Guten Nacht !
Der Bericht trifft leider genau die Realiät. Nicht nur in Hessen. Dort hat man ob des herrschenden Wahlkampfs sogar schon reagiert. In BW ist es leider noch schlimmer. In der freien Wirtschaft wären die Projektleiter-G8 schon längst auf der Suche nach einem neuen Job. Schlechter geht es nicht ! Völlig Konzeptlos!
Ja, Fehler passieren. In Hessen und BW und überall. Aber man muss Fehler eingestehen und dann daraus lernen. Und da geht in BW leider nichts.
Ich denke wir gehen da mit unserem Nachwuchs ziemlich dumm und gefühllos um. Wir nehmen den Kinden die Möglichkeit zu Sozialkontakten. Wir nehmen ihnen die Möglichkeit Sport zu machen. Wir nehmen ihnen die Möglichkeit Musik und Kunst zu machen. Wo soll sich denn die Kreativität entwickeln, mit der unsere Ingenieure D zum Exportweltmeister gemacht habe ? Wir sind früher in Wald und haben Baumhäuder gebaut. Heute lernen die Kinder nachmittags, abends, am Wochende in den Ferien. Ohne Hilfe der Eltern geht nichts mehr, weil der Stoff von 9 Jahren eben nicht in 8 Jahre gepresst werden kann.
Das schlimmste aber ist das Kinder die Lebensfreude verlieren. Deutschland ist so kinderfeindlich wie noch nie! J.Droste
Hallo
der Bericht trifft genau die Realiät. Nicht nur in Hessen. Dort hat man ob des herrschenden Wahlkampfs schon
Wer gegen G 8 zu Felde zieht
muss sich als ehrgeizige eltern auch selber an die Nase fassen.
Fängt für viele Kinder doch schon im Vorschulalter das konditionieren an,
weil die eltern befürchten, anders schafft es der sprössling nicht, Arzt oder sonst was zu werden.
Fehlende Lateinkenntnisse sind angeblich das zweitgroesste Defizit der Studierenden, siehe Beitrag von B. Sporkman. Ich sage, es gibt keine groessere Zeitverschwendung als Lateinunterricht, man tut den Schuelern keinen Gefallen mit Latein. Ich habe selbst das Latinum und kann sagen, es hat mir in meiner Studienlaufbahn nicht das geringste genutzt, wie koennte es auch? Lateinlehrer wissen dass "Videorekorder" das lateinische "video - ich sehe" im Wort enthaelt, aber wie man einen Videorekorder bedient, geschweige denn wie er funktioniert, dass wissen die Lateinlehrer nicht und koennen es daher auch nicht vermitteln. Jede Art von High- und Biotech ist fuer Lateinlehrer eine Black Box. Informatik, Biotech, BWL, inzwischen auch Medizin und bald auch Jura - hier braucht man kein Latein. Ein Arzt muss wissen wie Kernspintomographie funktioniert & interpretiert wird, nicht woher das Wort kommt.
Latein braucht man fuer Orchideenfaecher wie Archaeologie, Theologie... - also die Sozialhilfeempfaenger von morgen.
Die jetzigen Gymnasiasten verdienen es, dass ihnen ein solides Wissen ueber Technologie, Wirtschaft und gute Sprachkenntnisse in Englisch und mindestens einer weiteren lebenden Sprache (mein Tip: Chinesisch) vermittelt werden.
In meinem Beitrag vom 18.Jan 22:47 Uhr habe ich die Einstellung in ostasiatischen Länder zum Thema Überforderung der Kinder aufgezeigt. Extremere Beispiele z.B. aus Korea könnten noch ergänzend angefügt werden.
Die klugen Köpfe hinter faz.net werten diese Informationen – ohne jede persönliche Einschätzung und Meinung – als belanglos.
Da frage ich mich doch, warum Informationen zum Thema aus Ländern mit denen wir in direktem „Wettstreit“ stehen, belanglos sein sollen. Stehen wir und später unsere Kinder nicht im globalen Wettbewerb?
