
Muß man denn immer gleich mit dem Vorschlaghammer auf den Gegner losgehen und von "Lüge" reden?
Mir ist völlig neu, dass die Kirche die "Menschenrechte" erfunden haben will, dagegen hat sie bekanntermassen die 10 Gebote, das sind aber eher Pflichten als Rechte.
Jede Religion hat nun mal den Anspruch im Besitz der Wahrheit zu sein, das kann man ihr nicht ernsthaft verübeln.
Politisches Machtstreben, sei es auf Ideologien oder Nationalismus gegründet ist die eigentliche Gefahr und darauf hat Herr Kaiser mit Recht hingewiesen.
So sehe ich auch bei den Islamisten viele religiöse Motive nur vorgeschoben, sie wollen Macht, Gewalt, Unterdrückung.
Die "Gleichberechtigung" der Frau ist ihnen ein besonderes Dorn im Auge, was ich als Mann ganz gut verstehen kann,
denn die hat ja auch bei uns inzwischen negative Begleiterscheinungen (Geschlechterkampf).

wozu menschliche Phantasie in der Lage ist!
Schon ´mal überlegt, dass die beiden Ideologien, die im letzten Jahrhundert wohl die meisten Menschenleben gefordert haben (Faschismus und Kommunismus) nicht nur nicht-christlich, sondern klar anti-christlich, ja anti-klerikal fundiert waren?
Gegen diese Abermillionen Toten wäre die Zahl der seit Jahrhunderten immer wieder aus der Asche der Scheiterhaufen bemühten, im Namen der Kirchen verbrannten "Hexen" und Ketzer als lächerlich gering zu titulieren, wenn es sich auch hierbei nicht auch um absolut bedauernswerte und nicht zu rechtfertigende Menschen-Schicksale handeln würde.
Sie sind aber mit Ihren offenkundigen Wissenslücken sicher und gut in der Meinungskoalition mit dem Islam aufgehoben. Wie man dort nämlich in der Gegenwart (und die interessiert in erster Linie) mit Themen wie Gewalt, Dialog, Integration, Ehrlichkeit umzugehen pflegt, sieht man tagtäglich in den Nachrichten oder, wenn man die Beiträge von Herrn Rajabi liest...
Aber schlagen Sie ruhig weiter (hoffentlich nur verbal) auf die meiner Ansicht nach, letzte verbleibende moralische Instanz unserer Hemisphere, die katholische Kirche, ein!
Wenigstens beschleunigt das die eigene Dekadenz!

Im Iraq wie auch in Afghanistan sind die Täter ja wohl eher
Moslems,die andere Moslems töten.
Aber vielleicht ist es mir ja entgangen,daß seinerzeit
S.Hussein nebst Gefolgsleuten zum Christentum konvertiert
wären,daß die Taliban sich hätten taufen lassen und Abu Musab al-Zarqawi und Co. im Iraq den christlichen Glauben herbeibomb(t)en.
In der Tat,Herr Rajabi,solche "Sensationen" entgehen einem doch gern,wenn man nicht auf der Höhe der Zeit bleibt.

ist in Westeuropa seit einigen Jahrzehnten
(der letzte große Ausläufer war die Mitwirkung
an der Franco-Diktatur in Spanien mit mehreren Hunderttausend Toten) im wesentlichen beendet.
Nicht aber aus Einsicht, sondern nur weil der
Vatikan heute weder über die Mittel noch über
die gesellschaftliche Akzeptanz verfügt, seine
Lehren mit Gewalt durchzusetzen.
Trotzdem mischen sich selbsternannte kirchliche
Würdenträger heute noch regelmäßig in die deutsche
Innenpolitik mit irgendwelchen "Forderungen" ein.
(von Bayern, Italien oder Spanien ganz zu schweigen)
In Amerika haben wir dafür eine Regierung, deren
Oberhaupt mit religiösen Visionen seine Angriffs-
und Eroberungskriege gegen fremde Länder begründet
und gleichzeitig im eigenen Land die Forschungs-
und Wissenschaftsfreiheit zunehmend religiösen
Dogmen unterordnet.
Bitte nie vergessen: die Freiheit und Bildung,
die wir heute in Europa genießen, konnten nur
gegen der erbitterten Widerstand des Vatikans
durchgesetzt werden.
Dessen Ideal bleibt das Mittelalter, wo Hunger,
Elend und Analphabetismus die Menschen in die
Kirchen trieben. Und wer meckerte, landete im
Folterkeller oder wurde lebendig verbrannt.
Etwas weniger Selbstgerechtigkeit täte gut

"Ziele sind immer noch gleich.
Vertreibung, Völkermord und Ausbeutung.
Der Afghanisten- und Irak-Krieg wird zwar nicht unter der Deckmanel der Relegion geführt, aber wird vom von denen ausgeführt, die den gleichen relegion zugehören."
Es werden von westlich-christlichen Ländern weder religiös motivierte Kriege geführt, noch religiös motiviert gemordet. Punkt.
Und von Zielen wie Vertreibung, Völkermord und Ausbeutung zu reden ist reine Verleumdung und Hetzpropaganda der übelsten Art.
Deshalb ist für mich "Dialog der Kulturen" mit Ihnen persönlich entgültig beendet.
Gruß
Dr. Elisabeth Müller

Die Muslime greifen zu früh an, was beispielsweise dem Zentralrat der Muslime, der zur berüchtigten Muslimbruderschaft gehört oder zumindest gehört hat (s. Ulfkottes "Der Krieg in unseren Städten"), völlig klar ist, denn er ruft aus zur Zurückhaltung. Aus dem einfachen Grund, dass es in etwa 30 Jahren, wenn die demosk. Entwicklung so weiterschreitet, mehr Muslime als Katholiken in Deutschland geben wird. Etwa 15-20 Jahre später sind es dann mehr Muslime als Christen zusammen. Wir EU-Bürger sind naiv und gutgläubig, wir lassen das auch noch zu. Sie werden uns alle Rechte nehmen. Und wenn nötig tatsächlich mit dem Schwert. Wir hegen sie, sie setzen ihre Kinder in unser Land, das sie zu ihrem Kalifenstaat machen wollen. Sie werden Parteien gründen und uns schrittweise entmündigen. Wir sind eben noch immer naiv und blicken weg. So lange, bis es wieder mal zu spät ist... Der Feind steht, von unserer Gesellschaft gut versorgt, in unserem Land und will uns langfristig vernichten.

"Ich bin für Atomtechnologie und ein einsatzfähiges Arsenal an Atomwaffen außer in Pakistan auch in den maßgeblichen islamischen Ländern wie Türkei, Iran, Saudiarabien, Indonesien und Malaysia."
Exellenter Vorschlag! Dann könnte man auch die Scharia ein bisschen modernisieren und Ehebrecherinnen "nuken" statt dieser ollen, unvorteilhaften Steinigungen. Aber sagen Sie mal Herr Balkaya, besteht angesichts dessen, was jetzt schon im Irak zwischen Sunnitden und Schiiten abgeht, nicht die Gefahr, dass die Umma die Atomwaffen dann gegeneinander, sozusagen intern nutzen würde? Die Saudis gegen die Perser usw.? Und dass die Umma sich dann selbst erledigen würde? In einem kollektiven Suicide Bombing? Dass wäre doch eigentlich schade und eher zum Vorteil der Bush-Krieger und Kreuzritter, die dann vermutlich einen Burger King aus der Kaaba machen würden. Lieber nochmal drüber NACHDENKEN!!!

Täglich sterben menschen im Irak und afghanisten,.....
durch militante westen, und ihr schreit, dass ihr freiheit bedroht sei.
Das ist doch heuchlerei und verleumdung.
"Die Gewaltgeschichte des Christentums ist beendet."
Also es gab diese Gewalt!
aber beendet ist das schon lange nicht.
Es hat nur sein form und namen geändert.
Ziele sind immer noch gleich.
Vertreibung, Völkermord und Ausbeutung.
Der Afghanisten- und Irak-Krieg wird zwar nicht unter der Deckmanel der Relegion geführt, aber wird vom von denen ausgeführt, die den gleichen relegion zugehören.
Nein nicht die Freiheit der Christen ist bedroht, sondern
die Freiheit der Menschen.

"Das ist es, was ich hier lese: der Ruf nach dem starken Mann und dem radikalen Staat."
Wie bitte ?
Wo genau haben Sie denn nun solches gelesen ?
Mir scheint, Sie diskutieren hier mittlerweiel völlig am Thema vorbei.
Die meisten Beitrags-Schreiber fordern nichts weiter als die Erhaltung und vor allem Einhaltung unserer demokratischen Rechte, als da wären Rede-, Presse- und Meinungsfreiheit.
Keiner will die Muslime der BRD in Generalverdacht nehmen, die meisten Beiträge differenzieren klar und deutlich zwischen Islam und radikalen Islamisten.
Allerdings sollte man dann bitteschön auch auf islamischer Seite hierzu etwas deutlicher Stellung beziehen.
Gegen Morde und Hass-/Hetztiraden in der islamischen Welt wird nicht annähernd so "beleidigt" reagiert. Kein Wunder also, wenn ein gewisses Misstrauen entsteht.
Was jedoch überhaupt nicht sein darf ist die Tatsache, die Sie nun wirklich nicht leugnen können, daß islamische Institutionen und Personen im In- und Ausland massive Einflussnahme auf die freie Meinungsäusserung in der westlichen Welt nehmen.
Diese Erpressung dürfen wir in einer freien Welt nicht hinnehmen. Dies wäre ein Rückschritt in die finstere Vergangenheit der Vor-Aufklärung.
Gruß
Dr. Elisabeth Müller

Atomares Gleichgewicht zwischen den (aktuellen) islamischen Ländern und dem Westen. Gott beschütze uns.
Daran mag ich nämlich nicht glauben. Der Kalte Krieg zwischen dem Westen und der USA war wenigstens noch von Logik bestimmt.
Aber wie würde sich wohl ein atomares "Gleichgewicht" mit der nihilistischen Sichtweise islamscher Märthyrer vereinbaren:
"Wir lieben den Tod und Ihr das Leben".
Die aktuellen Bilder und Reaktionen aus der islamischen Welt, lassen auch nicht gerade auf den häufigen Gebrauch von Vernunft, Ratio und Logik schliessen.
Deshalb möchte ich auf ein solches "Gleichgewicht" sehr gern verzichten.
Wir haben nämlich schon genug Ärger und ausreichend andere Probleme auf dem Raumschiff Erde.
Das Geld für atomare Bewaffnungsprogramme sollte man viel besser in Bildung und Entwicklung investieren. Die daraus resultierende positive Entwicklung könnte den Drang nach nuklearer Bewaffnung erheblich dämpfen. Mir wäre lieber Sie würden sich solche Dinge wünschen.
Gruß
Dr. Elisabeth Müller

Mehr kann man dazu einfach nicht sagen.

Was Papst Benedikt in Regensburg zitierte, wird durch die Reaktionen der muslimischen Welt auf das Häßlichste bestätigt. Wo leben wir eigentlich, wenn wir - nach Renaissance, Aufklärung und Säkularisierung - nicht mehr sagen können, was wir denken? Wo leben wir, wenn wir nicht aus einer historischen Schrift zitieren dürfen?
Dem Papst kann nun wirklich niemand Islam-Hetze vorwerfen. Sogar seine Kritik hat er fein verpackt. Ich kann auch den FAZ-Redakteuren nicht zustimmen, die meinen, er hätte diplomatischer sein sollen. Glaubt einer, dann wäre der islamische Mob nicht auf die Straße gegangen bzw. geschickt worden?
Der Islam ist in seinen Grundzügen eine gewaltbereite Religion. Das paart sich leider meist mit großer Armut und mangelnder Bildung. Nichts erschreckt mich mehr und widert mich mehr an als die verzerrten Fratzen aufgebrachter Menschen - die anderen im Namen ihres Glaubens Tod und Teufel wünschen. Toleranz ist ein Wert, den der Islam und v. a. seine religiösen Führer wohl erst noch entdecken müssen. Wir sollten fest bleiben und uns das Recht zur Kritik nicht absprechen lassen.

Zitat: Wir müssen unsere Lebensart niemandem anpreisen - vollkommen richtig, denn schließlich leben ja Millionen von in den letzten Jahren und Jahrzehnten eingewanderten Muslimen im der westlichen und aufgeklärten Welt und nicht Millionen von Europäern in der islamischen Welt. Fakt.
Der Papst kann und muß das sagen, was die meisten der Europäer und Christen denken und die Reaktionen und Bilder der gesamten islamischen Welt bestätigen ja in anschaulichster Weise, daß der Papst vollkommen Recht hatte. Aber anscheinend ist ja der Haß (und der Neid) auf den wohlhabenden Westen das einzige, was die islamische Welt noch zu mobilisieren vermag. Angebrachter wäre es, diese Energien insoweit zu steuern, in der islamischen Welt das zu schaffen, was die nach Europa gekommenen Muslime in Europa schätzen und warum sie hier seit Jahrzehnten bleiben: Wohlstand, eine soziale Gerechtigkeit hohen Ausmaßes, Religions-, Entwicklungs- und Redefreiheit und davon ist ja der größte Teil der islamischen Welt genauso weit entfernt, wie die Zeit des Papstzitates von der jetzigen Zeit. Herr Papst, weiter so! Und bitte nicht entschuldigen, die meisten, mir bekannten Europäer sind mit Ihnen vollkommen einverstanden.

Also, Papst von Christian Geyer, Papst der Bayern, Papst von Deutschland, Papst der Europäer, Papst der säkularen westlichen Welt, ...
Wo hört es auf?

Ja unsere Freiheit ist bedroht, und der Kommentator der FAZ bringt es genau auf den Punkt.
Wenn schon, warum engagiert sich die FAZ nicht im Vollen.
Während des Papstbesuchs wurde ein Mordanschlag auf eine 70 jährigen Kaplan in Kassel verübt (N24 und der HR) berichteten kurz und zeigten Bilder auch jene des 28 Jahre alten Türken, der dem altem Mann drei lebensgefährliche Messerstiche verpaßte nachdem er ihn Monatelang als "Dämon" bezeichnet hatte.
Der FAZ (und den meisten Medien) war dies keine Zeile wert !!!!!!!!
Angst, Feigheit, politische Korrektheit um unsere lieben Mitbürger nicht zu diffamieren ???
Ein Erklärung / Stellungnahme wäre höchst willkommen.

wir sind anscheinend zu faul geworden sie zu verteidigen.
Dass Busch versucht, sich auch "christlich" zu legitimieren regt auch viele Christen auf und hat mit Religion nun wirklich nicht das geringste zu tun!!!!!!!
Also bitte keine Erfindungen, ihr Verblendeten!
Als Freiheitliebende muß man aber auch ohne Christ zu sein, den Papst schon alleine deshalb verteidigen weil er seine (friedliche!) Meinung geäußeret hat, auch wenn es nicht unsere eigene wäre. Das muß auch ein Moslem mal zur Kenntnis nehmen!
Man muß ihn darüber hinaus verteidigen, weil er sich nun wirklich deutlich und nicht zum ersten mal gegen Gewaltanwendung ausgesprochen hat.
Das hat mit Religion zunächst nichts zu tun.
Religionskriege sind in einem freien Land schlicht verboten!
Keine Religion steht in unserem Land über dem Gesetz.
Ein Gesetz, das jahrhunderte lange Gesetzlosigkeit abgelöst hat. Immerhin haben wir in unserem Land die längste Friedensperiode der übermittelten Geschichte.

