Harald Schmidts Laudatio auf Alice Schwarzer

Warum ich in den Feminismus eingetreten bin

Männertrauma und Mannesglück: Nerven mit Niveau, das ist eine der Qualitäten von Alice Schwarzer. Warum Alice Schwarzer größer als der Feminismus in Deutschland ist und sich den Börne-Preis verdient hat. Eine Lobrede. Von Harald Schmidt

Lesermeinungen zum Beitrag

09. Mai 2008 12:16

Die Wüste lebt – Nörgler, Schwarz(er)maler, Larmoyanz der Kommentatoren

Eva Mieslinger (mieslin)

1. Harald Schmidt hat Börne immerhin gelesen, der Goethe einen Schwätzer nennt! Schmidt kennt Opzij nicht! Schlimm, Schlimm! Also: Wem dieser Text nicht wenigstens ein Schmunzeln entlockt, der hat Harald-Schmidt-Verbot nicht unter drei Jahren ohne Bewährung verdient. 2. An alle, die ihre schlechte Laune an Alice Schwarzer loswerden möchten: Sie war über Jahrzehnte die Zielscheibe für Dreckschleudern und Entwerter aller Couleur, sie hat öffentlich die Prügel eingesteckt, die für uns alle vorgesehen waren, wenn wir nicht dem Feminismus abschworen. Und sie hat standgehalten. Chapeau! Wir nicht-öffentlichen Frauen konnten uns hinter Alice Schwarzer verstecken (Emanze! ich doch nicht), die Wut ablenken, und doch von Schwarzers kompromißlosen Forderungen her eigene Rechte formulieren. 3. Börne, angesichts der schlechten Kutschen in Frankreich „der verdrießlichste Mensch in ganz Europa“, dachte auf seinem Weg nach Paris in einem Moment der Schwäche darüber nach, „was besser sei, Preßfreiheit ohne Retourwagen, wie in Frankreich, oder Retourwagen ohne Preßfreiheit, wie in Deutschland". Er schlug sich nach Paris durch und blieb.

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07. Mai 2008 16:32

Börnepreis für Schwarzer - kein Witz!

Harald Huber (toggo5hh)

Toll - unsere Emanze Nr. 1 und unser Intellekt-Komiker Nr. 1 nutzen ihre Publicity zur gegenseitigen Bestätigung, öffentlich zur Schau gegeben. Goethe ein Schwätzer? Neuer mainstream. Kopfschütteln bleibt angesichts zigtausender in der Regel vom Vater getrennter Kinder mit Erwartung doppelter Suizidalität, ebenso der Väter, soziale Entgleisung, Depression, Alkohol. Werden schon selbst dran schuld sein, die Väter - nicht wahr Herr Beck ("Wer die menschliche Gesellschaft will muß die männliche Gesellschaft überwinden")?. Ich fühle mich wie im tiefen Mittelalter, bloß war da EINES gewiß besser : es gab weniger mediale Quotenschwätzer.

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05. Mai 2008 21:25

Die Lobrede

gisbert heimes (gisbert4)

Ein bedeutender Leser der Lobrede müßte natürlich - schweigen. So aber sage ich: was für eine schöne Lobrede. Wie sie sich selbst feiert und weit über den in der Tat belanglosen Gegenstand ihres Lobes erhebt ;-) Ach Harald, hat trotzdem Spaß gemacht, mal wieder.

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05. Mai 2008 11:14

... gelandet im Angesicht des Laudators

Stephanie Reyntjes (StephanieRe)

Dank an den Baummarkt- und Weltraum-Zitator Schmidt (if clean or dirty) Nieder mit dem UFO Alice!

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05. Mai 2008 10:33

Spitze

Eva Mieslinger (mieslin)

Dieser Text ist eine wahre Freude! Börne, Marcuse (Herbert, Ludwig,Max) und Alice Schwarzer und mehr als Startrampe für einen grandiosen geistigen Höhenflug, der am Ende zielgenau wieder in der bundesrepublikanischen Wüste endet. Harald Schmidt tut gut. Immer wieder. Merci.

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05. Mai 2008 10:31

Der Börne Preis für die Schwarzer?

Steve Lutzmann (TomderAffe)

Das nun ausgerechnet der Börne Preis an eine vor Ideologie nur so strotzende Person vergeben wird ist hochpeinlich. Börne, dem es um die Verbreitung von Wahrheit ging, würde sich im Grabe umdrehen.

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05. Mai 2008 09:39

Emma ist nicht die weltweit einzige feministische Publikumszeitschrift

Marcus Schätzle (Marcus_Schaetzle)

Emma ist nicht die weltweit einzige feministische Publikumszeitschrift, in den Niederlanden gibt es Opzij, die erscheint im Gegensatz zu Emma monatlich und auch mit einer höheren Auflage. Ist aber schön, dass Herr Schmidt in der Paulskirche das als selbstzusammengezimmerte Tatsache von sich geben kann.

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05. Mai 2008 09:12

Das ist peinlich!

Norbert Ost (grohfuda)

Für einen freiheitsliebenden Menschen ist die Preisverleihung dieses Preises an Alice Schwarzer eine Blamage. Diese Frau, die vorgibt, für die Sache der Frau zu kämpfen tut mitnichten dieses. Das kann man allein schon daran erkennen, dass die Mehrheit der Frauen sie ablehnt. Selbst in Ländern, wo Frauen angeblich benachteiligt sind, findet sie keinen Zuspruch bei den Frauen. Die wirklichen Ziele der Frau Schwarzer zielen auf die Entmenschlichung und Zerstörung alles männlichen ab. Wer sich die Mühe macht und den von ihr ideologisch zementierten Opferstatus hinterfragt - legendär ist ihr Vergleich von Frauen und Juden im 3. Reich - wird eine ganz andere Entdeckung machen: Der Feminismus ist ein totalitäres Gebilde mit einem Schwarz-Weiß Denken (Frau=gut; Mann=Böse), dass sich in unserer Gesellschaft bis in Regierungskreise fest etabliert hat. Jegliche Kritik am Feminismus wird als frauenfeindlich diffamiert, man denke nur an den Fall Eva Hermann. Auch die klassischen Massenmedien berichten erstaunlicherweise fast ausschließlich pro-feministisch. Das alles kommt mir von irgendwoher irgendwie bekannt vor. Harald Schmidt hat sich damit eine Nominierung für die Lila Kröte 2008 verdient.

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