Kinder auf den Barrikaden: Demonstration in Wiesbaden

Roland Koch als Schulversager

Kinder an die Macht!

Der hessische Ministerpräsident lässt es zu, dass in der Turbo-Schule Kindern die Kindheit abtrainiert wird. Das Ergebnis ist absehbar: Die Angst ums eigene Kind wird in der Wahlkabine eine Rolle spielen. Von Christian Geyer

Lesermeinungen zum Beitrag

20. Januar 2008 19:56

Kinder an die Macht! oder warum sind Politiker so gefühllos ?

Jürgen Droste (Bertid3)

Guten Nacht !

Der Bericht trifft leider genau die Realiät. Nicht nur in Hessen. Dort hat man ob des herrschenden Wahlkampfs sogar schon reagiert. In BW ist es leider noch schlimmer. In der freien Wirtschaft wären die Projektleiter-G8 schon längst auf der Suche nach einem neuen Job. Schlechter geht es nicht ! Völlig Konzeptlos!

Ja, Fehler passieren. In Hessen und BW und überall. Aber man muss Fehler eingestehen und dann daraus lernen. Und da geht in BW leider nichts.

Ich denke wir gehen da mit unserem Nachwuchs ziemlich dumm und gefühllos um. Wir nehmen den Kinden die Möglichkeit zu Sozialkontakten. Wir nehmen ihnen die Möglichkeit Sport zu machen. Wir nehmen ihnen die Möglichkeit Musik und Kunst zu machen. Wo soll sich denn die Kreativität entwickeln, mit der unsere Ingenieure D zum Exportweltmeister gemacht habe ? Wir sind früher in Wald und haben Baumhäuder gebaut. Heute lernen die Kinder nachmittags, abends, am Wochende in den Ferien. Ohne Hilfe der Eltern geht nichts mehr, weil der Stoff von 9 Jahren eben nicht in 8 Jahre gepresst werden kann.

Das schlimmste aber ist das Kinder die Lebensfreude verlieren. Deutschland ist so kinderfeindlich wie noch nie! J.Droste

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20. Januar 2008 19:33

Kinder an die Macht!

Jürgen Droste (Bertid3)

Hallo

der Bericht trifft genau die Realiät. Nicht nur in Hessen. Dort hat man ob des herrschenden Wahlkampfs schon

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20. Januar 2008 11:20

wer a sagt, muss auch b sagen

Ralph Wolffs (rawpho)

Wer gegen G 8 zu Felde zieht
muss sich als ehrgeizige eltern auch selber an die Nase fassen.
Fängt für viele Kinder doch schon im Vorschulalter das konditionieren an,
weil die eltern befürchten, anders schafft es der sprössling nicht, Arzt oder sonst was zu werden.

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20. Januar 2008 07:46

Fehlende Lateinkenntnisse

Anton Kratz (anton.kratz)

Fehlende Lateinkenntnisse sind angeblich das zweitgroesste Defizit der Studierenden, siehe Beitrag von B. Sporkman. Ich sage, es gibt keine groessere Zeitverschwendung als Lateinunterricht, man tut den Schuelern keinen Gefallen mit Latein. Ich habe selbst das Latinum und kann sagen, es hat mir in meiner Studienlaufbahn nicht das geringste genutzt, wie koennte es auch? Lateinlehrer wissen dass "Videorekorder" das lateinische "video - ich sehe" im Wort enthaelt, aber wie man einen Videorekorder bedient, geschweige denn wie er funktioniert, dass wissen die Lateinlehrer nicht und koennen es daher auch nicht vermitteln. Jede Art von High- und Biotech ist fuer Lateinlehrer eine Black Box. Informatik, Biotech, BWL, inzwischen auch Medizin und bald auch Jura - hier braucht man kein Latein. Ein Arzt muss wissen wie Kernspintomographie funktioniert & interpretiert wird, nicht woher das Wort kommt.
Latein braucht man fuer Orchideenfaecher wie Archaeologie, Theologie... - also die Sozialhilfeempfaenger von morgen.
Die jetzigen Gymnasiasten verdienen es, dass ihnen ein solides Wissen ueber Technologie, Wirtschaft und gute Sprachkenntnisse in Englisch und mindestens einer weiteren lebenden Sprache (mein Tip: Chinesisch) vermittelt werden.

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19. Januar 2008 21:13

Kluge FAZ-Leser und Bewertung

Hermann Trouvain (liwiz)

In meinem Beitrag vom 18.Jan 22:47 Uhr habe ich die Einstellung in ostasiatischen Länder zum Thema Überforderung der Kinder aufgezeigt. Extremere Beispiele z.B. aus Korea könnten noch ergänzend angefügt werden.
Die klugen Köpfe hinter faz.net werten diese Informationen – ohne jede persönliche Einschätzung und Meinung – als belanglos.
Da frage ich mich doch, warum Informationen zum Thema aus Ländern mit denen wir in direktem „Wettstreit“ stehen, belanglos sein sollen. Stehen wir und später unsere Kinder nicht im globalen Wettbewerb?
Ist es wirklich uninteressant in diesem Zusammenhang, wie andere Länder ihre Kinder auf die Zukunft vorbereiten?