Was die Freiheit der Rede und die Notwendigkeit des Dialogs angeht, kann ich mich dem Beitrag anschließen. Was allerdings die Feststellung angeht, die Gewaltgeschichte des Christentums sei abgeschlossen, reibe ich mir verwundert die Augen. Sicher hat man am Ende des italienischen Risorgimento (mit Gewalt) dem Kirchenstaat die Mittel zur Kriegsführung aus der Hand mehr geschlagen als genommen. Aber zum Dialog gehört auch etwas Dialogfähigkeit, und zu der gehört eine etwas genauere Selbsterforschung. Es ist für die Muslime doch ziemlich uninteressant, ob sie einer vatikanisch-chistlichen Kriegsführung zum Opfer fallen oder einer USA-christilichen. Wenn Sie sich einmal die vielen fatalen fundamentalistische -christlichen Bekenntnisse der Bush-Regierung vor Augen führen, mit denen der Irak-Krieg ganz offen begleitet wurde? Beginnend mit dem unsäglichen »Kreuzzugs«-Zitat nach 9/11, bis zum heutigen Versuch, ein neues großes religiöses Erwachen in den USA zu konstatieren, um die Kongreßwahlen zu retten für die Republikaner? Wie können Sie das ernsthaft behaupten die Gewaltgeschichte des Christentums sei zu Ende? Das Christentum kann sich nicht dagegen wehren, von den USA benutzt zu werden.

...bene detto - der, der es gut gesagt hat, nennt er sich. Aber diesmal hat er es nicht gut gesagt. Er wollte der Welt vilemehr beweisen wie alert und gebildet er ist, einen byzantinischen Kaiser zu kennen, den der Rest der Menschheit - zu Recht oder zu Unrecht - nicht mehr auf der Tagesordnung hat.
Und wer wäre so einfältig zu glauben, daß das nicht in voller Absicht geschehen und von hunderten vatikanischen Adlaten vorab gut geheißen worden ist?
Eine wesentliche und notwendige Auseinandersetzung, nicht zwischen der katholischen Kirche und dem Islam, sondern zwischen dem Westen, der sich aus den Schranken eben dieser Kirche befreit hat und den arabischen Ländern, denen das mit der Beschränktheit Ihrer Religionsgemeinschaften noch nicht gelungen ist, wird erschwert wenn nicht verunmöglicht, weil einer, der eigentlich unfehlbar sein möchte sich als das entblößt, das er ist: ein eitler Pfaffe aus Bayern.

wie weit werden wir noch zurückweichen?
wie lange dulden wir noch, dass islamische Fanatiker unser Recht auf Meinungsäußerung, unsere Freiheit, unsere Art des Lebens und gar unser Leben bedrohen? Wie lange wollen wir es noch hinnehmen, dass Islamisten Flugzeuge, Züge und Autos in die Luft sprengen, um möglichst viele von uns zu töten, ohne uns zu wehren?
wie lange kann man von uns Respekt und Toleranz gegenüber anderen erwarten, wenn diese uns mit Verachtung und Hass gegenüber treten?
Wann werden wir endlich aufstehen und sagen: "Halt bis hier hin und nicht weiter!"
Hat uns nicht die Geschichte gelehrt, dass Zurückhaltung und Beschwichtigung schon einmal nicht funktioniert hat und die Folge ein Flächenbrand war.
Die Islamisten werden nie nach den Regeln der Menschlichkeit, des Respektes und der Toleranz spielen, also wann fangen wir an unsere Spielregeln an denen ihre anzupassen?

lieber SigfridGenc, hat das Christentum Ihrer berechtigten Kritik schon vor Jahrhunderten den Wind aus den Segeln genommen: es sind ja gar nicht die Christen als Kirchenvolk, die in Bosnien, Afghanistan und Irak Menschen gemordet haben. Die Religion tritt ja immer für Friede, Freude und Nächstenliebe ein. Es sind die Bürger in Uniform, deren Religion ihre Privatsache ist. Lange vorbei die Zeiten als die Inquisiteure der Dominikaner die Ehrlichkeit besaßen, sich als "domini canes", als die "Hunde des Herrn", zu outen.
Leider muss das Gute in der Welt allerdings manchmal zu etwas brutaleren Methoden als einer Predigt oder Regensburger Vorlesung greifen um sich durchzusetzen. Dafür jedoch ist der weltliche Arm zuständig: gebt dem Kaiser (heute würde man sagen: dem Mr. President), was des Kaisers ist. Beschränkt euch darauf, die Waffen zu segnen, die die christlichen Soldaten führen, aber nehmt sie nicht selber in die Hand!
Mit diesem billigen Trick kann sich die Kirche heute entspannt zurücklehnen und die Hände in Unschuld waschen.

Wenn es nach den Mohammed-Karikaturen noch eines Beweises bedurft hätte für die Tatsache, dass signifikante Teile des Islam eine Ideologie verfolgen, die mit dem westlichen Freiheits- und Demokratieverständnis grundlegend unvereinbar ist, dann wurde dieser mit den offensichtlich grob unangemessenen Reaktionen seitens der muslimischen Gemeinden auf die Rede des Papstes erbracht. In gewisser Weise bin ich dennoch geradezu froh über dieses erneute "Outing": Zwingt es doch auch die letzten verbliebenen Islamistenversteher und Toleranzromantiker dazu, der politischen Realität eines bevorstehenden Kampfes der Kulturen ins Auge zu sehen. Wer jetzt allen Ernstes noch den EU-Beitritt der Türkei fordert oder das Gewaltpotenzial des Islam herunterspielt, der sucht offenbar der Babette aus Max Frischs "Biedermann und die Brandstifter" nachzueifern. Es wird Zeit, dass die freie Welt des Westens selbstbewusst auftritt gegenüber dieser fundamentalen Bedrohung des höchsten Wertes, den wir besitzen und dem wir all unseren Wohlstand und unsere Freiheit zu verdanken haben: Die Vernunft. Denn dieser Konflikt ist nicht rein kultureller Natur, sondern markiert vielmehr das Aufeinanderprallen von Wissenschaft und Mystik, Freiheit und Tyrannei.

Die hysterische Reaktion auf die Vorlesung von Benedikt XVI hat etwas Unwirkliches an sich. Unwirklich wirkt aber auch die Vorlesung selbst, wie hochgelehrt sie auch immer sein mag. Bedrohlicher als die Gewalt, die sich aus anderen Kulturen unserer westlichen Welt entgegenstellt, sind die Gefahren, die wir uns selbst bereitet haben. Wir haben Technologien entwickelt, die den Menschen weitgehend entbehrlich machen. Wir haben damit eine Welt geschaffen, die für die Mehrheit der Bürger bei ihrem gegenwärtigen Bildungsstand nicht mehr zu verstehen und zu überschauen ist. So positiv unser 'Fortschritt' in vielerlei Hinsicht ist, er ist zu einseitig. Der Mensch ist zum Konsum verdammt und verhungert und verdurstet gleichzeitig als Mensch. Es besteht eine Wechselbeziehung zwischen dem zunehmendem Problem der Fettleibigkeit und dem der leeren Kirchen. Unsere Kirchen und unsere kulturellen Institutionen haben es nicht vermocht, der materiellen und technischen Entwicklung ein künstlerisches, geistiges und spirituelles Gegengewicht zum Ausgleich gegenüberzustellen. Die Lösung für dieses Defizit werden wir nicht in Schriften des Mittelalters finden.

Leider hat der Papst bei diesem Thema nicht die gleiche Standfestigkeit bewiesen wie sie seine Kirche bei anderen Themen gezeigt hat. 250 Jahre hat man gebraucht, sich für die Verbrechen an Aufklärern zu entschuldigen, aber nur 2 Tage sich bei den Muslimen zu entschuldigen. Was schließt man daraus? Möglicherweise, dass die Aufklärung mehr Bomben hätte verwenden sollen?
tg.

Da hat der Papst sauber provoziert, und die Provozierten gehen ihm voll auf den Leim.
Provoziert deshalb, weil das umstrittene Zitat nicht "aus Versehen" verwendet wurde. Das Zitat dient dem Papst vielmehr dazu, über das Thema Vernunft und Gewalt den Islam vom Christentum zu separieren:
Zitat Papst: "An dieser Stelle tut sich ein Scheideweg im Verständnis Gottes und so in der konkreten Verwirklichung von Religion auf, der uns heute ganz unmittelbar herausfordert."
Soll heißen: Der Islam geriert sich auch und gerade heute unvernünftig und gewaltbereit. Natürlich ist diese Aussage eine Provokation, noch dazu aus dem Mund des Papstes.
Tja, und die provozierten Moslems bestätigen den Befund des Papstes: Sie reagieren unvernünftig und gewaltbereit.
Quod erat demonstrandum...
Der vom Papst (scheinheilig?) geforderte Dialog der Religionen sieht jedenfalls anders aus.

Mittlerweile muss ich leider zugeben dass die Islamische Religion mir viel Seelenfrieden nimmt. Ich versuche immer in den gegenwaertigen globalen Spannungen eine differenzierte Perspektive auf den Islam zu haben aber sie machen es uns verdammt schwer. Das traurigste an diesem ganzem Dilema ist, dass dieses mal Aussenpolitik unmittelbar in unsere Innenpolitik ueberlaeuft. In England zum Beispiel verlangte die Muslimmische Gemeinde zum letzten Weihnachtsfest, dass die Schulen es nicht mehr Zelebrieren, da diess diskrimmienierend waere.Ich fuehle mich bedroht durch eine Islamische Gemeinde in Europa die sich weigert unseren Werten und Moralen anzupassen. Integration ohne Anpassung ist unmoeglich, und das ist auch gut so, denn als Immigrant oder Tourist in Saudi Arabien wuerde ich meine Frau auch kein Minirok tragen lassen. Europa hat fuer unsere Muslimmischen Gemeinden schon mehr getan als die Islamischen Laender fuer sie und jetzt erwarte ich Dankbarkeit der Europaeischen muslimmischen Gemeinden und das sie sich ganz klar von der Hass getriebenen Religions Politik des Nahen und Mittleren Ostens trennen. Ich habe das Recht auf meine Freiheit und Sicherheit in Europa und werde darauf bestehen.Noch nie fuehlte ich mich mehr bedroht.

Dem Beitrag ist zuzustimmen. Um so bedauernswerter ist es, daß der Papst selbst nun offenbar wieder einen Rückzieher macht.
Schade.

und den Kritikern der Rede muß man leider vorhalten, dass sie den entscheidenden Punkt nicht beachten, nämlich die Gretchenfrage: "wie hältst Du es mit der Gewalt?".
Der Papst sagt klar und deutlich, dass die Anwendung von Gewalt in Widerspruch zu Gott steht. Auch die Kirche hat in diesem Punkt gefehlt und hat sich hier ganz klar von ihrer eigenen Geschichte in diesem Punkt distanziert.
Das Gesagte ist nicht die Meinung des Papstes, sondern erst einmal ein historisches Zitat aus dem heraus er den Gedanken der Friedfertigkeit Gottes, die sich für ihn aus der Vernunft heraus begründet, entwickelt.
Hiergegen laufen nun plötzlich viele Sturm. Warum? Der vermeintlich aufgeklärte Mensch bleibt hier hinter seiner eigenen Entwicklung zurück, wenn er sich noch nicht einmal die Mühe macht, den Gedanken zu ergründen. Das heißt dann neudeutsch: ungeschickte Worte, kann er nur sagen, wenn er auch sagt..., ist zwar richtig und begrüßenswert, darf aber er nicht sagen.. usw.
Die Reaktion in Deutschland auf die Reaktion in den muslimischen Ländern spricht Bände über den Zustand unserer eigenen geistigen Verfassung. Dazu wäre noch viel zu sagen.

Ein hervorragender Beitrag, dem nichts hinzuzufügen ist.
Hoffentlich wachen jetzt hier einige auf, die vermeinten, das Problem ausschlafen zu können.
Im Grunde stellen sämtliche Äußerungen des Papstes bei seinem Deutschlandbesuch eine zusammenhängende, sich ergänzende Beschreibung der aktuellen Defizite der westlichen, säkularisierten Welt dar.

In seiner zentralen These hat Christian Geyer unrecht. Benedikt hat sich gerade nicht zum Verteidiger unserer säkularen Freiheit aufgeworfen.
So, wie Geyer sie versteht, liegt diese Freiheit ja gerade darin, auch Freiheit zur Un-Vernunft zu sein - alles andere führe zu zu einer "Rhetorik der Unfreiheit". Dies ist eben nicht die Freiheit, wie der Papst sie versteht. Es ist ja kein Zufall, dass im Karikaturenstreit der Papst genau anders argumentiert hat als Geyer et al.
Gerade auch seine Regensburger Vorlesung impliziert nun wieder eine hübsche Volte in Sachen säkularer Freiheit: Wenn sich schon der religiöse Glaube nicht irrational, sondern im Einklang mit der Vernunft verstehen soll - um wieviel mehr muss das gelten für die säkulare Freiheit, die sich doch im Namen der Vernunft erst etabliert hat?!
Freiheit darf danach eben nicht irrational gebraucht werden, sondern bedarf des Einklangs mit der Vernunft. Sonst nämlich wäre sie - wie eine irrationale Gottesvorstellung - als das "Ganz Andere" dem Logos vorausliegend gedacht - und lieferte eben dadurch die Rechtfertigung für einen Dschihadismus eigener Art.

Unsere Meinungsfreiheit ist faktisch schon außer Kraft gesetzt, wer traut sich den bald noch überhaupt etwas kritisches gegenüber dem Islam zu sagen. Entweder ist sein persönliches Leben in Gefahr oder man riskiert unschulidge Opfer bei diversen Protestkundgebungen. Und was für Waschlappen sind unsere (in dem Fall Grünen) Politiker, die eine Entschuldigung vom Papst fordern.
Wann werden wohl alle Frauen in Deutschland/Im Westen/In der freien Welt mit Kopftuch rumlaufen???
Ich bin sicher, in den nächsten 20 Jahren kommt es zum offenen Krieg der Kulturen.. es hat schon begonnen.
Manchmal denke ich, es wäre besser gewesen wir hätten damals 1 Milliarde T-Shirt mit den Karikaturen gedruckt, sie alle angezogen und auf die Raktion gewartet.. dann hätten wir es hinter uns gehabt!

Anstatt in der Geschichte herumzukramen, sollten die christlichen Glaubensgemeinschaften in den Spiegel der Gegenwart schauen.
So schlimm die islamischen Exzesse gegen Christen im Einzelfall sind, hier waere insbesondere die Tuerkei zu nennen, nichts rechtfertigt die Blindheit vieler Christen gegenueber ihren eigenen Verbrechen an Muslimen.
Dazu passt sicher Lukas 6, 41.

Guten Morgen,
das Thema "Glauben mit Gewalt zu verbreiten" ist sicher gut gewählt. Etwas allgemeiner "die eigene Lebensauffassung oder Ordnung mit Gewalt zu verbreiten".
Das Beispiel aus dem Dialog ist aber völlig unvernünftig gewählt. Der Papst hätte hier bekennen können, dass die Ausübung von Gewalt und Zwang auch eine katholische Tradition war. Und er hätte klar stellen können, dass dies der falsche Weg ist.
Und danach hätte er völlig problemlos auf die aktuelle Situation mit den heiligen Kriegen hinweisen dürfen, ohne dass ein Schaden entstanden wäre.
Wie man sieht macht auch der per se Unfehlbare offensichtliche Fehler, vielleicht liegt das an dem Anspruch, die universelle Autorität für Glaubensfragen sein zu wollen.
Gruß
Georg Schütz

Ich finde es schon bemerkenswert, wie auf einen Kommentar reagiert wird, der doch im Endeffekt sehr einseitig unsere Meinungsfreiheit bedroht sieht. Natürlich sollte es nach unserer Verfassung nach möglich sein, alles auszusprechen, was wir aussprechen wollen (unter leichten EInschränkungen natürlich).
Doch zwei wichtige Punkte lässt der Kommentar leider aus.
1. Man kann sehr wohl, wie es auch die Gläubigen des Islam tun, seine Religion als die ansehen, die über allen steht. Man sollte aber aufpassen damit, sich als Lehrer aufzuspielen und immer wieder in Frage zu stellen, woran die Islamisten seit ihrer Geburt an Glauben und womit sie seit langem stark verwurzelt sind.
2. Ich bin sehr wohl starker Anhänger der Worte des Papstes und finde es auch gut, dass die Kirche offensiver wird durch sein Wirken. Doch wenn wir uns doch "als die Klügeren" sehen, warum benehmen wir uns dann nicht so? Anstatt solche wichtigen Debatten, wie über die Gewalt in der Religion, mit Islamisten direkt zu führen, in einen direkten Dialog, provozieren wir auch noch die leicht zu provozierenden. Damit will ich nicht die Reaktionen schön heißen...
Dialog statt Provokationen durch Zitatfetzen aus der Ferne in die islamische Welt zu schicken...

