Blick auf die Platte für sechstausend Euro im Monat: das “Palladio“ an der Niederwallstraße

2. Das Penthouse

Die Selbstprovenzialisierung Berlins

Von der Seite erinnert der Bau an die Terrakottatöpfe aus dem Baumarkt, die Mietpreise hier übersteigen die in den teuersten Vierteln von Paris: Mit einer Maklerin im Dachappartement des „Palladio“ in Mitte. Von Niklas Maak

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Juli 2008 22:46

Plattenbauphobie ?

Andreas Noreikat (derherold)

In einem Artikel sechsmal "Plattenbau" und dreimal "DDR" erwähnen, wenn es um hochpreisige Wohnimmobilienprojekte geht, ist ganz schön hämisch.;-) Im Grunde hat der Autor recht: Das krampfhafte Bemühen um *Positonierung* treibt seltsame Blüte. Im übrigen gib es diesen Post-Neo-Anglizismus auch bei zahlreichen US-Immobilienprojekten - vllt. nicht unbedingt in New York aber in anderen Gegenden. Man darf auch nicht zu kritisch sein. Woher soll denn ein eigenständiger (Architektur-)Stil Berlins kommen ? Die Mischung aus westdt. Subventions- und Bundesbehörden-Wanderern und ostdt. ehem. DDR-Establishment, deren betonte Kleinbürgerlichkeit eben keine originelle Architektur jenseits von WBS 70 schuf, hat es schwer, einen überzeugenden Gegenentwurf zu "Paris" oder "London" zu präsentieren. Daß wohlhabende Westdeutsche, die "gestern" noch zum "Ostdeutschen-bashing" ausholten, heute lieber in - jetzt sage ich es auch - Plattenbaunähe leben wollen als in den Stadtteilen, deren Struktur sie selbst herbeigeführt haben, sorgt natürlich für zusätzliche Unsicherheit.

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