Cruise und Stauffenberg: Für Donnersmarck passt das zusammen

Florian Henckel von Donnersmarck

Warum Cruise Graf Stauffenberg spielen muss

Tom Cruise, Superstar und Scientology-Mitglied, will Graf Stauffenberg spielen - und deutsche Politiker sind entsetzt. Für den Regisseur und Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck ist das unverständlich: Für ihn ist Cruise als Stauffenberg ein großes Glück.

Lesermeinungen zum Beitrag

08. Juli 2007 01:58

Stauffenberg

Thomas Molzahn (Nitocris)

Selten habe ich einen solch geballten Unsinn gelesen wie in Donnersmarcks überflüssigem F.A.Z-Beitrag, der nu so strotzt von sachlichen Fehlern -- Hassel [sic]," "Unternehmen Walküre" (es gab nur einen nie realisierten Operationsplan "Walküre" für den Fall des Ausnahmezustands im Reich), und selbstverständlich wurden die Stauffenberg-Filme der 1950er Jahre auf ausländischen Festivals gezeigt -- und der F.A.Z. nicht würdigen Vulgarismen und Banalitäten, auf die ich nicht näher eingehen möchte. Donnersmarck, der nur das Glück hatte, daß der Academy nicht noch schlechtere Streifen zur Begutachtung vorlagen, geht es doch nur um den schnellen Ruhm und die Profitmaximierung der Babelsberg-Investoren. Offen läßt er die wesentliche Frage: Warum sollte ein nur 1,65 m kleiner, mediokrer "Superstar" ohne künstlerischem Format, der sich bisher höchstens für seine Gage oder seine Sekte einsetzte, einen ca. 2 m großen Nationalhelden voller überzeitlichem Charisma spielen? Und dies mit seinen höchst beschränkten mimetischen Qualitäten und bar jeder Kenntnis der deutschen Geschichte?
Deutschlands Zukunft sind nicht Scharlatane wie Donnersmarck und sein Spezi Cruise, sondern aetianische Strategen und Visionäre wie Stauffenberg.

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05. Juli 2007 14:02

Lieber Florian

franz Ujvar (ujvar)

... auch Du wirst mit zunehmendem Alter und Einsicht verstehen lernen, dass verdienter Erfolg eine herrliche, anspornende Seite des Lebens ist, dass Medien hohe Verantwortung tragen, die alle Freiheit erst nobel macht, gerade wenn Werte unserer Gesellschaft sublim auf dem Spiele stehen.

Der Sohn des Helden-Grafen, also sein irdischer Sachwalter, ist dagegen, dass ein führendes Mitglied einer perfiden Ausbeutungskaste - die sich Kirche nennt - seinen Vater spielt. Himmler war nahe daran seine Waffen-SS Kirche zu nennen, bezw. ihr diesen "heiligen" Nymbus zu geben. Wie gut verstehe ich Stauffenberg und ich denke, er spricht im Sinne des Erblassers.

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04. Juli 2007 18:25

@ Dirk R Bode

George Byron (GByron)

Etwas abseitig, aber:

"Das ist so DEUTSCH..."

...eben: das ist "so deutsch" sich ueber das "so deutsche" als "Deutscher" ueberhaupt aufzuregen. Das ist auch eine Art Reflexhandlung, als Deutscher automatisch versuchen zu muessen "nicht deutsch" zu sein und irgendetwas zu finden, was man an Deutschland kritisieren koennte.

Klassischer Catch22. Deutsch genug sich selbst "entdeutschen" zu koennen, aber gleichzeitig ist das auch zu deutsch um nicht deutsch zu sein... no way out ;)

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04. Juli 2007 18:15

@ Mathias Rosenberg

George Byron (GByron)

""...aber schauspielern kann er doch ganz gut (wenn auch etwas 2-Dimensional), "
--> lt den Kommentaren hier schwankt es zwischen "grossartig" und "Niete" - ich halte den für ziemlich mau, aber das ist nun wirklich kein Kriterium"

>> vielleicht haette ich auch "eindimensional" schreiben sollen. Cruise ist nicht der beste Schauspieler, aber auf der leinwand macht er sich dennoch "gut" im Sinne von Popcorn-Kino, nicht: Godard Nouvelle Vague.

"Scientology ist eben keine Sekte, religion oder Kult, sondern schlicht eine Firma, die mit totalitären Methoden, unter Einsatz von psychischer / physischer Gewalt Geld einsammelt."

>> das mag von ihrer Sichtweise richtig sein, aber: "Ohne eine Aussage über den Charakter der Scientology-Kirche zu machen, hat das Bundesverwaltungsgericht 2005 entschieden, dass Einzelpersonen Scientology durchaus als Religion im Sinne des Grundgesetzes betreiben können" ... soll heissen: Scientology ist offiziell eine "Religion", selbst in Deutschland.

Re: Gesetz zum Schutz der Duemmeren: vielleicht sollte man dann auch Gesetze schaffen, die die Schlauen vor den Dummen schuetzen, statt nur andersrum ;)

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03. Juli 2007 20:41

Die Netiquette kommt hier leider zu kurz!

Hartmut Schliefkowitz (Kapau2007)

Ich denke, es ist erlaubt eine Meinung abzugeben. Wenn sie dem einen oder anderen nicht passt, kann er sich ja so verhalten dass die Kritik am Verhalten deutscher Bevölkerungsschichten oder deutscher Regierungsmitglieder oder Behörden entkräftet wird, aber bitte nicht in der Art wie hier teilweise geschehen. Persönliche Angriffe haben zu unterbleiben, schon deswegen, weil sie absolut nichts mit dem Beitrag zu tun haben. Gemeint sind solche Beiträge wie die von: Bernd Hafenberg (Bernie0711); Steve Schuster (PreSize); Matthias Richter (Nichtschwimmer0605) und andere mehr! Für mich ist die Treibjagd gegen Cruise einfach nur peinlich. Und das empfinden offensichtlich auch andere hier im Forum! Und wie sich so etwas Irrsinniges auswachsen kann, zeigen die Folgeartikel. Es bildet sich eine Meute der es nicht um Sachlichkeit geht, sondern einzig und allein darum Rufmord zu begehen. Stauffenberg war ein überzeugter Nazi. Er wandelte sich vom Saulus zum Paulus, mehr nicht! Eine Lichtgestalt ist er deswegen sicher nicht!

