Scheidungsväter ohne Rechte

Im Namen des Erzeugers

Viele Väter müssen nach der Scheidung oder Trennung um die Beziehung zu ihren Kindern kämpfen. Wenigen Rechten stehen viele Pflichten gegenüber. Ihre Welt findet sich in unübersichtlichen Internetseiten und aufgeheizten Diskussionsforen wieder. Wie die kulturelle Praxis den Vater ausmustert.

Lesermeinungen zum Beitrag

02. Januar 2006 21:51

Von wegen skurril

Kevin Müller (zahlpapa)

Die Welt Scheidungsväter besteht zunächst einmal aus zwei Millionen Männern, die strengen Pflichten unterliegen. Wenn sie sich in "unübersichtlichen Internetseiten und aufgeheizten Diskussionsforen" artikulieren, dann deswegen weil sie in der Öffentlichkeit ignoriert oder abgekanzelt werden. Wenn Trennungsväter überhaupt einmal auftauchen, dann in Artikeln, in denen sie als "Drückeberger" positioniert werden, so wie jüngst wieder in Hamburger und Berliner Blättern, in denen man sich wie üblich höchst verwundert zeigt, dass restlos leergepfändete arbeitslose Väter nicht mehr die deutschen Mindestunterhaltssätze ausspucken können (die zu den höchsten Europas gehören, kaufkraftbereinigt sind es sogar DIE höchsten). Man suche einmal mittlels Google nach den Stichworten "Vaterschaft Freude": 77000 Treffer. "Vaterschaft Unterhalt" ergibt 1,6 Millionen Treffer!

Was die Öffentlichkeit und Politik so beflissen ignorieren, lässt sich trotzdem nicht unterdrücken. Die grösseren der im Artikel belächelten Foren wie pappa.com oder vatersein.de gehören zu den Top-Adressen mit sechs- bis siebenstelligen Zugriffszahlen pro Monat, an die tausend neuen Beiträgen. Hilfeseiten wie vaeternotruf.de oder trennungsfaq.de liegen nicht niedriger. So manche Zeitung erreicht dies nicht!

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02. Januar 2006 13:11

Abschied aus der Wirtschaftsgeschichte ...

michael h (michaelh_62)

Kein Wunder, dass man NUR in Deutschland von einem Zeugungsstreik der MÄNNER spricht und schreibt. Bald wird es hier heißen: Raum ohne Volk!

Die nachwachsende Generation sieht doch nur allzu deutlich, was mit der Vorgängergeneration passiert. Viele von den Geschlechtsgenossen können lebendig an den Körperweltenausstellungen teilnehmen.

Nur nebnebei: Auch das schlechtere Abschneiden der Jungs bei der PISA-Studie kommt aus dem Schoß, der noch fruchtbar ist. Gerade Jungs leiden besoondrs darunter, wenn sie erst mit 10 Jahren ( Hauptschule oder Gymnasium) dem ersten Mann begegnen, dem sie Respekt entgegen bringen (sollen). Von der allein(?) erziehenden Mutter, über den Kindergarten (Erzieherinnen) und Grundschule ( 90% Lehrerinnen !!!) sind diese Jungs schon so sozialisiert, dass die nächste Generation verloren ist ...

Mehr:

http://abgeschmackt.blog.intrinet.de/

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28. Dezember 2005 16:40

Glückwunsch an die Faz und an Herren Rosenfelder ...

Emmanuel Declerq (Declerq)

.... daß sie endlich die Thematik sachlich aber dennoch pointiert öffentlich bekannt geben, und dieses nachdem die Faz, die letzte Zeit, mich persönlich mit Artikeln aus den Federn von Alice Schwarzer, Jennifer Wilton, Sandra Kegel und co... aus ihren Web-Seiten vergrault hat. Den wertvollen Kommentaren der Leser möchte ich meistens zustimmend nichts hinzufügen.

Dennoch möchte ich die Aussage von Prof Amendt ergänzen, daß die Geschlechterpolitik der siebziger Jahre vielleicht die Lage akkzentuiert hat, dennoch die Wurzel liegen womöglich ein wenig weiter zurück:

"Dabei betonte der Führer (A.Hitler) mit aller Entschiedenheit, daß nicht die Sorge für das Wohl des Kindes in erster Linie ausschlaggebend sei, sondern das ethische Recht der Mutter auf das Kind."
Zitiert nach Schubert, Das Familien- und Erbrecht unter dem Nationalsozialismus, 1993, Seiten 703, 704.

Es ist die Pflicht jedes demokratischen Bürgers, geschweige denn jedes Journalisten auf diesen Unrecht hinzuweisen.

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25. Dezember 2005 22:56

Ganz einfach: 1x = 25 Jahre Zahlmeister! / Kind-GmbH

R K (rkzeit)

Lernen wir vielleicht von der betrieblichen Wirtschaft, die erst mit der
Einführung von Kapitalgesellschaften mit beschränkter Haftung (für die
Gründer) und Börsenmärkten ihren großen Aufschwung nahm. Und diese
Kapital-Gesellschaften bringen heute den Großteil der (v.a. riskanten)
Wirtschaftsleistung hervor. Die GmbH und AG für die Kinderversorgung im
Guten brauchen wir - statt der traditionellen klammen Familie mit
Zerfallsgarantie. Erst dann wird die Gesellschaft wirklich human werden.
Die aktuelle Politik will leider sogar noch umgekehrt die klamme
mikrokanonsche Verklettung der Familienversorgung auf die Eltern und andere
Verwandten ausdehnen. So geht der Schuss nach hinten los: von der
traditionellen konditionierten Gesellschaft in die Zwangs- und
Angstgesellschaft!

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24. Dezember 2005 17:36

Im Namen des Erzeugers.Das waere schoen.Das gibt es aber nicht.Das bleibt Traum

Daniel Kleiner (Kleinermann1)

Es waere schoen,wenn es auch im Namen des Erzeugers unverauesserlichen, unwegnehmbaren Rechte gaebe.Die gibt es aber nicht.Im wessen Namen habe ich also mein Kind miterzeugt?Besitze ich irgend ein Eigentum,das kann mir niemand wegnehnem.Das Eigentums ist per Grundgesetz garantiert.Ueber mein Kind verfuegen viel mehr als ich:die Mutter,das Jugendamt etc.Ich denke,das Problem liegt wirklich darin,dass das Recht des Erzeugers
- des miterzeugenden Vaters - nirgends deffiniert, geschweige denn garaniert ist. Wir leben in einem Rechtsanwaltstaat - ohne ihn geht gar nichts -und so wird halt mit dem Recht herumjongliert.Der bessere Jongleur erkaempft des Menschen Recht.Meistens ist das die Erzeugerin-auch nur eine Miterzeugerin-des Kindes
Vielleicht hat man gedacht:die Mutter bringt das Kind auf die Welt.Den Vater hat sie dazu nur als den Samen- lieferanten gabraucht.Sie kann heute auch nur die Samen im Labor bekommen.Also die feministische Denkweise koennte sagen:Vater als Erzeuger braucht die Frau nicht Da liefert aber die Technologie den Ausgleich:
Vater koennten eine Eispende verwenden ind eine Frau finden die das im Labor erzeugte Embrio dann als Kind zur Welt bringt. Das ist nur eine Frage des Rechts,ob das
erlaubt ist oder nicht.Moeglich ist es schon.Damit waere der Mann der Frau auch biologisch gleichgestellt
Dank der Bio-Technologie.Die Tatsache koennte die Rechtsgeber dazu veranlassen,die Gleichberechtigung der Vaeter in das Grundgesetz aufzunehmen.Hoffnung keimmt auf

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24. Dezember 2005 14:08

(Scheidungs-)Väter ohne Rechte

Carsten Blicke (sinepapa)

