Hauptgewinn Nierentransplantation: Das holländische Fernsehen macht es möglich

Kandidatenshow

Hollands nächste Superniere

Die Idee klingt so widerlich, dass sie nur aus dem holländischen Fernsehen stammen kann: Drei nierenkranke Patienten sollen vor laufender Kamera um eine Spenderniere kämpfen, die eine sterbende Frau ausgelobt hat.

Lesermeinungen zum Beitrag

02. Juni 2007 20:38

@Johannes-Rüdiger Müller-Wachtendonk

Klaus-Henning Bähr (henning_baehr)

Da ist sie wieder, diese aus selbstgerechter Überheblichkeit geborene deutsche Lust an der herablassenden Belehrung Andersdenkender: Wenn unsere holländischen Nachbarn beleidigt werden, ist das also "vollkommen unwichtig", zumal die ganze Aufregung der Dummheit derer geschuldet ist, die nicht zwischen böser Absicht und "harmloser" Satire zu unterscheiden wissen. Vielleicht wäre es hilfreich zu untersuchen, ob die Rezeption solcher Machwerke durch das Publikum und seine offenbare Unwilligkeit, sich persönlich für Organspenden zu engagieren, nicht gleichermaßen auf die zynische Gleichgültigkeit gegenüber Werten wie Empathie, Solidarität und Verantwortung zurückzuführen sind. Das Ergebnis dürfte vermutlich einigen Witzbolden die Freude an ihren makabren Scherzen verderben!

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01. Juni 2007 23:09

Update

Steffen Pawelczack (Pawelczack)

"Die Idee klingt so widerlich, dass sie nur aus dem holländischen Fernsehen stammen kann."
Tja Herr Wefing, sie sollten sich mit Ihren Vorurteilen und Ihrer moralinsauren Empörung wohl etwas zurückhalten. Besagte Schow war nämlich von vorne bis hinten inszeniert, niemand wird hier per sms über Leben und Tod eines Schwerkranken entscheiden. Die Ankündigung dieser Sendung hatte nur einen Zweck, nämlich die Menschen auf den großen Mangel an Spenderorganen aufmerksam zu machen. Das ist ja wohl geglückt. Und? Haben Sie Ihren Organspenderausweis schon ausgefüllt? Die vermentlichen Show-Patienten warten nämlich tatsächlich sehnsüchtig auf einen Spender.

SPa

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31. Mai 2007 00:08

Tabubruch und wem er nützt

gisbert heimes (gisbert4)

1. Warum gibt es Tabus? Weil es sonst nichts zu brechen gäbe. Tabubrüche sind sozusagen Mutationen in der geistigen Entwicklung. Im Positiven wie im Negativen.

2. Also, die Holländer 'bringen' schon einiges.

3. Die Abwägungsfrage: kann man ihr alles unterordnen? Reicht es, wenn durch die Sendung mehr Spenderorgane zur Verfügung gestellt werden? Heiligt also der Zweck mal wieder die Mittel? Könnte auch der umgekehrte Effekt eintreten, nämlich daß sich manche (viele?) Menschen sagen: das mach ich nicht mehr mit? Ist die Organtransplantation nicht längst ein Riesenmarkt = Geschäft? Sind wir alle nur noch Geschäft und bemühen Ethik und Moral einzig noch zur Camouflage unseres erbarmungswürdigen Geschäftsdaseins? Hallo, bin ich jetzt ein Gutmensch mit meinen dämlichen Fragen?

4. Ihr GEZ-Hasser :-)

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30. Mai 2007 21:46

@Martin Standfuß (wandfuessl)

uwe mildner (recfarm2)

So ist es, ich sehe es ebenso. Und ich bin gespannt wieviele so angesprochen werden, daß sie sich einen Spenderausweis ausstellen lassen. Wenn Fernsehen Kunst ist, dann hat diese Kunst schon im Vorfeld sehr viel erreicht. Wie anders wären diese Leserbeiträge zu erklären. Mitwirkende in dem Stück sind immerhin die Spenderbedürftigen. Kunst braucht das angesprochen werden. Deshalb muß diese Kunst in unsere "wirkliche Welt", das Fernsehen. Wo anders sind Mencshen unserer Gesellschaften noch anzusprechen?
Eine Nieren OP ist für mich Kunst.