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03. Juli 2007 14:48

Re: Fratzen

Matthias Roensberg (isserley)

@MyAnswer

"Super, darauf habe ich gerade gewartet. "Doof aussehen, Fratzen". Machen wir jetzt auch wieder Schädervermessungen? Sieht Ihnen Herr Cruise nicht arisch genug aus?"

"Dann muss ich Ihnen jetzt noch was ganz Schlimmes sagen: Der Regisseur von dem Film ist ein Jude."
--> So´n Mist, wer hat den denn reingelassen?

Mannomann, Frau Bürger, schalten Sie mal Ihre Ironiedetektoren wieder ein.

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03. Juli 2007 14:45

@PreSize

Matthias Roensberg (isserley)

"Allerdings sehe ich darin kein Problem.
Ob ein Schauspieler Buddhist, Christ oder Scientologe ist zählt für solch ein Projekt nicht. Hier geht es um schauspielerisches KÖNNEN."

Eben nicht!
Die allermeisten Christen / Buddhisten / Muslime und was weiss ich noch missionieren nicht. Und selbst wenn Sie es tun, ist es i.A. nicht schlimm wenn jemand zu einer dieser Religionen konvertiert (OK, wer in Saudiarabien zum Christentum konvertiert... - aber das ist ein ganz anderes Thema)
Scientology ist aktenkundig physische & psychische Gewalt auszuüben, Sc. ist totalitär & antidemokratisch. Wenn ein Herr Cruise oder Travolta allein durch die "Strahlkraft" ihrer Person und ihres "Talents" dafür werben wollen, so sei Ihnen das unbenommen. - Aber der deutsche Staat hat nicht nur das Recht sondern auch die Pflicht diese Werbung nicht zu unterstützen.
Wo ist das Problem? Wird der Film etwa besser wenn an Originalschauplätzen gedreht wird? - Ein paar Fotos von den Locations, und man kann alles recht leicht dank VR im Rechner nachbauen, und mit Bluescreen in den Film packen.
Das einzige was dem Film dadurch vielleicht feht ist "credibility", aber weder wird er teuerer, noch schlechter, noch dauert es länger. - Problem gelöst, oder?

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03. Juli 2007 14:29

@reiner1938 - wer verbietet denn ...

Matthias Roensberg (isserley)

"Aber mit welchem Recht versuchen sie denn hier jemandem zu verbieten einen Film zu drehen."
--> Weder verbiete noch versuche ich das. Allerdings stimme ich denen zu, die erklären, das man einen Sprecher / Vertreter / Funktionär einer antidemokratischen Gruppe nicht noch mit dem zur Verfügung stellen von Originalschauplätzen unterstützen muss.

"Allein das Ergebnis zählt und wenn hieran berechtigte Einwände anzubringen sind, scheinen wir ja wohl alle nur darauf zu warten dies zu gegebener Zeit zu tun."
--> Ist doch wurscht wie gut oder schlecht dieser Film wird. Aber zum Ergebnis gehört eben auch haufenweise Werbung für einen totalitären "Verein".

"Antidemokratisch hin oder her, von mir aus."
--> das find ich nun wiederum sehr interessant.
Wenn also die NPD ankommt, "Hallo Frau Merkel, wir wollen einen historischen Dokumentation über Hitler drehen, dürfen wir bitte eine Drehgenehmigung für den reichstag haben", dann soll Sie ja sagen müssen?

Sollte eine geschichtsverdrehung dabei herauskommen gibt es die nötigen Grundlagen um den Film in Grund und Boden zu stampfen.
--> auch Geschichtsverdrehung ist nicht entscheidend, ausserdem würde ein nachträglicher Verriss kaum die Reichweite haben wie der Film selbst

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03. Juli 2007 13:41

@roensberg:isserley

Reiner Sanders (reiner1938)

Sehr interessant.
Aber mit welchem Recht versuchen sie denn hier jemandem zu verbieten einen Film zu drehen. Allein das Ergebnis zählt und wenn hieran berechtigte Einwände anzubringen sind, scheinen wir ja wohl alle nur darauf zu warten dies zu gegebener Zeit zu tun.
Antidemokratisch hin oder her, von mir aus. Sollte eine geschichtsverdrehung dabei herauskommen gibt es die nötigen Grundlagen um den Film in Grund und Boden zu stampfen. Es gibt ihn noch nicht und es ist doch auch Scheissegal ob Cruise gut Schauspielern kann oder nicht.

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03. Juli 2007 13:29

Nein Danke!

Andreas Bächtle (Andreas_B.)

Da ich bisher leider keinen einzigen historisch korrekten Hollywoodstreifen kenne, ist es wahrscheinlich unerheblich ob v. Stauffenberg von Herrn Cruise oder von Bart Simpson dargestellt wird. Normalerweise interessiert mich die Gesinnung eines Schauspielers relativ wenig sofern es eben um Unterhaltung geht, mehr kann man von den meisten Filmen auch nicht erwarten. In diesem Fall geht es aber um ein wichtiges Geschichtliches Ereignis zur Zeit des Nazionalsozialismus, hier sollte Hollywood entsprechenden Respekt und Fingerspitzengefühl für das Thema und die beteiligten Personen zeigen, was ich bei anderen Gelegenheiten bereits schmerzlich vermisst habe und auch diesmal kaum zu erwarten ist. Letztendlich geht es doch nur ums Geld.

Scientology ist keine Kirche, zumindest nicht in Deutschland, es ist eine Sekte, deren Ziele Verfassungsfeindlich sind und die in einigen Bundesländern vom Verfassungsschutz beobachtet wird, ihre Ziele sind mit Demokratie und Rechtsstaat nicht zu vereinbaren. Wenn Herr Cruise, dessen Filme ich meist unterhaltsam finde, sich für diesen Verein zum Affen macht ist das sein Problem, für diese Rolle ist er mit diesem Hintergrund jedoch ungeeignet. Ungeachtet seiner schauspielerischen "Qualitäten".