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19. Januar 2008 20:17

Bildungsfreiheit statt Schulzwang

Jörg Großelümern (Maranatha)

Das schlimmste an diesem kindheitszerstörenden G8 ist, dass man diesem Wahnsinn nicht entflliehen kann und andere schulfreie Bildungsalternativen wählen darf. Das was unsere europäischen Freunde problemlos können (Home Education) wird hierzulande gnadenlos unterdrückt, diskriminiert und verleumdet (Fundamentalismuskeule). Obwohl frei und selbstbestimmt lernende Kinder in aller Welt sehr gut, meist besser als die traditionell beschulten Altergenossen abschneiden tut man in Deutschland so als sei das Kindeswohl gefährdet und versucht diese Familien per Sorgerechtsentzug zu zerstören. Dabei ist erwiesenermaßen Lernen nur da nachhaltig und erfolgreich, wo es freiwillig und aus echtem Interesse erfolgt. Zwangsweise befohlenes Pauken hält allenfalls bis zur nächsten Prüfung und wird dann vergessen. Lernen fürs Leben sieht anders aus als der per Schulzwang befohlene G8 Wahnsinn. Es wird Zeit für echte Alternativen im Bildungssystem und desse grundlegende Öffnung und Reformierung für neue Wege. Andere Länder haben es uns längst vorgemacht. Deutschland bleibt hier international isoliert - zum Schaden der Kinder.

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19. Januar 2008 20:15

@bsfaz - Bohrsches Atommodell

Ogdan Ücgür (Ogdan)

Ich bezweifele nicht, daß das Bohrsche Atommodell in den Lehrbüchern von Physik- und Chemiestudenten vielleicht seinen Platz hat. Auch daß es sicher sinnvoll ist, Mathematik zu betreiben, möchte ich nicht in Abrede stellen.

Der Punkt meines Beitrages war aber, daß man hier in vielen Fällen

a) mit aktuelleren Lehrmethoden
b) mit gestraffterem Lehrstoff (besonders in den naturwissenschaftlichen Fächern)

die Schüler deutlich entlassen kann.

Schauen Sie sich z. B. mal die Buch- und Vortragsreihe "die Kinderuniversität" an. Da wird z. B. die Quantentheorie ganz ohne Hilbert und Differenzialgleichungen erklärt.

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19. Januar 2008 19:21

Kinder an die Macht

Gerhard Ritschel (Steinbruch)

Herr Koch sollte für seinen Wahlkampf eine auszeichnung erhalten, z.B:
"The Burka-man"

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19. Januar 2008 16:03

@Ücgür - Bohrsches Atommodell

Bernhard Sporkmann (bsfaz)

Das Bohrsche Atommodell als falsch zu bezeichnen, ist unsinnig. Es gibt wesentliche Aspekte
atomarer Systeme wieder und kommt dabei ohne hohe Ansprüche an die Mathematik aus. Deshalb wird es auch in Lehrbüchern für Physik- unf Chemiestudenten behandet. Will man weiter gehen, muß man Quantenmechanik betreiben, welche die mathematische Theorie der Hilbert-Räume, mindestens aber Differentialgleichungen, voraussetzt. Das ist in der Schule nicht möglich.
Weiter halten Sie die Mathematik ab der neunten Klasse für unnötig. Das ist ein noch viel schwerwiegenderer Irrtum, der in Teilen der Bevölkerung leider verbreitet ist. Fehlende Mathematikkenntnisse sind das größte Defizit bei Studienanfängern, mittlerweile gefolgt von fehlenden Lateinkenntnissen. Und auch wer Mathematik in seinem Studium oder Beruf nicht unmittelbar braucht, ist gut beraten, sie nicht zu vernachlässigen, denn sie ist die Grundlage unserer Wirtschaft und Technik.
Mathematik als überflüssig zu bezeichnen oder gar mit der eigenen Ignoranz zu kokettieren, wie es viele tun, ist einfach nur peinlich.

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19. Januar 2008 14:46

Man bedenke, dass nicht nur G8 eine Katastrophe ist.

Ulrich Hinderer (tiger_78)

Die Situation wird nicht unbedingt durch die Tatsache verbessert, dass angelernte Hilfskräfte im Rahmen der von der Opposition treffend als "Untergangsgarantie Plus" verballhornten Maßnahme zum Teil am Rande des Nervenzusammenbruchs oder fern jeglicher erzieherischer Fähigkeit mit Methoden aus der "Pädagogik" der Nachkriegszeit vor sich hin dilletieren.

