Was geschah wann? Antworten von Wikipedia

Wikipedia in der Kritik

Die Entwurzelung des Wissens

Darf das Internetlexikon Wikipedia als seriöse wissenschaftliche Quelle dienen? Die Geschichtswissenschaft liefert derzeit eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Phänomen - und Wikipedia muss sie fürchten.

Lesermeinungen zum Beitrag

17. August 2007 01:47

Einzelfakten?

Sebastian Schäfer (seb2909)

Ist es nicht gerade ein wesentlicher Fortschritt eines Online-Lexikons, dass "Einzelfakten" dank Hyperlinks und Trackbacks grundsätzlich in einem größeren Kontext eingebetettet werden und so u.a. Lesern mit unterschiedlichem Hintergrundwissen einen Informationsgehalt bieten und darüber hinaus übergreifende Zusammenhänge erschließen lassen?

Vielleicht wäre es auch eine Überlegung, die Stabilität eines Artikels graphisch darzustellen, damit man nicht immer in der Historie nachschauen muss (was zwar immer möglich ist, aber wahrscheinlich die wenigsten tun).

Auch die einst überlegte Schreibsperrung "gereifter", stabiler Artikel halte ich immer noch für eine gute Überlegung.

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16. August 2007 20:16

Wikipedia

Heinz-Georg Halbe (hg.Halbe)

Wikipedia ist eine von vielen Möglichkeiten, sich Wissen zu besorgen. Beliebt ist sie vor allem, weil sie schnell, umfangreich und bequem erreichbar ist. Wie allen Wissensauskünften muß man auch ihr kritisch gegenüberstehen, aber es gibt überhaupt keinen Grund, sie zu verdammen.
HGH.

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16. August 2007 18:51

Müssen wir die Universitäten schließen? Doch wohl nicht!

Andreas Karg (AndreasKarg)

Ich möchte doch die Gelegenheit zu einer grundsätzlichen Äußerung nutzen, denn die Diskussion in den „Lesermeinungen“ ist aufschlußreich. Als einer ihrer Pole klart mehr und mehr auf: „Wikipedia“ sei eine „demokratische“ (da in mehrerlei Hinsicht unerreicht zugängliche) und überlegen aktuelle Informationsquelle, die in einem mehr oder minder recht scharfen Gegensatz stünde zur institutionell verankerten Wissenschaftsgemeinde, der sie lukratives „Geheim-“ und „Herrschaftswissen“ entwinde. Bislang habe ich „Wikipedia“ nur als eine Enzyklopädie gesehen, die in der Tradition der Konversationslexika steht: umfangreich und zeitgemäß bequem in der Nutzung, mit förderlichen Einträgen und solchen, die man besser überliest; eine Konkurrenz vielleicht für ihre nahen (ebenso wie sie selbst nicht zitierfähigen) „Verwandten“: die anderen Nachschlagewerke der Breitenbildung, sicher keine für ihre entfernten: die wiss. Spezialenzyklopädien, schon gar keine für Monographien, Aufsätze usw. Ich denke, ich bleibe bei dieser Sicht. „Druck“ seitens „Wikipedia“ verspürt die Wissenschaftsgemeinde nur, wenn sie unterrichtet: u.a., daß „Wikipedia“ ein reflektiertes Wissen nicht ersetzen kann. P.S.: Woher haben eigentlich „Wikipedia-“ Autoren ihr Wissen?

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16. August 2007 18:01

kein positivistisches Verständnis von Geschichte!

Hartmut Retzlaff (h.retzlaff)

Ich weiß nicht, worauf sich der Artikel bezieht. Ich empfehle dem unvoreingenommenen Leser, einmal bei de.wikipedia.org das Lemma "Kriegsschuldfrage" einzugeben. Sollten sich Seminararbeiten tatsächlich - auch vom Reflexionsniveau her! - auf solche Artikel einlassen, wäre ich um unsere studentische Jugend weniger besorgt. Das Gleich gilt auch für nicht themen-, sondern personenbezogene Artikel. Man versuche es einmal mit "Imanuel Geiss". Anstatt lediglich amerikanische Debatten zu referieren, sollte man lieber die Sache konkret überprüfen. Weniger Eile, mehr Überprüfung in der journalistischen Arbeit!

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16. August 2007 16:41

"fluide Form" der WP-Artikel: Zitieren für Anfänger :-)

Michael König (mk_bln)

Jede Internetquelle ist veränderlich, und Wikipedia-Artikel ganz besonders. Das stimmt.

