Polnische Jugend

Wenn Auswandern zum Volkssport wird

Polen bangt um die Zukunft: Zwei Millionen junge Menschen haben das Land verlassen - wie Anna Paś. Die Philosophin wurde nach dem Studium zur Medienunternehmerin. In Irland. Daheim vermisst man die Auswanderer. Von Jörg Thomann.

Lesermeinungen zum Beitrag

19. Juli 2007 14:27

Aufstand der Jungen

Karl-Heinz Krüger (carloenricokrueger)

Den Regierungen, die nur ihre eigenen Interessen bzw.
die ihrer Lobbys vertreten, entziehen sich die Bürger
zunehmend durch Abwanderung.

Das ist nur natürlich und in Polen nicht anders als
in Deutschland. Wer seine junge Generationen und
Leistungserbringer nur als Zahlesel betrachtet, dem
man Schulden vererbt, kriegt die Quittung.

Billige patriotische Appelle ändern daran nichts.

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19. Juli 2007 10:15

kein rein deutsches Problem

Markus Schneider (goldblau)

Es ist in der Tat in den angelsaechsischen Laendern
(auch wenn die Bezeichnung fuer
Australien etwas unpassend ist) einfacher da z.B
ein Mitarbeiter im Hotel oft OHNE Vertrag und Kuendigungsschutz eingestellt werden kann trotzdem betraegt der Nettolohn fuer einen voellig ungelernten
1400 Euro im Monat fuer eine Arbeit die nicht schwierig ist
und es kommt auch nicht staendig zu Entlassungen
doch dieses Problem ist ein Problem mit dem alle Laender zu kaempfen haben in dem der Sozialismus stark ist
Italien Frankreich etc...
doch was nuetzt uns Zuwanderung wenn die Wirtschaft auf Grund des Systems gar nicht neue Jobs schafft?
zuerst mehr Freiheit anstatt Staatskontrolle
und dann kann man ja sehen

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18. Juli 2007 13:02

Warum nicht nach Deutschland?

Jacob Palczynski (palle_czynski)

In diesem Satz ist der hauptsächliche Grund versteckt:
"Anders als Deutschland haben Irland und Großbritannien ihren Arbeitsmarkt für die neuen EU-Mitglieder früh geöffnet,[...]"

Und was hat ein Großteil der deutschen Politikerkaste vor der EU-Erweiterung darum gefeilscht, dass bloß keine Arbeitnehmer aus den Beitrittsländern nach Deutschland kommen dürfen. Ich würde sagen, das Ziel wurde erreicht! Herzlichen Glückwunsch!

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18. Juli 2007 12:23

Dem Beispiel folgen!

Henriette Kaschulke (Wissibesser)

Junge Deutsche sollten sich an den jungen Polen ein Beispiel nehmen! Geht ins Ausland, um dort zu arbeiten und Chancen aufzugreifen!

Übrigens, was die Polen heute auf den britischen Inseln sind, waren vor dem Ersten Weltkrieg junge Deutsche.

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18. Juli 2007 11:04

In wenigen Monaten gut verdienen-nicht in Deutschland

Markus Teuber (arathorn)

Im Gegensatz zu den angelsächsischen Ländern geht das in Deutschland eben nicht. Warum ? Weil hier der Sozialismus freudig Urständ feiert .

Wer in Deutschland 2000 Euro verdient (und das waren vor noch nicht allzulanger Zeit immerhin 4000 DM! ),bleibt am Ende des Tags mit der Hälfte zurück.
Den Rest hat sich der Staat und seine Institutionen einverleibt.

Wenn man bedenkt,daß in 20 Jahren nahezu jeder zweite (!) Deutsche Rentner sein wird,der ebenso unterhalten werden muß (und darauf auch ein Anrecht hat),dann steht einer grauenhaften Zukunft wenig im Wege.

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18. Juli 2007 09:23

die Polen wandern aus aber nicht nach deutschland

Markus Schneider (goldblau)

Wir sind im Gegensatz zu der Meinung der meisten Deutschen bei unseren oestlichen Nachbarn ueberwiegend nicht unbeliebt.Der Grund dafuer das diese nach Irland einwandern (oft auch Australien,England) liegt nicht an ihrer Antipathie zu den deutschen sondern

1.In Irland betraegt das Gehalt infaltionsbereinigt 31 Prozent mehr als in Deutschland.
2.englisch ist die sprache die die meisten schon in der Schule lernen
3.die niedrige Arbeitslosenqoute die (Westaustralien ist ein anderes gutes Beispiel 2%!!!) die es einfach macht zu bleiben auch wenn einem die Heimat symphatischer ist
was z.B bei mir der Fall ist

die Behauptung sie seien beliebte Arbeitskraefte weil sie billig sind ist schwer nachzuvollziehen da z.B in Australien
Auslaender genauso bezahlt werden wie in Deutschland.
Der Artikel behauptet in gewohnt deutschland kritischer Haltung das das kleine Wirtschaftswunder der Frau Pas in Deutschland nicht moeglich sei...
nicht mehr vielleicht doch es gibt aus unseren Gruenderjahren genug beispiele z.B deutschtuerkische softwarefirmen und italienischstaemmige unternehmer die es zu was gebracht haben.
Leider sind die fetten jahre vorbei...

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18. Juli 2007 09:14

Wen wundert´s?

Steve Schuster (PreSize)

Mit diesen zwei Brüdern an der Macht werden auch noch viele Menschen dieses Land verlassen.

Gut so!

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18. Juli 2007 05:02

30.000 kamen nach Schottland - in nur drei Monaten!

Thorsten Pattberg (PhillipPaux)

Und die meisten nach Edinburgh und Glasgow. Auf einmal waren allen Kneipen, Andenkenlaeden, Supermaerkte (ja, auch Aldi und Lidl) mit netten polnischen Mitarbeitern besetzt. Viele studieren als EU-Mitglieder jetzt kostenlos in Schottland.
Dieselbe Gastfreundschaft bringt Britannien auch den Deutschen, Spaniern, Indern, Chinesen, Pakistani entgegen. Allein 60.000 Chinesen studierten in England und Schottland letztes Jahr. Auch als Deutscher macht es Spass auf der Insel zu leben, denn die Leute sind multikulturell ausgerichtet und auessert motiviert.

Ob diese Politik des aggressiven 'Brain-Gains' moralisch verwerflich ist, sei Geschmacksfrage. Man muss ja nicht sofort nach Beitritt der osteuropaeischen Laender diesen die Juenglinge und Fleissigen wegnehmen. Auf der anderen Seite, warum eigentlich nicht? Polen sind fleissig, intelligent, lassen sich schnell integrieren, lernen schnell das Englische.

Tatsache ist, dass Britannien bei den Ost-Europaeern praktizierte, was bei den Hong-Kong Chinesen, Chinesen und Indern zuvor auch funktionierte: Zuschlagen, solange diese Leute noch arm und anspruchslos sind.

2.000.000 Polen wandern aus, leider nicht in Deutschland ein. Wieder eine Chance vertan.

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