Was sind das fuer Lappalien verglichen mit der guten alten Zeit in der Hamburger Oper, wo Mattheson beinahe den jungen Georg Friedrich Haendel im Duell erstach. Was fuer ein Verlust DAS erst fuer die Welt gewesen waere!
Sicher war der arme Schauspieler nur vom Rat eines anderen Frankfurters namens J. W. Goethe angespornt:
"Schlagt ihn tot, den Hund, er ist ein Rezensent!"
nicht zu vergessen: auch herr stadelmaier konnte sich ja eines beleidigenden kommentars während der szene nicht enthalten, und hatte sich selbst im vorfeld in eine position des wenig flexiblen kritikers at work gesetzt. nebenbei war der 'skandal' einer der spannendsten momente des abends. zugegeben auf unverdiente kosten zunächst des einen, unnötigerweise nun auch des anderen herren.
Wir sollten uns freuen, dass es sowas überhaupt noch gibt. Denken wir an die Uraufführung von Stravinskys 'Frühlingsopfer', das waren noch Zeiten! Den Schauspieler deswegen zu entlassen, wäre völlig verfehlt. Für Körperverletzung und Beleidigung sind Gerichte, nicht Arbeitgeber zuständig.
Ich muss auch zugeben, dass hier wohl etwas zu viel hinein interpretiert wird. Ohne Hintergundwissen ist der Artikel wirklich etwas dürftig und ich denke Herr Stadelmaier wird sich schon zu wehren wissen....oder? Ich hoffe natürlich verbal...
Das Theater als Spielplatz, ein Kritiker und ein Schauspieler als Kleinkinder in der Sandkiste.
Zu meinen Söhnen würde ich sagen: " Geh hin, und macht die Sache unter Euch aus!"
Die Erwachsenen (Roth, FAZ) sollten sich da raus halten.
Zwei Duellanten..... Pistols for two..... Coffee for one :-)
Vielmehr ein Sturm im Wasserglas.
F. Huber
Wohl eher ein "Skandälchen". Im übrigen wird aus Ihrem Artikel leider nicht deutlich, worin der Unfrieden zwischen den handelnden Personen denn besteht. Völlig grundlos dürfte das Verhalten des Herrn Lewinsky gegenüber Herrn Stadelmeier wohl nicht sein. Also, wenn Sie schon diese Lokalposse zum Thema eines Artikels machen, dann bitteschön auch mit den entsprechenden Hintergrundinfos.
Wieso mischt sich hier die Politik ein? Gewiß sind die beiden Streithähne manns genug, ihren Zwist auszutragen und wie immer wird alles nur noch schlimmer, wenn Dritte meinen mitreden zu müssen. Schon in Anbetracht des Karikaturenstreits wäre politische Zurückhaltung angeraten, statt Öl ins Feuer zu gießen. Armes Deutschland, Dir fehlts an manchem, auch an Streitkultur.