Das wird dann als "großer Fortschritt" gefeiert: Menschen ohne qualifizierte Ausbildung werden auf Pflichtschüler losgelassen... ganz großes Kino. Geld investiert man lieber in überteuerte Landessoftware oder in Farbe an den Universitäten, in sogenannte (In)Kompetenzzentren usw - aber der staatlichen Lehrverpflichtung kommt man nach indem man Hiwis aber keine (ach so teuren) Fachleute anstellt. Macht man das demnächst auch im Krankenhaus so? Der Schlachter als Chirurg? Dann wander ich nach Guinea aus: Da ist das vllt. auch so. Aber ich weiß es vorher...

Und über Schulpflicht kann man trefflich streiten. In Österreich (wie übrigens nahezu weltweit auch) kommt man ohne dieses Instrument aus; die dort übliche Feststellungsprüfung scheint gut zu funktionieren.
Warum auch ein Kind zur täglichen Folter in die Schule jagen, wenn es dort nicht klar kommt und zuhause lernen kann?

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19. Januar 2008 13:41

Schwachsinn!

Nikolay Herber (Niko7)

Wenn ich die Ypsilantie-Argumentation verfolge, da kann ich wirklich nur hoffen, dass der Wähler merken, dass diese sich in einem Satz 2 mal wiederspricht und mit Polemik und Hetze zum Ziel kommen möchte. EIn sozialistisches Schlaraffenland, wie eine Ypsilantie-SPD es uns vorbetet ist Träumerei. Traurig, wenn die Bürger sich so verarschen lassen, aber dann haben sie es auch nicht anders verdient. Hessen ist meine Heimat, wie es das Hessenlied so schön betitelt, mein "Vaterland". Doch jeder weis Stillstand ist Rückschritt und ein halten des Wohlstandes, wie wir ihn zur Zeit vorfinden ist niemals möglich... Entweder wir wachsen und bleiben Konkurenzfähig oder wir gehen unter. Auch wenn ich mit vielen Ansätzen des Herrn Koch nicht daccord gehe, so würde ich niemals die Pest gegen Cholera tauschen wollen, denn er macht eine ehrliche Politik. Keine Augenwischereien, keine Geschenke kurz vor der Wahl. Er macht Hessen, für seine Bürger zukunftsfähig. Ein klares Zeichen ist, dass Woche für Woche Tausende von Menschen ins Rhein - Main Gebiet aus aller Herren Bundesländer pilgern um dort ihrer Arbeit nachzugehen. Rhein - Main ohne Fraport = Nordhessen -> Struckturentwicklungsland, das unter Koch einen gewaltigen Aufschwung erfahren hat.

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19. Januar 2008 13:21

@ Stefan Sedlaczek

Michael Retz (MRetz)

Schulpflicht ist richtig!

Wo kämen wir denn hin, wenn Eltern in freier Willkür darüber entscheiden könnten ob ihre Kinder in die Schule gehen oder nicht?

Jede fanatisierte Minderheit (egal ob religiös oder nicht) unterrichtet ihre Kinder zu Hause, damit diese ja nicht mit der Realität oder mit Andersdenkenden in Kontakt kommen?

Für viele Kinder aus streng religiösen Elternhäusern ist der tägliche Besuch der staatlichen Schule oftmals die einzige Möglichkeit für ein Paar Stunden am Tag ein normales Leben zu führen, mit Gleichaltrigen zu spielen und dem religiösen Wahn Ihrer Eltern zu entkommen. Es gibt in Deutschland leider viele Eltern, die der Meinung sind sie müssten Ihre Kinder lieber in der Abgeschirmtheit der heimischen Wohnung in christlichen Fundamentalismus unterrichten anstatt sie zur Schulde zu schicken. Denn dort würden sie ja die Evolutionstheorie lernen, mit Ungläubigen zusammenkommen oder sogar - oh Herr bewahre uns davor - sexuell aufgeklärt werden.

Ja, ich weis, mein Kommentar hat mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun, aber wenn Leute wie Sie Herr Sedlaczek die Schulpflicht abschaffen wollen, dann muss ich klar und deutlich widersprechen! Die Schulpflicht MUSS unter ALLEN UMSTÄNDEN BESTEHEN BLEIBEN!

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19. Januar 2008 12:26

G8 bisher eine vertane Chance

Ogdan Ücgür (Ogdan)

Meine Tochter ist in der 5. Klasse des Gymnasiums - und nimmt am G8, dem Gymnasium in 8 Jahren teil.

Dazu ein paar Anmerkungen: die pädagogischen Konzepte sind mindestens angestaubt, wenn nicht gar völlig veraltet. Meine Frau ist selbst Sprachlehrerin und gibt privaten Unterricht; sie sagt über das Vokabelpauken, die schriftlichen Englisch-Übersetzungsorgien etc.: "Das ist Sprachlehrsteinzeit."

In den wissenschaftlichen Fächern müssen die Kinder quälend Wissenschaftshistorie betreiben. Warum wird z. B. in Chemie immer noch in der 6. Klasse das Bohrsche Atommodell eingeführt (und auswendig gelernt), wenn wissenschaftlich klar ist, daß es falsch ist bzw. die Wirklichkeit nicht ausreichend wiedergibt?

