Der neue und der scheidende amerikanische Präsidnet treffen sich im Weißen Haus - zu spät?

Kommt der Wechsel von Bush zu Obama zu spät?

Gehen Sie jetzt nach Hause!

Die amerikanische Publizistik zündet angesichts der Krise eine Eskalationsstufe nach der anderen. Der Wirtschaftsintellektuelle Thomas Friedman fürchtet, dass die letzten zwei Monate Bush zu viel sein könnten. Wenn Obama zu regieren beginnt, könnte die Katastrophe schon zu weit fortgeschritten sein. Von Frank Schirrmacher

Lesermeinungen zum Beitrag

26. November 2008 23:39

@Martin Klein

Hendrik Baumann (hendrik68)

und bei den Entscheidungen, bei denen das Obama-Team beteiligt war, wurde entschieden, dass in der Citi keiner gehen oder sogar auf seine Boni verzichten muss. Und der Clinton-Finanzminister Rubin bleibt im Board/Management. Thats the kind of Obama-Change!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
26. November 2008 00:12

Weg mit Bush - weiß irgend jemand sonst noch was? Verfassung???

Josef Bujtor (Mramorak)

Normalerweise sollte man keine drei Fragezeichen setzen. Aber normalerweise sollte man auch nicht versuchen, den frei gewählten Präsident ganz einfach wegschaffen. Und die Amerikaner werden das auch nicht mitmachen. Das sind nur Wunschgedanken der antidemokratischen Kräfte, in Europa und Amerika. Wer kann der Welt garantieren, dass es ihr besser gehen wird unter der Führung des Herrn Obama?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
25. November 2008 17:37

Gemach, Obama wird schon noch schnell genug seinen eigenen Mist bauen können.

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

Was gegenwärtig von der aktuellen Administration getan wird, kann Obama kaum besser. Der wird schlimmstenfalls noch mehr Geld zum Fenster hinaus werfen. Da er überdies von Fachleuten assistiert ist, kann man annehmen, daß sich sonst kaum etwas ändert. Es sei denn Obama will tatsächlich den Schwachsinn umsetzen, den irgendwelche Journalisten ohne jegliche Erfahrung und Verantwortung nicht aufhören können, wichtigtuerisch zu annoncieren. Das jedoch ist kaum anzunehmen, solange er seine fünf Sinne noch beisammen hat.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
25. November 2008 17:29

Evolutionsprojekt in die nächste Weltordnung des KREATIVEN wartet ante portas

Rüdiger Kalupner (Ruediger_Kalupner)

Ohne Kenntnis des Evolutionsprozess-Musters und des Übergangsprojekts in die nächste Weltordnung des KREATIVEN (= ökosoziale Umfinanzierung der staatlichen, sozialen Leistungen und der Produktivitäts-Zuwachs-Verteilung) ist es unmöglich, über den politischen Exoduschancen aus der Finanzsystem- und Wachstumszwang-Krise vernünftig zu reden. Diese Unkenntnis betrifft wahrscheinlich alle, die öffentlich mit den üblichen Forderungen nach Anti-Rezessions-Instrumenten daherkommen. Sie bilden die Gruppe der Nicht-Evolutionisten. In diese Gruppe gehört bis heute sicherlich Sarkozy. Bei Obama bin ich mir nicht sicher. Er könnte Chaos- und Evolutionsphysik d'rauf haben. Für Evolutionsprozess-Informierte gilt, dass sie Zeit haben und auf den Tag X ausgerichtet sind, an dem die Evolutionsprojekt-Frage bezogen auf die Logik und die geschichtliche Dimension der aktuellen Industriesystem-Krise gestellt wird. Erst wenn alle Krisen-Hektiker ihr Erkenntnisdefizite öffentlich eingestanden haben werden, werden die Evolutionsprozess- und Übergangsprojekt-Informierten eine Chance haben, gehört und eernst genommen zu werden. Vorher, und damit findet sich auch der Schreiber dieses Kommentars ab, werden sie nicht verstanden und verlacht werden.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
25. November 2008 13:48

Blogs?

