bahnkunden abgewälzt werden und zweitens eine Behinderung des Bahnverkehrs für mehrere Jahre in Europas teuerstem Bahnhof in Deutschlands größter Stadt.
Wo ist da die Logik, wenn sie nicht allein in der Geldbörse des Architekten zu finden ist?
Dass unsere Landgerichte ihr Richterrecht mitlerweile dermaßen fern von Vernunft und Verstand ausüben finde ich traurig, aber auch verständlich für die Situation Berlins/Deutschlands.

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28. November 2006 16:29

Bin erstaunt

B. Keim (bkeim)

mit welcher Selbstverständlichkeit man über Fragen des Urheberrechts im Bau hinweg geht. Schönheit am Bau erscheint vielen nutz- und zwecklos. Das mag ein Grund dafür sein, dass 99% unserer Neubauten ästhetisch misslungene Krüppel sind.

Wenn die Bahn einen solchen Bau habe hätte wollen, dann hätte sie eben einen anderen Architekten beauftragen sollen. Hier wurde eine bestimmte Leistung eingekauft und nach Gutdünken darin herumgepfuscht.

Man kann alles billiger, alles hässlicher und noch gräßlicher gestalten. Warum muß das sein?

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28. November 2006 16:22

nur HALB so wild...

Axel Julius (EscobarManuel)

...denn nach weiteren Verfahren wird Architekt von Gerken letztendlich einlenken, ca. 20 Millionen an "Schmerzensgeld" bekommen und dann sparrt die Bahn doch noch die Hälfte. Ist das ein Brüller.


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28. November 2006 16:08

Gericht: Bahn

Berth Schalow (kasimiredschmid)

Dieses Land scheint mehr Geld als Verstand zu haben.

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28. November 2006 16:07

Irrsinn

Christof Schneider (ChristofSch)

Keine vernünftigen Relationen im Urteil erkennbar.

Wie kann man eine Zahlung von 40 mio. rechtfertigen, nur damit ein Mensch eine Sache so sieht, wie er sie sich vorgestellt hat? Eigentlich nur damit, dass ein Kunde eine falsche Ware geliefert bekommt. Wer sich hier beschwert, ist allerdings der Verkäufer. Das ist Irrsinn.

im Übrigen hätte die Bahn den Umbau vorher juristisch abklären können. Wiedermal zu spät.

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28. November 2006 15:52

Die Bahn und Konzeptionslosigkeit in Deutschland

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Urheberrecht des Architekten hin - oder her, Pfusch durch mangelnde Planung (einschl. Budgetierung) bei der Bahn selbst bei einem sog. Prestigeobjekt sind jedenfalls aktenkundig. Wo bleiben die Kontrollinstanzen, die dergleichen Unregelmaessigkeiten zeitig erkennen und berichtigen?

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28. November 2006 15:44

Ein eitler Architekt...

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

...kann es anscheinend nicht ertragen, dass ein Bahnhof weder ein Gesamtkunstwerk noch ein Roman sondern ein Nutzbau ist. Die von ihm geforderten Umbauten des Berliner Hauptbahnhofs müssen letztendlich die Bahnkunden zahlen. Hoffentlich ist dieser Irrsinn noch aufzuhalten.

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28. November 2006 15:33

unverforenheit

Johann Schnitzer (unsinn1)

Der Architekt hat seine Ware verkauft und letzendlich entscheidet der Käufer, der bezahlt hat, was geschehen soll.
Die unproduktivität der Gesetzessprecher, ( Rechtsverdreher), geht hier zu weit.
Natürlich kann man solche Architekten, zukünftig von jedem Wettbewerb ausschließen

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28. November 2006 15:09

Kommunikationsfehler

Robert Klemme (rklemme)

Die Frage, ob es sich bei einem Bahnhof um Kunst oder nicht handelt, mag ich nicht entscheiden - ich finde Argumente für beide Seiten plausibel.

Das eigentliche Problem scheint mir hier aber wie so oft ein Kommunikationsproblem zu sein: Erst einen Entwurf zu kaufen und ihn dann eigenmächtig und ohne Zustimmung des Authors zu verändern, der offensichtlich einen künstlerischen Anspruch erhebt, ist nicht die feine Art - und, nebenbei bemerkt, auch recht ungeschickt (wie sich am aktuellen Urteil zeigt).

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28. November 2006 14:33

Gute Entscheidung!

Matthias Rüttgen (MRuettgen)

Eine gute und wichtige Entscheidung des Landgerichts. Hoffentlich schließt sich die Berufungsinstanz ihr an.

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