Demographie

Die Arbeitszeitbombe

Die demographische Krise, so eine aktuelle Studie, beginnt nicht erst, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, sondern schon sehr bald. Denn auch, wer die Älteren stillegt, legt eine Gesellschaft lahm.

Lesermeinungen zum Beitrag

03. Mai 2006 10:03

Trauriges Bild

Wladimir Kraus (Wlad_Kraus)

Ein sehr trauriges Bild! Nein, ich meine nicht bloß die immer schlimmer werdende Beschäftigungs- und Einkommenssituation wachsender Zahl unserer Mitmenschen. Der Autor hat die Situation wieder mal erstklassig beschrieben, wie viele seiner Kollegen es getan haben, tun und wahrscheinlich weiterhin tun werden. Das Problem ist, dass der Autor, bewaffnet wie immer mit detaillierten und aussagekräftigen Statistiken, bei der eigentlich interessanten Frage -- was ist nun zu tun, wieder mal in die Banalitäten abrutscht, wie so viele seiner Kollegen es vor ihm taten, tun und wahrscheinlich weiterhin tun werden. Der Autor denkt offenbar, dass das Urproblem in der naturgegebenen Knappheit der Arbeit zu suchen ist. So verstanden, liegt die Lösung klar auf der Hand – die Arbeit muss IRGENDWIE umverteilt werden. Aber auf einige schwierige Fragen müssen die Befürworter der Umverteilung der Arbeit doch angehen, wenn sie wollen, dass ihre Banalitäten ernst genommen werden: wie, von wem und warum werden die Arbeitsplätze geschaffen? Ohne eine umfassende und intelligente Erklärung des Problems der Wohlstands- und Arbeitsschaffung kann keine ernsthafte und ehrliche Diskussion über die Frage „Was tun“ geführt werden.

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