
Werter H. Dollase,
im Saarland gilt der Spruch: "Hauptsach gudd gess."
Damit geht für uns auch einher, dass wir uns nicht unbedingt vergiften wollen.
Ihr Artikel ist meiner Ansicht nach sehr einseitig und irgendwie in die negative Richtung tendierend. Ich bin kein Döner-Fan, aber esse ihn schon mal von Zeit zu Zeit. Und bis heute ist mir im Saarland von einem Döner noch nicht schlecht geworden. Ich esse ihn auch gerne sehr scharf, da bei mir immer 1-2 Löffel roten Pfeffers drauf kommen.
Sie werden es vielleicht nicht glauben - aber ich schmecke dann immer noch, ob das Fleisch gammelt oder nicht.
Weiterhin: Ich kenne keinen Dönerbetrieb, der bei uns Hack als Inhalt anbietet - wo ist das so? Das Zukleistern gibt es bei den mir bekannten Betrieben auch nicht.
Wer nicht scharf essen will, muss es nicht und es gibt für meine Frau auch die vegetarische Variante.
Also was soll die Verallgemeinerung. Jeder so wie er will.

Nachdem ich die anderen Kommentare einmal gesehen habe, fällt mir ein Mißverständnis auf. Dollases Kritik richtet sich nicht grundsätzlich gegen altes Fleisch. Die Argumentation pro Aldi, Lidl und McDonald's läuft da komplett ins Leere.
Es heißt im Text: "Und wie steht es um die 'Reifung' von Fleisch, die gerade in der Spitzenküche so beliebt ist, daß dabei leicht einmal die gesetzlichen Vorschriften mißachtet werden?" Die Kritik richtet sich dagegen, daß der Kunde nicht mehr schmeckt, was er ißt.

Jürgen Dollase ist ein echter Gewinn für die FAZ. Zwar neigt er rhetorisch leicht zum Überwürzen, aber dennoch schmeckt das Endprodukt vortrefflich. Es sollte mehr Zivilisationskritik oder, besser gesagt, Zivisationsverlustkritik dieser Art geben. Danke jedenfalls!

das ist so eine Sache. Ich denke es gibt unterschiedliche Sichtweisen des Problems. McDoof z.B. oder BürgerKing. Ich glaube diese Läden arbeiten mit "relativ" frischem Gemüse und auch Fleisch. Warum? Weil ihr Absatz zu hoch ist, dass das Fleisch gar nicht schlecht werden kann!!! Aldi und Lidl haben KEINE Lager. Es wird vom Schiff auf den LKW direkt in die Läden befördert. Was schelcht ist kommt weg, der Rest wird verkauft - keiner Lagerzeiten - kein Gammelfleisch. Die teuren Läden dagegen stehen für mich unter Verdacht. Die Leute haben kein geld, ihr Absatz sinkt. Die Kosten müssen reduziert werden also wird man Lebensmittel nicht weg werfen sondern weiterverwenden. Die Dönerbude fällt für mich in die Mitte. Erst seid den rasanten Preisanstiegen auf 3,10€ und höher stagniert ihr Absatz mit dem gleichen Effekt. Wenn sie preiswerter verkaufen, kaufen mehr Leute und Nichts kann schlecht werden. Aber ich bin mir sicher viele sehen das anders. Aber ein Spruch bewahrheitet sich immernoch: Wie die Toilette ist auch die Küche! Daran erkennt man saubere Läden, was eventuell auch auf die Qualität der Lebensmittel hinweist.

Interessant wäre zu wissen, wieviel Prozent Schweinefleisch werden in den Döner mitverarbeitet?
Wissentlich oder unwissentlich.

der gleiche arogante Ton, der den Endunden verbieten will in Aldi- und Metro-Läden zu gehen! Diese Konzerne arbeiten seriös, was einigen grünen Politikern und ihren unrealistischen Ökoträumen nicht passt und es sei daran erinnert, dass der erste Fall von Rinderwahnsinn, den die Behörden immer konstant für Deutschland geleugnet haben, durch die Eigenkontrolle einer großen deutschen Lebensmittelkette aufgedeckt wurde, nicht durch die Behörden.
Betrug in den Dönerbuden bleibt Betrug, da kann man nicht den Betrogenen noch verurteilen!

Verehrter Herr Dollase,
bislang habe ich Ihre Rubrik immer etwas skeptisch gelesen und fand sie teilweise schwer zugänglich. Einige Sachen haben mich in letzter Zeit an Ihre Beiträge denken lassen:
Die Diskussion, ob man eine ultrascharfe Chilisauce zum Würzen braucht, erinnert mich fatal an die oben aufgeführte Analyse.
Ein Essen in einem preiswerteren Chinesenrestaurant im Kollegenkreis, bei dem mir zum ersten Mal in den Sinn kam, was geschmackliche Akkorde im Essen sind, eben wenn man sie vermißt und die Bestandteile unbeteiligt nebeneinander auf dem Teller liegen.
Ihr trotzdem treuer Leser
J. T.