Ist es wirklich uninteressant in diesem Zusammenhang, wie andere Länder ihre Kinder auf die Zukunft vorbereiten?
Das schlimmste an diesem kindheitszerstörenden G8 ist, dass man diesem Wahnsinn nicht entflliehen kann und andere schulfreie Bildungsalternativen wählen darf. Das was unsere europäischen Freunde problemlos können (Home Education) wird hierzulande gnadenlos unterdrückt, diskriminiert und verleumdet (Fundamentalismuskeule). Obwohl frei und selbstbestimmt lernende Kinder in aller Welt sehr gut, meist besser als die traditionell beschulten Altergenossen abschneiden tut man in Deutschland so als sei das Kindeswohl gefährdet und versucht diese Familien per Sorgerechtsentzug zu zerstören. Dabei ist erwiesenermaßen Lernen nur da nachhaltig und erfolgreich, wo es freiwillig und aus echtem Interesse erfolgt. Zwangsweise befohlenes Pauken hält allenfalls bis zur nächsten Prüfung und wird dann vergessen. Lernen fürs Leben sieht anders aus als der per Schulzwang befohlene G8 Wahnsinn. Es wird Zeit für echte Alternativen im Bildungssystem und desse grundlegende Öffnung und Reformierung für neue Wege. Andere Länder haben es uns längst vorgemacht. Deutschland bleibt hier international isoliert - zum Schaden der Kinder.
Ich bezweifele nicht, daß das Bohrsche Atommodell in den Lehrbüchern von Physik- und Chemiestudenten vielleicht seinen Platz hat. Auch daß es sicher sinnvoll ist, Mathematik zu betreiben, möchte ich nicht in Abrede stellen.
Der Punkt meines Beitrages war aber, daß man hier in vielen Fällen
a) mit aktuelleren Lehrmethoden
b) mit gestraffterem Lehrstoff (besonders in den naturwissenschaftlichen Fächern)
die Schüler deutlich entlassen kann.
Schauen Sie sich z. B. mal die Buch- und Vortragsreihe "die Kinderuniversität" an. Da wird z. B. die Quantentheorie ganz ohne Hilbert und Differenzialgleichungen erklärt.
Herr Koch sollte für seinen Wahlkampf eine auszeichnung erhalten, z.B:
"The Burka-man"
Das Bohrsche Atommodell als falsch zu bezeichnen, ist unsinnig. Es gibt wesentliche Aspekte
atomarer Systeme wieder und kommt dabei ohne hohe Ansprüche an die Mathematik aus. Deshalb wird es auch in Lehrbüchern für Physik- unf Chemiestudenten behandet. Will man weiter gehen, muß man Quantenmechanik betreiben, welche die mathematische Theorie der Hilbert-Räume, mindestens aber Differentialgleichungen, voraussetzt. Das ist in der Schule nicht möglich.
Weiter halten Sie die Mathematik ab der neunten Klasse für unnötig. Das ist ein noch viel schwerwiegenderer Irrtum, der in Teilen der Bevölkerung leider verbreitet ist. Fehlende Mathematikkenntnisse sind das größte Defizit bei Studienanfängern, mittlerweile gefolgt von fehlenden Lateinkenntnissen. Und auch wer Mathematik in seinem Studium oder Beruf nicht unmittelbar braucht, ist gut beraten, sie nicht zu vernachlässigen, denn sie ist die Grundlage unserer Wirtschaft und Technik.
Mathematik als überflüssig zu bezeichnen oder gar mit der eigenen Ignoranz zu kokettieren, wie es viele tun, ist einfach nur peinlich.