Im Gegensatz zu anderen Websites werden auf Wikipedia aber ALLE alten Versionen eines Artikels gespeichert. Und diese alten Versionen verändern sich nie mehr.

Wenn man also Wikipedia als Quelle angibt (für Zwecke, wo Internetquellen erlaubt sind), sollte man deshalb nicht auf den Artikel, sondern auf die konkrete ArtikelVERSION, die man gesehen hat, verlinken.

Die Adresse der derzeitigen Version erhalten Sie, wenn sie links unter "Werkzeuge" (unter dem Suchfeld) auf "Permanentlink" klicken.

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16. August 2007 15:56

Bis zu 90% der Nachweise aus Wikipedia!

Andreas Karg (AndreasKarg)

Ein altes Problem beim Erlernen des wissenschaftlichen Arbeitens ist in der Praxis eigenen Schreibens die Frage, welche Texte hinzuzuziehen und welche nachzuweisen sind. Geht es um Orte, um Geburts- und Sterbedaten usw. spricht meistens wenig gegen „Brockhaus“, „Meyers“, „Wikipedia“ & Co. Doch läßt sich aus letztlich oft banalen Angaben wie den vorgenannten nur selten Weiterführendes erzeugen. Hing der Autor, mit dessen Werk ich mich befasse, der einen oder anderen geistigen Bewegung an? Mit wem hatte er Fühlung, „stofflos“ oder ganz real? Solchen Fragen nachzugehen ohne Quellen und ohne eine Auseinandersetzung mit den einschlägigen Forschungsleistungen des Wissenschaftsbetriebes, der einen ausbildet und zum Abschluß bringt, bezeugt ein recht schwach ausgeprägtes Verständnis vom gesetzten Studienziel. Folglich liegt das gegenwärtige Problem viel tiefer: Der Hinweis, ich müsse „Verlängerungen meiner Allgemeinbildung“ ebenso wenig anführen wie diese selbst, sehr wohl aber die primären Quellen meiner Arbeit sowie alle Schriften, in denen mir Wissenschaftler Wissensstände präsentieren und aus ihrer Sicht aufschlüsseln (inkl. der Art. in wiss. Spezialenzyklopädien), ist sehr berechtigt und wird doch keine Abhilfe schaffen.

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16. August 2007 15:08

Internet-Enzyklopädien

Alexander Kriegel (alejandrobatlleuy)

sind so genauso sehr oder wenig wissenschaftliche
Quellen wie der Brockhaus oder die Tageszeitung.

Letztere enthalten auch veraltete oder falsche
Informationen, mit dem Unterschied, dass sich
die Leser nicht dagegen wehren können.

Bei Wikipedia wird aber jedes Wort auf die Goldwaage
gelegt und plötzlich wissenschaftliche Präzision und
Aktualität verlangt. Noch mal ganz langsam zu mit-
denken: Zweck eines Lexikons ist es, sich schnell
einen ersten Überblick eines Themas zu verschaffen.
Es ersetzt weder Lehrbücher noch eigene Recherche.
Oder wird jemand z.B. Chemiker, weil er den Eintrag
"Chemie" im Brockhaus auswendig kennt ?

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16. August 2007 14:46

Die Bildung eines Bond-Girls

Thomas Frieling (TFrieling)

In Dr. No, dem ersten James-Bond-Film, gibt es eine Szene, in der Ursula Andress sagt, sie sei durchaus gebildet. Das Wissen stamme aus einem Konversationslexikon, und sie sei jetzt schon bei "p".

Das war in dern 60ern noch ganz klar ein Lacher. Wer heute sagt, sein Wissen stamme aus Wikipedia, hat eine Chance, ernstgenommen zu werden.

Nichts gegen ein gutes Lexikon, auch nicht gegen eines im Netz. Aber dazu wurde schon genügend geschrieben. Ich verweise auf meinen früheren Artikel und z.B. den von Patrick Seidler (Nicht Wikipedia ist das Problem).

