"In Wirklichkeit zerstörten tibetische Jugendliche in den letzten Tagen gerade auch Geldautomaten und Ampelanlagen als Zeichen der als fremd empfundenen Zivilisation." Nun, das Geldautomaten primär die Funktion haben Geld auszuzahlen und dies anstelle mit einer Geldkarte auch mit Gewalt gemacht werden kann, hat wohl weniger mit Fremdempfinden zu tun! Ich denke, dass die aufgestaute Wut der Tibetaner überwiegend aus der ungleichen Behandlung der Regierung resultiert. Tibet hat einen enormen Schub im Tourismus erfahren. Diese neue Geldquelle wird aber überwiegend den Han-Chinesen zugänglich gemacht. Gerade die niedergebrannten Shops, Restaurants und Autos sind im Besitz von Han-Chinesen. Besonders jugendliche Tibetaner sehnen sich nach Chancengleichheit und einer Zukunft, wie sie in den prosperierenden Städten Chinas praktiziert wird. Das ist es weniger ein Hass auf die Moderne, sondern ein Hass derjenigen die nichts haben gegen die, die alles haben!
Man kann sich lange und genuesslich darueber streiten wer nun mehr schuld traegt an den derzeitigen Gewaltausbruechen in Tibet: Der angebliche Imperialismus der Han-Chinesen oder die angebliche Rueckstaendigkeit der Tibeter?!
Das Problem dass die Tibeter mit den Funktionaeren in Peking haben, teilen sie mit mindestens einer weiteren Milliarde Menschen. Solange die Volksrepublik China keine Demokratie ist, wird es immer wieder zu Situationen kommen, in denen unterdrueckte politische Ansichten gewaltsam ausgedrueckt werden.
Ich kann mir nicht vorstellen, mir mit ruhigem Gewissen diesen Sommer Olympiawettbewerbe im Fernsehen anschauen zu koennen!
Könnte nicht auch die westliche Usurpation in den Ländern des Nahen Ostens, die unter der Flagge der Befreiung durch Modernisierung z. B. im Iran, die gleiche Ursache für die Entwicklung einer "rückwärtsgewandten" Ideologie gewesen sein? Können wir uns tatsächlich eine solche Empörung erlauben? Ist der Hinweis auf die Angst vor den Globalisierungsgegnern hierzulande keine treffende Analogie? Menschen machen wirklich was sie wollen, wenn sie Macht haben. Und wer sich durch die Macht anderer gepresst fühlt, sein Selbstkonzept aufzugeben und damit seinen so definierten Selbstwert zu verlieren droht, der kämpft um sein Ich, sein kulturelles Leben, so heftig wie um sein physisches (oder er wird depressiv).
der Artikel fasst zusammen, was seit langer so von den Exiltibetern berichtet wird. Die Erkenntnisse der Exiltibeter stützen sich auf Quellen in Tibet und Aussagen von Flüchtlingen. Danke für diesen gute Darstellung und Analyse der Verhältnisse.
Nach meiner Meinung redet der Artikel an den wichstigsten Tatsachen vorbei, denn China hat den Tibetern ihr eigenes Land weggenommen, und das ist eine Tatsache.
Die Tibeter wollten immer so leben wie sie in der Vergangenheit gelebt haben, also keine Aenderung!!!
Henry-Georg
ist dieser Artikel. Z.B., daß die Chinesen die Tibeter als Wilde verachteten, die es zu zivilisieren gilt. Wo hat der Autor denn Beweise oder Studien für diese Beobachtung? Sicher, es fallen manchmal unter Chinesen abwertende Bemerkungen, auch gibt es Angst vor den Minderheiten, die geäußert werden, wenn man dorthin reist, aber so eine pauschale Bemerkung zieht den Artikel dann doch sicher ins Lächerliche.