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30. Mai 2007 14:57

Arme unmündige Zuschauer

Julia Kramer (juliakramer)

Wird eigentlich irgendjemand zuhause von Familienmitgliedern zum Fernsehen gezwungen?
Ich finde es erstaunlich, wie hier im einhelligen Kommentar der einzelne Mensch und potentielle Zuschauer aus seiner Verantwortung entbunden wird. Es ist nicht allein der Sender am "gesellschaftlichen Niedergang" und einer undefinierten "moralischen Verkommenheit" schuld, sondern im ganz genau gleichen Masse all diejenigen, die sich solche Sendungen ansehen, wenn man denn der Meinung ist, dass solche Sendungen verkommen sind. Wo keine Nachfrage, da kein Markt.
Immerhin entfacht die Sendung schon vor ihrer Ausstrahlung eine Diskussion, um die manche der auf Organspenden angewiesenen Kranken vielleicht dankbar wären, auch wenn sich über die Art des Anstosses streiten lässt. Jede Wette, dass sich nach der Sendung die Spendebereitschaft eklatant erhöht, und dass die beiden leer ausgegangenen Kranken im Handumdrehen private Spender gefunden haben werden!
Die Menschen in dieser unserer "moralisch verkommenen" Gesellschaft sind nämlich durchaus zu Mitgefühl fähig, wie die enorme Geld-Spendebereitschaft nach plakativ vermittelten Umwelt- oder sozialen Katastrophen regelmässig unter Beweis stellt. Und wem ist damit gedient? Den Geschädigten doch.

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30. Mai 2007 11:25

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Jürgen Glaser (glaserj)

Der Inhalt des Beitrages lässt in tiefste menschliche Abgründe blicken. Der Kampf um Einschaltquoten und Marktlücken hat einen erneuten geschmacklosen Tiefpunkt erreicht, der jedweder humanistischen Bildung, jedweder Sitte und Anstand und jedweder ethischen Entwicklung des christlich geprägten Abendlandes trotzt und einen Fehdehandschuh hinwirft. Wie lange muss man sich so etwas gefallen lassen, gibt es keinerlei Korrektiv für Privatsender? Der Zuschauer sinkt auf das Niveau ungebildeten Plebs zu Zeiten des römischen Imperiums herab, stimmt über Wohl und Wehe der Gesundheit von Kandidaten ab. Welches Menschenbild steht hinter so einer Sendung? Wer hier Werbung schaltet, solidarisiert sich letztlich auch mit dem Inhalt der Sendung. Vielleicht gibt es ja noch Hoffnung, dass zumindest die Werbeindurstrie dieses Format nicht unterstützt, wenn schon nicht die Volksvertreter oder Gerichte diesem widerlichen Treiben Einhalt gebieten. Die Hoffnung - auch auf die geistige Weiterentwicklung des Menschen an sich - stirbt zuletzt.

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30. Mai 2007 11:02

Was können wir dagegen tun?

Christine Jakeman (Ruben2)

Das ist so widerlich, daß mir schlecht wird.
Seit ein Pulloverhersteller für seine Waren mit dem Elend anderer Menschen versuchte, seinen Profit zu steigern, kaufe ich dort nicht mehr.
Jetzt muß ich auch noch Holland boykottieren. Also, kein holländisches Gemüse mehr (schmeckt sowieso nicht), keinen Urlaub mehr dort, etc.
Ich hoffe, die Presse macht daraus einen Skandal und macht den Leuten das Ausmaß dieser Ungeheuerlichkeit klar.

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30. Mai 2007 10:55

sorry aber

Tolga Sezan (marcio36)

könnte ja sein das manche leute denken, daß ich vom thema abweiche. stellen sie doch mal vor so eine show wäre in der türkei abgezogen wurden. was hätte die EU dazu gesagt? holländische regierung könnte nichts dagegen machen, da es pressefreiheit wäre, aber auf so eine freiheit lege ich kein wert drauf.