TF

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16. August 2007 13:46

Denken, Drücken, Sprechen

Michael Reinhold (Jhereg)

Der Vorteil an Wikipedia ist doch das viele daran Arbeiten können und das dadurch Fehler/Auslassungen und Interpretationen gefunden und behoben werden können.
In einer Zeitung und deren Artikel geht das nicht, da kann der Autor schreiben was er will und seine Meinung evtl. nicht für wahr aber für wichtig verkaufen obwohl sie das noch nicht mal sein muss.
Die Demokratie in Wikipedia ist gefahr für alle die Wissen verkaufen wollen, ihr eigenes Wissen und ihre eigene Meinung, es ist somit nur verständlich wenn der Autor und die Zeitung zum gegenangriff bläst.
Nun erklären sie mir mal den Unterschied zu ihrem Artikel und zu Was geschah am...?
Ihr Artikel enthält keine Information, nur Meinungen, das Was geschah am... enthält Informationen, mal nützliche mal weniger nützliche, wobei dies abhängig ist vom Betrachter.
Als Journalist sind sie verpflichtet vor der veröfentlichung eines Artikels gründlich zu recherchieren was sie wohl zweifelsfrei nicht getan haben. Es gibt genug vergleiche zwischen Wikipedia und kommerziele Nachschlagewerke, bei denen Wikipedia mal besser mal schlechter aber immer aktueller abgeschnitten hat.

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16. August 2007 13:00

Fetischisierung des Einzelfaktums

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Wer hat denn überhaupt jemals behauptet, Nachschlagen in einem Lexikon verschaffe umfassendes Wissens? Ich denke, das kann und will keine Enzyklopädie leisten. Die Fetischisierung des Einzelfaktums ist, wenn man so will, ein grundsätzliches Problem aller Enzyklopädien. Da macht der - ebenfalls im Internet abrufbare - Brockhaus auch kein anderes Bild. Und auch dort sind die Einzelautoren dem Nutzer zunächst verborgen.
In jedem Fall überweigen die Vorteile von Wikipedia dessen Nachteile: Unmengen von bildungsfernen Menschen können nun, ohne mit Hemmschwellen zu hadern, Zugriff auf Grundwissen tätigen.
Der Vorwurf Wikipedia liefere auch weltanschaulich gefiltertes Wissen trifft im übrigen auch auf Tageszeitungen, Fernsehesendungen und nicht zuletzt andere Lexika zu.

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16. August 2007 11:50

nuetzlichoderunnuetz

christoph weichberger (kikolo)

die entwurzelung der bisherigen zu bezahlenden wissensbesitzern
scheint basis des unmuts --der klage--des jammerns zu sein
hilfreich ist es in keinem anzunehmenden fall---und auch nicht unbedingt logisch
da hilft dann nur noch geheimwissen wie von verschiedenen verlagen
in USA fuer sehr viel geld angeboten -
vermutlich unnuetz fuer die menschheit aber nuetzlich fuer besitzanhaeufer
ein zu vernachlaessigendes problem
das beispiel mit der weltscheibe trifft nicht
denn die feststellung der scheibe war keinesfalls demokratisch
sondern alles andere

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16. August 2007 11:47

Zur Kritik an der unbezahlten Arbeit anderer

Michael König (mk_bln)

Ich erinnere nochmal daran, daß wir Wikipedianer dieses Werk freiwillig und ohne Bezahlung erstellen, für Euch :-)

Wer aber mit diesem "Geschenk an die Gesellschaft" unzufrieden ist, der darf gerne weiterhin auf eines der kostenpflichtigen Angebote zurückgreifen, etwa den Brockhaus (7,95 €/Monat). Dort wird er allerdings zu vielen Themen statt informativer, ausführlicher Artikel nur einen Zweizeiler finden, wenn überhaupt.

Andere Alternative für Kritiker: Bei Wikipedia anmelden und es besser machen!

Zur "Demokratisierung der Wahrheitsfindung": Wer bei Wikipedia seine Privattheorien als gesichertes Wissen verkauft, wird sehr schnell auf Widerstand stoßen. Auch bei umstrittenen oder konkurrierenden Modellen wird am Ende ein Artikel stehen, der diese konkurrierenden Theorien als solche darstellt. Ein gutbezahlter Professor (ein sog. Experte) dagegen, den an seinem Lehrstuhl niemand kritisieren darf, kann jeden noch so großen Unsinn publizieren (und ist auch noch zitierfähig), und niemand wird ihm widersprechen.

Entscheidet selbst, was besser ist.

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16. August 2007 11:29

Werbung geht auch!

Jürgen Villmer (Villmer)

"Zumal manche Mitarbeiter von Wikipedia ihre Plattform offen zu politischen Zwecken nutzen und dem Anspruch der akademisch anerkannten Wissenschaft widersprechen."