Es gibt noch einen anderen Gesichtspunkt, den die Frauenversteher und Mutterkultisten in den Parlamenten und Gerichtssälen ignorieren.
Es ist heute noch wie seit Jahrtausenden, daß die Frau allein darüber entscheidet, ob sie schwanger wird, oder nicht. Die Einflussmöglichkeiten der Männer sind hier sehr begrenzt.
Lt. einer Studie des Statistischen Bundesamts wollen von den jungen Frauen 16,6% keine Kinder, aber über 27 % der Männer.
Die pharmazeutische Industrie arbeitet mit Hochdruck an wirkungsvollen hormonellen Kontrazeptiva für Männer – eine alte Forderung der Feministinnen.
Bei Beibehaltung der derzeitigen Familienpolitik und UnRechtsprechung wird es bei - in Kürze erwarteten - Markteinführung der „Pille für den Mann“ zu einem Einbruch der Geburtenrate kommen, der alle Vorstellungen der Politiker sprengen wird.
Die Generation der heutigen entvaterten Jungen hat durchaus registriert, wie mit ihren Vätern umgesprungen wurde und wird die eigene Familienplanung entsprechend ausrichten.

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24. Dezember 2005 01:27

Scheidungsväter...

Steffen Peskova (steffen93)

Ich finde es super, dass sich die FAZ mit solchen Themen auseinandersetzt. In der lokalen Presse (Thüringer Landeszeitung) wurde ich eingeladen, um einen Artikel diesbezüglich zu komplettieren. Unschön war jedoch die Tatsache, dass die Lokalredakteurin weder den Artikel erscheinen liess, noch sich auf zweimalige Nachfrage meldete.
Ich fand es nur 'etwas' ungewöhnlich, dass dem Richter, der wegen Erkrankung der angesetzten Richterin im Zuge der einstweiligen Verfügung eingesetzt wurde, bereits nach 5 Minuten klar war, wie das anschliessende Urteil ausfallen würde...
Seit dem der Kindesmutter bewusst war, dass ich gerichtlich gegen ihren geplanten Umzug vorgehen werde, hatte ich massive Kontaktschwierigkeiten mit meiner Tochter. Seitdem sie im Ausland sind, habe ich meine Tochter (jetzt 8 Jahre alt) drei Jahre weder gesehen noch gesprochen.
Ein Hoch auf unsere Justiz, denn zahlen können wir immer, auch wenn sich die Mutter nicht an Urteile hält!
Ich wünsche trotzdem ein frohes Weihnachtsfest,

Steffen

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23. Dezember 2005 20:22

Väter haben noch keine Lobby

Helmut Zermin (Zermin)

Sie schreiben: Väter haben bisher keine Lobby. Wie wahr: Trennungsväter dürfen meist nur zahlen. Auch in diesem Jahr haben viele tausend Väter Weihnachten wieder allein verbracht. - sie, aber -auch so manche Großeltern-, durften ihre Kinder oder Enkel nicht sehen und manchmal sogar nicht einmal Geschenke überbringen. Nicht nur in der Single-Stadt Berlin haben getrennt lebende Väter oder deren Eltern einen schweren Stand, wenn die Mutter den Kontakt zu den gemeinsamen Kindern oder Enkeln einschränkt bzw. boykottiert. Mehr als es Erwachsenen oft bewusst ist, sind beide Elternteile aber für die Entwicklung der Kinder wichtig. Dazu gehören auch leibhaftige Väter, die im Leben ihrer Kinder präsent sind und Verantwortung mit übernehmen (dürfen). Gott Sei Dank hat sich jetzt aber Bundespräsident Horst Köhler vor der Eröffnung des Forums Demographischer Wandel des Bundespräsidenten dem Thema Trennungsväter- und kinder sowie Trennungs-Großeltern angenommen, und am 6. Dezember 2006 einige Trennungsväter empfangen, die als blaue Weihnachtsmänner verkleidet waren.
Auch die öffentlich rechtlichen Sender nehmen sich dem Thema inzwischen an. Im neuen TV-Zweiteiler Mama und Papa, der am 2. und 4 Januar 2006 jeweils um 20 Uhr 15 im ZDF läuft, schilderte beispielsweise der Filmregisseur Dieter Wedel einen Scheidungskrieg aus Sicht der Kinder. "

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23. Dezember 2005 19:26

Götterdämmerung?