Sebastian Karcher (adam.smith)

Ach Herr Schirrmacher - als Zeitungsherausgeber sollten sie doch den Unterschied zwischen einer Meinungskolumne (in den USA: Op-Ed column) und einem Blog kennen. Friedman schreibt zweimal in der Woche eine eine solche Op-Ed Kolumne, die prominent auf der letzten Seite des Politikteils der NY-Times erscheint. Einen Blog hat er nicht; gleiches gilt für David Brooks. Nur Paul Krugman betreibt neben seinen Kolumnen auch noch einen Blog (hier: http://krugman.blogs.nytimes.com/ ) der allerdings deutlich technischer ist als seine Kolumnen und damit wohl auch nicht den gleichen Einfluss hat. Was den Inhalt angeht: Ich teile Schirrmachers Einschätzung nicht. Bei den anderen Kolumnisten der Times, z.B., findet man die Apokalypse-2009 nicht wirklich. Gerade Krugman, der die Krise in ähnlicher Form seit mind. 3 Jahren prognositiziert hat ergeht sich nicht in Haareraufen sondern vor allem in klugen Analysen der Entwicklungen und verschiedener Maßnahmen. Und wie schon andere Leser bemerkten: Friedmans Kolumnen sind _immer_ dramatisch - sei es zum (überzeichneten) Wandel der Weltwirtschaft, sei es zur (m.E. gut beschriebenen) Bedeutung des Klimawandels, sei es zum Irak-Krieg... Diesen Kontext sollten man beim Lesen schon im Hinterkopf haben.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
25. November 2008 12:11

Gehen Sie jetzt nach Hause

Gerhard Leipert (Trepiel)

Ein guter Artikel. Aber es tut mir leid, ich mag Herrn Obama nicht, nicht weil er Schwarzer ist, sondern weil mir sein Gesichtsausdruck nicht gefällt; nach meinem Gefühl stimmt da etwas psychisch nicht. Das kann noch spannend werden. Konkret wird Herr Obama versuchen, innenpolitisch Ordnung zu schaffen verbunden mit einem extrem niedrigen Dollarkurs, damit der Rest der G8 oder G20 die Schulden der USA mitbezahlen. Gelingt dies nicht, wird er wie üblich die außenpolitische (ernergiepolitische), militärische Karte spielen. In Afghanistan lassen sich beliebig viele Lufttruppen stationieren, im Persischen Golf sind sie inklusive Marine bereits vorhanden; aus beiden Gegenden kann man im Iran in einer Stunde die strategisch wichtigsten Stellungen zerstören. Was danach kommt, wird sich zeigen. Russland wird nicht amused sein. Fazit für Deutschland: Die Ziele der USA in Afghanistan, sollten von uns nicht unterstützt werden.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
25. November 2008 11:19

Negative Prognosen sind risikolos

Fritz Goergen (Fritz3112)

Treffen böse Vorhersagen ein, ist Kassandra bestätigt. Kommt es ganz anders, erinnert sich in der allgemeinen Freude niemand an sie. Positive Prognosen sind riskant. Wehe dem Propheten, sie treten nicht ein!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
25. November 2008 09:46

Ein hübscher Vergleich...

Rocael Heilmann (Rocael)

...nur leider weiß jeder, der den Film gesehen hat, dass Roy Scheider den weißen Hai das erste Mal sieht, als es schon zu spät ist, zurück zum Hafen zu fahren. Und warnen kann er auch nur seine beiden Mitstreiter: einen blauäuigen Idealisten und einen verrückten Skipper. From bad to worse? Nun, wie man es nimmt: das Boot geht zwar unter, aber vom Monster verschlungen wird doch nur der Kapitän...

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
25. November 2008 09:15

Schirrmachers Zuhause

Gerhard Lindenthal (Nilreb)

Ein Name eines neuen, bereits totalitär globalisierten und ökonomisierten Messias ist in aller Munde. Einer schön anzuschauenden Baracke, welche sich Amabo, zu deutsch, ich werde lieben, nennen lässt, wird über Gebühr zu viel Zutrauen zugewandt, an welcher vollständig überhöhten und vollkommen unerfüllbaren Forderung er politisch scheitern und menschlich zu Grunde gehen muss und wird. Selbsternannte Richter und unwissenschaftliche Beurteiler wie Thomas Lauren Friedman, Paul Krugman und Nassim Nicholas Taleb versuchen die Pfütze, in welcher sich augenblicklich ein ökonomisierter Ableger einer Welt befindet, als Meer, dem das Tier aus dem Abgrund entsteigt, zu deuten. Eine totälitär gewordene Ökonomie, welche durch keine Politik mehr gebändigt oder begrenzt werden kann, ist das abgrundhafte Tier nicht, sondern nur dessen bestimmte Evokation und auf unsere Zeit eingeschränkte Antizipation. Das, was Globalisierung heißt und gennant wird, ist als notwendige Säkularisationsfolge eine Totalisierung einer antichristlichen Bürgermoral, welche meint, alles machen und tun zu können, was ihr in den Sinn kommt. Es ist die antichristliche Gesinnung eines nie zu seiner Freiheit gekommenen Bürgers, der die Welt zerstören und vernichten muss.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
25. November 2008 07:10

