Auch hier wird das Thema diskutiert:
www.axel-springer-akademie.de/blog/index.php/2007/06/22/die-enteignung-der-presse
Ich stimme dem Beitrag zu, daß die Grenzen der ööfentlich-rechtlichen Sender nunmehr überschritten werden - und schon lange überschritten wurden. Sie werden zunehmend zu konkurrenzprodukten der Privatsender, was sie eigentlich nicht sein sollen. Die öffentlich rchtlichen sind sicherlich nicht dazu da, den letzten Telenovelamist nachzudrehen oder ähnliche Spiränzchen mit den Gebühren zu machen.
Ich stimme dem Beitrag aber rein gaar nicht zu, wenn es um die obskure Verschwörungstheorie mit dem politischen Gängelband geht. Das ist sicherlich ein uralter Hut. Die Gremien sind nuneinmal politisch besetzt, weil die Gelder vom Bürgern stammen. Man mag das sehen wie man will - es ist nicht der Kern des Problems. Das Kernprblem ist die mehr oder minder unverschämte Geldeintreibeppolitik durch die GEZ, die bereits mehrfach Gesetze dabei mißachtet hat, mit der u.a auch Kommunen kooperieren, um die Gelder via Adressbestand des Meldeamtes einzutreiben. Das ist die eine Sauerei. Man kann sich dagegen kaum wehren. Daher gehört die GSZ abgeschafft zugunsten einer pauschalen Abgabe.
Die andere Sauerei ist die, daß sich hierzulande so viele Menschen so vieles gefallen läßt - selbst wenn Schindluder mit den eigenen Geldern getrieben wird.
Eine Zerschlagung der öffentlich rechtlichen Medien wäre sicher wünschenswert, bleibt jedoch unrealistisch. Selbst eien funktionierende demokratische Kontrolle dieser Medien im Verein mit der Parteienautokratie halte nicht mehr ohne Revolution für durchsetzbar.
Der sich daraus ergebenden zwanfgsläufige Niedergang unseres Gemeinwesens ist im vollem Gange. Schwer zu sagen wie lange es dauert, bis das System seine Überlebensfähigkeit verliert und die Substanz restlos aufgezehrt hat. Rom hat schließlich nach dem Fall der Republik noch Höhepunkte erlebt und hunderte von Jahren aufgrund überlegener militärischer Stärke überlebt.
Allerdings ist unsere heutige Zeit schnelllebiger und aktuell in einem beschleunigten Umbruchprozess, vermutlich reichen deshalb wenige Jahrzehnte.
Nochmals zum Mitmeißeln:
Schafft die Zwangsabgaben ab, und die Menschen werden sich für Ihre 20 Euro im Monat das Programm aussuchen, das ihnen paßt.
Heute steht "Privatfunk" in vielen Fällen für "fragwürdige Qualität" gerade weil den potentiellen Kunden durch Zwangsabgaben für ÖR das Geld aus der Tasche gezogen wird, so daß nur die Alternative eines werbefinanzierten kostenlosen Programms bleibt.
TF
Es ist schon toll, da gehen Raubritter durch die Lande, versprechen ein hochwertiges Programm, aber liefern mit Frontal 21 , drei nach neun usw. nur Foren für Menschen, die etwas verkaufen wollen, in der Regel ihre Bücher, sich oder ihren Marktwert. Journalismus eher ein Fragezeichen? Langweile ja, vor allem der Dauerbeschuß wir brauchen mehr Geld, der Otto normal Verbraucher muss komischerweise immer mit weniger auskommen, wo ist da die Konkurenz...........?
hätte ich schon, wenn die ÖR dereinst nicht mehr sein sollten.
Nicht vor der dann von Ihnen gemutmaßten grenzenlosen Freiheit, sondern vor der Diktatur des Unterschichtenfernsehens, der sich leider auch ÖR mit vielen Formaten jetzt schon beugen mußte.
Und ich fürchte, dann würden wir nämlich sogar beide traurig sein ;-).
Dem Beitrag ist eigentlich nichts hinzuzufügen bis auf das: nicht nur die Presse wird enteignet, sondern auch der freie Bürger in einer freien (Informations-)Gesellschaft durch die Radio- und TV - Gebühren - Zwangsabgabe. Ich will weder in der ersten Reihe sitzen, noch für von mir weder genutzte Angebote noch gebilligte Expansionsbestrebungen zur Kasse gebeten werden. Selbst "Grundversorgung" ist heute antiquiert: der multimediale Raum - körperlich wie virtuell - bietet jedem heute schon mehr als "Grundversorgung". Deswegen hat sich öffentlich - rechtliches Medienangebot überholt: weg damit!
Es ist unbedingt zu begrüßen, dass jemand Meinungsfreiheit garantiert. Auch die Grundversorgung zu sichern ist lobenswert.