Die Situation wird nicht unbedingt durch die Tatsache verbessert, dass angelernte Hilfskräfte im Rahmen der von der Opposition treffend als "Untergangsgarantie Plus" verballhornten Maßnahme zum Teil am Rande des Nervenzusammenbruchs oder fern jeglicher erzieherischer Fähigkeit mit Methoden aus der "Pädagogik" der Nachkriegszeit vor sich hin dilletieren.
Das wird dann als "großer Fortschritt" gefeiert: Menschen ohne qualifizierte Ausbildung werden auf Pflichtschüler losgelassen... ganz großes Kino. Geld investiert man lieber in überteuerte Landessoftware oder in Farbe an den Universitäten, in sogenannte (In)Kompetenzzentren usw - aber der staatlichen Lehrverpflichtung kommt man nach indem man Hiwis aber keine (ach so teuren) Fachleute anstellt. Macht man das demnächst auch im Krankenhaus so? Der Schlachter als Chirurg? Dann wander ich nach Guinea aus: Da ist das vllt. auch so. Aber ich weiß es vorher...
Und über Schulpflicht kann man trefflich streiten. In Österreich (wie übrigens nahezu weltweit auch) kommt man ohne dieses Instrument aus; die dort übliche Feststellungsprüfung scheint gut zu funktionieren.
Warum auch ein Kind zur täglichen Folter in die Schule jagen, wenn es dort nicht klar kommt und zuhause lernen kann?
Wenn ich die Ypsilantie-Argumentation verfolge, da kann ich wirklich nur hoffen, dass der Wähler merken, dass diese sich in einem Satz 2 mal wiederspricht und mit Polemik und Hetze zum Ziel kommen möchte. EIn sozialistisches Schlaraffenland, wie eine Ypsilantie-SPD es uns vorbetet ist Träumerei. Traurig, wenn die Bürger sich so verarschen lassen, aber dann haben sie es auch nicht anders verdient. Hessen ist meine Heimat, wie es das Hessenlied so schön betitelt, mein "Vaterland". Doch jeder weis Stillstand ist Rückschritt und ein halten des Wohlstandes, wie wir ihn zur Zeit vorfinden ist niemals möglich... Entweder wir wachsen und bleiben Konkurenzfähig oder wir gehen unter. Auch wenn ich mit vielen Ansätzen des Herrn Koch nicht daccord gehe, so würde ich niemals die Pest gegen Cholera tauschen wollen, denn er macht eine ehrliche Politik. Keine Augenwischereien, keine Geschenke kurz vor der Wahl. Er macht Hessen, für seine Bürger zukunftsfähig. Ein klares Zeichen ist, dass Woche für Woche Tausende von Menschen ins Rhein - Main Gebiet aus aller Herren Bundesländer pilgern um dort ihrer Arbeit nachzugehen. Rhein - Main ohne Fraport = Nordhessen -> Struckturentwicklungsland, das unter Koch einen gewaltigen Aufschwung erfahren hat.
Schulpflicht ist richtig!
Wo kämen wir denn hin, wenn Eltern in freier Willkür darüber entscheiden könnten ob ihre Kinder in die Schule gehen oder nicht?
Jede fanatisierte Minderheit (egal ob religiös oder nicht) unterrichtet ihre Kinder zu Hause, damit diese ja nicht mit der Realität oder mit Andersdenkenden in Kontakt kommen?
Für viele Kinder aus streng religiösen Elternhäusern ist der tägliche Besuch der staatlichen Schule oftmals die einzige Möglichkeit für ein Paar Stunden am Tag ein normales Leben zu führen, mit Gleichaltrigen zu spielen und dem religiösen Wahn Ihrer Eltern zu entkommen. Es gibt in Deutschland leider viele Eltern, die der Meinung sind sie müssten Ihre Kinder lieber in der Abgeschirmtheit der heimischen Wohnung in christlichen Fundamentalismus unterrichten anstatt sie zur Schulde zu schicken. Denn dort würden sie ja die Evolutionstheorie lernen, mit Ungläubigen zusammenkommen oder sogar - oh Herr bewahre uns davor - sexuell aufgeklärt werden.