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30. Mai 2007 10:53

Hollands nächster "Superwahnsinn"

Nadine Almasi (Missteeque25)

Ich habe soeben euren Beitrag über das neue holländische Fernsehformat mit der Spenderniere gelesen, und mir ist richtig schlecht geworden. Mein Vater war Nierenkrank, und hing 23 Jahre an der Maschine, ist dann letztenendes daran gestorben, und würde ishc wohl im Grab umdrehen, wenn er wüsste, dass 3 Jahre später irgendein Perverser Millionen mit sowas verdient. Mann sollte John de Mol echt einsperren, statdessen werden tausende von Gaffern seine kranke Sendung verfolgen und seinen Geldbeutel füttern! Wo ist unsere Gesellschaft nur hingekommen?

Nadine Almasi

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30. Mai 2007 09:55

@ K.H.Bähr

J.-R. Müller-Wachtendonk (perello)

Herr Bähr,
wie schön, dass Sie das "Millionenspiel" ansprechen. Ihrem Kommentar zufolge haben Sie aber nicht begriffen, dass das damals schon als Satire gemeint gewesen ist. Ähnlich wie danach folgend "Running Man" von Stephen King, was ja auch schon angesprochen wurde. Haben Sie da vielleicht was falsch verstanden?

Ob hier jetzt Holländer, Griechen oder Chilenen angegriffen werden, ist zwar bemerkenswert und unschön, letztlich aber vollkommen unwichtig und führt an der Debatte vorbei.

Der springende Punkt ist in dieser Show, dass nicht mehr medizinische Gesichtspunkte bei der Entscheidung für den einen oder den anderen Empfänger eine Rolle spielen, sondern die Gunst des offensichtlich medizinisch durchschnittlich unterbelichteten Publikums. Wenn man auf die prekäre Mangelsituation im Bereich der Organspenden hinweisen möchte, dann sollte man gefälligst die "Volksvertreter" herbeizitieren, die (derzeit noch erfolgreich) eine Einführung der Widerspruchsregelung für Organspenden blockiert. Auch das wird sich noch ändern.

Ich bin mal auf die Show gespannt. Ich male mir da bereits Szenarien aus, welcher Kandidat dann seine heulenden Kinder in die Höhe hält. "Soll dieses Kind etwa ohne seinen Vater groß werden?"

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30. Mai 2007 09:49

Abbild unserer Gesellschaft

E K (ek110483)

Guten Morgen,

man kann Endemol keinen Vorwurf machen. Sie suchen und finden Marktlücken. So funktioniert dieses Geschäft nunmal.

Der Punkt ist doch, dass solche Formate von den Zuschauern angenommen werden. Die Produktionsgesellschaften befriedigen nur unsere Nachfrage.

Und mit der Aussage "Die Idee klingt so widerlich..." zu behaupten, dass sich diese Nachfrage / das Konsumverhalten mit Grenzüberschreitung von Holland nach Deutschland schlagartig ändert, ist absolut unsachlich und lächerlich...

An meinen Vorredner: zufällig trage ich einen Organspenderausweis bei mir. Aber ich gebe dir Recht, wenn du behauptest, dass in Deutschland, wie auch in den meisten anderen Ländern, ziemlich viel falsch läuft in der gesetzlichen Regelung zur Organspende und vor allem mit dem nicht vorhandenen Bewusstsein der Bevölkerung.

Gruß
Emanuel

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30. Mai 2007 01:39

Und Sie?

Steffen Pawelczack (Pawelczack)

Ich möchte all diejenigen, die hier gerade ihrem Ärger Luft gemacht haben um eine Sekunde Nachdenken bitten. Haben Sie festgelegt, das im Falle eines Falles mit Ihren Organen jemand gerettet werden kann? Oder finden Sie das so belanglos, daß Sie lieber eine Castigshow die letzte Hoffnung todkranke Menschen sein lassen wollen?

SPa

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30. Mai 2007 01:07

Nieren im Fernsehen

Gerhard Schloendorffer (schloendorffer)

Die spinnen die Roemer!

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30. Mai 2007 01:01

Kranke Niere

Christian Haberer (ChrHaberer)

Das entbehrt jedwedem Kommentar.... Sollte man das nicht gleich in Indien produzieren und 1000 Nieren ausloben????

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30. Mai 2007 00:53

Nierentheater

Charlotte Zengler (Zengler)

Diesen Beitrag kann ich kaum glauben. Schon als vor kurzem die Nachricht aus Holland kam, dass es dort eine Partei der Päderasten geben sollte, sass ich lange geschockt da, komplett sprachlos. Diese Idee hier ist genauso unerträglich und widerlichst, und sie ist nur noch ein paar Zentimeter von einer TV-Show entfernt, in der sich Kandidaten gegenseitig die Köpfe abschneiden, mit denen dann Promis Fussballspielen - womöglich noch für einen guten Zweck. Ich fass es kaum noch! Wo geht das alles hin? Wann und von wem werden Verbrecher, die sich so etwas ausdenken, schnellstmöglich zur Verantwortung gezogen? Meine Verachtung wächst. Die Angst um uns auch.
Charlotte

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30. Mai 2007 00:16

Wer im Glashaus sitzt...

Klaus-Henning Bähr (henning_baehr)

Das peinliche Pauschalurteil über das niederländische Fernsehen stellt den Autoren in eine Ecke mit der ganzen Sippschaft, die solche Sendungen ersinnen, realisieren und anschauen. Man kann sie bei uns fast täglich im Programm diverser Schlichtsender bestaunen, wenn sie johlend und klatschend in dümmlichen Talkshows oder schmalztriefenden Kitschmusikveranstaltungen hocken. Dass denen noch nichts gleich Ekliges eingefallen ist wie den Damen und Herren von Endemol, spricht nur gegen ihre Phantasie, nicht für ihre Gesittung oder ihren Geschmack! Man erinnere sich bitte an das "Millionenspiel" (...ist schon ein Weilchen her), da waren sie alle dabei (zumindest die Älteren), die sich jetzt erregen, und saßen mit Schaum vorm Maul vor dem Fernseher, um sich an der Jagd auf Menschen zu ergötzen.

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30. Mai 2007 00:11

superhirne

martin kollert (gruenschnaebel)



das paßt doch in unsere konsumgesellschaft, diese art ist doch von superhirnen ausgedacht worden. wer kann da noch wiederstehen.

vielleicht sollte dieter bohlen diese sendung moderieren.

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30. Mai 2007 00:03

Sensationell

Martin Standfuß (wandfuessl)

Dies ist definitiv ein Vorstoß in televisionäre Grenzbereiche. Endemol bringt die größten Tabus unserer Zeit auf die Mattscheibe - Tod und Krankheit - und geht (wieder einmal) dahin, wo es weh tut. Die moderne Medizin ist ein großer Segen. Gleichzeitig wirft sie so viele ethische Fragen auf, vor die man nie gestellt sein möchte. Es ist gut, dass einige dieser Fragen nun einem breiten Publikum gestellt werden. Wer jetzt wieder einmal das Abendland untergehen sieht, der muss konsequenterweise auch Rembrandts "Die Anatomie des Dr. Tulp" aus dem europäischen Kulturkanon streichen. (Huch, wo kam Rembrandt gleich nochmal her?)

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30. Mai 2007 00:00

I live, you die (Flotsam & Jetsam - No Place for Disgrace)

Christian Kremp (jacky-revolver)

Ja das is doch mal echt fein: "Der sieht aus wien Assi, wähl den anderen Schatzi, der hat bestimmt noch nie gekifft."

"Rufen sie an für Rüdiger, der die Niere dringend braucht und dafür auch einen Hoden spendet..."

Ich kann nicht verstehen, wie man auf solche Ideen kommt oder auch den Sender findet, aber schauen tut man eben selbst.
Die Hollandschelte finde ich jedoch etwas undifferenziert, sind wir immer noch unwitzig, Engländer fett und Iren immer besoffen?

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29. Mai 2007 23:56

Information

Daniel Kraus (jdsk)

Ich finde den Gedanken an solch eine Fernsehsendung auch befremdlich.

