Der Mann von morgen

Lauter Problembärchen

Das Patriarchat ist am Ende, die Jungs von heute stecken in einer Krise. Besonders, wenn ihnen männliche Vorbilder fehlen und sie bildungsfern aufwachsen. Ist die Zeit reif für „Väterkurse“? Und wie soll der Mann von morgen überhaupt aussehen?

Lesermeinungen zum Beitrag

21. August 2006 13:05

Genau so ist es, Herr Kaiser!

Peter Luther (HAHOHE)

Dem ist nichts weiter hinzuzufügen!

Ansonsten gilt: Armes Deutschland!

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20. August 2006 10:43

Unerträglich ist,

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

wie man sich mittlerweile öffentlich von Leuten wie Herrn Bauer öffentlich beschimpfen lassen muss, wenn er von "Frauenzimmern" als kostenlosen Lustobjekte, Gebärmaschinen und zur Verfügung stehenden Putzkräften einerseits und altdeutschen Paschas andererseits schreibt.
Damit offenbart er zwar sein persönliches Familienbild, gibt aber mit keinem Wort zu, wie seine eigene Lebenssituation tatsächlich aussieht.
Meine Frau ist mit ihrer Mutter- und Hausfrauen-Rolle sehr zufrieden, ausgelastet und verwirklicht ihre kreativen Lebensvorstellungen so vermutlich weitaus eher und nachhaltiger, als dies als Bürokauffrau o.ä. tun würde. Sie erzieht gemeinsam mit mir liebevoll unsere Kinder, u.a. für solche "Steuerzahler"(?) wie Herrn Bauer, um sich dafür von diesen Leuten noch zynisch verhöhnen zu lassen.
Derartige Unverschämtheiten sollte sich die große Zahl der treusorgenden Mütter und Väter nicht mehr lange bieten lassen!

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18. August 2006 13:12

Mit all Ihren Fragen...

Peter Luther (HAHOHE)

...treffen Sie durchaus ins Schwarze, Herr Altmann. Nur bei einer Sache "hinkt" Ihre Argumentation - wie übrigens auch jene viele weiterer Schreiber hier bei diesem Thema. Welches Bild von modernem, tatsächlichen Zusammenleben haben Sie bloß alle? Es mag ja sein, dass es die von Ihnen quasi als absolutes Negativbeispiel immer und immer wieder beschriebenen Zustände gibt, wonach der Mann sich alles erlaubt und - noch schlimmer - die Frau ZWINGT, alles mit sich machen zu lassen. Wissen Sie, lesen und schreiben haben in Deutschland (zumindest ist das derzeit noch so) fast alle Menschen gelernt - Männer UND Frauen. Einige können es besser, andere weniger gut, aber sie können es. Insofern kann sidh also grundsätzlich jeder Mensch auch für eine Art zu leben entscheiden - er / sie ist insofern frei! Hat man sich geirrt, kann man die Entscheidung grundsätzlich auch wieder korrigieren. Niemand ist GEZWUNGEN in diesem Land, sich de facto wie ein Sklave behandeln zu lassen! Also noch einmal: Woher kommen nur diese unglaublich pauschal dargestellten Ansichten? Schon mal erwogen, dass die eine oder andere Frau - wenn nicht selbstverwirklicht - evtl. mit ihrer Situation zufrieden ist? Auch wenn das in Ihre Sichtweise nicht reinpasst?

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18. August 2006 13:03

worum es aber wirklich dabei geht...

Peter Luther (HAHOHE)

meine Herren Braun und Bauer ist, dass wir in dieser Gesellschaft bitteschön auch die Offenheit haben MÜSSEN, diese - von der empfundenen gesellschaftlichen Entwicklung und vom (zumindest von Ihnen gewünschten und vehement eingeforderten) Zeitgeist abweichenden - Entscheidung einer erwachsenen Person - einer Frau und Mutter - OHNE IRONISCHE KOMMENTARE ZU AKZEPTIEREN!

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18. August 2006 12:25

versuchen Sie mal irgendwem im Ausland zu erklären

Franz Altmann (elviejo_136)

dass es in Deutschland Geld vom Staat als Belohnung
dafür gibt, wenn Sie möglichst weit entfernt von Ihrem
Arbeitsplatz siedeln und dafür täglich mit Ihrem Auto
die Luft verpesten und die Infrastruktur der Stadt
belasten, ohne dort Steuern zu zahlen.

