Karikaturenstreit

„Bis an die Grenze gehen“

Nach dem Karikaturenstreit vermuten die dänischen Rechtspopulistischen eine mediale Tendenz zu Zensur und Selbstzensur. Und wollen als Test „provozierende“ Zeitungsanzeigen zum Islam schalten, die „bis an die Grenze gehen“ sollen.

Lesermeinungen zum Beitrag

10. März 2006 15:24

Unvermeidlich

Erni Bär (Kuwitter)

Ich finde Provokation eigentlich ganz normal und zum Repertoir der zwischenmenschlichen Beziehungen gehörend. Ich bin auch ausdrücklich der Meinung, dass Muslime in den Gesellschaften der westeuropäischen Industriestaaten sich an so einiges, das vollmundige Lippenbekenntnis zur Religionsausübung betreffend, gewöhnen müssen, weil wir uns sonst auch ganz einfach zur Einwanderung von konfuzianischen Bürgern Chinas entschließen könnten, um den Bevölkerungsstandard in Deutschland zu halten. Ich kann nicht verstehen, wie ein allmächtiges Wesen, an erster Stelle einer monotheistischen Hierarchie stehend, überhaupt von so unbedeutenden Wadenbeißern wie Zeichnern, Journalisten usw. beleidigt werden kann. Auf die gigantische und unermessliche Ausdehnung des Universums bezogen, sind wir auf diesem Planeten doch wirklich mehr als unbedeutend.
Irgendwann wäre die Auseinandersetzung um solche Themen mit unseren Westmuslimen sowieso fällig gewesen!
Bringen wir es also hinter uns. Erpressen gilt nicht!

ERni Bär Hamburg, d. 10.03.06

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