Zwei Anmerkungen zu den bisherigen Kommentaren:

1. In Oesterreich wird so verfahren, dass man die Organspende zu Lebzeiten aktiv ablehnen muss (im Ggs. zu unserem System in Deutschland). Die Niederlande waeren also nicht das erste Land.

2. Wenn jemand keine Niere bekommt, ist das nicht direkt ein "Todesurteil". Ohne funktionierende Niere ist man zwar sehr schwer krank, aber es gibt viele Menschen, die sich mit der Dialyse arrangiert haben. (Statistisch gesehen bedeutet eine Nierentransplantation allerdings eine Verlaengerung der Lebenserwartung im Vergleich zur Dialyse.)

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29. Mai 2007 23:51

Running Man live

A. Malliki (a.malliki)


Für Geld tut der Mensch wirklich alles!

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29. Mai 2007 23:07

"so widerlich, dass sie nur aus dem hollaendischen Fernsehen stammen kann"?

Geraldine Prasuhn (BezauberndeJeannie)

Was mich ganz ehrlich am meisten bestuerzt hat, war der erste Satz in diesem Artikel: "Die Idee klingt so widerlich, dass sie nur aus dem hollaendischen Fernsehen stammen kann." Bei allem Entsetzen ueber den Inhalt der Fernsehsendung, es sollte doch wirklich nicht noetig sein (und gerade die FAZ sollte es nicht fuer noetig empfinde), eine unangenehme Verallgemeinerung ueber das hollaendische Fernsehen an den Beginn zu setzen. Zu sagen, dass es kaum ueberraschend ist, dass diese neue Medienidee aus Holland kommt, bzw, dass so etwas "widerliches" wirklich "nur" aus Holland kommen kann, ist nicht nur eine Beleidigung sondern auch absurd. Von der FAZ erwarte ich wirklich mehr Differenzierung und Respekt.

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29. Mai 2007 22:22

Das muß man erst mal verstehen...

uwe mildner (recfarm2)

Ist das überhaupt zu verstehen, was unsere Art in die Welt zu schauen mit uns macht? Erst wirkt es abstoßend, aber wenn es durch diese Sendung zu vielen weiteren Spendern kommt, dann wurden die Menschen da erreicht, wo sie in ihrer natürlichen Umgebung zu hause sind. Sie wurden sozusagen zu Hause in ihrer kolonialisierten Welt eingeholt und in Ihren Gefühlen und in Ihrem Gewissen in die Welt entführt.

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29. Mai 2007 21:54

Das Zuschauen sollte unter Strafe stehen

Lukas Werth (lukaswerth)

Erst dachte ich, es wäre der erste April. Aber so muß ich wohl annehmen, daß es sich um keinen Scherz handelt, daher: eigentlich finde ich schon lange, daß eine Zensur im Fernsehen angebracht wäre. Ich denke, es gibt so etwas wie "intellektuelle Umweltverschmutzung", oder in diesem Fall besser: "ethische Umweltverschmutzung", und die müßte verboten werden. Es würde übrigens auch der Meinungsfreiheit kein bißchen schaden, wenn man auch die sonstigen Perversitäten des Privatfernsehens, so etwa die ganzen "Deutschland sucht den..."-Shows, ein bißchen kappt. Oder man sollte wenigstens eine Steuer für intellektuellen Sondermüll einführen.
Was die "Spenderniere" angeht: jeder, der auch nur als Fernsehzuschauer an so etwas teilnimmt und so die Würde des Sterbenden mit den Füßen tritt, sollte ähnlich behandelt werden wie jemand, der sich Kinderpornographie ansieht.

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29. Mai 2007 21:08

Unglaublich

Andreas Winkler (fonzie)

Also entweder ist dieser Artikel eine sehr übler Witz - oder bei einigen Holländern hat vor kurzem der Verstand ausgesetzt. Unglaublich, Geisteskrank, Widerlich, Ekelhaft - die Bezeichnungen meiner Vorredner passen alle völlig. Menschenverachtend trifft es auch, meine ich.

