Der Molekularkoch hat die Massenkost entdeckt: Ferran Adrià

Fast-Food-Streit

Ich esse meinen Hamburger nicht

Der Starkoch Ferran Adrià behauptet, einen besseren Hamburger als den von McDonald's könnten auch die zehn besten Köche der Welt nicht auftischen. Da verrät jemand die eigene Zunft, der in seinem Leben selbst erst drei Hamburger gegessen hat. Von Jürgen Dollase

Lesermeinungen zum Beitrag

22. November 2008 10:12

Aufregung um Dollases Beitrag zum McDonalds Hamburger

Harald Grosskopf (Originator)

Hier wird Jürgen Dollase von einigen Kommentatoren Unrecht getan. Ich sage Ihnen, der Mann weiss wovon er redet. Als erfolgreicher Rockmusiker hat er in jungen Jahren alles zu sich genommen was sich auf unterster Schiene anbot. Ich war dabei! Später dann bin mehrfach in den unvergleichlichen Genuss gekommen von ihm, auf allerhöchstem Niveau bekocht zu werden. Köche müssen nicht zwangläufig die Kunst des gewählten Ausdrucks beherrschen. Jürgen Dollase aber ist unumstritten Meister beider Metiers. Es mag befremdlich wirken die feine Ausdrucksweise auf die Banalität Hamburger anzuwenden. Aber wo er recht hat hat er recht.

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18. November 2008 11:46

Dollase-Video-Beiträge

Andreas Wohlfeld (agw)

Die Video-Beiträge sind ja wirklich putzig. Hat einen stundenalten Hamburger auf dem Teller (vielleicht sogar erneut erwärmt) und entdeckt, dass das Brötchen nicht mehr ganz kross ist. Das lupenreine Ketchup und den Senf bezeichnet er als "überwürzte Soße", als wenn er nicht wüßte, wie Ketchup und Senf aussehen. Interessant sind auch die Verbesserungsvorschläge, die McDonalds allerdings schon im Hamburger-Royal umgesetzt hat. Da fehlt wohl die Produktkenntnis. Lustig wars, aber: Schuster, bleib bei deinen Leisten.

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18. November 2008 11:42

Spitzenköche..

mike klatt (mikeklatt)

Vielleicht liegt die Beurteilung des Herrn Adri'a schlicht auch daran das er keine Ahnung vom Kochen hat. In der derzeitigen Medienwelt (siehe TV) ist ja schon jeder ein Spitzenkoch der ein Spiegelei schön auf ein Salatblatt drapieren kann...und zur Not schafft das auch ein Winner vom perfekten Dinner.

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16. November 2008 07:47

Köstlich

Franz Müller (Franzy)

Schlecht finde ich den Artikel von Herrn Dollase nicht, im Gegenteil, ziemlich amüsant. Was Gaumenexperten doch für ein Tra-ra machen aus dem, was oben reingeht und unten wieder rauskommt. Das Gegenstück zum Hamburger ist der Käsewecken mit Scheibchen vom Ei, Tomate und einem Blättchen Salat beim Bäcker. Kostet allerdings mehr als einen Euro. Schmeckt mir persönlich aber besser. Das Gute an McDonald's, BurgerKing und Bäckereien ist, dass sie die Esswaren sofort greifbar und verzehrbar bereithalten. Das ist wichtig, weil die Mittagspause nur eine halbe Stunde dauert. Da ist keine Zeit, sich erst einmal hinzusetzen, gemütlich umzuschauen, sich ins Ambiente der Gaststätte einzufühlen, um nach fünf Minuten erst mal zu bestellen und das Essen eine halbe Stunde später in zahlreichen Gefäßchen nach und nach aufgetischt zu bekommen. Diese Prozedur dauert viel zu lange! In der Mittagspause muss es ratz-fatz gehen. Und diesem Zwang zum Tempo werden nur die Fastfood-Gaststätten inkl. Bäckereien gerecht.