dem kommentar ist im grunde nichts mehr hinzuzufügen.
nur ein paar anmerkungen:
die reaktionen auf die rede benedikts zeigen mir allzu deutlich, wo tatsächlich die grenze verläuft: nicht zwischen "zivilisationen" oder "religionsgemeinschaften" oder "weltanschauungen", sondern exakt dort, wo der papst sie verortet hat: in der anerkennung des primats des logos, der vernunft und damit notabene in der abkehr von der gewalt, in der absage an ein durch eine weltanschauung, religion oder was auch immer legitimiertes töten - sei es von "schuldigen" oder "unschuldigen" oder "gläubigen" oder "ungläubigen". es widerspricht jeder vernunft, menschen zu töten, um sie zum glauben zu bewegen. wer tot ist, kann nicht mehr glauben. so banal das ist, liegt darin doch die tiefste aller wahrheiten. es gibt keinen einzigen vernünftigen grund, einen menschen zu töten - mit der großen und ethisch höchst umstrittenen ausnahme des tyrannenmordes oder des finalen "rettungsschusses". hier aber steht der tötungsakt im dienst des lebens. der muslim lehnt per se den logos als instanz ab. deshalb verachtet er das leben. es dialog mit ihm ist daher nicht möglich. dazu braucht es keine diskurstheorie zum beweis.

Da ich die Papstrede in der Universität via Fernsehen verfolgt habe, konnte ich die jetzt folgende Aufregung in der muslimischen Welt überhaupt nicht nachvollziehen.
Der Kommentar von Herrn Geyer trifft das Thema hundertprozentig.
Wenn die muslimische Welt so reagiert, zeigt sie uns dass sie für eine gewalttätig Ausbreitung ihrer Religion sind. Die Aufregung um die Rede ist künstlich und zeigt nur, dass wir uns unter den Islam unter zuordnen haben, was mit massiver verbaler Gewalt und mit der folgenden physischen Gewalt durch gesetzt werden soll. Sie strapazieren die Geduld aller den Dialog befürwortenden Menschen. Für die Aufnahme der Türkei in die EU kommen mir inzwischen erhebliche Zweifel.

Der 2. große Aufschrei der Muslime in aller Welt - wo bleiben solche Reaktionen bei aktuellen Gewalttaten?

Man darf das Problem nicht religionsgeschichtlich betrachten: Religionen richten sich, so konservativ sie auch sein mögen, an Zuständen aus. Man könnte auch sagen, sie bilden so etwas wie verschiedene gesell. Supragemeinschaften. Es ist NIE nur der Inhalt dessen, was sie "lehren", denn dann wären sie kein großes Problem, weder der Islam, noch das Christentum, etc. Gemeinschaften bilden sich auf deren Grundlage dort, wo es Grund-Probleme gibt. Wo Menschen sich z.B. bedroht oder angegriffen und verletzt fühlen, oder eine Lehre unzeitgemäß scheint. Darum lassen sie sich so leicht instrumentalisieren (überall!) und sind so unglaublich gefährlich. Die Säkularisierung in Europa hat das am zivilisiertesten gelöst. Die Mohammed-Karikaturen nun sind nicht falsch, die meisten sind lustig. Aber sie werden instrumentalisiert zum Ausdruck einer allgemeinen Verletzung. Das ist auch der Selbstmordattentäter und der Papst, der zurecht einen Kaiser seiner Zeit zitierte. Unser Problem ist nun: Wir dürfen uns nicht verändern und irgendwie müssen wir uns auch verändern. Schritt 1: Erneuerbare Energien nutzen!

Muslime in aller Welt haben zustande bekommen, was Pastoren, Bücher, christliche Freunde und Kollegen in vielen Jahren nicht vermochten: Da hege ich alter Heide doch tatsächlich Sympathie für den Papst und bin endlich einmal auf seiner Seite. Und auf der von Herrn Geyer. Wobei ich an ein paar Ecken widerspreche: Als Verteidiger säkularer Meinungsfreiheit würde ich Benedikt XVI. nicht hochstilisieren wollen, hatte er doch in seiner ersten deutschen Predigt gesagt, Freiheit bedeute nicht Freiheit zur Verspottung des Herrn. Doch, genau das bedeutet sie! Wenn ich auch dem Papst nicht so richtig den „Freiheitskämpfer“ abnehmen kann und wenn ich auch hier und da meine Zweifel hege, ob die christliche Kultur ihre Gewaltphase wirklich voll und ganz überwunden hat, so bleibt aber doch eines: Der Papst darf sich äußern, wie er will, und ich darf das auch, und schlüge ich über die Stränge, so kümmerten sich Gerichte und nicht selbsternannte (Scharf)Richter darum. Das ist schon ein beruhigendes Gefühl, zu wissen, daß wegen dieses Leserkommentars morgen nicht die Geheimpolizei vor meiner Tür steht. Und es ist keine Arroganz, darauf stolz zu sein. Daher trotz der Differenzen im Detail: Glückwunsch, Herr Geyer!