Ja, ich weis, mein Kommentar hat mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun, aber wenn Leute wie Sie Herr Sedlaczek die Schulpflicht abschaffen wollen, dann muss ich klar und deutlich widersprechen! Die Schulpflicht MUSS unter ALLEN UMSTÄNDEN BESTEHEN BLEIBEN!
Empfehlung: "Das Teenager-Befreiungs-Handbuch" von Grace Llewellyn (Genius-Verlag). Neben dem Schulzwang gibt es auch die Möglichkeit des "Homeschooling", das aber in Deutschland als fast einziges Land restriktiv bis hin zum Kindesentzug gehandhabt wird. Bei immer grösserer Gängelung durch Politik und Wirtschaft sind wir aufgerufen, auch im Sinne des Allgemeinwohls, Eigeninitiative in allen Bereichen zu zeigen. Die Bodenhaftung der "Regierenden" und der sie mit Parteispenden finanzierenden Konzerne scheint exponentiell abzunehmen.
Meine Tochter ist in der 5. Klasse des Gymnasiums - und nimmt am G8, dem Gymnasium in 8 Jahren teil.
Dazu ein paar Anmerkungen: die pädagogischen Konzepte sind mindestens angestaubt, wenn nicht gar völlig veraltet. Meine Frau ist selbst Sprachlehrerin und gibt privaten Unterricht; sie sagt über das Vokabelpauken, die schriftlichen Englisch-Übersetzungsorgien etc.: "Das ist Sprachlehrsteinzeit."
In den wissenschaftlichen Fächern müssen die Kinder quälend Wissenschaftshistorie betreiben. Warum wird z. B. in Chemie immer noch in der 6. Klasse das Bohrsche Atommodell eingeführt (und auswendig gelernt), wenn wissenschaftlich klar ist, daß es falsch ist bzw. die Wirklichkeit nicht ausreichend wiedergibt?
Von dem, was in Mathematik ab der 9. Klasse gelernt wird - das braucht niemals mehr ein Mensch im echten Leben - da könnte man problemlos abspecken.
Ich denke, daß das G8 für ein Kind prinzipiell schaffbar ist. Voraussetzung ist eine höhere Begabung als bisher und ein entsprechender Einsatz der Eltern (auch finanziell). Kommen aber Belastungen dazu (z. B. ein Fahrschüler muß noch 1,5 - 2 Std. Fahrzeit aufwenden), kippt das ganze und kann nicht mehr bewältigt werden.
So ist das etwas für Hochbegabte, die neben dem Gymnasium wohnen.
kann deshalb zur konkreten Sache nicht mitreden.
Aber es gibt schon eins das mich wundert; nämlich die unterschiedlichen Maßstäbe.
Kleinstkinder sollen unbedingt in Krippen, weil die kleinen Hosenscheißer dort von hochqualifiziertinnen Fachkräftinnen angeblich ganz tolle Sachen beigebracht kriegen. „Frühkindliche Bildung“ - ein must in der Krippendiskussion.
Nonsens. Kleinstkinder brauchen feste Bezugspersonen (der Bezug muss nicht biologisch sein, wichtig ist die Kontinuität) und Zuwendung von eben diesen. Wird das genommen, kann man getrost von einer gestohlenen Kindheit sprechen.
Dass Kinder ab 3 in den Kindergarten gehen sollen halte ich für sinnvoll. Erst recht, dass die in der Schule zu lernen haben. Und zwar ordentlich!
Und so steckt die Regierung (egal welcher Farbe) in der Zwickmühle.
Zu hohe Forderung; und sie kassiert Kritik wie in diesem Artikel (wobei der Missbrauch der Kinder für Demonstrationen auf mich genauso abstoßend wirkt wie auf Leser Rieger).
Zu niedrige Forderungen; und das Ergebnis ist katastrophal (man könnte auch sagen: bremerisch).