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16. November 2008 01:59

Widerspruch

Sebastian Läßle (SebLas)

Zwei Zitate: „Zweitens würde passieren, was Adrià schon vermutet hat – sie würden zwar einen besseren Hamburger herstellen, es aber nicht zum üblichen Verkaufspreis schaffen.“ „Natürlich kann man bessere Hamburger für das gleiche Geld machen – aber genau das liegt überhaupt nicht im Blickfeld unserer Meisterköche.“ Ist es jetzt möglich oder nicht?

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15. November 2008 14:46

Das ist ja geradewegs

Stephan Rofallski (Stero)

grotesk. Ein Autor der angesehensten Zeitung Deutschlands verwandelt die Aussage eines angesehenen Starkochs, er könne ZU DEM PREIS keinen besseren Burger herstellen, zum Statement, angeblich können die besten Köche der Welt keine bessere Qualität als McD anbieten. Wäre dies die Quintessenz einer Klassenarbeit in der 8. Klasse, die im Rahmen der PISA Studie die Lese - und Verständniskompetenz der Kinder überprüft. würde eine solche Schlußfolgerung zu einer mangelhaften oder ungenügenden Note führen. Erschreckend, so einen Unfug in der FAZ lesen zu müssen. Interessant auch der Querverweis, dass man selbst zu Hause mit besseret Qualität für den gleichen Preis kochen könne. Hier kommt die - scheinbare ? - Überraschung : Zu Hause ist es nicht erforderlich, Gewinne zu erwirtschaften. Die Franchisenehmer bei McD müssen nicht nur selbst leben - sie müssen auch Kosten für Versicherungen, Strom, ggf Miete - und nicht zuletzt den Lohn ihrer Angestellten tragen. All das von den Gewinnen, die sie mit den Burgern und sonstigen Produkten machen. So gesehen sollte es doch einleuchten, in welchen Kontext die Aussage, zum gleichen Preis keine bessere Qualität verkaufen zu können, einzuordnen ist. Eigentlich.

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15. November 2008 08:39

Seufz

Manuel Hafner (Kaliastro)

Auch wenn ich McDonalds nicht mag, gestehe ich dort schon mehr als einmal gegessen zu haben. Ich lebe noch. Ich halte mich durchaus für einen großen Freund der gehobenen Küche, konnte allerdings noch nie den lächerlichen Hype der Kritiker selbiger verstehen. Menschen deren einzige Fähigkeit darin begründet zu sein scheint wortreich ihre Unzulänglichkeiten zu formulieren. Wie einer meiner Vorredner so schön sagte, kommen weder die Worte Struktur, noch reduzieren im Text vor was für einen Gourmetkritiker schon fast erstaunlich ist. Es wäre wünschenswert wenn die Kochunlust unserer Gesellschaft (in Amerika werden viele Wohnung schon ohne Küche gebaut) auf eine ernsthaftere Weise angegangen würde als mit Lokalen die jeden normalsterblichen mit 300€ Menüs fernhalten und polemischer Kritik an den ewig selbigen. Wo ist der Konkurrenzansatz zu McDonalds ? Gute Küche für die Masse ? Aber da war ja wieder ein böses Wort, Masse. Abschliessend muss ich Herrn Dollase, der scheinbar noch nie einen McDonalds Burger gegessen hat wiedersprechen. Die Burger sind weder überaromatisiert noch überwürtzt. Da McDonalds auf einer geschmacksneutralen Schiene fährt würde das auch jeden Kunden vertreiben. McDonalds steht für wenig Geschmack.

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14. November 2008 21:02

Ganz Burger-Deutschland ist gespalten

Frederic Rath (zhak-zigil)

Oh mann - was so alles alles Diskussionsthema taugt... ich dachte das Sommerloch sei überstanden! Aber wenn FAZ.net schon ein Schlagzeile braucht, hier mein spektakulärer Beitrag zum Thema: Ich als einer der 10 besten Burgeresser behaupte, dass der beste Burger bei Jim Block zu kriegen ist. Für 2 EURO! Und jetzt DISKUTIERT! Das sollte mir einen Platz auf der 1. Seite sichern!

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14. November 2008 19:51

Kein Burger-Krieg um Hamburger

Tatiana Schmidt (tatiane)

Viele Koeche verderben den Brei. Solche, die vom Essen mehr reden, als es zu machen, verwechseln die Kueche mit dem Schreibtisch. Dichter sollten auch nicht nur lesen oder in Talkshows erklaeren, warum sie sei langem nichts schreiben.