Januar 2009

helge kloth (n00b0r)

gerne wird in allen Medien verbreitet, dass er die Rettung bringt. Auch in diesem Artikel ist die Meinung, dass Obama zwingend die passende Entscheidung trifft. Woher kommt eigentlich dieser Glaube? Wenn es eine beispiellose Entwicklung ist (kein Vergleich 1929), sind auch keine traditionellen Rezepte vorhanden. D. h. jede getroffene Entscheidung kann richtig/falsch sein. Obama müsste alle Entscheidungen 100% richtig treffen (pauschal). Was ist eigentlich wenn er ne Niete ist? Wenn er überfordert ist? Wenn er falsche Berater hat? Welches Szenario entsteht dann? Warum liest man darüber nichts? Was nicht sein darf, das kann nicht sein... Hier üben sich die Medien in vornehmer Zurückhaltung. Vielleicht weil es die Menschen stärker treffen würde als alles bisher. Eine Angleichung der Lebensverhältnisse bedeutet, dass nicht nur in Südamerika 50% der Bevölkerung in Wellblechhütten hausen. Nein auch 50% in D / USA / EU Das ist eine Angleichung durch Globalisierung - und ohne Lenkungsmaßnahmen!!! Kann Obama dies verhindern? Die letzte CIA-Studie zu diesem Thema meint: NEIN!!!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
25. November 2008 02:29

unsinn!

mattthias felleisen (felleisen)

Man könnte doch auch erwähnen, wie der Aktienmarkt Obama's Wahl empfangen hat: mit beinahe 1000 Minuspunkten. Aber diese scheinheiligen Linken der NYT können das nicht einmal wahrnehmen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
25. November 2008 01:58

Wir rennen alle...

Wassilios Kafiwas (lrt14174)

...sehenden Auges in unser Verderben. Je mehr wir uns anstrengen da herauszukommen, desto mehr verfangen wir uns. Es ist wohl an der Zeit fuer einen Systemwechsel. Welcher Art? Noetig? Wer weiss dies schon. Die Techniken, die Moeglichkeiten und Fertigkeiten sind uns als Menschheit bekannt und einiges wurde schon herausgefunden. Ein Potenzial ist da und ein gewaltiges dazu. Die Frauge lautet doch wohl eher; Wozu dies alles? Wofuer steht unsere Existenz?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. November 2008 23:36

Versagen der Intellektuellen

Andreas Noreikat (derherold)

Als noch sein Lieblingsehepaar im Weißen Haus saß, hat Krugman die Globalisierung gelobt, den guten Zustand der Mittelschicht erkannt und mit komparativen Kostenvorteile argumentiert. Stiglitz hat wohl auch erst nachträglich erkannt, daß es sich um die "roaring nineties" handelte und Obamas Partei weiß offenbar nicht, daß sie seit zwei Jahren die Kongreßmehrheit hat. Liebe kapitalismuskritische Intellektuelle, glaubt ihr, daß Otto-Normal-Bürger und deklassierte Einwanderer weiterhin den Salonsozialismus stützen, wenn sie keinen Chance auf kapitalistischen Wohlstand erhalten ? Ohne Hochleistungs-Marktwirtschaft und deren Leistungen kann Genosse Parteivorsitzender so viel verstaatlichen wie er will - dann geht es nur noch in eine Richtung in Europa... dann könnte es auch im Grunewald, Mitte, Potsdam und Kleinmachnow ein wenig "sozial kälter" werden. ;-)

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. November 2008 22:09

Hannah Arendt über die Finanzkrise (Teil 3)

Hans Meier (HansMeier555)

