wen wundert es , dass hier nicht s mehr entsteht ?
deutschland ist :
ein ramschladen für den arbeitsmarkt ,
ein ramschladen für den gesundheitsmarkt
ein ramschladen für bildung und politik
ein ramschladen für kultur
ein ausverkaufsladen für immobilien
wen wundert es , dass nun der ramschladen nichts mehr mit
seiner erworbenen und ererbten kultur anzufangen weiß .
wozu handschriften und bücher ?
märkte für monetarismus sind wichtiger .
was bringt schon ein lagerndes buch ?
instandhaltungskosten und aufbewahrungskosten .
erst wenn sich in hundert jahren irgendwer erinnert , dass es einst eine kultur bis 1806 gegeben hat , dann werden auch die handschriften - die verlorenen - erinnert werden .
leider wird niemand dann verlorenes kulturgut zurückerwerben wollen .
medienkultur erinnert nicht literatur , sie verramscht sich nur .
Leider können viele Politiker mit dem Christentum nichts mehr anfangen. Man möchte ihnen nicht eine Abneigung für das Christentum unterstellen. Wenn man aber alle Spuren des Wirkens des Christentum in alle Winde verstreuen möchte, dann zeigt das, dass man an diesen Spuren nicht mehr interessiert ist. Gerade das Leben der Mönche im Mittelalter und die Scholastik haben sehr wichtige Impulse für unser Selbstbewusstsein als deutsches Land gegeben. Mönche haben oft schwieriges Land urbar gemacht. Die Suche nach Gottes Wahrheit und Willen hat in den geistigen Wissenschaften viele Grundsätze erkennen lassen, ohne welche die wissenschaftlichen Erfolge der Neuzeit nicht so schnell möglich gewesen wären.
Die Abneigung gegen unsere christliche Identität war besonders spürbar als die Politiker den Erschaffer aller Dinge, Gott, aus der europäischen Verfassung streichen wollten. Ein Glück, dass die Franzosen sich nicht blenden liessen. In Europa werden die Lichter der Kultur wieder angehen sobald wir unsere christlichen Wurzeln wieder verinnerlichen. Dann werden wir auch Menschen anderer Kulturen aus ganzem Herzen schätzen und respektieren weil sie von diesem liebenden Absoluten genau so erschafft wurden wie wir.
Ich sehe bei dem Verkauf dieser Handschriften eher die Symptome einer Mangelwirtschaft als denen des Neoliberalismus. Eine stets zunehmende Staatsverschuldung für den Konsum bei gleichzeitig stagnierender Wirtschaftsleistung muss irgendwann eine Sättigung erreichen. Die Vorstufe zum Konkurs ist der verzweifelte Verkauf des Tafelsilbers.
Wahrscheinlich ist der bessere Weg, Schloss Salem an einen Investor zu verschenken, um einen Freizeitpark daraus zu machen. Die Auflage wäre, das Schloss instandzuhalten.
Nun ist er also auch im historischen Fach angekommen, der Neo-Liberalismus. Und das Herr Oettinger scheinbar nur ernst nehmen kann, was im Wirtschaftsteil steht, zeigt, welchen Weg die geistige Entwicklung im Ländle der Dichter und Denker genommen hat. Unschätzbares Kulturgut wird damit zum schlichten Marktwert, zur freien Dispositionsmasse, über die nach Gesetzen von Angebot und Nachfrage verfügt werden kann. Und dies sogar ohne die rechtliche Grundlage zu klären.
Der offene Brief der amerikanischen Historiker sollte ein Weckruf für die politisch Verantwortlichen sein. Hier steht mehr auf dem Spiel, als kurzfristige finanzielle Interessen oder die bröckelnden Fassaden des deutschen Adels. In Karlsruhe wurde eine einmalige Sammlung zusammengetragen, der hohen Traditionswert und Charakter als kulturelles Erbe Europas in weltweiten Fachkreisen anerkannt wird. Die Zeugnisse einer jahrhundertlangen Tradition aus Opportunismus auf den Grabbeltisch des internationalen Buchmarktes zu werfen ist wohl eines der größten Armutszeugnisse, das sich eine Politikergeneration ausstellen kann, die nur noch in der Lage ist, in kurzlebigen, finanziellen Kategorien zu denken. Es ist beschähmend.
So verscherbeln wir leichtfertig unsere Kultur. Wir verscherbeln auf den Flohmärkten der Welt unser kulturelles Erbe, unsere Wurzeln. Indem wir das gewissenlos tun, verscherbeln wir unsere Würde gleich mit. Würdelose sollen dann Werte verteidigen, deren Wurzeln abgehackt werden. Wir werden mit den Wurzeln auch unsere Werte verscherbeln. Ein Volk, welches sich selbst verscherbelt, landet als Scherbenhaufen im Müll.