
Viel wäre auch gewonnen, wenn Frauen Kinder sehr jung (18 bis 25) bekommen könnten, die dann aber von den noch nicht greisen, vielleicht schon früh verrenteten Großeltern aufgezogen werden. Die jungen Frauen können sich dann auf den Beruf konzentrieren…
Für die erste Generation Großeltern ist dies nach heutigem Denken natürlich eine Art Zumutung. Aber sie hatten – im Gegensatz zu ihren Eltern oder gar Großeltern – ja selber nur statistisch 1 oder 2 Kinder und sind an der Notwendigkeit dieses Umdenkens mitschuld…
Josef Heinzelmann
Kirchweg 1, 55430 Oberwesel-Langscheid

Vielen Dank Herr Schirrmacher für Ihr Statement! Sie haben schon so lange recht. Und Frau von der LEyen hat Ihre Aussagen bestätigt. Es gibt keinen Erkenntnisnotstand.
In unserer Familie werden sieben Kinder groß. Die Vielfalt der Aufgaben ist groß, und es macht Sinn. Wir Eltern haben (noch) beide Arbeit. Unsere Kinder sagen zur Mutter - mach dir keine Sorgen, wir kümmern uns um Dich, wenn du wenig Rente bekommst. Wir haben Freunde in prekärer Lebenslage: die Kinder in Ausbildung und Studium werden bald nach der Ausbildung für ihre inzwischen arbeitslosen Eltern (um die 55 Jahre - also lange vor der REnte!) eintreten müssen. Welch eine unverhoffte Kurve im LEbenslauf.
Werden sich diese Jugendlichen bald für eigene Kinder entscheiden? Sie erleben immer häufiger, dass Eltern,die sich für Kinder finanziell verausgabt haben in ihren "besten" JAhren, nun im Fall der Arbeitslosigkeit bedürftig werden.
Es gibt bereits vielfältige, sich überlagernde Echoeffekte kinderarmer Zeiten.
MAchen Sie einen Demographie-Gipfel mit frohen Kinderreichen Familien. Es hat ein Geheimnis. M-Th. W.

Die Botschaft: Hilf dir selbst, denn von diesem Staat hast du nichts zu erwarten. Wozu aber brauchen wir, die wir weder über Kapital, noch über Produktionsmittel verfügen, dann diesen Staat? Die Preisfrage: Schafft er sich selber ab oder braucht er Nachhilfe? Es ist der blanke Zynismus, an Gemeinsinn und soziale Verantwortung zu appellieren, während hemmungslos Gewinne privatisiert und Verluste vergesellschafet werden. Als Konjunkturmotor war Hedonismus erwünscht; nun, da der Motor nicht anspringen will und der Staat auf der ganzen Linie versagt hat, müssen Opferparolen her. Statt Wasser zu predigen und selbst Wein zu trinken, wie wäre es mit dieser Losung: Friede den Hütten - Krieg den Palästen?

Danke den guten Beiträgen der Herren Menke und Küttler!!
Die Beiträge sind deshalb sehr wertvoll, weil sie die Familien und vor allem die Mütter wertschätzen.
In der Politik richtet niemand sein Engagement darauf, die bestehende Gerechtigkeitslücke besonders für kinderreiche sozial starke Familien endlich zu schließen. Jede politische Initiative richtet sich ausschließlich auf die Initialzündung des herbeigesehnten neuen Babybooms. Sind denn Eltern, die sowohl in Sozialkassen zahlen als auch Kinder erziehen, in dieser Gesellschaft längst die verlachten Looser?? Sie werden zur Finanzierung der neuen familienpolitischen Maßnahmen herangezogen - dafür gibt es viele Sparvorschläge.
Wie man mit den Eltern umgeht, das ist für die Jugend der alltägliche reale Prüfstein für den bildungspolitisch so hoch gepriesenen Wertekanon von Solidarität, Subsidiarität und Personenwürde. Die Jugend erlebt, wie ihre eigenen Eltern gerade weil sie Kinder erziehen, in existentielle Bedrängnis geraten. Wo finden sie da gelebte Gleichstellungspolitik und Nachhaltigkeitsdenken?
Der demographische Wandel ist eine stille Revolution der Familien. Er ist Folge der Begünstigung von Kinderlosigkeit in gesellschaftlichen und fiskalischen Strukturen. M-Th.W.