Das ist wohl so und lässt sich auch kaum vermeiden, außer durch die Nutzer und Autoren selbst. Es schärft aber auch die Aufmerkamkeit und die Kritikfähigkeit der Nutzer. Und Artikel der FAZ sind auch nicht immer "einwandfrei".

Hier ein weiteres Beispiel, etwa für kostenlose Werbung in Wikipedia:
CAPGEMINI, der Artikel liest sich wie das Unternehmensprofil in einer Werbebroschüre.

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16. August 2007 10:59

Wikipedia in der kritik

Peter Windhöfel (peter2509)

Hat der Autor dieses sehr einseitigen Artikels eigentlich mal die Mühe auf sich genommen, die Idee, welche hinter Wikipedia steht, zu recherchieren?
Soll ich mir, wenn ich etwas wissen will, erst nach einem Bücherladen- Marathon ein ganzes (und oft auch teures) Buch zulegen, obwohl ich nur ein Kapitel davon brauche? Wikipedia vermittelt Ansatzpunkte von Wissen, bringt umfangreiche Themen auf einen punkt und verweist auf die entsprechenden Quellen. Eine Qualitätssicherung gibt es über die Foren der Wiki, auf Lückenhaftigkeit oder fehlende Quellenwird am Anfang der betroffenen Artikel hingewiesen etc.
Als kleines Bonbon: Ich empfehle die Seite über die FAZ in der deutschen Wiki. Da kann sich der Autor dieses unfairen Artikels selbst ein Bild von der Richtigkeit machen. Sofern er es schafft, über den Horizont seines Schreibtisches zu blicken. Wohl bekomms.

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16. August 2007 10:56

Nicht Wikipedia ist das Problem...

Patrick Seidler (PatrickSeidler)

...sondern der Mensch

Völlig klar, dass Wikipedia nur als Einstieg dienen kann, und dass man kritisch lesen sollte.
Sollte man meinen... Doch wenn es tatsächlich Lehrer und Professoren dort draußen gibt, die ihren Schülern Zitate aus Wikipedia erlauben... Und wie oft musst ich schon (als Student) anderen erstaunten Studenten beibringen, aus allen Kulturen und Ländern wohlgemerkt, dass sie Wikipedia nicht zitieren, schon gar nicht davon abschreiben und erst recht nicht den kompletten Text kopieren können... In meiner Schulzeit hieß Wikipedia noch ENCARTA. Da ist es sogar vorgekommen, dass ein Mitschüler zum Musterschüler der Schule aufstieg, inklusive Stipendien, bis mal endlich mal jemand gemerkt hat, dass er alles aus diesem Lexikon abgeschrieben hat.

Das heißt, tolles Wikipedia, nur die Menschen und Nutzer sind in großer Masse nicht fähig zum wissenschaftlichen Lernen und wissenschaftlicher Kommunikation.

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16. August 2007 10:14

Ist der Brockhaus besser?

Marc Rieger (rieger74)

Wenn man in einer wissenschaftlichen Arbeit zu 90% den Brockhaus zitieren wuerde, waere es ebenfalls unwissenschaftlichl, denn auch dort steht natuerlich nicht top-aktuelles Forscherwissen. - Kann auch gar nicht, denn letzteres war noch nicht bekannt als er gedruckt wurde, und ausserdem muesste er dann statt in 26 Baenden in mehreren hunderttausend kommen...
Also, nochmal ganz langsam:
ENZYKLOPÄDIEN SIND ZUM NACHSCHLAGEN VON GRUNDLEGENDEN FAKTEN DA, NICHT UM AKTUELLLE FORSCHUNGSERGEBNISSE ZU FINDEN!
Das gilt eben auch fuer Wikipedia.
Und kritisch hinterfragen sollte man sowieso jede Quelle, ob Brockhaus, Wikipedia oder FAZ... (Ein Tip: Blick in die Diskussionsseite des Wikipedia-Eintrags hilft oft zu sehen, was eventuell kontrovers ist...)
Uebrigens: Die "Was geschah am...?"-Seite von Wikipedia hat ungefaehr soviel mit den typischen Wikipedia-Eintraegen zu tun, wie die "Knut des Tages"-Artikel mit dem tyischen FAZ-Artikel - unterhaltsamer Spass als Zugabe, mehr nicht. - Oder sehe ich das falsch?

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16. August 2007 10:08

Wikipedia ist Wissen...

Marco Vogt (VogtNbg)

mehr nicht. So einfach ist das.

Wer Wikipedia allerdings nutzen möchte, um Zusammenhänge zu recherchieren, sollte davon absehen. Für das reine Wissen ist Wikipedia durchaus nützlich.

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16. August 2007 08:55

Was habt ihr eigentlich für ein Problem

Gerhard Hälßig (bearfoot1980)

Ich glaube hier wird über Sachen philosphiert, die sich eigentlich selbst erübrigen.
Wikipedia wird verteufelt, aber wenn ich die Seite einer Hochschule angebe ist das in Ordnung.

Würde man dem Gründer von Wikipedia mal zuzhören, so würde man herausfinden, dass es nie als "wissenschaftliches Nachschlagewerk" gedacht war!

Aber wer gerne mal wissen möchte was Mengigokoken sind, wie die Hauptstadt von Mosambik heißt oder ähnliches, der findet bei Wiki eben schnell eine Antwort (die dann auch zumeist richtig ist)

Oder sucht IHR etwa dann in der Pschyrembel oder in der Encyclopedia Britannica nach.

Und wer jetzt bei Wikipedia nachschaut, was das bedeutet, der sollte hier wirklich nichts mehr dazu sagen :-)



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16. August 2007 08:12

Ist doch toll...

Markus Leibold (MSL)

...aber daraus zitieren tut man niemals - dafür ist es auch gar nicht gedacht!
Für Studenten gibt es sowieso bei weitem ergiebigere Quellen online, heute hat man Zugriff auf Zeitschriftendatenbanken. Mit EBSCOhost, ABI/INFORM, Blackwell, SpringerLink und Konsorten kann (und will) Wikipedia bei wissenschaftlichen Themen nicht mithalten. Und: Die darf man zitieren und sollte es sogar ;)

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16. August 2007 08:07

Doch faule Lehrer?

Thomas Frieling (TFrieling)

In der Schule werden bereits Zitate aus Wikipedia akzeptiert? Dafür kann es nur einen Grund geben:

Der betreffende Lehrer ist zu faul, die Schüler zu anständigem Arbeiten anzuhalten.

Frage gestellt - "im Internet nachgesehen" - sehr gut, setzen - alle zufrieden

Das ist kein Lernen, das ist die Illusion von Lernen. Das scheint heute mehr und mehr zu genügen.

TF

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16. August 2007 07:55

Wikichaotika

Charlotte Zengler (Zengler)

Auf den Wikiseiten kann doch, wie zweifelsfrei zu sehen, jeder Schwachkopf nach Lust und Laune ALLES schreiben, behaupten, verbessern aber möglichst und zeitgeistiger lieber verschlechtern oder, noch besser, verleumden! Was diskutiert Ihr da noch? Meint Ihr, durch Wahrheit werden Träume schöner, Illusionen mutiger, Schöpferisches unbelasteter?
In Liebe,
Eure Charlotte

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16. August 2007 02:30

Wo genau ist das Problem?

Marc Neef (marcneef)

Natürlich ist wikipedia keine zitierfähige Quelle, genausowenig wie die meisten anderen Internetseiten (abgesehen von ganz wenigen speziellen Ausnahmen). In Saarbrücken wird das schon lange so gehandhabt, und das ist sicherlich nicht die erste oder einzige Universität an der das der Fall ist...

Bedenklich ist natürlich, wenn man einem idealerweise vernunftbegabten Studenten dies noch explizit verschreiben muss, wie es im amerikanischen Middlebury College anscheinend geschehen musste. Was kommt als nächstes? "Don`t cite your parents!" ?

Tatsächlich ist Wikipedia nämlich ein sehr nützliches Werkzeug, im Studium und manchmal sogar in der Forschung. Man kann hier nämlich einen schnellen und oft sehr guten Einstieg in die verschiedensten Themen. Und schaut man dann noch ans untere Ende der Seite findet man zumeist mehrere Literaturangaben, die man studieren und dann natürlich auch zitieren kann.

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16. August 2007 01:52

Geschichtswissenschaft

Marvin Parsons (mapar)

Die Geschichtswissenschaft selber, sofern sie weiter als die letzten 500 Jahre zurückschaut, baut auf Schriften, die zum größten Teil gefälscht ist. Dadurch hat man eine seit Jahrhunderten gelehrte Geschichte, die den Befunden der (erst in jüngerer Zeit) aufgekommenen Archäologie widerspricht (beispielsweise ist in der Karlsstadt Aachen bis heute keine Scherbe oder Münze aus der Karolingerzeit gefunden worden). Die Geschichtsschreibung wird aber deswegen nicht überprüft, sondern die archäologischen Funde für unbedeutend erklärt.

Erstaunlich, daß ausgerechnet diese "Wissenschaft" sich über die Zuverlässigkeit von Wikipedia mokiert. Wahrscheinlich, weil dort nicht wie bei den Historikern die tradierte Meinung von "Kapazitäten" als wissenschaftlicher Beweis gilt.

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16. August 2007 00:42

nutzloses wissen?

martin enderlein (staubgold)

wikipedia ist sehr hilfreich bei begriffen über die man gar nichts weiß, versagt aber grandios wenn man schon über spezielles sekundärwissen verfügt.

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16. August 2007 00:11

Wikipedia

Thomas Haase (Anotatta)

Sodele,und alle FAZ-Autoren, die nicht gern auf Wikipedia zurückgreifen,dürfen jetzt brav das Händchen hochhalten.Heuchler nerven mich.

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15. August 2007 21:47

Gemischtes Bild

Stefan Meierhofer (StefanMeierhofer)

Als ehemaliger Wikipedia-Nutzer und auch -autor kann ich versichern, dass die Enzyklopädie teilweise sehr fundierte Artikel von ausgewiesenen Fachleuten des jeweiligen Gebiets enthält. Andererseits missbrauchen sie häufig Leute dazu, ihre höchst subjektiven, oft ideologisch gefärbten und mit seriösen Quellen schlichtweg unvereinbaren Meinungen als "wissenschaftliche" Wahrheiten zu verkaufen. Exemplarisch sei etwa auf jene "Autoren" hingewiesen, die seit Jahren die Welt hartnäckig glauben zu machen versuchen, "Österreichisch" sei eine selbständige Sprache oder die bloße (wertfreie) Annahme von Menschenrassen sei per se "Rassismus". Nur allzu oft werden sie dabei von fachunkundigen und/oder ebenfalls ideologisch vorbelasteten Administratoren unterstützt. Da der Leser Spreu und Weizen häufig nicht unterscheiden kann, würde ich jedem dringend raten, neben der Wikipedia zumindest noch weitere Quellen zu Rate zu ziehen.

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15. August 2007 20:41

Kein belastbares Glied in einer Argumentationskette

Thomas Frieling (TFrieling)

Ein Zitat ist ein Verweis auf die Aussage eines (anderen) Autors. Wenn sich ein Autor vorbehält, seine Aussagen jederzeit zu modifizieren, dann ist er nicht zitierfähig.

Bei Wikipedia nachzuschlagen ist vergleichbar mit einem Gespräch in einer engagierten Gruppe. Als Ausgangspunkt für weiteres Suchen sicher sehr gut. Als belastbares Glied in der Kette wssenschaftlicher Argumentation ist es genauso unbrauchbar wie der Hinweis auf ein Kneipengespräch.

TF

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15. August 2007 19:58

Wikipedia in Geschichte sehr zweifelhaft

G. Ulrich Steinmann (Sekijin)

Dass Wikipedia nicht zitierfähig ist, ist auch bei Geschichts-Themen festzustellen, etwa zu der Frage, ob Hitler 1/4-Jude war.

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15. August 2007 19:38

Verlinkung des Wissens

Franz-Josef Rehmann (Sahav)

Die Aussage "Auf den Schmalspurbegriff des Wissens geeicht, betreibt Wikipedia eine Fetischisierung des Einzelfaktums" steht doch in absolutem Kontrast zur Realitaet: Welches andere Medium als das Internet, und hier Wikipedia, gibt eine bessere Moeglichkeit, Fakten und Entwicklungen im wahrsten Sinne des Wortes zu verlinken?

Und welche Quelle, ausser dem Original, kann eine 100prozentige Authentizitaet garantieren? Immerhin geben viele Artikel in Wikipedia Literaturstellen, die jeweils durchaus nachgeprueft werden koennen. Die meisten Artikel innerhalb Wikipedias sind meiner Einschaetzung nach aber von entsprechenden Experten geschrieben, und daher wohl auch verlaesslich. Vielleicht gar verlaesslicher als manch ein akademischer Artikel, der von einem karrierorientierten Schreiber verfasst/interpretiert wurde?