Von dem, was in Mathematik ab der 9. Klasse gelernt wird - das braucht niemals mehr ein Mensch im echten Leben - da könnte man problemlos abspecken.

Ich denke, daß das G8 für ein Kind prinzipiell schaffbar ist. Voraussetzung ist eine höhere Begabung als bisher und ein entsprechender Einsatz der Eltern (auch finanziell). Kommen aber Belastungen dazu (z. B. ein Fahrschüler muß noch 1,5 - 2 Std. Fahrzeit aufwenden), kippt das ganze und kann nicht mehr bewältigt werden.

So ist das etwas für Hochbegabte, die neben dem Gymnasium wohnen.

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19. Januar 2008 12:22

Bin kein Hesse

Torsten Klier (TorstenKlier)

kann deshalb zur konkreten Sache nicht mitreden.
Aber es gibt schon eins das mich wundert; nämlich die unterschiedlichen Maßstäbe.
Kleinstkinder sollen unbedingt in Krippen, weil die kleinen Hosenscheißer dort von hochqualifiziertinnen Fachkräftinnen angeblich ganz tolle Sachen beigebracht kriegen. „Frühkindliche Bildung“ - ein must in der Krippendiskussion.
Nonsens. Kleinstkinder brauchen feste Bezugspersonen (der Bezug muss nicht biologisch sein, wichtig ist die Kontinuität) und Zuwendung von eben diesen. Wird das genommen, kann man getrost von einer gestohlenen Kindheit sprechen.

Dass Kinder ab 3 in den Kindergarten gehen sollen halte ich für sinnvoll. Erst recht, dass die in der Schule zu lernen haben. Und zwar ordentlich!
Und so steckt die Regierung (egal welcher Farbe) in der Zwickmühle.
Zu hohe Forderung; und sie kassiert Kritik wie in diesem Artikel (wobei der Missbrauch der Kinder für Demonstrationen auf mich genauso abstoßend wirkt wie auf Leser Rieger).
Zu niedrige Forderungen; und das Ergebnis ist katastrophal (man könnte auch sagen: bremerisch).

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19. Januar 2008 11:54

Peinliche Undifferenziertheit

Katrin Matzen (KMatzen)

Billige Wahlkampfhilfe für die Ypsilanti-SPD. Ist das das neue FAZ-Niveau, Herr Geyer? Vorweg: Als Mutter einer Tochter weiß ich sehr wohl, dass mit G8 in Hessen für die Kinder manch neue Belastung verbunden war, dass es da oder dort Verbesserungsbedarf gibt.
Aber, Herr Geyer, wissen Sie eigentlich, welch marginale, von der GEW instrumentalisierte Minderheit da demonstriert hat? Wohl nicht: 3.000 Demonstranten bei über 2.000 Schulen in Hessen - ein wahrer Massenprotest! Ihr Hrsg, Werner D´Inka, bringt es heute im Kommentar "Die Lauten und die Stillen" auf den Punkt. Die Stillen, Herr Geyer, sind diejenigen, die im Gegensatz zu Ihnen die Alternativen zur Wolffschen Schulpolitik kennen. Das wolkige SPD-"Haus der Bildung": 1. Abschaffung von G8 und Wiedereinführung nach 2 Jahren (so Hr. Domisch aus dem Ypsilanti-Team) - ein absoluter Graus,ein Verbrechen an unseren Kindern. Hessen hat als 14. Bundesland G8 eingeführt. Unsere Kinder würden durch eine vorübergehende Rücknahme extrem benachteiligt. 2. Einheitsschule mit Zerschlagung der Gymnasien; 3. Abschaffung des Sitzenbleibens, keine Schulformempfehlung mehr, keine Vergleichbarkeit mehr etc. Diese ideologische Schulpolitik, Herr Geyer, führt zu "Angst ums eigene Kind", sonst nichts

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19. Januar 2008 11:48

Herr Tworek, ...

Herrmann Mueller (Herbie_2005)

man merkt, daß die das G8 nicht von innen kennen. Das gleiche gilt natürlich auch für andere Leserkommentarschreiber. Die meisten, die da schreiben "Da kann ich nur lachen", haben keine Ahnung.

Acht Jahre Gymnasium wären schon ok, aber nicht so, wie es jetzt gemacht wird. Mehr Unterrichtsstunden sind für die Schüler bis jetzt immer gleichbedeutend mit mehr Fächern und mit größerer Gesamtbelastung; nicht etwa mit mehr Förderung dergeniger, die es besonders nötig hätten.

Im Klartext: Wenn man (im bisherigen Verständnis) die Anzahl der Unterrichtsstunden pro Woche um zwei erhöht, dann sind das nicht zwei Stunden mehr, um das Pensum besser bzw. entspannter bewältigen und die Schüler einfach besser individuell fördern zu können; sondern es ist ein weiteres Schulfach mit eigenen Klassenarbeiten, Tests, Hausaufgaben usw. Also keine Hilfe, sondern, wie gesagt, eine zusätzliche Belastung.

Daß es nach der Schulzeit vorteilhaft ist, sagen zu können, daß man viel gelernt habe und sogar eine Jahr früher studieren könne, steht auf einem anderen Blatt. Leider hilft das den Kindern und ihren Eltern jetzt überhaupt nicht.

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19. Januar 2008 11:31

Ziel von Schulbildung

Lars Uhlson (Uhlson)

Man sollte auf dem Teppich bleiben.
Schule ist kein Assessment-Center - im Gegenteil.
Ziel ist (auch) die Zahl der Abiturienten zu erhöhen. Dies gelingt schon nicht, wenn ein bestensfunktionierendes Elternhaus mit genügend materiellen Ressourcen die Voraussetzung ist und man heftigst siebt.
Schule war auch noch seit Anbeginn nie 'unschuldige' Bildungseinrichtung: Je nach politischen Willen wurde immer gesteuert, wem man Bildung mit welchem Ziel zukommen lassen will. Auch die Wissensvermittlung an sich ist nicht neutral: Man kann auf den Erwerb abfragbaren Wissens setzen oder darüber nachdenken, was Schule vermitteln sollte an Inhalten und wesentlichen weiteren Qualifikationen (logisches Denken, Fähigkeiten zum Transfer, Motivation, soz. Kompetenzen, strategisches Denken, Arbeitsverhalten, geistige Eigenständigkeit etc.) Welche Grundlagen braucht ein Schulabgänger, der später eine hochqualifizierte, verantwortliche und sich ständig verändernde Tätigkeit ausüben wird. Von dieser Zielnentscheidung hängt dann die Wahl der Lernorganisation/Methoden ab. Die jetzige Situation geht zu Lasten von wichtigen Kompetenzen, die später möglicherweise wesentlich sein werden - es scheint eher, das da Bildung an die Wand gefahren wird.

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19. Januar 2008 10:53

G8? Ja bitte!

Marcus Pfeiffer (marcus.pfeiffer)

70 Teilnehmer seien es, glaube ich gehört zu haben, in Wiesbaden gewesen. 70 Teilnehmer schaffen es in allen Zeitungen auf Seite 1. Die Hauptsache ist doch, dieser unsägliche Roland Koch wird gestürzt! Oder etwa nicht?
Was hier wieder einmal gerne übersehen wird: Das Gymnasium soll unsere künftige Elite ausbilden. Wenn aber weit über 50 % der Kinder auf dem Gymnasium angemeldet werden, so kann ich nicht glauben, dass wir soviel Elite in Deutschland haben. Wenn ein Kind nicht in der Lage ist, den vielen Stoff zu verarbeiten, dann soll es doch auf die Realschule gehen. Das wäre besser für die Kinder und auch für die Realschulen. Wer nach der 10 Klasse einen guten bis sehr guten Abschluss hat, kann dann immer noch auf einem beruflichen Gymnasium in 3 Jahren sein Abitur nachholen.

Ich bin übrigens Realschüler, habe einen guten Job und bin intellektuell in der Lage, die FAZ zu lesen. Es muss nicht jeder ein Gymnasium besuchen - besser für die Kinder und besser für die Schulen.

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19. Januar 2008 10:41

erst mal fragen wie es die Betroffenen sehen (Kinder, Eltern + Lehrer)

Peter Sauter (Sauter3)

haben 2 Kinder an dem gleichen Gymnasium in Klasse 6 (G8) und Klasse 10 (G9). Der Unterschied ist wirklich dramatisch was die zeitliche Belastung betrifft. Nötige Freizeitaktivitäten kommen einfach zu kurz. Elterliche oder bezahlte Nachhilfe sind in der Klasse fast ein Muss um die Ziele zu erreichen. Auch der Rektor und Lehrer mit denen ich gesprochen habe sind unglücklich mit der Situation. Als ein Beispiel nannte er, dass heute der frühere gymnasiale Anspruch zu wissen WIE etwas geht nun häufig unter den Tisch fällte z.B. wird eine Binomische Gleichung nun eben nicht mehr hergeleitet sondern nur als gottgegeben betrachtet.
Es geht auch anders. Wir hatten im Ausland das Vergnügen unsere Kinder auf einer dortigen G8 Schule zu haben. Es würde den Rahmen sprengen um zu beschreiben warum unsere Kinder und wir Eltern dem nachweinen.

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19. Januar 2008 08:26

Lange in der Schule ? Wo ?

Manuel Hafner (Kaliastro)

Soweit mich mein Gedächtniss nicht trübt sind wir mittlerweile eines der wenigen überbliebenen Länder in der EU die 13 Schuljahre braucht um das Abitur zu verabreichen. Ich selbst habe in Österreich die letzten 2 Jahre meines Schullebens verbracht und dort mit der 12ten Klasse meine Matura (=Abitur) gemacht. Unsere Kinder sind somit mitnichten zu lange in der Schule. Sollte sich dies wirklich derart auswirken das die armen Kinder ihrer Kindheit beraubt würden hätten wir die einzig noch glücklichen Kinder der Europäischen Union.

Andererseits gibt es ausserhalb Deutschlands Schulformen die deutlich mehr an Zeit bedeuten sich allerdings extremer Beliebtheit erfreuen. So fällt mir z.B. das Berufsbildende Gymnasium in Österreich ein, das zugegeben nach 13 Jahren nicht nur das Abitur sondern eine komplette Berufsausbildung beinhaltet und z.B. mit Abtiur + Ingenieurstitel in Elektrotechnik abschliesst, und hier sind Schulzeiten bis 16 uhr jeden Tag die Regel. Komischerweise geht das groß der österreichischen Schüler auf genau solche schulen, und zwar freiwillig, da sie erst ab der 8ten Klasse besucht werden können.

Wie immer ist dies mehr Panikmache als konstruktive beschäftigung mit dem Thema.

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19. Januar 2008 03:36

Internationaler Vergleich

Marco Breitfeld (m.breitfeld)

Ich lese die FAZ aufgrund der ausgewogenen, seriösen Berichterstattung, dieser Artikel ist scheint jedoch ein subjektiver Leidensbericht eines hessischen Journalisten mit viel Freizeit zu sein. Aus eigener Kindheitserfahrung kann ich berichten, das meine alleinerziehende Mutter ganz froh war, wenn ihre Kinder während ihrer Arbeitszeit " in guten Händen" waren.

Ich lebe zur Zeit in Japan, wo die Ganztagsschule seit Jahrzehnten die Regel ist. Sportliche Aktivitäten, Musikunterricht u.ä. sind in den Schulalltag mit eingebunden. Schon in der Grundschule bleiben die Kinder bis 17:00 Uhr in der Schule, was in den Familien als überaus praktisch angesehen wird, da die Eltern (in normalen Bürojobs, nicht als freiberufliche Journalisten) oft bis um diese Uhrzeit (oder länger) arbeiten müssen. Die Organisation von wochenendlichen Fussballturnieren und Ausflügen werden oft von der Schule organisiert, die Teilnahme jedoch keine Pflicht. Ich habe in Japan sehr viele aufgeweckte und lachende Kinder gesehen, aber keines wurde für politische Demonstrationen instrumentalisiert.

Die Ganztagsschule ist meines Wissens auch in vielen europäischen Ländern Standard und diese sind auch noch nicht durch Generationen erschöpfter Kinder aufgefallen.

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19. Januar 2008 00:35

Emotion statt Argumentation

Alexander Nowak (Ploy)

Schon lange hat die FAZ keinen derart unsachlichen, geradezu hysterischen Artikel veröffentlicht.
Vor- und Nachteile der 8-jährigen Gymnasialzeit werden nicht etwa benannt und gegeneinader abgewogen, vielmehr wird das Thema mit unsubstantiierten, verallgemeinerten Parolen als Anti-Koch-Tirade instrumentalisiert.
Bei allen Vorbehalten gegen MP Koch - dieser "Artikel" ist schlicht bedauerlich.

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19. Januar 2008 00:07

Kinder an die Macht

Gisela Müller-Frey (freyzeit)

Gibt es in Hessen nicht eine bekannte und sehr erfolgreiche Schule, nämlich die Helene-Lange-Schule, und ist das nicht eine Gesamtschule? In Hamburg dauert die Schulzeit an Gesamtschulen nach wie vor neun Jahre, ist das in Hessen anders? So weit ich weiß kann man mit dem Abitur einer Gesamtschule genauso an jeder Universität studieren wie mit einem gymnasialen Abitur. Niemand wird gezwungen seine Kinder auf ein achtjähriges Gymnasium zu schicken, oder?

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19. Januar 2008 00:05

ohne worte

Andre Glück (Andryxa)

als in hessen der unterrichtsausfall, die große runde machte sind besorgte kinder mit ihren noch mehr besorgten eltern marschiert. jetzt, wo die kinder die chance kriegen schneller (und mehr zu lernen) marschieren die eltern und die kinder wieder...

ich hoffe es marschieren nicht immer die selben... sonst kommt man sich doch etwas veräppelt vor...