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14. November 2008 10:06

Mannomann!!

Sabine Franke (Sabine69)

Herr Dollase sollte bei seinen Restaurant- und Essenskritiken bleiben und nicht Aussagen irgendweocher Menschen. Dafür scheint er offensichtlich nicht ausgebildet. Ich hab selten einen solch schlechten tendenziellen Text gelesen. Ehrlich gesagt, da wird mir Angst und Bange um diese Redaktion und letzlich um diese Zeitung!

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14. November 2008 09:08

So was lächerliches.

Juan Llamazares (Llamaj)

Was hat denn der Autor da gefrühstückt? Ein Starkoch sagt: Für einen Euro kann ich auch keinen besseren Hamburger mache. Weil 1 Euro eben einfach zu wenig ist um ein anständiges Essen hinzubekommen. Herr Adria hat Recht: Kein Starkoch kann für einen Euro einen besseren Hamburger machen. Denn dafür bräuchte er teurere Zutaten, für besseres Fleich und Gewürze und besseres Brot. Das geht nun mal nicht. Also was kritisiert Herr Dollase hier eigentlich? Die Antwort ist banal: Das Herr Adrià das Wort "McDonalds" und "Hamburger" überhaupt in den Mund genommen hat. Das gehört sich doch nicht für einen Starkoch, meint Herr Dollase. Erinnert mich an den Film "Life of Brian": "Er hat Jehova gesagt!" Aber den Film kennt Herr Dollase wahrscheinlich nicht, ist nicht intellektuell genug.

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12. November 2008 19:14

Seufz ... ;-)

Sönke Peters (soenkepeters)

"Der Starkoch Ferran Adrià behauptet, einen besseren Hamburger als den von McDonald's könnten auch die zehn besten Köche der Welt nicht auftischen." ... Das behauptet mein Sohn (9) auch immer ... wobei er und ich meine Frau zu den 10 besten Köchen dieser Welt zählen.

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12. November 2008 18:31

Gastronomie-Essen muß nicht gut sein...

Peter Keul (hildennet)

...es genügt völliig, dass es so ist, wie der Gast es erwartet. Das leistet mcd. Nicht mehr und nicht weniger

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12. November 2008 18:26

Kochkunst für's Volk

Yvonne Förster (yvonne.foerster)

Wertfrei betrachtet ist Adriàs Aussage richtig. Um sie näher zu bewerten, müsste man dem Gespräch schon beigewohnt haben. Davon abgesehen, finde ich Herrn Dollases Aufregung betreffs des fehlenden Verantwortungsbewusstseins der Sterneköche doch sehr überraschend. Sie wäre zutreffend, hätte man sie vor 10 Jahren gemacht. Heute findet sich der informationssuchende Küchenneuling vor einer Flut mindestens teilweise auch qualitativ hochwertiger Kochsendungen durchaus angesehener Köche. Man kann z.B. von Mälzer, Oliver und co. halten was man möchte, in jedem Fall steht er gerade für den Versuch, auch die größten Fastfood-Mums mit interessanten und einfachen Einfällen auf den Markt und an den Herd zu bewegen. Dieser Bemühung haben sich so viele Köche angeschlossen, dass man nun wirklich nicht mehr vom elitären Kochkünstler im Elfenbein Turm sprechen kann (obschon ein bisschen davon natürlich auch nicht schaden kann).

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12. November 2008 17:46

Irreführende Überschrift

Ronny Schaffer (RonSchaffer)

Zitat: "Der Starkoch Ferran Adrià behauptet, einen besseren Hamburger als den von McDonald's könnten auch die zehn besten Köche der Welt nicht auftischen." Irgendwo im eigentlichen Bericht erwähnt der Autor dann, dass Herr Adriá das ZU DIESEM Preis nicht machen könne. Heißt für mich: er kann schon, is aber teurer. Hmm, sieht für mich nach selektiver Wahrnehmung vom Autor aus. Immerhin kann es sich die FAZ leisten, Herrn Dollase für die vielen sinnlosen Zeilen zu bezahlen ;)

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12. November 2008 17:29

Lese ich da richtig?

Harald HEINZ (willer3)

Hat der theoretische Esskritiker doch diesmal nicht das Wort Textur benutzt - das gibt mir zu denken. Da stimmt doch was nicht.

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12. November 2008 16:34

Ist ja schön und gut, Jürgen Dollase.

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

Erst protestieren Sie vehement gegen die Aussage Adria`s, man könne zu dem selben Preis keinen besseren Hamburger herstellen. Dann bestätigen Sie zutreffenderweise dieselbe Aussage. Zwischendrin erregen Sie sich über Fast Food, 5-Sterne-Köche und mangelnde Testverfahren für Lebensmittel, auch Hamburger. Treibt Sie Zeilenhonorar, mangelnde Einfälle oder war Ihnen halt mal so? Sei`s drum, es blieb belanglos.

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12. November 2008 16:24

Fast-Food-Streit

Gerhard Schneider (gkbs)

Vielen Dank für Ihren engagierten Beitrag zur Esskultur. Sie schreiben u. a.: "Die Kunden wollen vor allem die Standards essen". Wie steht es dabei aber um die Sprachkultur?

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12. November 2008 16:05

Oh Du meine Güte - Hamburger sind in Wirklichkeit schlimm !?

Bernd Michalski (michalski2)

Hätte ich das doch nur eher gewusst. --- Aber mal im Ernst: Ab und an hole ich mir tatsächlich was bei McDonald's. Das ess ich dann so vor mich hin, meist mit etwas Limo runtergespült, und dann ist erst mal wieder für einige Zeit gut. Und zwischendurch gibt es tatsächlich auch andere Sachen, wenn auch nicht unbedingt molekular. Wobei ich fast vermute, dass mir da auch das eine oder ander Molekül unterkommt. ;-) --- Jedenfalls fühle ich mich immer noch nicht so zurechtmanipuliert, dass mir was anderes gar nicht mehr schmecken würde. Doch, tut es. Also jedenfalls bei mir scheint das mit dem Manipulieren nicht so zu klappen. --- Und auch sonst finde ich das etwas albern, dass plötzlich alle Welt von Sterneköchen das gute Essen lernen soll. Vielleicht ist das, was die Sterneköche so machen, ja auch nur einigermaßen dekadent und es schadet gar nicht groß, wenn das ein Luxus für wenige bleibt. --- Freilich, besser ernähren könnten sich viele Leute schon und auch mal was ganz normales, ordentliches selbst kochen. Aber dazu wird es wohl nur kommen, wenn man es etwas handfester zugehen lässt und nicht so viel von der großen McDonald's-Manipulierungs-Weltverschwörung herumfabuliert. --- Zu viel und falsch essen kann man auch in teuer, oder?

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12. November 2008 15:33

typisch feuilleton...

Stefan Maurer (keving5)

Weltfremd - diese wort kommt einem doch bei den meisten Texten im Feuilleton in den Sinn. Geschrieben und Elitären für elitäre Kreise. Der Mainstream ist für sie scheinbar nicht akzeptabel. Dabei ist es völlig gleich ob es sich um Musik, Literatur, Kino oder nun eben auch Essen handelt. Die Masse der Menschen wird als ahnugslos beschrieben, während eine Gruppe von Wenigen das Zepter zu komplettem Verständnis in Händen trägt. Spiderman - schlecht, Dan Brown- trivial, Coldplay - langweilig. Hingegen sind Independent-Filme und Musik und hochtrabende Literatur meist schlichtweg genial - ob sie es nun tatsächlich sind oder nicht. Feuilletonisten sollten lernen, dass sie nicht der Nabel der Welt sind. Wenn Herr Adrià, der wohl vom Kochen mehr versteht als sie Herr Dollase, der Meinung ist der Hamburger von McD sei schmeckhaft und preiswert so sollte ihm diese Meinung zugestanden werden und nicht seine gesamtgesellschaftliche Verantwortung zur Rettung vor schlechtem ungesunden Essen amerikanischer Franchiseketten zitiert werden. In diesem Sinne: Wohl bekomm's und ihnen viel spaß heute Abend beim Nobelitaliener ihrer Wahl, der überteuerten Wein anbietet, den sie großatig finden allein aus dem Grund, dass er dort empfohlen wird.

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12. November 2008 14:58

Anklagende Polemik

Peter Treue (ptreue)

ZITAT: "Demgegenüber steht die Wirklichkeit einer kulinarischen Manipulation auf niedrigem Niveau, mit der die Kundschaft von Kindesbeinen an an ein industrielles, völlig überwürztes und von künstlichen Aromen durchsetztes Essen gewöhnt werden soll." FRAGE: Künstliche Aromen? Die Details würden mich interessieren. Ansonsten finde ich diese grobschlächtige Polemik, so hinterfragungswürdig und unerfreulich die Fast-Food-Entwicklung auch sein mag, nicht überzeugend. Die Nichtduldung von Zwischentönen und der anklagende Ton machen es nicht leicht, den berechtigten Interessen des Autors zu folgen oder ihm zuzustimmen. Ab und zu genieße ich durchaus einen BigMac - als höherqualitative Alternative zum bisher meist anzutreffenden Raststättenfraß. Dass sich daher wiederum die Raststättengatronomie in letzter Zeit verbessert hat, ist ein unleugbares Verdienst der standardisierten guten Qualität von McDonalds.

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12. November 2008 14:56

Hamburger

Thomas J. Huber (tjhuber)

Ich habe noch nie bei McDonald's einen schlechten Hamburger gegessen. Allerdings auch noch nie einen guten.

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12. November 2008 14:24

Much ado about nothing

Marc Monet (MarcMonet)

Warum über Adria aufregen? Er hat doch recht, für den Preis, für den es McD anbietet, kann wohl niemand auf der Welt einen besseren Burger zubereiten. Man mag von McD halten was man möchte, aber es ist dennoch eine unternehmerische Leistung, ein Produkt anzubieten, welches, wenn auch auf niedrigem Niveau, eine so konstante Qualität hat; und dies im Prinzip weltweit. Im Übrigen werte ich es als bösartige und journalistisch fragwürdige Auslegung, Adria in den Mund zu legen, mit seiner Aussage McD unterstützen zu wollen. Seine Aussage kann durchaus auch kritisch betrachtet werden, nämlich in dem er darauf hinweist, dass Essen eben einen gewissen Preis hat und das auch Sterneköche, zu dem Preis von McD, keinen besseren Burger anbieten könnten. Letztendlich ist es von Autor des Artikels auch lächerlich, die Bevölkerung zu bevormunden. Wenn sie eben zu McD gehen wollen, um dort zu essen, sollen sie es machen, wenn nicht eben nicht. Industrielle Verschwörungstheorien aufzubauen, ist schon ein wenig lächerlich. Jeder entscheidet für sich selbst, und wenn der Autor meint, es gibt bessere Alternativen, für die Leute in gleichem Ausmaß zahlen würden, sollte er vielleicht weniger schreiben und eine entsprechende Restaurantkette eröffnen.

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12. November 2008 14:02

natürlich heißt gesund

Karl Hammer (cromagnon)

Dann würde ich doch vorschlagen, daß der Autor und sein kritisches und couragiertes Publikum zukünftig im Wald Wurzeln und Früchte sammeln und Fallen stellen geht, oder besser noch sein Essen mit bloßen Händen erlegt, denn natürlicher und damit impliziert gesünder wird es kaum gehen.

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12. November 2008 13:53

Der Kreuzzug gegen McD

Oliver Smith (mista_schmitt)

Herr Dollase, meinen Sie nicht, mit Ihrem Artikel ein wenig über die Stränge zu schlagen? Ferran Adrias Behauptung scheint mir ziemlich provokativ und vor allen Dingen ein wenig aus dem Kontext gerissen. Vielleicht handelt es sich auch um Übersetzungsschwierigkeiten...oder so etwas. Ihm geht es erstens um Hamburger, zweitens um den Preis. Natürlich kann ein Spitzenkoch einen qualitativ besseren Hamburger herstellen, allerdings nicht zu einem Verkaufspreis von sage und schreibe einem Euro. Zweitens: Es ist völlig unbestritten, dass man ein anderes Essen - selbstgekocht für eine Familie - günstiger bekommt, als einen Familienbesuch zum Sattessen bei McD. Aber auch das meint Ferran Adria mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Also....ruhig Blut und einfach mal den Hamburger im Brötchen lassen....

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12. November 2008 13:49

Das strotzt vor Arroganz

Martin Becker (maeckesprolet)

Klar, wer mal einen Hamberger ißt, der weiß ja nicht was besser schmeckt. Der ist ja per se schon sofort ein dumpfer Volltrottel. Außerdem kann man ja für das gleiche Geld prima selber Kochen, Zeit spielt ja keine Rolle, man ist ja sowieso arbeitsloser Hartz-IV-Empfänger oder unterforderter FAZ-Autor. Und da man ja für das gleiche Geld (der Preis für einen Cheeseburger liegt z.Zt. glaube ich bei dumpingmäßigen 1 Euro) einen viel besseren Hamburger machen kann, werden wir ja bald ein florierendes Ergebnis dieser Super-Geschäftsidee erleben.

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12. November 2008 13:10

Unverständlich

Florian Gaspar (F.Gaspar)

Ehrlich gesagt kann ich nicht verstehen, warum eine harmlose Aussage von Ferran Adrià so dermaßen zerrissen wird. Was er sagt ist in meinem Augen absolut korrekt - günstiger als McDonalds und Co. bekommt es auch der beste Koch nicht hin ..dabei spielt die Qualität nur indirekt eine Rolle: Natürlich kann jeder einigermaßen fähige Koch bei Einkauf frischer Zutaten (und damit teurer Zutaten) einen geschmacklich besseren Burger hinbekommen. Zudem: Die Herstellungskosten bei McDonalds entsprechen nicht dem Verkaufspreis (welch' glänzende Erkenntnis - die leider im Artikel fehlt). Wenn also jemand wirklich einen ähnlichen Burger zu einem besseren Preis als die Fastfoodketten herstellen könnte, dann sollte er sich schleunigst aufmachen..er könnte Milliarden damit verdienen. Nicht mehr und nicht weniger sagt Ferran Adrià und hat damit absolut recht.

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12. November 2008 13:08

Was soll die Aufregung

B. Keim (bkeim)

Trotz der anhaltenden Verbreitung von Schnellrestaurants hat die Qualität des Essens in Restaurants in den letzten dreißig Jahren erheblich zugenommen. Mit dem was einem damals serviert wurde, könnte heute kaum ein Koch noch Kunden fangen. Sättigung stand im Vordergrund. Wem das nicht schmeckte, der wurde als Mäkler abgetan. Die Qualität der von McDonalds verwendeten Zutaten braucht ernährungsphysiologisch keinen Vergleich zu scheuen. Angelaufenen Salat bekomme ich dort nicht serviert und was zehn Minuten nach der Zubereitung nicht verkauft ist, wandert in den Müll. Das Fett in der Fritteuse wird täglich gewechselt (leider auch keine Selbstverständlichkeit) und die hygiensichen Zustände sind gleichfalls über dem Durchschnitt. Was den Geschmack des Essens anbelangt: Nun, darüber braucht man nicht zu streiten. Er ist Mittelmaß. Will McDonalds mehr sein? Adriàn hat schon recht, dass er es zu diesem Preis kaum besser könnte. Es sind halt nicht in erster Linie die Zutaten, die den Preis ausmachen, sondern Personal und Miete. Ich liebe gutes Essen, aber deshalb hasse ich McDonalds nicht. Es erfüllt ein Bedürfnis zu einem fairen Preis. Excellente Hamburger gibts z.B. im CosmoGrill in München. Kosten halt das Doppelte.