Holger Sulz (H._Sulz)

Amendt hat es erfaßt!
Wer glaubt, Männer reagierten jetzt plötzlich nur in Anbetracht gesetzlicher Benachteiligung hinsichtlich ihres Vaterseins, irrt gewaltig. Die Übermacht staatlich- feministischer Deutungshoheit hat längst für ein radikales Umdenken in Männerköpfen gesorgt- allerdings mit ganz unerwünschtem Resultat:
nicht nur die Vaterschaft, jegliche 'Beziehung' zu einer Frau hier ist zur Disposition gestellt und die Zahl junger, durchaus attraktiver Männer ohne jegliche emotionale Bindung an das weibliche Geschlecht wächst unaufhörlich. Wer 30 Jahre lang zurückgestoßen und als potentieller Gewalttäter gesehen wird, wem nahezu jede höhere Errungenschaft der Zivilisation abgesprochen wird, der argumentiert schließlich nicht mehr, sondern wendet sich ab. Frauen werden dann ausschließlich unter dem Aspekt sexueller Verfügbarkeit gesehen und gut is. What a self-fulfilling prophecy!

Kerlchen wie der Filmschaffende Schuster werden allenfalls belächelt als Weichei und das noch nicht mal zu Unrecht. Es ist die Sorte, die begeistert all die feministischen Pirouetten mitgedreht hat. Wetten, daß er beim 'Presskurs' war? Viel Spaß beim Yoga. Zen ist nichts für 'ihn'. Erfordert Männlichkeit. Und überhaupt lebt seine Mamma vielleicht ja noch.

Es wäre verkehrt, das Problem auf das der geschmähten Väter zu reduzieren.
Es ist ein Grundsätzliches.


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21. Dezember 2005 01:40

What a wonderful world....

Carl Rotermund (Carl46)

Das Leben ist eine Komoedie - es sei denn Mann laesst sich scheiden.
Jenseits aller Verletzungen ('ich lasse Dich ausbluten') sehnt er sich - was zumindest seine Tochter angeht - nach einem geistig-seelischen Austausch, der Gegenwart und Zukunft nicht verschuettet.
In der Zwischenzeit, nochmals mittels einer Analyse den Versuch einer Nachentwicklung unternommen, sieht sich der beschaemte Vater vor einem Scherbenhaufen stehend:

Die inzwischen volljaehrige Tochter steht immer noch unter dem Einfluss ihrer Mutter und laesst ihren Vater von der zunaechst gemeinsam geplanten Abi-Feier durch ihre Mutter wieder ausladen.

Sollten Vaeter ob ihrer Sensibilitaet dies als Kraenkung erleben, eventuell auch noch krank werden - die deutsche Gesellschaft wird dies sicherlich unter der Rubrik 'unvermeitliche Verluste' abbuchen.

Ich wuensche denen, die in Zukunft gesellschaftliche Verantwortung im Sinne unserer Kinder uebernehmen einen erweiterten emanzipatorischen Ansatz.


Dr. Carl Rotermund

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20. Dezember 2005 21:15

Von wegen kultivierte Wut !

Christian Budzinski (ChriBud)

Ich bin dankbar, dass endlich mal jemand die Dinge beim Namen nennt. Jedoch kann ich nicht die Meinung des rezitierten Filmschaffenden Schuster teilen, dass nämlich Väter- und Männerrechtler ihre Wut (im übertragenenen Sinne ihr Selbstmitleid) kultivieren würden. Was in diversen Foren geschrieben wird, ist nur die eine Seite der Medaille und keinesfalls mit der politischen und gesellschaftlichen Arbeit der Vereine und Initiativen identisch.