(und das vielleicht noch damit begründen, Ihre Kinder würden sich in der Stadt sonst zu sehr daran gewöhnen, mit Kindern von Einwanderern zusammenzuleben)

dass Sie in Deutschland Geld von der Allgemeinheit
dafür bekommen, dass Sie Ihre Frau (nachdem sie vielleicht mehr Geld und Zeit als Sie in Ausbildung oder Studium investiert hat) davon abhalten, ihren erlernten/studierten Beruf auch auszuüben, damit sie stattdessen mehr Zeit hat, Ihnen die Bude zu putzen und abends pünktlich Bier und Schnitzel auf dem Tisch stehen.

dass wir immer mehr in staatliche Zwangs"versicherungen"
einzahlen müssen, deren Leistungen ständig sinken.

dass durch diesen und ähnlichen Unfug in Deutschland
wir mittlerweise eine Staatsquote von über 50 % auf Arbeitseinkommen haben und uns gleichzeitig wundern, dass Leistungsträger zunehmend auswandern, in Länder wo sie ihr Leben selbst bestimmen dürfen.

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18. August 2006 11:12

Burka

Christian Braun (christianbraun)

Da Herr Bauer anscheinend nicht weiss,
worum es geht, lassen Sie mich das kurz beantworten.

Als vor ein paar Monaten zwei Mädchen
in einer Bonner Schule plötzlich im Burka
erschienen, war die Empörung groß. Die
Eltern beteuerten, dieses Verhalten keineswegs
ermutigt oder gar angeordnet zu haben.
Ob die Mädchen nun von irgendjemandem
einer Gehirnwäsche unterzogen worden
waren oder ob es sich lediglich um
einen pubertären Ausraster handelte,
blieb ungeklärt.

Jedenfalls hatten sie nach Ansicht
der meisten Beobachter "eine Schraube locker".

Einige Mullahs frohlockten: die beiden
Mädchen hatten ganz freiwillig kapiert,
wie sich "brave Mädchen" benehmen sollen.

Wenn nun eine Eva Hermann vom stillen
Glück der Unterwerfung schwärmt und
Mutterkreuzprosa von sich gibt, wird
das ebenfalls einige alte Herren begeistern.
Die meisten Leute aber eher weniger.

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17. August 2006 21:22

Interessant wäre es,

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

wenn Herr @Bauer endlich einmal die von mir schon mehrfach aufgeworfene Frage nach seinen persönlichen Kindheitsheitserlebnissen beantworten würde. Vielleicht würde dann einiges deutlicher werden. Oder entspringt das alles, was sie immer und ständig variierend schreiben (von kostenloser Putzkraft, Gebärmaschine und Lustobjekt usw.) wie ich vermute tatsächlich Ihrer reduzierten Phantasie?

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17. August 2006 17:03

@ Bauer 3

Rainer Mächler (wozu)

Nein, kann ich Ihnen nicht erklären. Aber was hat das mit den bisherigen Beiträgen zu tun? Ich verstehe den Sinnzusammenhang des neuen Gedankens nicht.

Bleiben Sie beim Thema, sonst macht es keinen Sinn.
Ich stimme dem H. Kaiser zu (09.08.2006): "Ungleichheit der Geschlechter und ihrer Rollen".

Das ist für mich keine konservative These. Daraus leite ich auch kein "patriarchalisches Familienmodell" ab.

Schade, daß Sie das nicht erkennen können oder wollen.

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17. August 2006 14:52

Es reicht nicht mehr nur eine Rolle zu bekleiden

Behrouz Rajabi (rajabi)

ich finde, dass wir uns alles selber schewere machen.
Sowohl als Man oder Frau, es reicht niht mehr nur eine Rolle zu haben.
Es reicht nicht mehr nur Papa oder Mama zu sein.
Sowohl als Man oder Frau, müssen wir heutezutage mehrere Rollen Spielen.
Wer mit dieser Veränderungen nicht mehr zu recht kommt wird es schwerer haben.
Es wird leider nicht der Selbstverständlichkeit des Wesens eines Menschen Wahr genommen, sondern dessen Geschlecht.
Es wird sehr oft vergessen, dass bevor wir ein Man oder eine Frau sind (werde), sind wir ein Mensch.
Ich wundere mich sehr oft, dass diese Erkenntniss sich hier im Westen nicht durchgesetzt hat.

Die diskussion um die Gleichberechtigung der Man und Frau solte schon längst der Vergangenheit gehören, aber anscheinend, es ist schwere die Mauer in den Köpfen abzureissen als 2-Sterne zusammenzubringen.

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17. August 2006 14:45

Mit den jüngsten Argumenten...

Peter Luther (HAHOHE)

...Herr Bauer haben Sie leider absolut Recht. Die Konsequenz, die in diesem Zusammenhang aber oft gesehen wird, führt jedoch zur gleichen Entscheidung. Denn: Wenn - um es besser finanzieren zu können - die Leistungsfähigen und /-willigen immer stärker zur Kasse gebeten werden weil sie eben - je nachdem, wie es "passt" als (böse) Besserverdiener gelten, werden sie sich nach Alternativen umsehen - z.B. im Ausland. Und zu unserem ursprünglichen Austausch, zu dem offensichtlich unüberbrückbar unterschiedliche Sichtweisen haben möchte ich Ihnen sehr gern mitteilen, dass ich all diese Probleme, von denen Sie immer schreiben - gar nicht kenne - jedenfalls nicht in meinem unmittelbarsten und mittelbaren Lebensumfeld. Ich bin sehr froh, dass meine Frau Ihrem Klischee ach so gar nicht entspricht. Menschen - vornehmlich Männer - denen dieser Unsinn womöglich wirklich wichtig ist, tun mir leid. Unglaublich blöd sind aber auch solche Frauen, die sich beinahe militant glauben, zur Wehr setzen zu müssen. Arme Gesellschaft. Und übrigens: Vielleicht schauen Sie nicht ins Fernsehen und sehen also auch keine Tagesschau. Dort ist die genannte Frau Herman (noch) Sprecherin - seit Jahren! Aber aufmerksam wurde ich durch die FAZ.

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17. August 2006 13:34

Märchenstunde

Lukas Bauer (luciogutierrez4)

Da in diesem Zusammenhang gerne das deutsche Umlagesystem (also Schuldenmachen zu Lasten der Kinder) bemüht wird, ein kleiner Blick auf die Realität:

150.000 meist junge leistungsstarke Menschen flüchten
jedes Jahr aus den ihnen aufgezwungenen Umlage-
und Umverteilungssystemen Deutschlands, indem sie
einfach auswandern. Dazu kommt das steigende Heer
derjenigen, die sich in nicht sozialversicherungspflichtigen
Minijobs dauerhaft einrichten.

Dieses absurde deutsche System, Schulden dadurch
zu legitimieren, dass Sie das zu erwartende zukünftige
Einkommen ungefragter Kinder pfänden, hat die größte
Auswanderungswelle in der Geschichte der BRD aus-
gelöst. Ich kann es den jungen nicht verdenken.

Wer möchte schon das letzte Glied in einem Schneeball-
system sein, das einen wachsenden Schuldenberg von
einer Generation zur nächsten überwälzt ?

Wohlgemerkt: Kinder haben durchaus die moralische (und soweit durchsetzbar auch gesetzliche) Pflicht, ihre Eltern vor Altersarmut zu bewahren. Keineswegs sind sie aber dazu verpflichtet, ihren Eltern einen goldenen Ruhestand zu finanzieren, obwohl die Eltern auch arbeiten könnten. Dafür sorgen Eltern im Ausland selbst vor, indem sie während ihres Arbeitslebens sparen.

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17. August 2006 13:25

Herr Mächler: können Sie mir erklären,

Lukas Bauer (luciogutierrez4)

wie Leute eine Familie gründen sollen,
die nicht wissen, ob sie in einem halben
Jahr noch eine Arbeit (mit vernünftigem
Einkommen) haben werden ?

