Ibrahim el-Zayat, der diskrete Mann im Hintergrund des europäischen Islamismus

Islamkonferenz

Trojanisches Pferd

Er war ein ungebetener, aber geduldeter Gast auf der Islamkonferenz: Ibrahim el-Zayat, Chef der „ Islamischen Gemeinschaft“, gilt dem Verfassungsschutz als mächtiger islamistischer Strippenzieher. Seine Anwesenheit verstörte die liberale Migrantengesellschaft.

Lesermeinungen zum Beitrag

09. Mai 2007 12:38

Gepäck läßt Schlüsse zu

Klaus Steffen (krs)

Sagen wir es doch mal so:
Wer einen el Zayat im Gepäck hat, der findet ihn und seine Aussagen wichtig. Also auch, was jener Herr lt. Zitat von sich gegeben hat. Und wenn man eine Person mitsamt seiner Aussage als wichtig empfindet, dann teilt man in der Regel diese Auffassung, oder bekämpft sie aber mindestens nicht.

Also läßt dieser el Zayat durchaus Rückschlüsse auf Herrn A. Köhler zu. Eine gewisse Bestätigung erfährt das in dem Wunsch des Herrn Köhler, bzw der von ihm vertretenen Truppe laut "Spiegel":

"...Sogar straffe Vorgaben für Journalisten deutscher Medien wurden diskutiert. So war auf der Konferenz allen Ernstes von einer 30-prozentigen Quote ‚neutraler oder positiver Berichte‘ über Muslime die Rede.“

Wenn das nicht im Sinne des Meisters ist, was dann?

Es ist ein Trauerspiel sondergleichen, daß man diesen Herrn nicht einfach vor die Tür gesetzt hat. Über die geforderte Qoute scheint der betroffene Berufsstand nicht sonderlich erregt. Erinnert an vergangene Zeiten und nennt sich wehrhafte Demoktratie.

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09. Mai 2007 10:01

Auch deutsche Bischöfe..

Tom Weber (Tom030)

..stehen ja nun nach ihren israelkritischen Äußerungen im "Visier des Verfassungsschutzes". Kardinal Meißner und Bischof Mixa werden laut einem FOCUS Bericht allen Ernstes im nächsten Verfassungsschutzbericht erwähnt.

Ebenso stand dort auch Jürgen W: Möllemann (als Vertreter der "Neuen Rechten") und man denke nur an die rechtskonservative Wochenzeitung "Junge Freiheit", die mehr als 10 Jahre lang beobachtet wurde und erst nach einem jahrelangen Prozess durch das BVG gestoppt werden konnte.

Leider ist der Verfassungsschutz eben nicht autonom und nur dem GG verpflichtet, sondern steht unter der Knute des Bundes und der Länder. Diese Dienstehrren können aber nicht nur kontrollieren, sondern sind auch weisungsbefungt wer beobachtet werden soll. Und damit wird der Inlandsgeheimdienst zu einem polit. Machtinstrument.

Daher geht mein Vertrauen für diese Organisation gegen Null. Wie gefährlich der Herr el Zayat nun wirklich ist kann niemand mit Sicherheit sagen.

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09. Mai 2007 04:26

Schöne Kronzeugen

Klaus Meyer (deutschlaender2)

hat Frau Mönch da gegen Herrn el-Zayat ins Feld geführt: einmal die ägyptischen Sicherheitsbehörden, die mit ihrem pechschwarzen Menschenrechtsrecord mittlerweile selbst aus Washington starke Kritik einstecken müssen, obwohl sie doch nur die Schmutzarbeit für den Westen tun: sie vernichten die Gegner Mubaraks, des "gemäßigten" arabischen Staatsführers. "Gemäßigt" heißt dabei wohl, daß er nur sehr zurückhaltend Kritik an seinen Hauptsponsoren USA Und Israel übt. Gegenüber Andersdenkenden in der eigenen Bevölkerung, seien es Islamisten oder "echte" Demokraten, ist von "Mäßigung" weiß Gott nichts zu spüren. Weiterhin viel Spaß, Frau Mönch, mit solchen Mitstreitern! Übrigens, daß man als Unterdrückungsopfer im Mittleren Osten antizionistisch und antiamerikanisch ist, klingt zwar für unsere Ohren schrill, ist aber verständlich und nur zu berechtigt.
Und der deutsche Verfassungsschutz, mein Gott, der beobachtet viele Leute und Organisationen. U.a. Milli Görüs, weil diese für eine friedliche Umwandlung des militant antireligiösen laizistischen (eben nicht säkularistischen!) türkischen Staates sind. Wenn das nicht ihr Recht ist, was bedeutet dann Freiheit? Für Deutschland planen sie nichts derartiges. Huch, ich fürcht' mich so vor denen!

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