Was der Bourgeoise in neuerer Zeit die nihilistischen Weltanschauungen auch intellektuell so verführerisch hat erscheinen lassen, ist eine prinzipielle Verwandtschaft, die sehr viel älter ist als das ERscheinen jenes Intellektuellengesindels, das sie dann verbreitet hat. Das Bild vom Menschen, das Hobbes entwirft, ist oft mißverstanden worden as wäre er daran interessiert gewesen, festzustellen, wie man psychologisch Menschen erklären und verstehen könne. Hobbes ist es nirgends um solche Einsichten zu tun; er beschreibt, wie der Mensch sein muß und wohin er, von der Tradition des Abendlandes gehen muß, um den Fordrungen einer kommenden Gesellschaftsordnung zu genügen. In diesem Sinne ist sein Entwurf vom Menschen unübertroffen und aktuell. Der "Leviathan" it der Staat, und seine Philosophie ist die Weltanschauung, denen die bürgerliche Gesellchaft seit ihrem Beginn zustrebte. ... Und da der Naturzustand des Menschen als Krieg aller gegen alle definiert ist, it gleichsam apriorisch die mögliche Vergesellschaftung des Deklassierten in eine Mörderbande vorgezeichnet... Der unbegrenze Prozeß der Kapitalakkumulation bedarf einer unbegrenzten Macht, die durch nichts beschränkt ist, außer durch die Bedürfnisse der Kapitalakkumulation...

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. November 2008 20:42

Tiefer hängen!

Martin Klein (martinutz)

Friedman schreibt zwar glänzend und meist sehr "persuasive", aber er neigt doch sehr dazu, die Dinge zu dramatisieren. Die letzten zwei Monate Bush sollen das Land in den Abgrund stürzen? Das ist ehrlich zu viel des Guten, und man sollte das auch nicht unnötig ernst nehmen. Wahr und ehrlich daran ist nur der abgrundtiefe Widerwille, den gerade das intellektuelle Amerika für Bush inzwischen empfindet. Man sieht sich als besudelt dastehen in der Welt, und der Abgang des Schuldigen kann vielen nicht schnell genug kommen. Doch in der Realität wird der Machtwechsel kein Umpolen von Minus auf Plus sein, sondern ein gleitender Übergang. Wir sind schon mitten drin: an der gerade getroffenen Entscheidung zur Rettung von Citigroup war Obamas Team in vollem Umfang beteiligt. Was getan werden kann, wird also getan werden, davon kann man ausgehen. Und man wird wohl auch davon ausgehen können, dass die Vereinigten Staaten nicht in den Abgrund stürzen werden. Auch zwei weitere Monate Bush werden das nicht bewirken.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. November 2008 19:40

Je mehr Bush noch verkehrt macht, desto radikaler muss Obamas Wechsel werden

Konstantin Schneider (bundesboy)

Es wird nach dem 20. Januar einen Wechsel geben müssen, der sich wirklich gewaschen hat und jeder der glaubt, dies würde Obamas Möglichkeiten übersteigen, wird sich wahrscheinlich getäuscht sehen. Ein echter People-Präsident, wie Obama, zu dessen Amtseinführung 4 Millionen Menschen an das Capitol strömen werden, verfügt über die Macht, den Notstand der durch die Bush/Cheney Administration entstanden ist, mit radikalen Mitteln aus der Welt zu schaffen. Denn natürlich werden die Nutzniesser der Politik der Vorgängerregierung mit allen erforderlichen Mitteln zur Rückgabe der Reichtümer, die sie sich nach menschlichem Ermessen mehr oder weniger unrechtmässig verschafft haben, gezwungen werden. Der ganze faule Zauber, der ja leider immer noch nicht beendet ist, wird bis zum Frühjahr in Windeseile analysiert werden und dann sein Ende finden. China macht es derzeit ja vor und steckt übergeschnappte Milliardäre ins Gefängnis. Das wird in den Vereinigten Staaten glücklicherweise nicht nötig sein, denn in den USA reicht eine ideologische Kehrtwende, die endlich gute Arbeitsplätze schafft und gutes Wirtschaftswachstum erzeugt. Dass wird bei uns die Union erst noch begreifen müssen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
24. November 2008 19:13

Ein Lob

Christoph Reschenhofer (Jegor)

Herr Schirrmacher, ein wirklich ausdrucksvoller, gelunger Text. Danke, dass es Leute wie Sie gibt, die solche Themen in solch spannender Weise darbieten! mfg

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 15 von 17 Lesermeinungen
1 | 2 VorZum Ende blättern
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche