Es geht ans Eingemachte: Konservierte Geruchsproben im Stasi-Musesum

Vor dem G-8-Gipfel nimmt die Polizei Geruchsproben von Globalisierungsgegnern. Eine Überwachungstechnik, die auch bei der Staatssicherheit zum Einsatz kam. Hubert Spiegel hat Schriftsteller aus der ehemaligen DDR gefragt, was sie von der Rückkehr der Stasi-Methode halten?

Lesermeinungen zum Beitrag

24. Mai 2007 11:36
warum regt man sich nur über den Staat auf,  
W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)

der uns schützen will vor Gewalt, wie Brandbomben, hierfür wurden Geruchsproben verwendet -
warum regt man sich nicht mehr über die Bombenwerfer auf.
Ist das die Mentalität, die eine RAF nach oben gespühlt hat ???

Vom einer seriösen Zeitung sollte man etwas mehr Solidarität zum eigenen Staat erwarten dürfen.

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24. Mai 2007 11:21
Diese Perversion ist pervers  
Konstantin Schneider (bundesboy)

Die WinWin Situation, die nun für all diejenigen entsteht, die es wirklich ernst meinen, mit der Abschaffung von Freiheit und Versammlungsrecht, ist pervers.

Schriftsteller zu befragen, die sich in der Tat alles vorstellen können und auch gern zu Papier bringen, ist natürlich mal wieder eine taktische Leistung, die ihrerseits Fragen aufwirft.

Es ändert nichts daran, dass sich einige daran machen, die Perversion kunstvoll in die Rechtsprechung einzuführen.

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24. Mai 2007 11:02
Demagoggie bedroht die Verfassung  
Sven Jakobssohn (jakobssohn)

Es ist sicher ein Unsinn, wegen sechs Geruchsproben allein, den "Schnüffelstaat" auszurufen.

Aber und das ist das wirkliche Problem: Es geht hier um ein Mosaiksteinchen von vielen. Seit Schilys unseeligem Angedenken wird das Grundgesetz in kleinsten Schritten nach und nach ausgehölt. Eine Schnüffelprobe hier, eine Videokamera dort, eine Vorratsdatenspeicherung da, eine Einschüchterung von Demonstranten mehr. So kommt eins zum anderen - und für jede einzelne Aktion werden, auf diese Aktion bezogen, "gute Argumente" ins Feld gebracht.

Dazu kommt und das hat Schäuble zu verantworten, eine systematische Desinformation der Bürger. In der Maske des Biedermanns führt Schäuble einen Krieg gegen die Bürgerrechte, indem er Dinge miteinander vermengt, die nichts miteinander zu tun haben. Er baut eine Festung, die auf erschreckende Weise dem ähnelt, was in der gleichen perversen Diktion, die Schäuble verwendet, als "Friedensgrenze" bezeichnet wurde. Er begründet dies mit angeblich zu erwartendem islamischen Terror. Tatsächlich bedroht er damit aber vorwiegend friedliche Demonstranten.

SJ

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24. Mai 2007 10:38
Elf Länder sind beigetreten...  
Conrad Beckert (beccon)

... nicht fünf - das wird immer deutlicher

Conrad

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