Solange auch nur der geringste Zweifel an ihrer Herkunft besteht, bleiben die Canalettos, Blechens und von Stucks hier im Depot

Provenienzforschung

Bis die Herkunft des letzten Bildes geklärt ist

Das Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen gehört nicht zu den ersten Adressen im deutschen Kunstbetrieb. Aber zu den interessantesten: Tausende hier im Berliner Norden verwahrte Kunstwerke könnten von den Nationalsozialisten geraubt worden sein. Von Regina Mönch

Lesermeinungen zum Beitrag

06. November 2008 09:55

Ein Erfahrungsbericht in Sachen Transparenz

Alexander vom Hofe (munatak)

Auf den Verdacht hin Eigenwerbung durchzuführen möchte ich darauf hinweisen, dass es in der Praxis dem rechtmässigen Erben (wenn auch nicht jüdischer Abstammung) gelegentlich durch Informationsvorenthaltung unmöglich gemacht wurde und wird den Sachverhalt aufzuklären und Ansprüche zu stellen. In einer laufenden Berichterstattung im blog von Herrn Dr. Klaus Graf (archivalia) dokumentiere ich laufend das Verhalten des Bundesministeriums der Finanzen, sogar des Petitionsaausschusses des Bundestages, ebenso Informationssperren durch die Karl Haberstock Stiftung, die städtischen Kunstsammlungen in Augsburg, das Bode Museum und andere Stellen. Die Einflussnahmen sind stets darauf gerichtet, bestimmte Miterben des letzten regierenden Fürsten Adolf zu Schaumburg Lippe daran zu hindern in den Besitz von Informationen zu gelangen, die eine lückenlose Aufklärung der NS Machenschaften ermöglichen würden. Einen tiefen Einblick in die Vorenthaltungspraxis gewinnt man nur, wenn man einen konkreten Fall in der Praxis "erlebt". Wen der Fall interessiert, der kann das Buch "Vier Prinzen zu Schaumburg Lippe und das parallele Unrechtssystem" online beim Dokumentenserver der FU Berlin einsehen. Das Buch wurde von der FAZ und der SZ besprochen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 1 von 1 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche