07. März 2006 Seitdem die Reform der Rechtschreibreform durch die Wiederzulassung zahlreicher Varianten die weitgehende Verwendung der bewährten Rechtschreibung möglich macht, ist die Frankfurter Allgemeine Zeitung grundsätzlich zu einem Kompromiß bereit. Zur Zeit werden die Details der Vorschläge des Rechtschreibrates geprüft. Die endgültige Entscheidung wird erst nach der Ministerpräsidentenkonferenz am 30. März gefällt werden.
Unterdessen hat der Verlag Axel Springer die Einführung einer reformkonformen Rechtschreibung bis zum 1. August in seinen Publikationen angekündigt. Der Verlag reagiert damit auf die Kultusministerkonferenz vom 2. März, auf der die Reformvorschläge des Rates für deutsche Rechtschreibung gebilligt worden waren. Der Verlag will sich nach eigenen Angaben der Chance auf einen Konsens im Streit um die Orthographie nicht entgegenstellen, bedauert aber, daß die Rechtschreibreform alles andere als ein überzeugendes Ergebnis vorzuweisen hat. Ähnlich hat sich der Spiegel in seiner jüngsten Ausgabe geäußert. Die neue, weitgehend alte Rechtschreibung soll dort ebenfalls vom 1. August an gelten.
Text: F.A.Z., 08.03.2006, Nr. 57 / Seite 1