Die geschlechtspolitische Initiative MANNdat e.V. engagiert sich - zum Beispiel und unter anderem - für die Rechte von Männern und Jungen, und gegen deren Benachteiligung in der Sozial-, und Arbeitsmarkt- oder der Gesundheits- und Bildungspolitik. Männerfeindliche Werbung und einseitige Berichterstattung in den Medien, werden ebenso aufgegriffen und nach Möglichkeit korrigiert oder beseitigt. Dass, und wie Männer - entgegen dem feministisch geprägten Diskurs - von Benachteiligungen betroffen sind und welche zum Teil erheblichen Auswirkungen das haben kann, wird u.a. auf der Website des Vereins verdeutlicht (www.manndat.de).

Yoga ermöglicht vielleicht dem Herrn Schuster eine gesunde Entspannung und verhilft ihm zu psychischer Stabilität, aber durch dieses "Einzelgängertum" wird sich weder politisch noch gesetzlich oder im gesellschaftlichen Bewußtsein jemals etwas verändern. Durch seinen Rückzug verfestigt er sogar das Klischee vom desinteressierten Vater, der selbst die gröbste Ungerechtigkeit klag- und emotionslos wegsteckt.

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20. Dezember 2005 20:41

Ein Lesenswertes Buch

Ralf Papa (Papa_46)

Dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre für Männer werden, die sich mit dem Gedanken tragen, später einmal Vater werden zu wollen.

Nicht nur Scheidungsväter sind ohne Rechte, auch Väter von Kindern, die nicht in einer Ehe gezeugt wurden.

Dieses Rumgelaber von Seiten der Familienvernichtungsmafia zielt nur darauf ab, Väter in der Zahlfalle festzuhalten. Apelle an die "Verantwoirtung" der Vätzer zielen nur auf den monatlichen Scheck, wenn ein Vater auch tatsächliche, anfassbare Verantwortung übernehmen will, scheitert er an der Bundesdeutschen Realität.

So lange Kinder kein durchsetzbares Recht haben, auch mit ihren Papis zusammen zu sein, sollten sich potentielle Väter mit der Zeugung von Nachwuchs unbedingt zurückhalten.

Ein Vater, der seit 185 Wochen nicht mit seiner nun 8-jährigen Tochter zusammen sein durfte
!
www.papa-ralf.de

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20. Dezember 2005 18:38

Eines sogenannten Rechtstaates unwürdig!

Christian Mitterdorfer (cactus)

Jeder von uns kennt irgendwo in seiner Umgebung oder Freundes- und Familienkreis einen Fall, wo Kindern, durch nicht selten mangelnde richterliche Ausbildung gefällte eklatante Fehlurteile, ein nachhaltiger Schaden zugefügt wird. Immer heißt es, daß das Wohl des Kindes im Mittelpunkt stünde! Was für eine Anmaßung und Scheinheiligkeit dieser verkommenen Gesellschaft! Würde es zum Beispiel um das Thema Mitrauchen gehen,würde bei einer menschenverachtenden Schieflage mit so katastrophalen Folgen, mit allerschwersten juristischen Mitteln aufgefahren werden- und zwar innerhalb kürzester Zeit! Alle Rechte für einen und alle Pfichten für den (die) andere(n) ist ein Versagen des Rechtstaates. Es ist aber in meinen Augen ein Spiegelbild der falsch verstanden Gerechtigkeit, zu glauben, daß Rechtstaat mit Gerechtigkeit gleichzusetzen ist.So nenne man es der Klarheit willen gesellschaftlichen Willkürstaat.Wie lange noch müßen zu Unterhalt verdonnerte Elternteile diesen mittelalterlichen Zustand ertragen, den elementarsten Menschenrechten beraubt sein, nicht einmal über den schulischen Fortschritt Auskunft erhalten zu können, bis Kinder sich frei und mit juristischer Unterstützung das für sie wirklich beste wählen können?