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18. Januar 2008 23:56

Zu Lukas Tworek

René-Burkhard Zittlau (Prag1)

ICh weiß nicht, welche Schüler Sie vor Augen haben. Die eigenen können es sicher noch nicht sein. Ich habe einen Sohn, der in der 5. Klasse einer G8-Gesamtschule unterrichtet wird. Er hat EINEN Tag um 13 Uhr Schluß. Die anderen Tage sind 8-Stunden-Tage. Die Hausaufgabenzeit nicht eingerechnet. Und davon gibt es reichlich.
Der Artikel von Christian Geyer trifft schon in großen Teilen die Realitäten. Auch was die Beschreibung der Rolle der Eltern als permanente Feierabend-Lehrer betrifft. Ja, den Kindern wird auf diese Weise das Kindsein gestohlen.
Ich habe auch in 12 Jahren das Abitur gemacht. Doch so ein Chaos, wie es sich mir im momentanen hessischen G8-System offenbart, habe ich nicht erlebt. Ich teile auch die Meinung, das die KMK-Konferenz und die übertriebene deutsche Kleinstaaterei einen wesentlichen Anteil daran haben.

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18. Januar 2008 23:35

Gute Schreibe!

Martin Rump (Login56)

Herr Geyer, Sie können außerordentlich gut schreiben. Ich habe selten so viel Intensität in einem Artikel erlebt. Es wäre schön, wenn Sie den Weg vom Besonderen zum Allgemeinen noch gradliniger gehen/schreiben.

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18. Januar 2008 22:47

Wie es andere Länder sehen

Hermann Trouvain (liwiz)

In Japan gehen Kinder in die obligatorische Ganztagsschule. Die endet in der Regel um 16 Uhr.
Die Kinder, die was erreichen wollen/sollen, gehen danach zur Nachhilfe, die auf Schulabschlüsse und Aufnahme in die nächst höhere Bildungsstufe (Sekundarstufe 1, 2 und Universität) vorbereitet. Diese Nachhilfeschulen bilden in ihrer Gesamtheit eines der größten Dienstleistungsgewerbe im Land. Grund ist, daß die Ausbildung an staatlichen Schulen in der Regel nicht ausreicht, die Aufnahmeprüfungen zu den Eliteschulen der jeweiligen Bildungsstufen zu bestehen.
Kinder in der Sekundarstufe 1, das entspricht dort dem 12. bis 15. Lebensjahr kommen oft erst gegen 21 Uhr nach Hause. Dann werden die Hausaufgaben erledigt.
Vergleichbar ist China, dort werden z.B. in Hochbegabteninternaten Tausende von Schüler mit IQ über 130 zusammengefaßt und ausgebildet. Spricht man das Thema Kindheit, Freizeit und Spielen an, erntet man Unverständnis und ein freundliches, ungläubiges Lächeln.
Von Überforderung der Kinder ist in diesen Ländern auch keine Rede, man sorgt sich mehr um die Zukunftschancen im globalen Wettbewerb.

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18. Januar 2008 22:45

Überfordert?

Christtoph Köberle (Metaphysiker)

Ich möchte nun selbst mal zu diesem Thema Stellung nehmen und die Dinge aus meiner Sicht schildern. Ich (13 Jahre) besuche die 8 Klasse eines Privaten Katholischen Gymnasiums in BW(G8), und kann diesen Artikel so ganz und gar nicht unterschreiben. Wir haben nun 2 mal Mittagschule und ca 32 Stunden in der Woche, für die meisten ist es problemlos möglich auch nach der Schule noch einer Sportlichen Aktivität nachzugehen. (in meinem Falle sogar zwei was insg. 5Std. in der Woche macht.) Bei uns auf der Stufe musste auch noch kein einziges Kind wegen überforderung oder ähnlichem die Schule verlassen. Um nun aber mal zum Thema zurück zu kommen möchte ich nur sagen das, das Jammern auf höchstem Niveau ist. Entschuldigung aber wenn man in der 5 Klasse total überfordert ist dann sollte man vll. die Schule wechseln? Auch sehe ich nicht das Hauptproblem in den Gymnasien sondern eher in den Grundschulen in dennen die Schüler meiner Meinung nach viel zu sehr in Watte gepackt werden. Den wenn die Schüler in der 5Klasse einen Schock von frühen aufstehen oder ähnlichem bekommen dann ist das mit Sicherheit ein Problem das man schon früher (in der Grundschule) bekämpfen hätte müssen.

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18. Januar 2008 22:37

Aus einer anderen Welt

Elke Schneider (k51415)

Man muss sich schon fragen, was den Autor dieses "Stückes" zu diesen Zeilen bewogen hat. Jemand, der die Kinder als angebliche Helden in den MIttelpunkt seines Artikels stellt, ihr Tun und Handeln preist, als würden sie das Böse austreiben - geradezu lächerlich angesichts der Wirklichkeit. Hat er wirklich jedem einzelnen Kind tief in die Augen geschaut, um ihre angeblichen dunklen Ränder und Ringe zu sehen - wohl kaum. Hätte er nur einen Fußbreit vor die Tür gesetzt, wäre ihm beispielsweise am gestrigen Tag aufgefallen, dass an der "zentralen Kundgebung" eines Elternprotesttages gerade mal 100 Teilnehmer zugegen waren - angesichts von allein 500000 Schülern und rund 50000 Lehrern in Hessen eine "erstaunliche" Zahl. Belegt dies einen Massenprotest gegen die Bildungspolitik von Roland Koch - sicherlich nicht. Auch wenn nicht alles auf anhieb rund läuft, stimmt die Richtung für mehr Bildungsqualität an Hessens Schulen im Interesse von Schüler, Elter und Lehrer.