Daß holländische Politiker tatsächlich ernsthaft und ohne dabei einen breiten Sturm der Ablehnung zu entfachen (und sich so politisch selbst zu richten) so einen abartigen Schwachsinn diskutieren können, zeigt für mich die Grenzen der Liberalität sehr grell auf. Liberalität ist kein absolutes Gut - die Menschenwürde ist es. Daher kann ich nur hoffen, dass so ein perverses Konzept wenigsten in Deutschland von vornherein (mindestens juristisch) undenkbar ist.

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29. Mai 2007 20:55

1. April?

Christian Heiligmann (c.heiligmann)

Das war das erste, was ich bei der Headline dachte. Ich fasse es immer noch nicht. Die Wiege der westlichen Zivilisation Europa bekommt immer mehr und immer tiefere Kratzer.

Solche Erscheinungen sind mit die häßlichsten Fratzen dessen, was Kritiker gerne -und hier sogar im übertragenen Sinne zu Recht- als Raubtierkapitalismus bezeichnen.

Homo homini lupus.

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29. Mai 2007 20:34

Immer mit der Ruhe!

Sebastian T. (sthiemt)

Wie die meistens TV Formate, wird mit höchster Wahrscheinlichkeit auch hier wieder ein großes Laienschauspiel stattfinden, bei dem das Einzige nicht gelogene die in der Fernsehezeitschrift abgedruckte Sendezeit ist.

Wie sollen denn die Nierenkranken gegeneinander kämpfen? Im 100,000 Mark Show Style durch irgendwelche Gerätschaften laufen (als Nierenkranker?). Singen? Oder doch mit dem Schwert?

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29. Mai 2007 19:26

Vorurteile

Emre Akyol (lordemre)

Obwohl ich zustimme, dass dieses Format grenzwertig ist, finde ich die erste Zeile des Artikels ziemlich undifferenziert:
" Die Idee klingt so widerlich, dass sie nur aus dem holländischen Fernsehen stammen kann: "
Sind die Holländer Ihrer Meinung nach grundsätzlich für solche widerlichen Sendungen oder wie wollen Sie ihr Vorurteil begründen???
MFG
E. Akyol

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29. Mai 2007 18:29

?!?

Martin Dirks (MartinDirks)

Widerlich und ekelhaft. Wie verzweifelt müssen Menschen sein, sich als Kandidaten für so etwas herzugeben?!?!? Aber vielleicht geht das ja auch nicht mit rechten Dingen zu. Hauptsache Quote. Schade, dass so etwas nicht konsequent von Zuschauern boykottiert wird, weil es leider genug arme Kreaturen gibt, die daran ihren Spass finden. Man kann sich nur schämen.

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29. Mai 2007 18:26

Zuschauer dürfen Gott spielen

Stephan Kroschk (lemon-Stepsel)

Mit diesem SMS-Vote können die Zuschauer über Leben und Tod entscheiden, sie spielen somit also Gott.
Ich weiß nicht was das bringen soll...
Sicher macht man so auf das Problem von mangelnden Organspendern aufmerksam, nur glaube ich kaum, dass dies der richtige Weg sein kann.

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29. Mai 2007 18:09

...

Fridolin Hanf (frihan)

Ich glaub ich muss gleich kotzen.

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29. Mai 2007 17:17

unglaublich....

Krzysztof Lubrzynski (vanBeben)

... nachdem man den Artikel gelesen hat muss man sich schon fragen ob dies ein unglaublich schlechter Scherz ist oder wenn doch real, wie geisteskrank Jemand sein muss um ein solches Format ins Fernsehen zu bringen.

Hat die Fa. Endemol nicht bereits genug TV-Müll produziert?

Es fehlen einem wirklich die Worte. Was sich manche Köpfe einfallen lassen um im Fernsehen Geld damit zu machen. Auch noch per SMS als Zuschauer abstimmen dürfen. Verwerflicher geht es garnicht mehr....

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29. Mai 2007 16:43

Sind die Hollaender noch zu retten?

Marius Sarkanas (dainiss)

ich meine,nicht.

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