Unter diesen Bedingungen werden vorwiegend
ganz unten (wo man sowieso schon immer von
Stütze + Kindergeld lebte) und ganz oben
(wo Geld keine Rolle spielt) Familien
gegründet. Für den Mittelstand derjenigen
Leute, die mit qualifizierter Arbeit sich
ihren Lebensunterhalt verdienen, wird es
zunehmend schwieriger.

Die dem konservativen Weltbild entsprechende
patriarchalische Familie mit sicherem Arbeitsplatz
wurde dafür in Deutschland subventioniert,
wie in praktisch keinem anderen Land der
Welt.

Nur ein Beispiel von vielen:

Wo auf der Welt gibt es sonst Geld vom Staat
für den Ehemann, wenn er seine Frau dazu bringt,
ihren Beruf aufzugeben, damit sie ihm besser (?)
den Haushalt schmeisst ?

Ich glaube, Sie haben noch nie im Leben
im Ausland gearbeitet und wissen überhaupt
nicht, wie gut Sie es haben.

PS: diese, von Ihnen zitierte, androgyne These
ist völliger Quatsch. Wer behauptet denn sowas ?

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17. August 2006 13:06

und Sie haben überhaupt keine Argumente

Lukas Bauer (luciogutierrez4)

Herr Luther, oder Sie hüten sie so eifersüchtig,
dass man sie nicht bemerken kann.

Während Sie zu wirtschaftlichen Fragen
immer sehr liberal argumentieren, hängen Sie
aus irgendwelchen Gründen in der Familienpolitik vorsintflutlichen Machoideen vom willigen Weibchen nach.

Was Ihre Bekannte (?) Frau Herman macht,
interessiert mich nicht, solange sie damit
glücklich wird und andere Leute damit nicht
zwangsbeglücken möchte.

Juckt Sie beim Thema "gleiche Rechte, gleiche Pflichten"
vielleicht das schlechte Gewissen ?

Kommen Sie nicht damit zurecht, dass Ihr
persönlicher Lebensentwurf nicht als das
einzig zulässige, allgemein verbindliche
Modell gilt ?

Fürchten Sie den Verlust von Privilegien
oder Bequemlichkeiten ?

Ich versteh's ganz einfach nicht.

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16. August 2006 17:19

@ Herrn Bauer 2

Rainer Mächler (wozu)

Sie haben Recht, daß der "kinderlose Karrierevater" also der "kinderlose Karrieremann - nix Vater" die erwünschte männliche Lebensform zZ ist. Super flexibel, zeitlich & räumlich.
Unsere Gesellschaft ist kinder- und elternfeindlich. Lesen Sie den Wiesbadener Entwurf von der hessischen Landesregierung oder die Verfassungsurteile. Die Traditionsfamilie wird nicht subventioniert.
Ich würde es so formulieren: Innerhalb der verschiedenen Familienformen wird sie am wenigsten benachteiligt.
Subventioniert werden die Kinderlosen.

Warum denken Sie bei "Rolle" oder "Traditionsfamilie" reflexhaft an üble "50ger Jahre Paschas", denen der Begriff "Würde" völlig fremd zu sein scheint. Mir ist dieser Reflex fremd und ich vermute bei Ihnen persönliche Erfahrungen.

Die androgyne These sagt, jeder kann Mutter- und Vaterrolle übernehmen, weil jeder beides in sich hat. Ich glaube, Kinder brauchen Mutter und Vater. Das sind unterschiedliche Rollen, hat aber nichts mit Wertigkeit oder Hierarchie zu tun.
Aus welcher Äußerung lesen sie bei mir heraus, daß ich berufstätige Frauen für Kampfemanzen oder Mannweiber halte? Diese Interpretation meiner Beiträge ist absurd. Wohl auch nur ein Reflex.

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16. August 2006 14:12

mit Ihnen kann man nicht vernünftig

Peter Luther (HAHOHE)

argumentieren, Herr Bauer. Also bleiben Sie bei Ihren Argumenten und werden glücklich damit. Wie Sie dann aber mit der selbstbestimmten Entscheidung einer Frau Herman umgehen würde mich schon interessieren? Werden Sie wohl ebenso feministisch militant argumentieren wie einige "Damen", die sich selbst bzw. die von der Öffentlichkeit als "Promis" bezeichnet werden? Oder werden Sie diese Entscheidung einfach akzeptieren? Mal sehen!

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