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12. November 2008 12:29

Adrià hat Recht

Dieter Meyeer (egghat)

Wenn ich mit dem Stundenlohn eines 3-Sterne-Koches eines Hamburger herstelle, ist beim Preis des Hamburgers nicht einmal das Brötchen getoasted bevor die 1,99 aufgebraucht sind. Von daher dürfte der gute Adrià schon Recht haben. Der Artikelschreiber brauchte wohl nur eine provokante These um seine zugegebenermaßen richtige Kritik an McDoof loszuwerden (denn gut und preiswert ist was anderes) Die Aussage von Adrià bleibt aber trotzdem richtig. Die 10 besten Köche der Welt dürften das wirklich nicht schaffen. Jede(r) bessere Hobbykoch aber schon ...

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12. November 2008 12:15

Chris Kut (bonder123)

Der wichtigste Punkt aus Adrias Zitat wurde in dem gesamten Kommentar durchweg ignoriert: "Zu diesem Preis" lässt sich durch einen Sternekoch kein besserer Burger herstellen, sagte er. Und da hat er wohl absolut recht. Denn für 1 Euro würde wohl kein Sternekoch überhaupt erst antreten.

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12. November 2008 12:12

Inkompetenz in Sachen Hamburger

Paul Schächterle (paulimausi)

Herr Adrià beweist mit seiner Äußerung über McDonalds Hamburger nicht anderes als seine Inkompetenz in Sachen Hamburger. Wahrscheinlich erscheint ihm das Gericht Hamburger zu nieder, als daß es einer Differenzierung zwischen guten und schlechten Hamburgers bedürfe; man weiß es nicht. Zugegebenerweise ist es subjektiv, was einer Person schmeckt und was nicht. Wenn man jedoch davon ausgeht, daß man an Essen objektive Maßstäbe anlegen kann, dann ist ein McDonalds-Hamburger so ungefähr der schlechteste Hamburger am Markt, und das auch in Relation zum Preis. Jeder, der einmal einen Bioland-Hamburger gegessen hat oder gar einen Hamburger selbst zubereitet hat, wird das bestätigen können. Und ich behaupte: Es lassen sich sogar Unterschiede zwischen den großen Ketten feststellen -- und die fallen nicht zugunsten von McDonalds aus.

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12. November 2008 11:58

Das ist schon in Ordnung

Damian Wördehoff (dawoerd)

Ich sehe hier keinen Schaden an der Kochkunst - gemeint ist eine akzeptierte Qualität zu einem akzeptierten Preis. Da kann man nun zu McDonald's gehen oder eben auch zu Fast Good Adriá - zu unterschiedlichen Preisen natürlich. Leider bleibt dies hier unerwähnt. Und warum es für McDonald's ein Problem ist, dass Millionen Kunden seit Jahrzehnten Standards kaufen, ist mir auch nicht klar. Schön wäre es in jedem Falle gewesen, in einem solchen Kontext der schönen Künste den transitiven Gebrauch des Verbes "kommunizieren" zu vermeiden - wenn man schon so genau hinguckt :)

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12. November 2008 11:54

Genüsslich

Harry Hain (zx10)

habe ich mir heute früh diesen Artikel in der Printausgabe zu Gemüte geführt. Es stimmt. Nur an einem Punkt bliebe ich lange Zeit hängen. Kann man wirklich für 1 Euro einen (einzelnen) Hambuger besser machen? Da kamen mir schon ein paar Zweifel auf. Aber das es zweifellos besser geht besätigten die kleinen bis großen Geburtstagsgäste meiner Kinder, wenn wir die Hamburger selbst machten. Die Nachfrage war viel größer als das Angebot. Wir sollten mal über eine Vermarktung nachdenken. :-)

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12. November 2008 11:47

Säufer mit weißer Mütze...

Heinz Lindemann (HeinzSH)

Es ist schon fast unmöglich geworden, bei "***- Köchen" Speisen ohne Alkohol zu finden... "Alkohol verkocht ja" - welch eine törichte Schutzbehauptung... Frei nach Biolek:. "EIN Glas in die Soße, den Rest in den Koch"... - das ist nun wirklich kein Ruhmesblatt einer "haute cuisine"... Da ist mir doch ein gelegentlicher "Hamburger" auf dem Heimweg bedeutend lieber! "Speisen wie Suffkopp in Frankreich".... NEIN DANKE!!!

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