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20. Dezember 2005 18:13

'Ich bin doch nicht blod'.Wie kann ich das mit Sicherheit wissen?Selbstpruefung?

Daniel Kleiner (Kleinermann1)

Unser Rechtssytem ist auf dem Gebiet des Eherechts total krankBei der Scheidung spielen die Hauptrolle die Scheidungsanwaelte(seit eineger Zeit sollen es welche geben,die Familienanwaelte heissen)
Die Ehe schliesst man auf dem Standesamt.Warum geschiet die Scheidung nicht auch dort?
Es geht ja im Grunde nur um einen umgekehrten Vorgang.
Frau und Mann erklearten,dass sie sich scheiden lassen wollen.
Die Amtsperson beurkundet die Scheidung,genauso,wie sie eine Eheschliessung beurkundet
Das geht aber in Duetschland nicht.Eine Scheidung kann nur ein Gericht "erklaeren",aussprechen.So wie ein Gerichtsurteil,als haette man eine Straftat begangen
Oder als ob man um eine Wertsache,einen erlittenen Schaden usw. sich vor Gericht streiten muesste
Es gibt aber mindestens ein Land auf dieser Welt,wo man die Scheidung genauso abwickeln kann,wie eine Eheschliessung. Ueber die Aufteilung des Vermoegens muss man erklaeren,dass man einig ist.Nur so lapidar Es sind keine Urkunden notig.Ueber die Kinder muss man auch so eine Erklaerung abgeben.
Dann wird die Scheidung beurkundet
Ueber die Vermoegensfragen,ueber finanzielle Sachen(Unterhalt fuer die Kinder)kann man die Vereinbarung
schriftlich vor dieser Amtsperson leisten
Das ist billig und genauso rechtswirksam,wie die deutsche
Methode alles ueber Anwaelte und zu vereinbaren,oder vom Gericht entscheiden zu lassen
Was sagt man dazu in Deutschland?
Fuer Deutschland gilt:
Man muesste fuer die Scheidung vor Ehe alles vereinbaren

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20. Dezember 2005 17:48

Verantwortungsvolle Väter

Tomas Opitz (Optimist2)

Ich bin selbst seit 6 Jahren geschieden und Vater eines 11 jährigen Sohnes. Jedes Jahre fahre ich seit der Trennung 25000 Kilometer um meinen Sohn zu besuchen. Dies kostet viel Geld und Kraft an Freitag Nachmittagen auf der Autobahn, an den Sonntag Abenden, wenn ich gegen 2:00 Uhr am Montag Morgen nach 6 Stunden Fahrt nach Hause komme. Und trotz alledem weiß ich, daß es mir besser geht, als vielen anderen Vätern. Ich selbst bin seit 6 Jahren Mitglied im Väteraufbruch für Kinder e.V. und habe dort tolle, engagierte, verantwortungsvolle Väter kennen gelernt, die Ihre Kinder genauso lieben, wie ich meinen Sohn liebe.
Um all diesen Entfernungsvätern zu helfen, habe ich vor 6 Jahren die Initiative "Betten für Eltern" ins Leben gerufen, bei der sich mittlerweile bereits 300 Mütter und Väter als Anbieter von kostenlosen Übernachtungsmöglichkeiten angemeldet haben.
Ich wünsche mir, daß alle Mütter nach einer Trennung bzw. Scheidung erkennen, daß Sie zwar den ehemaligen Partner nicht mehr lieben, er aber immer der Vater der gemeinsamen Kinder sein wird. Und ich kann allen Müttern nur empfehlen, den Kontakt der Kinder zum Vater zu fördern, denn die Jahre vergehen sehr schnell, die Pubertät kommt, mit all Ihren Problemen und dann ist sehr schnell die Konsequenz "Dann ziehe ich eben zu Papa".

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