1. Das Sein bestimmt das Bewusstsein: Als Mohammed noch bedroht war, war er gegen Gewalt. Als der byzantinische Kaiser dabei war, sein Reich zu verlieren, machte er aus der Not eine Tugend und sprach sich gegen Gewalt als Mittel zur Verbreitung von Religion aus. (Natürlich sind eigentlich alle Religionen gegen Gewalt, aber ... )
So könnte man - stark verkürzt - die Geschichte interpretieren.
2. Aus Fairness hätte der Papst mal die Kreuzritter erwähnen können; das hätte aber an den Reaktionen nichts geändert. Außerdem ist seine Position dazu sowieso klar.
3. "The Ratz" ist nicht naiv. Er konnte die Reaktionen vorhersehen. Vielleicht ist er zu dem Schluss gekommen, dass der "Clash" unvermeidlich geworden und es daher besser ist, seine Position klarzustellen und seine Anhänger zu mobilisieren. Entschuldigungen wie nach dem Karikaturenstreit sind diesmal nicht zu erwarten. Besser so. Vielleicht sollte man allerdings nicht (schon wieder) von 'Appeasement' sprechen, weil das zu viele Assoziationen weckt.
Schwer zu sagen, was das kleinere Übel ist.

Es war nicht der Papst, der erklärt hat, alle Juden ins Meer jagen zu wollen, sondern Nasser.
Es war nicht der Papst, der am 09.11.2001 der freien Welt den Krieg erklärt hat, sondern bin Laden.
Es war nicht der Papst, der erklärt hat, erst zu ruhen, wenn Israel von der Landkarte getilgt ist, sondern Ahmadinedschad.
Es ist nicht der Papst, der täglich Menschen in die Luft bombt, sondern islamischer Hass.
Es ist ist nicht der Papst, der ein Urananreicherungsprogramm betreibt, dessen einzig denkbarer Zweck der Bau von Atombomben ist, sondern ebenfalls Ahmadinedschat.
Dazu mag sich jeder seine eigenen Gedanken machen.
SJ

kurz vor dem Papstbesuch in der Türkei und noch während den Beitrittsverhandlungen mit der Türkei für eine Aufnahme in die EU, möge der Streit eskalieren und deutlich die Grenzen aufzeigen, auch die Grenzen des neuen Europas der Aufklärung und die Grenzen unserer Kuschelgesellschaft mit ihrer totalen Toleranz.

Der Beitrag ist sehr richtig und notwendig. Es kann nicht angehen, dass die Muslime oder Islamisten alles dürfen insbesonder drohen und Gewaltanwendund als Mittel sehen und bei jeder kritischen Äußerung aufschreien. Solange die gemäßigten Islamisten nicht eindeutig gegen die Aufhetzer Stellung beziehen, begeben sie sich auf die gleiche Ebene.

Was unsrere Naiv-Politiker vom linken Spektrum mit verklärten Gesichtern von immerwährenden Straßenfesten der Kulturen berichten, sind Geschichten, die ihnen alsbald im Halse steckenbleiben werden.
Sicher ist unsere Demokratie und somit unsere Freiheit bedroht, wenn es Terrorgruppen gestattet wird, das Grundgesetz auszuhebeln. Wir empfinden dies zunächst nur als Bedrohung, aber es gibt millionen von Menschen unter uns, die die Bedrohung längst hinter sich haben und bereits die Gewalt spüren, seit vielen Jahren.
Die friedliebenden Moslems unter uns spielen mit ihrem Leben, wenn sie sich zu unserer freiheitlichen Ordnung bekennen; darum die bedrückende Stille, wenn sie dazu aufgerufen werden. Diese Menschen werden bei uns zu Zahlungen gepreßt und unter das islamistische Joch gezwungen, vor dem sie vielfach aus ihrer Heimat geflohen sind.
Unsere Innenpolitik ist die eines dümmlichen Kasperletheaters, während die militanten Islamisten völlige Handlungsfreiheit besitzen, ja, mit Wissen der Behörden wohlwollend im Sinne der 'Religion' gegen das Grundgesetz verstoßen dürfen. Die entsprechenden, dazu passenden Suren wurden hier bereits genannt.
Noch richtet sich der Terror nur gegen Glaubensgenossen und bald gegen uns alle.

Ein sehr guter Kommentar.
Wenn ich sehe, welche Reaktionen ein sehr altes Zitat hervorruft, kann ich nur sagen:
Nie wohl war das Zitat aktueller als jetzt.
Wer weiß wo es steht, dass Mohamed die Verbreitung des Islam mit dem Schwet forderte?
Danke für Hinweise.

Diese Kritik am Papst sagt tatsächlich mehr aus über die Kritiker als über den Papst und verdeutlicht die wohl doch allzu weitverbreitete Dialogunfähigkeit vieler Protagonisten des modernen (im Sinne von aktuellen) Islam. Ob der gebildete Perser im Winterlager zu Ankara im Jahre 1391 auch so reagiert hätte? Sicher nicht.
Im übrigen ist die Argumentation des byzantinischen Kaisers Manuel II. Palaeologos überzeugend und der vom Papst-Professor entwickelte Hinweis, daß Religion nicht mit Gewalt missionieren KANN, sehr richtig.
Herr Geyer, sie sehen das richtig: Diese Reaktionen zeigen, daß die Fragen zu Gewalt und Dschjihad dringend geklärt werden müssen. Denn da liegt auch noch ein Unterschied zwischen christlicher und mohammedanischer Theologie: letztere kennt eine Theorie, eine theologische Verklärung von Gewalt - die es bei Christus nicht gibt.

wir werden Zeugen eines Kampfes der Kulturen. Ob es nun gefällt oder nicht. Denn es zwingt uns geradezu Stellung zu beziehen.