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15. August 2007 19:22

Sehr gut!

Michael Kirchmann (miugr)

Nicht als Lehrbuchersatz? Das verstehe ich nicht! Aber die Wissenschaftler von heute, wissen immer noch nicht, wie sich das Klima der letzten 4 Milliarden Jahre war, vielleicht sollten sie dort NACHSEHEN! Denn würden Sie nicht solchen BLÖDSINN wie "Klimawandel verursacht durch den Menschen" von sich geben! Denn wüsten sie, das es Klimawandel mit Eiszeiten und Wärmezeiten (viel höhere CO2 Werte als heute) auch ohne den bösen Autofahrer gab!

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15. August 2007 18:55

Wikipedia macht Spaß

Ricky Janisch (KingBuzzo1)

Wikipedia macht super Spaß, eben weil Fehler drin sind, ein beständiger Diskussions-/Veränderungsprozess läuft und man die Subjektivität und die Leidenschaft der Verfasser spürt.
Das ist etwas deutlich anderes, als dünkelhafte Arbeiten
von Wissenschaftsprofis, die ihr Wissen oft so darstellen, als wäre es in Stein gemeißelt und die oft zu viel Rücksicht auf ihre Reputation nehmen bzw. neben dem Inhalt die karrieristische Motivation herauszulesen ist.

"Der Fehler ist der beste Lehrmeister".
Leider kommt dieser fundamentale Grundsatz im Wissenschafts- und Lehrbetrieb wenig vor, aus Ängstlichkeit vor Gesichtsverlust oder ähnlichem. Das fördert eine langweilige Lern- und Bildungsatmosphäre.

MfG

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15. August 2007 18:33

Vielleicht als Formelsammlung, nicht als Lehrbuch

Harald Reuter (hr1618)

Im mathematischen Bereich kann ich jedem nur abraten, sich allzu sehr auf die Mitmach-Enzyklopädie zu verlassen. Viele Sachverhalte sind schwammig dargestellt. Für die Prüfungsvorbereitung bitte nicht! Um nachzusehen, welchen Additionstheoremen Sinus und Cosinus gehorchen jederzeit.

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15. August 2007 18:05

Daily Error: Die Entwurzelung der Topographie

Jonas Hesselbrinck (Daily-Error.de)


In diesem Artikel:

"Die hier betriebene Demokratisierung der Wahrheitsfindung ist dem wissenschaftlichen Verstand, der dem esoterischen Expertengedanken verpflichtet ist, verdächtig: Die Erde wäre wohl heute noch eine Scheibe, wenn man das Urteil über ihre O b e r f l ä c h e n f o r m einer Demokratie überlassen hätte."

Dem wissenschaftlichen Verstand und dem Expertengedanken ist dieser Satz selbst allerdings nicht verpflichtet:

Die Oberflächenform der Erde wäre die gleiche, wenn die Erde eine Scheibe wäre. Die Form der Erdoberfläche, also das, was von der Topographie dargestellt wird, ist bestimmt durch Unebenheiten, durch Berge und Täler. Wenn die Oberflächenform einer Scheibe sich von der einer Kugel unterscheiden würde, dann könnte die Oberflächenform der Erdkugel nicht zweidimensional dargestellt werden, wie es in der Topographie geschieht.

Es ist hier wohl nicht die Form der Erdoberfläche, sondern die Form der Erde gemeint.

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15. August 2007 17:59

Wikipedia als Nachschlagewerk

Florian Feldhaus (Freddich)

Ich kann nachvollziehen, dass man die Wikipedia nicht zitieren sollte. Die Artikel können immer mal geändert werden. Da aber in naher Zukunft endlich gesichtete und validierte Versionen kommen sollen, bin ich da optimistisch, dass sich das noch ändern kann. Zudem glaube ich, dass der größte Nutzen der Wikipedia nicht ist, zitiert zu werden, sondern als Nachschlagewerk zu dienen. Es gibt kein Buch oder Skript was mathematische bzw. naturwissenschaftliche Sachverhalte so gut darstellt und das nachschlagen von angrenzenden Begriffen so einfach gestaltet. In den naturwissenschaftlichen Studiengängen wird die Wikipedia seit einiger Zeit sehr intensiv für die Prüfungsvorbereitung eingesetzt, da in der Wikipedia auch schwierige Sachverhalte oft verständlicher erklärt werden als von den Professoren.

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