Die chinesische Gesellschaft ist etwas für die Erfolgreichen und Mächtigen, glaubt Ai Wei Wei

Ai Weiwei über Tibet

„Es ist Zeit für die Wahrheit“

Der chinesische Konzeptkünstler Ai Wei Wei fordert ein Ende der Zensur in seinem Land. Hass und Wut könnten nur durch den freien Zugang zu Informationen besiegt werden, sagte er im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Lesermeinungen zum Beitrag

06. April 2008 17:55

Ohne zerbrochene Fensterscheiben...

Bernd W. Pape (berndpape)

in der Hauptstadt Tibets hätte es keine Berichterstattung gegeben...Ai Weiwei war die herausragende,schillernde Figur der Doc 12 in Kassel.Ohne ihn wäre diese Retrospektive der "Kunst"ein Abgesang... gewesen.Menschlich absolut außergewöhnlich..begibt er sich nun scheinbar in die Gefahr das Schicksal seines Vaters zu teilen.Wenn auch er in den chinesischen Gulag kommt,ob sich die Stadt Kassel dann seiner erinnert?Ach so,dort gibt es ja nur eine links-liberale Presse.

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06. April 2008 15:22

Lauter Herr Biedermann!

Mei Zhou (dieFackel)

Vergiss die Geschichte, vergiss die Menschenrechte, Vergiss die Wahrheit, Vergiss die Minderheitenunterdrückung, Vergiss die Kulturzerstörung, vergiss alle Vorwürfe, wenn man sich überhaupt nicht für Tibet interesiert! Man redet so, als man schon mal in Tibet gewesen wäre und schon viel über Tibet, chinesische Kultur, Mentalität, Gebräuche, geschichtliche Bedingungen im Zusammenhang mit Tibet usf. wüsste. Man redet von Menschengleichheit während man hier gegen Übergewicht kämpfen muss und man in Tibet ums Überleben. Solche heuchelerische Äußerung hätte man sich ersparen können. Oder ist man schon so verzweifelt, dass man mit Hilfe solcher Heuchelei sich besser fühlen machen muss? Wer hat schon Recht für die Tiebeter zu entscheiden, wie sie leben sollen? Der Dalai Lama nicht, der Hu Jingtao nicht, die westliche Medien nicht, die Han-Chinesen nicht, die in den USA und Europa geborenen “Tibeter" nicht, die ausbeuterischen Mönche schon zwei mal nicht, sondern die fast 3 Millionen in China lebenden Tibeter haben das Sagen. Sie haben das Recht zu versuchen, genau wie die andere die Monderniesierung ausnützen.Um Papst nicht eifersüchtig zu machen, muss Dalai Lama in den Ruhestand gehen. Das ist eine positive menschlische Entwickelung.

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31. März 2008 16:14

Die wahrheit in Tibet!

Han Lin (Crepuq)

Es geht nicht um Menschenrechte
(Die Unruhen in Tibet und ihr Hintergrund

Die gewaltsamen Unruhen in Tibet sind für die Mehrheit der westlichen Medien Anlass, wieder einmal hemmungslos "falsch Zeugnis" gegen die VR China zu reden. Deshalb seien einige historische Fakten vorangestellt.

Die Zugehörigkeit Tibets zur Volksrepublik China ist durch internationale Verträge seit mindestens einem halben Jahrhundert offiziell anerkannt. Tibet wurde 1950 also nicht von China okkupiert. Es wurde vielmehr am 26.10.1950 auf der Grundlage eines Abkommens zwischen der "Zentralregierung und der Lokalregierung Tibets" friedlich befreit. Das war ein Schritt, der eine damals von England und den USA angestrebte Abtrennung Tibets von China durchkreuzte. Die mit dem Abkommen zugesagte regionale Autonomie Tibets beschloss der Nationale Volkskongress Chinas in den 1950er Jahren und leitete sie ein. Der Dalai Lama und der Pantschen Lama wurden damit in höchste staatliche Ämter der Volksrepublik berufen und hatten ihren palastartigen Zweitsitz in Peking.

Tibet war zur Zeit seiner Befreiung eine feudal-theokratische Gesellschaft. Die große Mehrheit des Volkes wurde in religiöser Abhängigkeit von der herrschenden Mönchskaste gehalten und unmenschli

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30. März 2008 18:07

Der Mensch ist halt ein Untier; die Pandabaeren darf die ganze Welt beschuetzen.

Daniel Kleiner (Kleinermann1)

Dagegen:Die Menschen in Tibet darf man nicht beschuetzen,wenn sie keine Chinesen sind. So einfach ist die Logik des herrschenden Menschen...Die Macht ist eine Droge,die die Vernunft ausser Kraft setzt oder zumindest voellig benebelt...

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30. März 2008 16:59

Was hat dieses Themea im Feuilletonzu suchen?

vera wisseler (paradelova)

Schade, dass dieses derzeit so wichtige Thema von der mir so geschätzten FAZ am Sonntag lediglich im Feuilleton umfassend abgehandelt wird.
Es ist auffallend , dass der Boykott , wo man hinschaut und liest von der Mehrheit der namhaften reflektierten , nicht in Politik und/oder Wirtschaft involvierten Menschen (siehe auch in der FAZ aS Levy, Y Chen) als einzig wirksame "WAFFE" vertreten wird. " Eben dieses gehört nicht ins Feuilleton, sondern dauerhaft in die Schlagzeilen der ersten Seite.

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