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03. Juli 2007 12:35

Der Star macht den Erfolg

Christoph Seidel (ChristophSeidel)

FHvD Kernthesen sind: 1) Wenn ein Film mit einem guten Thema und einem guten Buch weltweit ein Erfolg und von vielen Leute gesehen werden soll, braucht's dafür einen Star vom Format eines Tom Cruise. 2) Wenn wir Deutschen wollen, dass man die Geschichte des deutschen Widerstands gegen Hitler in USA oder sonst wo zur Kenntnis nimmt, dann müsse man mit diesen Kriterien leben. 3) Alles andere sei typisch deutsche Kleingeisterei. - Ich denke FHvD kennt sich im Filmbusiness gut genug aus und ich halte seine Argumentation für stichhaltig. - Eine ganz andere Frage ist, ob öffentliche Dienststellen Tom Cruise bzw. einer Filmfirma zu Füßen liegen müssen. Ich persönlich sähe das gelassen. Filmförderung durch Locations ist hier ja sonst auch kein Fremdwort. Und vielleicht verirrt sich ja auch sonst mal ein Tourist in den Bendlerblock oder an andere Drehorte. - Und wie albern und exhibitionistisch Cruise sonst sein Leben inszeniert und wie dummdoof er sein muss, da er nun mal Scientologe ist, ist mir schnurzpiepsegal. Ein offizieller Scientologe ist mir in seiner Lachhaftigkeit allemal lieber als ein verdeckt agitierender.

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03. Juli 2007 12:15

Bravo? Bravour. Bravourös!

Matthias Richter (Nichtschwimmer0605)

Nochmal zum Thema, das lässt mich einfach nicht los...dann nehmen wir doch einmal die alltagsbereinigte Vogelperspektive ein. Lassen wir das stumpfsinnige Ziehen von Verbindungen zu irgendwelchen uns angedichteten Platitüden weg...
Was bleibt ist ein Film über einen Soldaten, der bei einem Attentatsversuch auf einen Tyrannen tragisch den Tod findet (man lasse die Gesamtverschwörung außen vor).

Zudem bleibt ein Schauspieler, der als "Star" weltweit Erfolge feiert mit seinen Filmen, seinen Produktionen und der Dokumentation seines Privatlebens. Einen sehr großen Teil seines Privatvermögens bringt er in eine religiöse Organisation ein, an deren Regeln und Normen er glaubt.

Herr v. Donnersmarck stützt sich in seiner Argumentation auf die Strahlkraft des besagten Schauspielers, die seiner Meinung nach einen wertvollen Image-Zuwachs für "die Deutschen" brachte.

Nun denn, meiner persönlichen Meinung nach ist es nicht Grund genug, eine Rollenvergabe mit der Strahlkraft zu verteidigen. Ich denke, Stauffenberg braucht hierzulande keinen Cruise und ich denke, wenn man es nur mit einem "Star" schafft, einem historischen Helden Satisfaktion zuteil werden zu lassen, auch nicht in den USA.

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03. Juli 2007 12:11

Die Hyänen fressen ihn bereits

Annette Klug (ANNETTEKLUG)

Da traut sich einer wie Donnersmarck, das Absurde an dieser Debatte um Cruise als Stauffenberg zu veröffentlichen, schon wird er von Gesinnungsfanatikern zur Schnecke gemacht. Die liegen aber alle falsch.
Wir leben hier in Detuschland, einem demokratischen Land, in dem die Menschenrechte gelten (sollten) und dazu gehört halt auch die Meinungs- und Religionsfreiheit. Auch wenn das einigen nicht passt: Ein Scientologe hat in Deutschland die gleichen Rechte wie andere auch. Alle Anschuldigungen, die gegen Scientologen vorliegen, müssen erstmal bewiesen werden. Dass dies nicht funktioniert (siehe die jahrelange erfolglose Beobachtung durch den Verfassungsschutz) liegt ganz einfach daran, dass sie gar nicht bewiesen werden können. Scientologen sind auch in Deutschland ehrliche aufrichtige Leute und die Scientology Kirche wurde gerade kürzlich vom Europäischen Menschenrechtsgerichtshof als REligion anerkannt. Darüber schweigen die Fanatiker.

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03. Juli 2007 11:59

Am deutschen Wesen...

Dirk R Bode (Patou)

Diese Auseinandersetzung ist so DEUTSCH, deutscher geht es nicht.
Florian v. Donnersmaark hat recht: Ein Hollywoodstar spielt den Grafen v Stauffenberg. Das ist eine späte Anerkennung, eine Bekanntmachung einer historischen Figur, die bisher den Amerikanern, der Welt nichts, aber auch gar nichts sagte.
Aber, die deutsche Provinzialität siegt noch immer. Es sei nicht gerade sie es gewesen, die Hitler erst befördern half. Jene Provinzialität, die die Deutschen je glauben mache, sie(!) seien der Nabel der Welt und Goethe, dieser oberste Provinzionalist, ein "Geist" von Weltrang. Ein Humanist! Wahrscheinlich war es der "Humanismus" Goethens, der es möglich machte, dass sein FAUST ein Lieblingsstück der Naziherren war. Alles ein furchtbares Missverständnis selbstverständlich. Die Erde ist eine Scheibe! Klar doch, die anderen(!) liegen falsch. Aber klar ist schon jetzt: Wehe der 3.Take der fünften Szene ist historisch falsch in "Valkyrie" - dann ist der Teufel los im deutschen Feuilleton. Dann kommen die Oberlehrer alle aus der Deckung. Dann wird am deutschen Wesen tom Cruise nie mehr genesen..

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03. Juli 2007 11:47

Herrenvolk ?

Bernd Hafenberg (Bernie0711)

Hier zeigt sich, daß heutzutage in Deutschland eine wirklich grenzenlose Freiheit herrscht, wenn man sogar einen Leserbrief wie den von Herrn Schliefkowitz veröffentlicht. Abwegiger geht es nicht mehr. Über so etwas kann man nicht mehr diskutieren, hier bleibt nur noch Mitleid mit dem Verfasser dieser Zuschrift.

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03. Juli 2007 11:06

Warum Cruise Graf Stauffenberg spielen muss

Georg Volk (GeorgVolk)

Hochachtung, lieber Florian Henckel von Donnersmarck, das ist ein wunderbarer Beitrag zum Thema Toleranz, Aufrichtigkeit, Geradlinigkeit und was man sonst noch so falsch machen kann in Deutschland. Warum stellen sich nicht Alle einmal wie im "Club der toten Dichter" auf den Tisch und schauen sich den Alltag, ihren eigenen Alltag vor allem, aus der Vogelperspektive an und erkennen, wie "relativ" doch Vieles auf einmal wird. Mir fehlt die Gelassenheit im Umgang mit derartigen Themen. Ich kann nur gratulieren zu Stil und Wortwahl, die besser auszudrücken vermag, was ich selbst zu diesen (heutigen) Ereignissen und Vorgängen sagen würde. Und ausgesprochen glaubwürdig erachte ich Ihren für mich sehr verdienstvollen Beitrag zudem.

Georg Volk, Frankfurt am Main

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03. Juli 2007 11:01

@MyAnswer

Matthias Roensberg (isserley)

"Habt Ihr keinen Geschmack oder seid Ihr nur neidisch?"
--> yo, das wirds sein. Und ausserdem bin ich ein Garzwerg

Hier noch ein paar echte Highlights aus der Karriere des T.C.:

The Color of Money
--> an die wand gespielt von Paul Newman

A Few Good Men
--> an die wand gespielt von Jack Nicholson

The Firm
--> an die wand gespielt von Holly Hunter

Cocktail
--> an die wand gespielt von ... keinem, da waren alle Scheisse :)

Mission: Impossible II
Minority Report
--> ohne worte.

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03. Juli 2007 10:51

@1TRex1 - Bullshit

Matthias Roensberg (isserley)

nöö.
FvD wird sagen, du bist ne typische Dumpfbacke, die nicht über den eigenen tellerrand blicken kann und dauernd "Fussball über alles grölst" (bildlich gesprochen).
Ich sage, FvD ist die Dumpfbacke...

Ist halt alles ne Frage der Prespektive ;)

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03. Juli 2007 10:49

@GByron

Matthias Roensberg (isserley)

"...aber schauspielern kann er doch ganz gut (wenn auch etwas 2-Dimensional), "
--> lt den Kommentaren hier schwankt es zwischen "grossartig" und "Niete" - ich halte den für ziemlich mau, aber das ist nun wirklich kein Kriterium


"Ich finde Meinungs- und Religionsfreiheit eigentlich ganz gut und demokratisch, auch wenn man damit anderer Leute Meinung (und sei sie so doof wie Scientology) akkzeptieren muss. In Deutschland wird das anscheinend anders gesehen."
--> ganz im gegenteil: Scientology ist eben keine Sekte, religion oder Kult, sondern schlicht eine Firma, die mit totalitären Methoden, unter Einsatz von psychischer / physischer Gewalt Geld einsammelt.

Allgemein, der demokratische Ansatz von BRD und USA sind verschieden:
BRD: Der Staat hat auch eine gewisse Verantwortung die dümmsten und unmündigsten seiner Bürger zu schützen. (Von mir aus könnte der Staat in D durchaus schlanker werden, aber bloss nicht so wie in den USA)

USA: Staat hat sich rauszuhalten, jeder ist seines Glückes / Peches Schmied.

"den Beck Hansen in Deutschland in oeffentlichen Gebaeuden auftreten? "
en.wikipedia.org/wiki/Tom_cruise#Family_and_early_life
der hat also auch deutsche vorfahren, das kanns nicht sien ;)

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03. Juli 2007 10:43

no cruise

Fridolin Hanf (frihan)

Da ich mich inzwischen allen Cruise Filmen (mit Ausnahme von Legende) verweigere, wäre es mir schon allein deshalb unrecht, das er den Stauffenberg spielt.

Ich würde mir den Schinken schon gerne anschauen, allerdings bin ich sehr konsequent, was meine Prinzipien angeht:
Und Scientology in keinster Weise zu unterstüzten gehört dazu. Weder Warsteiner trinken noch sonstige Procter&Gamble Produkte kaufen, weder Cruise Filme schauen, noch Travolta.

Da ich allerdings nicht viel bis überhaupt nichts von amerikanisch-verklärten Hollywood Schinken zu Kriegsthemen der heutigen Zeit halte, glaube ich nicht mal, das ich viel verpassen würde, selbst wenn er denn den Stauffenberg spielt.

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03. Juli 2007 10:42

"Die Vergesslichkeit für Schandtaten ist des Deutschen Zier!"

Steve Schuster (PreSize)

Also wenn ich solch einen Quatsch höre, beginnt mein Magen mit der Produktion von Säure.
Hier geht es darum, ob ein amerikanischer Schauspieler mit Zugehörigkeit zu einer sagen wir mal "anderen Art Kirche" einen deutschen Helden, der keiner war, zu spielen.

Auch ich bin kein Anhänger von Tom Cruise und seinen Filmen. Sind sie doch zu einfach gestrickt für mich.

Allerdings sehe ich darin kein Problem.
Ob ein Schauspieler Buddhist, Christ oder Scientologe ist zählt für solch ein Projekt nicht. Hier geht es um schauspielerisches KÖNNEN.

Und nun zu solch hochqualifizierten Beiträgen wie "Die Vergesslichkeit für Schandtaten ist des Deutschen Zier!".
Zuerst mal hat dieser Text NICHTS mit dem Artikel zu tun und dazu denke ich, werden wir die nächsten 100 Jahre bestimmt mehr als ausreichend daran erinnert. Da mach ich mir keine Sorgen.

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03. Juli 2007 10:41

Fratzen?

Cornelia Bürger (MyAnswer)

Super, darauf habe ich gerade gewartet. "Doof aussehen, Fratzen". Machen wir jetzt auch wieder Schädervermessungen? Sieht Ihnen Herr Cruise nicht arisch genug aus? Dann muss ich Ihnen jetzt noch was ganz Schlimmes sagen: Der Regisseur von dem Film ist ein Jude.

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03. Juli 2007 10:19

Ist das jetzt Kirchenkampf?

Friederine Teich-Erdmann (Teich-Erdmann)

Tom Cruise sieht doch richtig doof aus, ein bloeder Typ, United Artists oder nicht. Nennt mir einen gutaussehenden Scientologen. Da sind doch nur Fratzen.

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03. Juli 2007 10:18

Besser fürs Image als die WM ?

Ulf Barsnick (1TRex1)

Das ist - um eine in Hollywood gebrächliche Metapher zu verwenden - Bullshit.

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03. Juli 2007 10:04

Ich mag den Cruise ja auch nicht sonderlich ...

George Byron (GByron)

...aber schauspielern kann er doch ganz gut (wenn auch etwas 2-Dimensional), und wenn die Stauffenberg-Geschichte durch den Film weltweit bekannt wird, dann ist das doch gut, egal ob der Schauspieler hinter der Maske Cruise heisst oder nicht.

Wegen des Scientology-Vorwurfs gebe ich der in USA weit verbreiteten Meinung recht, dass sich an dieser Verbotswut in Deutschland nur zeigt, wie wenig die Deutschen aus den letzten 100 Jahren Geschichte gelernt haben. Ich finde Meinungs- und Religionsfreiheit eigentlich ganz gut und demokratisch, auch wenn man damit anderer Leute Meinung (und sei sie so doof wie Scientology) akkzeptieren muss. In Deutschland wird das anscheinend anders gesehen.

Ich haette es ja noch bezeichnender gefunden, wenn man gesagt haette: Nein, der Stauffenberg darf nicht vom Cruise gespielt werden, weil der Cruise ist Legastheniker (was er ja bekanntermassen ist) und Stauffenberg konnte natuerlich gut schreiben und war auch groesser als 1 Meter 70.

Abschliessend: wenn Cruise die Drehgenehmigung nicht erhaelt, wieso laesst man denn dann den Beck Hansen in Deutschland in oeffentlichen Gebaeuden auftreten? Der Ist auch Scientologe, erfreut sich aber grosser Beliebtheit. Achso ja: der hat nen Deutschen Opa...

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03. Juli 2007 10:02

Cruise und Stauffenberg

Cornelia Bürger (MyAnswer)

Wir Deutschen werden immer ein Volk von Gartenzwergen bleiben. Leider. Die Forderung, Cruise solle nicht Stauffenberg spielen, ist vollkommen irrsinnig. WER WILL IHM DAS VERBIETEN? Wir? Ist es schon wieder so weit?
Ich höre ständig, es dränge heute Deutsche, den Stauffenberg zu spielen. Hätte es zwischen 1933 und 1945 etwas mehr Deutsche gedrängt, den Stauffenberg zu spielen, uns wäre so manches erspart geblieben.
Die Äußerung, Tom Cruise wäre ein miserabler Schauspieler, kann nur von jemandem stammen, der nichts vom Film versteht. Vanilla Sky, Der letzte Samurai, Interview mit einem Vampir - Cruise Leistung hier ist völlig unbestritten. Habt Ihr keinen Geschmack oder seid Ihr nur neidisch?

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03. Juli 2007 09:43

@reiner1938

Matthias Roensberg (isserley)

@reiner1938:
"Tom Cruise ist zwar kein miserabler Schauspieler"
--> falsch.
Highlights u.a.
http://imdb.com/title/tt0120755/
http://imdb.com/title/tt0181689/
http://imdb.com/title/tt0116695/
http://imdb.com/title/tt0099371/
http://imdb.com/title/tt0094889/
nur ein dieser Filme will auch komisch sein, herzlich gelacht hab ich bei allen.

"denke mir meinen Teil über seine Zugehörigkeit zu einer Kirche"
--> falsch.
antidemokratische, gewinnorientierte Organisation, die auch physische & psychische Gewalt ohne Skrupel anwendet
für den anfang:
http://home.snafu.de/tilman/scientology_ger.html

"Dass einzige was zählt ist doch wohl eher was erzählt werden soll mit diesem Film über Stauffenberg. Eine billige Heldengeschichte mehr, eine Geschichte über die doch so unschuldige Wehrmacht,"
--> Richtig.
Es ist schwer anzunehmen, dass ne übliche Hollywood Happy-End Schmonzette dabei rumkommt, und das ist nun wirklich überflüssig. (Als wenn es, s.o., nicht schon genug andere Gründe gäbe)

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03. Juli 2007 09:35

Hollywood ist richtig für Donnersmark

Ines Walk (inwa100)

Herr von Donnersmark wird mir immer unsympathischer. Wer sich bei der Oscar-Verleihung bei Arnold Schwarzenegger bedankt und jetzt Tom Cruise als einen der besten Darsteller Hollywoods lobt, lebt meines Erachtens auf einem anderen Stern und ist in Hollywood richtig angekommen. Vielleicht verspricht sich Herr von Donnersmark ja Hilfen vom Produzenten Tom Cruise in seiner Heimat.

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03. Juli 2007 09:32

@Kapau2007

Matthias Roensberg (isserley)

@Kapau2007

Herr Schliefkowitz: Helfen Sie mir, ich habe Ihren Beitrag beim besten Willen nicht verstanden. Sind Sie nun für oder gegen FvD / Cruise?

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03. Juli 2007 09:29

ja sicher Herr v. D.

Matthias Roensberg (isserley)

@ FvD: "Er wird dadurch allein das Ansehen Deutschlands mehr befördern, als es zehn Fußball-Weltmeisterschaften hätten tun können.“"
--> quatschkrams. - Mglw wird das ansehen deutschlands in den USA stärker gefördert als durch eine einzelne WM (wobei Fussbal ja in den USA immer noch ein Schattendasein führt), andererseits kann man darauf wohl auch guten Gewissens verzichten. - Den Rest der Welt kümmert das Recht wenig.

"seinen persönlichen Überzeugungen nicht ganz auf dem gegenwärtigen Kurs Deutschlands liegt"
--> Autsch. Scientology ist eine gewinnorientierte antidemokratische organisation, die auch vor Gehirnwäsche, Psychoterror & gewaltanwendung erwiesenermassen nicht zurückschreckt. Thanks, but NO thanks, darauf, und auf die Propagierung derselben durch eine "Lichtgestalt" wie Herrn Cruise kann ich gerne verzichten.
Dann schon lieber richtige Schauspieler wie bspw Thornton oder Malkovich.

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03. Juli 2007 09:06

Herr von Donnersmarck hat in allem recht !

Markus Teuber (arathorn)

Erstens ist Stauffenberg als historische Person öffentliches Allgemeingut.Eine Rollenbesetzung dieser Person geht also lediglich die Produktionsfirma und den Regisseur etwas an.
Der Sohn von Graf Stauffenberg und die deutschen Politiker sollten sich gefälligst aus den Besetzungslisten heraushalten.

Wem ein solcher Film oder seine Besetzung nicht paßt,MUß ihn sich ja NICHT ansehen !

Und im übrigen sei schon daran erinnert,daß weder Stauffenberg noch alle seine Widerständler,deren
Nimbus von den Deutschen bei jeder Gelegenheit vorangetragen wird,Widerständler der ersten Stunde waren!

ALLE waren zunächst gläubige Nationalsozialisten ohne Zweifel am Geschehen.Sie haben sich erst im Augenblick des nicht mehr zu übersehenden Untergangs auf die andere Seite geschlagen und das nicht aus dem Wissen über das Unfaßbare,an dem sie Teil hatten,sondern um Deutschland in der ihnen bekannten Form vor dem angeblich drohenden Untergang zu bewahren.
Als wären die Alliierten dieselben Unmenschen gewesen,die -wie die Teutonen-nichts als Vernichtung im Sinne hatten.
Dabei war der vermeintliche Untergang der Anfang.

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03. Juli 2007 09:02

Scientology, Judentum... RELIGIONSFREIHEIT!

Thomas Schmidt (basick)

mir kommt es so vor als hätten alle angst das man ihnen ihren letzten helden nimmt sollte stauffebnberg nicht im rechten licht dargestellt werden. wieso die aufregung, es ist ein film, haben sich die schotten über mel gibson in braveheart beschwert?

Scientology is seine sache und in unserem land (und meinem Geist) herscht religionsfreiheit, also hört auf mit den dummen sprüchen. Die bösen von der scientology, den bösen juden hatten ihr ja schon... Gerade in diesem thema sollte euch der kontext auffallen!

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03. Juli 2007 09:00

Absurde und abenteuerliche Diskussion

Klaus P. Lücke (microplan2002)

Jetzt wird schon nicht mehr nach den schauspielerischen Qualitäten gefragt (die sowieso letzlich nur Regisseur und Produzent zu vernantworten haben), sondern es wird in der (vermuteten) Gesinnung des Schauspielers gewühlt. Und das sogar auf höchster (Regierungs)ebene ... Man glaubt es einfach nicht. Die bundesdeutsche Gesinnungsschnüffelei kennt offensichtlich keinerlei Hemmungen mehr ?! Hoffentlich lässt sich Regisseur Donnersmarck von solchen Dummheiten nicht beeinflussen.

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03. Juli 2007 08:50

Was ein schwachsinniges Gedöns...Herrenvolk???

Matthias Richter (Nichtschwimmer0605)

Mir wird richtiggehend schlecht wenn ich diesen Kommentar lese! Wer den Begriff des Herrenvolks in das zugegebenermaßen unflexible Verhalten von Jung & Co. interpretiert, der sollte sich lieber in deutscher Geschichte und Definitionen bilden als hier Kommentare beizusteuern. Ich find das einfach unglaublich wie schnell immer diese platte Verbindung gezogen wird.
Meines Erachtens nach ist die Rolle Stauffenbergs wenn für einen "besonderen" amerikanischen Schauspieler, dann 100%-ig für Tom Cruise ungeeignet! Verstehen Sie mich nicht falsch, ich mag den Cruise in Filmen wie Mission:Impossible und ich fand auch keine Ahnung Last Samurai und Top Gun toll. (*hust*) Hingegen empfand ich ihn in Rain Man als Zumutung. Meiner Meinung nach kann der Cruise tausend Rollen in Filmen spielen, die ohne irgendwelche Ideale besetzt sind und keinen nachhaltigen Sinn vermitteln sollen und wollen.
Aber in der Rolle des Stauffenberg hat dieser Mann nichts verloren, egal ob er Glamour auf die Rolle abstreift, dann lieber Stauffenberg ohne begeisterte Amis, die den Cruise toll finden!
Stauffenberg ist eine viel zu sensible Rolle, die Ideale vermittelt und das man für diese einsteht und von meinem Standpunkt aus kann Tom Cruise das nie und nimmer!

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03. Juli 2007 08:40

von Dennersmarck

Eugen Böhler (ostdeutschland12)

Als ein großer Fan von F. H. v. Donnersmarck, bin ich sehr über seine Naivität überrascht. Da dreht jemand einen überragenden Film über die Zustände einer grausamen Diktatur und im nächsten Moment verfällt er, geblendet durch seine Regisseurfähigkeiten, der nächsten Diktatur. Er verkennt, dass es primär gar nicht um die Person Tom Cruise geht, es geht vielmehr um die menschenverachtende und versklavende Lehre seiner Sekte, die zurecht in Deutschland nicht anerkannt ist. Es nützt auch nichts, wenn einige hier die Argumentation völlig verschieben und stereotyp irgendwelche Personen angreifen, weil diese eine richtige, wenn auch harte Meinung vertreten. Es ist richtig, dass man die wenigen Lichtblicke der dunklen deutschen Geschichte nicht mit finsteren Ideologien belegt. Leider kann man bei Tom Cruise keinen Unterschied zwischen seiner Ideologie und seiner Person machen, da er seiner Ideologie völlig verfallen ist und diese missionarisch und totalitär vermittelt. Deshalb kommt er auch meiner Meinung nach nicht in Frage, einen Stauffenberg zu spielen.

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03. Juli 2007 08:33

Hollywood´s Geschichtsunterricht? Nein, danke!

Markus Hengsberg (mhbonn)

Hollywood´s Geschichtsunterricht? Nein, danke!
Ich erinnere mich bei diesem Thema an Spielbergs "Schindlers Liste", der es sich nicht nehmen ließ, szenisch sogar Kleinkinder, symbolisch für alle anderen Deutschen - bis auf Schindler - als begeisterte Judenmörder darzustellen.

Ich mag auch keine amerikanischen Filme, die den Irakkrieg oder islamistischen Terrorismus zum Thema haben mehr sehen. Ich habe dann immer den Eindruck, Schauspieler wie beispielsweise George Clooney, bekämen ihre Gage direkt vom Weissen Haus.

Verhindern lässt sich ein Hollywood-Kommerz-Schinken mit einem Scientology-Verkäufer in der Rolle als
Graf Stauffenberg allerdings nicht - auch nicht wenn Stauffenbergs Sohn dies ausdrücklich nicht wünscht.



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03. Juli 2007 07:50

Cruise mit Verliererimage

Hanspeter Bühler (Napoleon3)

Cruise ist sicher ein Kassenmagnet und deshalb für die PR eines solchen Themas interessant. Ethisch gesehen ist die Zugehörigkeit zur Scientolgie-Weltanschauung bedenklich - eben ein typisch US-Amerikanischer Degenerationsauswuchs. Ob die Rolle von Stauffenberg für Cruise vorteilhaft ist, bezweifle ich, denn schliesslich war Stauffenberg ein Versager, der Hitler auf dilettantische Weise verfehlte, obwohl er die Nähe und die Möglichkeit dazu gehabt hätte.

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03. Juli 2007 07:50

herrenvolk??

Heiko Schlösser (xx5000)

welch ein weithergeholter alter strumpf... herrenvolk. hier geht es um viel mehr. es geht darum einem vertreter einer menschenfeindlichen sekte die bühne zu verwehren und es ist richtig das man das tut.
graf stauffenberg ist ein symbol von mut und befreiung und dies sollte nicht durch eine für das gegenteil stehende sekte beschädigt werden.
das alles hat nichts mit "herrenvolk" zu tun. dies ist meiner meinung nach ein sehr hinkender vergleich.

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03. Juli 2007 07:30

cruise

Christoph Rüdiger (Chris291074)

wie einer meiner vorredner sagte, wenn cruise die faehigkeit hat stauffenberg zu spielen, dann soll er auch die chance bekommen. nur leider sehe ich in cruise nicht das talent ueber seine zwei oder drei gesichtsausdruecke hinwegzukommen und mehr tiefe in die darstellung eines mannes zu bekommen, der ja von einer sache ueberzeugt war, aber dann realisiert hat was da eigentlich vorgeht.
und ehrlich gesagt habe ich etwas sorge, dass scientology den film nutzen will um zu zeigen, wie offen sie mit dem thema des nationalsozialismus umgehen koennen um den deutschen diese "offenheit" vorhalten zu koennen, in anbetracht der situation ihrer organisation in deutschland.
in abetracht der tatsache, dass Herr HvD ein regisseur ist, haette ich von ihm eine weitaus differenziertere meinung ueber tom cruise erwartet, aber vielleicht stimmt es ja und er ist wirklich hollywood- und amerikaphil.
und noch etwas: "nazismus" ist kein wort. es handelt sich um eine kreation, die die distanz des sozialismus zur NSdAP darstellen soll und zeigt nur wieder dass man in deutschland historie haeufig nicht rational diskutieren kann.

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03. Juli 2007 01:23

Fragwürdig

Thomas Minnich (tmin260872)

Man fragt sich halt doch wie sehr der Hollywood Ruhm und der Glanz eines Oskars einen blenden kann.
Gut- der Mann hat einen Oskar gewonnen als Regisseur. Amerika war gut zu ihm.
Aber dennoch hätte er sich erstmal im eigenen Land umsehen können ob nicht z.B. ein Till Schweiger auch infrage gekommen wäre. Auch vor dem Hintergrund der fragwürdigen "Religionsgemeinschaft" derer der Hauptdarsteller angehört hätte Donnersmarck fragen müssen "Ist der Mann wirklich geeignet dafür? Geeignet dafür den großen Widerständler zu geben?"
Ich denke, ein empörter Aufschrei sollte durchaus gestattet sein.

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03. Juli 2007 00:23

"Donner" setzt seine Marken und profiliert sich auf Kosten der Widerständler

Jens Herrmann (Namuchat)

Miesester Gast-Beitrag im Feuilleton der FAZ seit langem. Herr Schirrmacher bitte schreiten Sie ein! Alte Ahnungen bestätigen sich wieder: Man lasse niemals Hollywood an die schwierigsten Momente der Menschheits- (und damit auch der Deutschen) Geschichte, wenn der Regisseur nicht Steven Spielberg heisst.
Na bitte, für den der geschichtlicher Aufklärung bedurfte... Das gescheiterte Attentat des 20. Juli war also ein "selten glanzvoller Moment ..." Beurteilen wir jetzt die tragischten Momenten menschlichen Gewissens (bei Stauffenberg) und der Völker Europas (einschliesslich und insbesondere der Juden) nach Glamourkriterien? Es geht also nicht vor allem um Fragen der Ethik, der Überzeugung? Bewegt uns die Person Stauffenbergs denn nicht wegen des Ringens seines Gewissens oder wäre dies ihm vielleicht durch ein E-Meter-Auditing erspart geblieben?
Diese historisch unbedarfte Stellungnahme ist hollywoodreif aber nicht FAZ-reif. Noch ist die Trauer um Joachim C. Fest, der sich ehrliche Verdienste um die Aufarbeitung der Nazi-Ära + um die Persönlichkeiten des Widerstands erworben hat, nicht vergessen+schon dies in den gediegenen Spalten der FAZ?! Viel Profilsuche+keine Spur von einer reflektierten Position. Dumm wie Oscar+nix dahinter!

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02. Juli 2007 22:06

Cruise Funktionär einer totalitären Organisation

Thomas Gandow (Th.Gandow)

Ich weiß nicht, aus welchem familiären Hintergrund und welcher Betroffenheit heraus Herr von Donnersmarck schreiben kann: "Waren uns Stauffenberg und Konsorten nach dem Krieg noch undeutsche Vaterlandsverräter...".

Ich weiß aber aus Gesprächen mit vielen Scientology-Aussteigern und aus den eigenen Äußerungen von Herrn Cruise, daß es bei dem gegenwärtigen PR-Projekt der Scientology-Organisation darum geht, das Böse und Niederträchtige der Scientology-Organisation durch das "positioning" (scientologisch für "Image-Saugen") neben dem Helden des antitotalitären Widerstands zu verdecken. Mehr dazu auf blog.dialogzentrum.de.
Es geht also nicht um die "persönlichen Überzeugungen eines Stars". Das hat er selbst in einem Brief an das US-Außenministerium klargestellt, zu laden unter ekbo.sekteninformation.de; vielmehr ist Cruise "Auditor der Klasse V", also hochtrainierter Scientology-Funktionär und vertritt damit eine Organisation, die 2,5% der Bevölkerung "vernichten", 20% in Lager sperren will.
Daß er damit "nicht ganz auf dem gegenwärtigen Kurs Deutschlands liegt", ist nur zu begrüßen.
Pfr. Thomas Gandow,
Vorsitzender des Dialog Zentrum Berlin.

