Verstehen wir Musik? Der berühmte Neurologe Oliver Sacks ist sich da nicht so sicher

Oliver Sacks im Interview

Mit Chopin auf dem Hometrainer

Sein neues Buch handelt von der oft unerklärlichen Wirkung, die Musik auf das menschliche Gehirn hat. Der Neurologe Oliver Sacks über die Heilkraft von Mendelssohn, sein Leben mit Chopin, Wunderkinder und Drogenerfahrungen. Von Johanna Adorján

Lesermeinungen zum Beitrag

01. Juni 2008 17:31

Dumme Fragen?

Otto Jaegermeyer (maulwurf_redivivus)

Warum sollte Popmusik besser geeignet sein als Klassik, wenn es um Rhythmus geht? Es ist ein weit verbreitetes Vorurteil, dass Pop oder Rock "rhythmischer" sei - solche Musik betont z.B. durch die Drums das GrundMETRUM besonders, aber rhythmisch vielfältiger ist auf jeden Fall klassische Musik, in der in fast jedem Takt ein neuer Rhtythmus auftaucht und nicht strikt eine Vierermetrum durchgepaukt wird. Und dann noch das unausrottbare Klischee der Musik als "universelle Sprache": Lang Lang kann Mozart spielen, weil er in einer musikglobalisierten Welt aufgewachsen ist und europäische Musik studiert hat. Wäre Lang Lang in einem China ohne CDs, Radio, Fernsehen, Internet aufgewachsen, also von europäischer Kunstmusik isoliert, wäre er natürlich genau so talentiert - aber er hätte den Zugang zu Mozart gar nicht erst gefunden.

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