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18. Januar 2008 22:31

Klingt wie Panikmache..

Wolfgang Meyer (kritzel3)

was Herr Geyer hier produziert hat. Wie groß die Belastung unserer Kinder durch die Schule wirklich ist, will er durch Gewichtskontrollen der Schulranzen Zehnjähriger und vage Schätzungen der Schulzeiten pro Woche bestimmen. Selbst wenn Schüler bis nachmittags in der Schule wären, müssen Eltern doch nicht um ihre Kinder fürchten. Das ist in anderen Ländern üblich, hat sich sogar bewährt.
Überschriften und Inhalt dieses Artikels sind einer seriösen Zeitung nicht würdig.

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18. Januar 2008 22:21

G8: Nicht nur in Hessen

Stefan Sedlaczek (sedlaczek1)

Die Probleme gibts ja nicht nur in Hessen. Und "Dank" "Schulpflicht" und Schulzwang müssen alle mitmachen und keiner darf bessere Angebote machen. Armes Deutschland. Arme Kinder. Arme Eltern. Man kann das aber ändern. Es muß nicht so bleiben.

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18. Januar 2008 21:06

Gestohlene Kindheit?- Chancen nutzen!

Oliver Jedynak (oli-edi)

Dass Kinder Dank G8 länger in die Schule gehen müssen, ist jedem bekannt. Wo liegt das Problem? Es ist doch klar, dass man ein Jahr nicht einfach weglassen kann. Deshalb wir der Unterrichtsstoff gleichmäßig auf längere Schulzeiten umgeschichtet, sodass ein Jahr entfallen kann. Eine 6. Klasse mit 10 Stunden am Tag habe ich persönlich noch nie erlebt und wenn, dann ist dies gewiss nur eine Ausnahme. Meiner Meinung nach ist G8 nicht so schlecht, wie es von jedermann behauptet wird, denn ein erspartes Schuljahr, ein Jahr indem man früher studieren kann oder sich einen Arbeitsplatz suchen kann, ist sehr viel. Eine "schöne Kindheit" kann man gewiss auch mit G8 haben, auch wenn die Möglichkeiten eingeschränkt werden, wir wollen doch nicht übertreiben... Vielleicht ist es auch besser, dass die "wunderbare Kindheit" etwas mit Realität vermischt wird, sodass der Schock im "wahren Leben" nicht zu groß ist...

Oliver Jedynak

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18. Januar 2008 20:39

Eltern sind nicht begeistert

Sascha Kaiser (thorin)

Ich habe schon mit vielen Eltern über die Unterrichtsgarantie plus usw. gesprochen. Überzeugt hat dies keinen.

Insoweit ist es eigentlich folgerichtig, dass Roland Koch versucht hat, andere Theman in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken und das Schulthema zu meiden. Ich denke, er wußte, dass er hier verwundbar sein würde.

Womit er wohl nicht gerechnet hat, war, dass er auch bei seinem Paradethema Sicherheit verwundbar sein könnte. Insoweit frage ich mich inzwischen, welches zentrale Wahlkampfthema das Richtige gewesen wäre.

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18. Januar 2008 20:24

Schule in Deutschland

Michael Puschendorf (micha_p)

Es gab zu DDR Zeiten mal einen Witz.

Frage: "Ist der Sozialismus Wissenschaft oder Ideologie?"
Antwort: Ideologie. Wäre es Wissenschaft, hätte man es erst mit Ratten und Mäusen probiert."

Mit dem deutschen Schulsystem verhält es sich ähnlich.

Und die Kultusminister der Länder mit ihrer KMK sind ein Teil des Problems. Nicht der Lösung.

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18. Januar 2008 20:02

Klassenkämpferisches?

Marc Rieger (rieger74)

Geht das nur mir so, oder kommt das anderen auch ein bisschen zu klassenkämpferisch vor? Wenn Kinder auf Demonstrationen geschickt werden, habe ich immer eine gewisse natürliche Abwehrreaktion und würde zumindest mal ganz gerne die andere Seite hören. Auch habe ich irgendwie im Hinterkopf, dass deutsche Schüler im internationalen Vergleich recht kurz die Schulbank drücken. (Anderswo sind Ganztagesschulen eher normal.) Ein etwas differenzierterer Artikel dazu wäre also ganz hilfreich. (Vielleicht kommt der ja noch...)
Unabhängig davon: Ist es nicht Ironie, dass Koch seinerzeit auch mit dem Versprechen, die Schulen zu stärken (u.a. durch neue Lehrerstellen) Ministerpräsident wurde? So ändern sich manchmal eben die Zeiten und Meinungen...

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