Es ist schon ein Elend mit der Politik.
Und der Herr Staatssekretär: Erst nicht an der Sitzung teilnehmen und dann meckern.
Na ja, 50.000 Euro gespart. Und irgendwie habe ich das Gefühl, daß das "unwürdige Schauspiel" Handke nicht schadet. Das ist die Hauptsache. Ich stimme der Jury und ihrer kurzen aber treffenden Begründung voll zu.
Provokante Behauptungen aufstellen, um sie postwendend zu revidieren, das Unrecht der einen mit den Greuel der anderen zu relativieren und demonstrativ an der Beerdigung eines rücksichtslosen Diktators teilnehmen: Wer sich solchermaßen versucht ins Rampenlicht zu setzen, spielt mit seiner Glaubwürdigkeit und hat einen Preis, welcher den Namen Heinrich Heines trägt,wahrlich nicht verdient. Erstaunlich, daß der Jury eines solchen Preises keine andere literarische Persönlichkeit eingefallen ist. Zu wissen, warum das so ist, wäre äußerst aufschlußreich. Oder reicht es heutzutage, in der Literaturszene einen Namen zu haben und auf Teufel komm raus zu provozieren? Welcher Zeitgeist spukt da durch die schöngeistigen Hirne? Nun gibt es also ausgerechnet im Heine-Jahr niemanden, der diese Auszeichnung würdig ist. Denk ich an Deutschland in der Nacht...