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02. Juli 2007 21:44

Endlich

Stefan Mousiol (s.mousiol)

Endlich ist im Chor der stets präsenten, sich zu jedem Thema äußernden deutschen Hysterie eine coole, unaufgeregte und im besten Sinne pragmatische Stimme laut geworden. Florian Henckel von Donnersmark hat so dermaßen recht, dass es kracht.

P.S. Spätestens seit "Eyes Wide Shut" oder "Collateral" kann kein eiinigermaßen kundiger Kinogänger länger an Tom Cruises schauspielerischen Fähigkeiten zweifeln.

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02. Juli 2007 21:14

Cruise Stauffenberg soll er ja nicht heissen

Reiner Sanders (reiner1938)

Für einen Filmregiseur fehlen Herrn von Donnersmarck da leider die richtigen Argumente.
Tom Cruise ist zwar kein miserabler Schauspieler, bisher hat er doch nur liebe junge Amerikaner gespielt, und dass auch überzeugend. Wenn er einen Stauffenberg überzeugend darstellen kann sollte man ihm diese Chance auch geben. Auch ich bin keiner seiner Anhänger und denke mir meinen Teil über seine Zugehörigkeit zu einer Kirche. Dass einzige was zählt ist doch wohl eher was erzählt werden soll mit diesem Film über Stauffenberg. Eine billige Heldengeschichte mehr, eine Geschichte über die doch so unschuldige Wehrmacht, ein Film über die unfähigen deutschen dies einfach alleine nicht hingekriegt haben Hitler zu stürzen, oder über die Vorsehung, die auch in diesem Abschnitt der Weltgeschichte, die USA alleine dazu auserkoren hat, alle anderen Völker von ihren Tyrannen zu Befreien.
Da ist mir die persönliche überzeugung eines Schauspielers oder Produzenten ziemlich egal. Für mich zählt nur was der Film aussagt. Oder wäre ihnen Mel Gibson lieber?

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02. Juli 2007 20:56

Das Herrenvolk läßt grüßen!

Hartmut Schliefkowitz (Kapau2007)

Man muß sich damit abfinden: Deutsche produzieren Deutsche! Und das sogenannte Herrenvolk aus dem Dritten Reich waren Deutsche, Ihre Abkömmlinge sind Deutsche und die sind wie sie sind! Am Ende des Krieges und danach waren sie von den Siegermächten unterdrückt und mußten tun und lassen was die wollten. Der Druck ist nun weg und nun dürfen sie wieder sein, was sie schon immer sein wollten: Ein Herrenvolk! Jedenfalls läßt dass das Auftreten selbst einiger Regierungsvertreter vermuten. Von der breiten Masse mal ganz ab. Wird zu den Waffen gerufen, muß man die Deutschen schon nicht mehr nötigen. Es fallen ihnen 1000 und eine "gute" Begründung ein, warum das zwingend in lauterer Absicht sein muß! Wer dagegen ist - die Linken - wird dem Volk von den Regierungsvertretern als Volksverhetzer vorgeführt. Auch das ist nicht neu; aber es funktioniert tadellos. Und nachher war man ja ach so verblendet unf hat wieder rein gar nichts gewußt. Die Vergesslichkeit für Schandtaten ist des Deutschen Zier!

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02. Juli 2007 19:51

cruise als Staufi

kurt schupp (Platino99)

Die Politiker sollten es doch am ehesten begreifen: Es geht nur um Kohle machen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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02. Juli 2007 19:25

Florian Henckel von Donnersmarck

FRANK WEBER (fraroma)

es geht doch wohl eher um die Einspielquoten als um anderes...konträr :Cruise als Muselmane?......???wer nimmt hier welche Rolle an und wer wirbt? Der Donnersmarck spricht auch 2 Sprachen..
fww

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02. Juli 2007 19:23

Mentale Geldwäsche

angela roberts (angero)

Verstellt ein Oscar den Blick für Realitäten?
Es zählen vielleicht nicht die Starpunkte; noch ist scientology eine der gefährlicheren (sprich: totalitäreren) Sekten und Cruise mag ja erfolgreich sein, aber vielleicht ist das nicht alles und er fungiert als Aushängeschild eben dieser Sekte.

Da ein Film ja nun mal auf der symbolischen Ebene funktioniert, kann man das nicht herausrechnen - das wäre allzu naiv - gerade in den Zeiten von verstärkter Sinn- und Orientierungssuche, in denen dubiose Welterklärungsmodelle vermehrt Zulauf haben, macht man den Bock zum Gärtner. Ein Unternehmen nicht ganz ohne Zynismus.

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02. Juli 2007 18:19

Cruise

Philipp Striedter (supri)

Erstens ist dieser Mann ein miserabler Schauspieler, der von kreischenden Teenieschwärmen lebt und zweitens löst gerade die Tatsache, dass der Herr Scientology-Mitglied ist, unbehagen aus. Herrn Henckel muss doch aufgehen, dass diese Gehirnwäschensekte merkwürdige Parallelen mit dem Nazismus hat. Will er das nicht sehen? Oder kann er es einfach nicht?
Die wenigsten würden sich über einen jungen unbekannten Schauspieler aufregen, aber bei diesem schwachsinnigen "Superstar der Siegernation" - was übrigens ekelhafte Kriegspropaganda ist - kann ich gut verstehen, dass sich die Gemüter erhitzen.

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02. Juli 2007 17:46

Florian "Hollywood" Donnersmarck

Friedemann Neef (guenterkastenfrosch)

Donnersmarcks Argumente sind schon sehr "hollywoodgeprägt" und "amerikageil" - wie er sich bisher auch stets nur äußerst begeistert und unkritisch der US-Filmindustrie gegenüber zeigte.
Ich bin auch der Meinung, das Cruise Stauffenberg nicht spielen sollte: Nicht, weil er Scientologe ist, sondern, weil das z.B. Sebastian Koch schon überzeugend erledigt hat - ist es schlicht unnötig.

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