Debatte über Handke

Heine-Preis: „Denkpause“ in Düsseldorf

Keine Entscheidung über die Vergabe des Heine-Peises an Peter Handke hat es in der Sitzung des Düsseldorfer Kulturausschusses am Donnerstag gegeben. Statt dessen einigten sich die Ratsvertreter auf eine Denk- und Besinnungspause.

Lesermeinungen zum Beitrag

01. Juni 2006 16:45

Elendig

Niko Akathari (NikoA)

Es ist schon ein Elend mit der Politik.
Und der Herr Staatssekretär: Erst nicht an der Sitzung teilnehmen und dann meckern.

Na ja, 50.000 Euro gespart. Und irgendwie habe ich das Gefühl, daß das "unwürdige Schauspiel" Handke nicht schadet. Das ist die Hauptsache. Ich stimme der Jury und ihrer kurzen aber treffenden Begründung voll zu.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
01. Juni 2006 16:28

Trauerposse

Volker Best (vbest)

Provokante Behauptungen aufstellen, um sie postwendend zu revidieren, das Unrecht der einen mit den Greuel der anderen zu relativieren und demonstrativ an der Beerdigung eines rücksichtslosen Diktators teilnehmen: Wer sich solchermaßen versucht ins Rampenlicht zu setzen, spielt mit seiner Glaubwürdigkeit und hat einen Preis, welcher den Namen Heinrich Heines trägt,wahrlich nicht verdient. Erstaunlich, daß der Jury eines solchen Preises keine andere literarische Persönlichkeit eingefallen ist. Zu wissen, warum das so ist, wäre äußerst aufschlußreich. Oder reicht es heutzutage, in der Literaturszene einen Namen zu haben und auf Teufel komm raus zu provozieren? Welcher Zeitgeist spukt da durch die schöngeistigen Hirne? Nun gibt es also ausgerechnet im Heine-Jahr niemanden, der diese Auszeichnung würdig ist. Denk ich an Deutschland in der Nacht...

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
1 - 2 von 2 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche