Vätermangel

Akademiker mit Kinderwunsch gesucht

In den Debatten um die düstere demographische Zukunft des Landes nehmen sie stets einen unrühmlichen Paradeplatz ein: die wenig gebärfreudigen Akademikerinnen. Vielen von ihnen fehlt indes ein potentieller Vater. Und zwar ein Akademiker.

Lesermeinungen zum Beitrag

14. November 2005 11:28

Dumme Frauen

gisbert heimes (gisbert4)

Wenn das nun so zutrifft - natürlich trifft es zu -, dann sind Akademikerinnen am Ende dümmer als Frauen aus 'niedrigerer sozialer Schicht'. Die bauen sich nicht so hohe Hürden, die sie dann wieder zum Einsturz bringen (müssen).

Durch den ganzen Quirl scheint unerbittlich die Frage nach dem zeitgeistigen Lebensgefühl... und dem dazu passenden Wohlstandsniveau durch. Der Mann als Statussymbol ist einfach trendy. Vor allem, wenn er gut aussieht, über Manieren und Lebensart verfügt und richtig Kohle hat/verdient.

So, ein paar Ladys sollten jetzt auch mal was sagen.

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14. November 2005 10:10

Mütter in Cerutti-Mänteln...

Jörg Gondermann (joeyyy)

Wenn ein Alpha-Männchen und ein Alpha-Weibchen aufeinander treffen, dann haben die zwar guten Sex, aber ansonsten nur Diskussionen - gut für den Körper, viel zu anstrengend für den Geist.

Und irgendwann gehen die Diskurse auch im Bett los - und dann sollte der Mann gehen...

Wenn die Liebste nämlich erstmal schwanger ist, geht's erst richtig los. Studie auf Studie wird präsentiert, warum es gut ist, nachts um zwei in voller Lautstärke ein Bach-Oratorium zu hören. Oder zwei Wochen vor der Geburt permanent Sex zu haben (Sorry, aber: Hochschwangere Frauen sind sexuell nicht begehrenswert!).

Als Mutter zitieren sie nachts um vier, wenn mann als Vater auch mal im Halbschlaf den kleinen Schreihals neben sich im Bett füttert, aus dem Kursbuch Kinder, wie man ein Fläschchen hält und dass doch alles falsch ist, was mann macht...

Nee danke! Ich habe Mathematik und Betriebswirtschaft studiert und will nicht noch ein 15-jähriges Praxis-Seminar in Frauenpsychologie hinterher legen.

Da bleibe ich lieber bei meiner Mutter, wie's in dem Artikel so schön heißt ;-)

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14. November 2005 10:08

Es rauscht im Wald...

Jens-Christian Pohl (punxsatawnyphil)

aber ein solches Rauschen wie hier, wird auch nicht gescheiter, um so mehr Herren der Schöpfung einstimmen.

Nein, ich mag in diesen Tenor nicht einstimmen, eine klare Rollenverteilung mag für den ein oder anderen gut funktionieren, und die Frau findet er mit Glück dazu auch noch.
Es geht auch nicht um weniger gebildete Frauen, und dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nur als Problem von Frauen identifiziert wird, spricht auch schon Bände.

Dabei gibt es andere Erfahrungen: es ist möglich, einen anderen Weg zu gehen: aber das wird nur gehen, wenn beide Partner verstehen, daß Karriere das ist, was sie selber definieren, und das Familienmanagement beide später auch in ihren Jobs weiterbringen wird.

Nicht funktionieren aber, kann es in einer Gesellschaft, welche die Väter zu Zahlemeistern bis zum Sankt-Nimmerleinstag verdammt, die dann auch noch kämpfen müssen, um ihre Kinder sehen zu können. Eine Gesellschaft, die weiterhin ein Nazi-Mutterbild bereithält, weil sie echte Gleichberechtigung (u.a. im Beruf) nicht leisten will.

Mehr Kinder? Nicht nur über mehr Kitas, sondern auch über mehr Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern - und das heißt mehr Rechte für Väter.

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14. November 2005 08:50

Fehlinterpretation

Georg Fischer (gefischer)

M. E. interpretiert dieser Artikel maennliches Verhalten voellig falsch. Wir gut ausgebildeten Maenner ziehen junge und unkomplizierte Frauen nicht deshalb zur Ehe vor, weil wir etwa, wie der Artikel behauptet, "Angst vor starken Frauen" haetten, sondern, weil sich diese "starken, gutausgebildeten Frauen", so sehr wir sie auch als Gespraechspartnerinnen schaetzen, sich in einer Beziehung doch oft als zu kompliziert, noerglerisch und bereits zu individualisiert entpuppen. Ehrlicherweise muss man zugeben, dass es durchaus eine Rolle spielt, dass die huebsche Sekretaerin oder Krankenschwester in der Regel 10 bis 15 Jahre juenger ist als die promovierte Supergescheite. Gerade wenn man als Mann einen Kinderwunsch hat, moechte man seinem Nachwuchs lieber eine junge und herzige Mutter wuenschen, als eine, die sich zum Wickeln zu fein ist und die Meinung vertritt, sie sei nicht promoviert worden, um Windeln zu waschen. Ausserdem widerspricht die "Frau aus niedrigerer sozialer Schicht" einem nicht staendig.

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14. November 2005 07:33

Die Entscheidung der Frauen ist zu respektieren!

Frank Bach (Spindel)

Frauen, die sich bewusst gegen das Gebähren entscheiden, handeln vernünftig. Wir können davon ausgehen, dass ihnen diese Weigerung nicht leicht fällt, da sich beim Entscheidungsprozess die schwache Vernunft gegen das allgegenwärtige, drängende biologische Programm durchsetzen muss. Die Unterdrückung des Kinderwunsches ist in den meisten Fällen ein selbstloses Opfer zugunsten der Nichtgeborenen, denen das hohe Risiko erspart bleibt, in instabilen bis zerrütteten Familienverhältnissen aufzuwachsen.

Frauen, die auf diese Weise NEIN sagen, gilt mein ganzer Respekt: das Leben, Denken und Fühlen JEDER EINZELNEN ist wertvoller als die von selbsternannten Volkskörper-Ärzten ausgebrütete Demographie-Angst.

Frank Bach

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13. November 2005 21:56

Akademiker mit Kinderwunsch gesucht

Alfred Loerbroks (alnetum)

Dumm Tüch!

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13. November 2005 21:49

Vätermangel: Akademiker mit Kinderwunsch gesucht

Achim de Jong (carljung)

Zuviel Biologismus (der Mann als Jäger und Sammler) zuviel Kaffeesatzleserei (siehe aktuellen Artikel), zuviel Gerede und Geschreibe, meist mit ideologischem Hintergedanken (Frauenförderung, Männerschelte), zu wenig harte Fakten.
Eine Frau mit dem ernsthaften Wunsch eine Familie mit Kindern zu gründen findet, beim augenblicklichen Geschlechterverhältnis ohne jede Mühe einen geeigneten Mann, vor allem wenn sie begreift, dass auch das Zusammenleben ein Geschäft ist, bei dem Geben und Nehmen stimmen.
Die Rechnung: Du gibts mir alles und ich beglücke Dich mit der Gnade meiner Gegenwart nach dem Motto, g´schafft isch nix aber guck amol wie schön ich dalieg, das wird nichts werden. Männer sind wie sie sind, weil die Welt so ist wie sie ist. Und ein Nicht-Pantoffelheld wird sich von einer Tante nicht dominieren lassen. Die sogenannte Partnerschaft ist extrem anstrengend, weil jeder Käse neu ausdiskutiert werden muss. Wo eine klare Rollenverteilung vorliegt, da lebt es sich stressfreier.
Wo beide Karriere auf ihre Fahnen geschrieben haben, da ist für Kinder kein Platz. Ein echter Papa ist nicht mehr mobil, der möchte nicht bis Ultimo im Büro werkeln, der hat keine Lust von Meeting zu Meeting zu springen. Ein echter Papa, der möchte, wenn er nach Hause kommt, Gemütlichkeit. Der will nicht, dass seine Frau abgehetzt von der Maloche kommt und die Wagner-Pizza in den Ofen schiebt.
Viele Frauen haben sehr elaborierte Vorstellungen von ihrem Traummann, Männer sind bescheidener.

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