Aber nur ein kleiner Teil der Gebühren wird zur Finanzierung des Lobenswerten aufgewendet. Mutmaßlich wird das weitaus meiste unseres Geldes verwendet, um mit den Privaten um Sportübertragungen zu konkurrieren und ansonsten das Niveau der Privaten nach Möglichkeit noch zu unterbieten ("Explosiv"; Soaps etc.).
Beschränkte sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk auf das, was seine Aufgabe ist, wäre die Rechnung akzeptabel und jeder würde gerne bezahlen.
Aber es scheint, dass die von den Parteien eingesetzten Garanten der Meinungsfreiheit vor allem von dem Ehrgeiz getrieben sind, durch schiere Umsatzgröße zu beweisen, dass niemand auf sie verzichten kann.
So überrascht es denn auch niemanden, dass wir zunehmend geistlose Unterhaltung mitfinanzieren müssen, die es auch ohne Öffentlich-rechtliche schon im Überfluss gäbe, während das Schulfernsehen schon vor Jahren gestrichen wurde.
Herr Markus Kremer (Markus.E.Kremer1), sind natürlich nur die Sendungen der Privaten. Die Sendungen von Pressuregroup-TV sind dagegen so was von untendenziös, untendenziöser geht´s gar nicht.
Was die ÖR verbreiten ist nicht nur die einfache, sondern „wissenschaftlich“ begründete Wahrheit.
Gern erinnere ich mich an ZDF „Knochenjob Hausfrau“ wo uns „bewiesen“ wurde, dass die deutsche Frau alltäglich 13 (in Worten: dreizehn) Stunden Hausarbeit verrichtet, die sagenumwobene, kostenlose.
Und wie der Südwestfunk uns dafür sensibilisierte, dass Ehemänner gewohnheitsmäßig ihre Frauen ermorden, verbunden mit der Forderung, den Morden vorzubeugen – das war ganz großes Tennis.
Und ... die Aufzählung der Untendeziösität ließe sich seitenweise fortsetzen.
Nein, nein, nicht alles von ÖR ist schlecht. Einige Sendungen sehe ich gern und regelmäßig.
Und von privat ist weiß Gott nicht alles gut, einiges von denen werde ich mir ums verrecken nicht reinziehen.
Aber bei „extrem tendenziös“ liegen die ÖR vorn. Uneinholbar.
Soviel Geld geben die Staatssender jährlich aus. Für die Finanzierung der von einigen hier immer aufgeführten Qualitätssendungen müßte ein Zehntel davon locker reichen. Leider gibt es diese kaum. Tatsache ist, daß es z.B. fast keine Klassik-Kanäle mehr im Radio gibt, daß Jazz nur sporadisch zu später Stunde in einem Nebenprogramm zu finden ist, daß es praktisch keine Filme mehr in Originalfassung gibt - noch nichtmal auf Arte -, daß es praktisch keine Auseinandersetzung mit der Informationstechnologie gibt, daß Parlamentsdebatten nicht mehr übertragen werden usw.. Wenn jemand dafür Gebühren bezahlen will, soll er das tun, aber nicht von anderen verlangen, daß sie diese Ware auch kaufen, obwohl sie sie für Ramsch halten. Respektieren Sie die Entscheidungsfreiheit der anderen! Wir wollen Vielfalt und nicht von einer kleinen Clique gegängelt werden, die sich die Taschen vollstopft.
Sie und andere haben Angst davor, was sein wird, wenn die ÖR einst nicht mehr sein werden. Diese Angst ist für die ÖR sehr nützlich, denn ein verängstigtes Volk läßt sich leicht und gerne regieren.
Was wird passieren, wenn es den ÖR nicht mehr gibt? Mein Anhaltspunkt dafür ist die Landschaft der Zeitungen, Zeitschriften und Magazine. Lassen Sie sich doch von diesen Halbgebildeten nicht einschüchtern! Das haben Sie doch nicht nötig. Oder?
TF
Ich bin einer der Parasiten, die das freie Internet nutzen.
Ich lese FAZ, FR, Zeit, Süddeutsche und auch die Webseiten der Öffentlich-Rechtlichen. Jedes einzelne der Online Medien hat seine Vor- und auch seine Nachteile.
Die Kinderseiten von kika, WDR, SWR und BR sind gut und man kann seine Kinder problemlos dort surfen lassen. (Wieso hat die FAZ eigentlich keine Kinder-Seite?)
Ich bezahle auch gerne Rundfunkgebühren. Denn davon wird:
ein werbefreies Kinderfernsehen finanziert.
Kultursendungen finanziert, die ich ansonsten niemals sehen würde, denn die Nachfrage wäre viel zu gering.
hochwertige Filme, zu unbequemen Themen
und Nachrichten, die tatsächlich auch Nachrichten sind und keine Infotainments.
Ich gehe mit meiner Familie in Sinfonie-, Big Band-, Weltmusikkonzerte, die wir uns gerade wegen der ÖR-Finanzierung leisten können.
Warum sind sie eigentlich so giftig auf die Online-Präsentation der ÖR? Jeder private Sender hat eine Internet-Seite, in dem er das gleiche macht, das der ÖR jetzt schon macht, oder vorhat.
Qualität entsteht nicht dadurch, dass ein Webdesigner viel Geld bekommt, sondern durch sorgfältige Recherche und unabhängigem Denken.
Mein Vorredner Heimes hat ja tatsächlich harte Worte gefunden, aber denen möchte ich beipflichten. Auch wenn das ör Programm teils durchsetzt ist mit Formaten, denen man getrost jeglichen Anspruch in Abrede stellen kann, so muss einfach gesagt werden, dass es außer ARD und ZDF keinen (deutschen) Sender gibt, der ein ähnlich gutes und hochwertiges Informationsangebot bereithält. Schon mal Galileo/Pro7 geschaut? oder die ganzen anderen Pseudo-Informationsprogramme der Privaten, z.B. Kabel1? Oder vielleicht sogar NACHRICHTEN? Hinterher frustriert gewesen? Kein Wunder! Billige Aufmachung, dürftiger Informationsgehalt, oft extrem tendenziös. Und warum? Weil's nix kosten darf, schnell gehen muss - Hauptsache Quoten!!! Da lobe ich mir doch die 20€ monatlich, von denen ein Teil auch so guten Radiosendern wie Inforadio/RBB, HR1 und SWR1 zufließt, die sich nicht mehr halten hönnten, wenn's immer nur um Quoten ginge.
Der deutschen Medienlandschaft ginge der wichtigste, der tragende Pfeiler verloren, wenn die Gebühren kippten. Dann ginge es uns wie den Freuden jenseits des Atlantiks oder in Italien, für die Qualität ein Fremdwort ist (US-Marktanteil CNN:3%).Eine Handvoll hochwertiger Internetportale wie FAZ können das auch nicht kompensieren
Um die Gebührenerhöhung zu rechtfertigen, die zur Erschließung des internet verwendet werden soll, muss doch erst einmal dieser Schritt gerechtfertigt werden.
Wieso ist es erforderlich, dass bei einem riesigen, deutsch- und fremdsprachigen Angebot ohne dass überhaupt eine Angebots-, Meinungs-, oder Plattformmonopolstellung ersichtlich ist, gebührenfinanzierte Anstalten ihre gesetzlich zugewiesenen Aufgaben erweitern ?
Erst wenn diese Frage überzeugend beantwortet ist, kann sich die Frage nach einer Gebührenausstattung anschließen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk macht es genau umgekehrt. Die sagen nämlich, wir wollen das machen und dafür benötigen wir die finanziellen Mittel.
Da sägt jemand aber sehr kräftig am Ast, auf dem er sitzt.
Ich prophezeie nämlich, dass entweder die EU oder das BVerfG dem Vorhaben einen Riegel vorschieben wird. Ob es danach überhaupt noch GEZ-Funk geben darf, darauf möchte ich nicht wetten.
Sehr geehrter Herr Heimes, allmählich reicht es. Erst beschimpfen Sie die Menschen, die angesichts des zwangsfinanzierten ÖRR Wut empfinden, als rattenhaft und in ihrem neuesten Beitrag bezeichnen Sie die Gegnerschaft zum ÖRR als ahnungs- und hirnlos. Offensichtlich gehören sie zu der Elite von Menschen, die die Weisheit mit Löffeln gegessen hat und sich berufen fühlt, die Welt zwangsweise zu beglücken. Jede andere Privatmeinung wird dann diffamiert. Ja, wie sähe denn eine ausschließlich privat betriebene (und einzig rechtmäßige) Kulturlandschaft aus, gäbe es ARD/ZDF nicht: Sie sähe so aus, wie die Menschen sie haben wollten - und womöglich würde es Ihnen auch gefallen. Oder brauchen Sie das, daß Zwang angewendet wird? Höhepunkte deutscher Kultur und auch die Kulturhöhepunkte, die die Menschen in deutschen Landen genießen konnten, fanden ganz sicher nicht im letzten Jahrhundert mit staatlichen Rundfunkmonopolen statt, sondern im Mittelalter und zu Zeiten wettbewerbsorientierter (Kultur-)Kleinstaaterei. Die Milliarden, die der ganze staatlich betriebene Kulturbetrieb verschlingt und die ebenso zu Unrecht zwangsfinanzierten ARD und ZDF verschleudern, fiele ja nicht einfach weg, sondern würde wohlallokiert viel mehr Früchte tragen.