In Frankreich wird das Einkommen einer Familie durch die Anzahl Mitglieder geteilt und dann erst versteuert. Dort hat man begriffen, das Kinderlosigkeit nicht nur Vorteile hat.
In Deutschland sind Kinder leider immer noch Luxusgüter.
Laut Sozialrichter Jürgen Borchert in einem Interview der Süddeutschen Zeitung:
>>Rechnet man die indirekten Steuern mit ein, dann kommt man zum Ergebnis, dass Familien im Schnitt steuerlich so hart belastet sind wie nie zuvor <<.
Daraus folgt, Im Augenblick führen Kinder in die Armut.
Irgendwann wird aber der zahlende Teil der Bevölkerung die Lasten der Alten nicht mehr finanzieren können, dann wird wohl auch unsere Regierung erkennen, dass Kinder keine Luxusgüter sind.
Ich denke, es wird langfristig für Kinderlose ein böses Erwachen geben.

Ach so, an die Feuilleton-Leser.
Drucken Sie das doch mal im Wirtschaftsteil.
Teilen; tzz tzz. In einer Konkurrenzordnung.
Aber es stimmt wenigstens. Meine Rede seit 2000 Jahren :)

Als Familienvater und Vater von sechs Kindern fühle ich mich persönlich nicht schuldig an der Misere. Ach glaube ich nicht, daß die Lösung in mehr Kinderbetreuung auf Gemeinkosten zu finden ist. Zeit wird es jedoch für eine echte Familienförderung. Seit Jahren werden die "Ein-Verdiener-Familien" als nicht mehr zeitgemäß betrachtet und die Frauen systematisch um die Anerkennung für ihre Lebensleistung betrogen, die durch Erziehen von Kindern gebracht wurde. Es wird öffentlich nur Berufsleistung wahrgenommen, nur Karriere gilt als Lebensziel. Wenn wir da nicht umdenken, wenn wir es nicht lernen, unsere Gewichte anders und wieder zur Familie hin zu setzen, dann werden in diesem Land in einer absehbaten Zahl von Jahren Menschen Leben, deren Gesellschaft dem Traume des Selbstverwirklichung nicht verfallen ist. Wenn wir nur die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf zu Lasten der Allgemeinheit zu verbessern suchen, dann wird sich die Geburtenrate nicht wesentlich ändern, denn Kinder sind immer eine zusätzliche Belastung für Menschen, die einer Erwerbsarbeit nachgehen müssen.
Außerdem wäre es nur gerecht, wenn die Gemeinschaft jedes Kind gleich fördern würde und es ist ein Skandal, daß Kindererziehung steuerlich schlechter als die Aufzucht von Schweinen behandelt wird. Aber das hat alles mit den Zuständen in unseren Köpfen zu tun, mit Egoismus und Selbstverwirklichung.

Alles richtig. Die angedeuteten Rezepte sind alternativlos zu verfolgen, wenn wir eine Chance zur Verhinderung des Gau-Szenarios haben wollen.
... Alles falls man sich zum Ziel setzt, die Zukunft "dieser" Gesellschaft noch zu retten.
Immer mehr Leute in Deutschland fragen sich (m.E. zurecht), ob sie sich das antun wollen, für die Fehler der Vergangenheit zu bezahlen, nur um sich eine Chance auf das zu sichern, wofür anderswo in der Welt erfreulichere Perspektiven herrschen.
Warum sollten denn z.B. die kommenden Generationen ein ganzes Erwerbsleben lang teure Rentenbeiträge bezahlen, nur um später einen Rentenanspruch zu haben, der geringfügig über dem Sozialhilfesatz liegt. Sozialhilfe im Alter bekommt man auch, wenn man niemals einen Cent einzahlt. Das ganze Geld aus den lebenslangen Beiträgen versickert also offensichtlich in den jährlichen Verpflichtungen der Sozialkassen. Der Rentenanspruch ist ein ungedeckter Wechsel, dessen Wert man angesichts der beschriebenen Entwicklung schnell abschätzen kann.
Auswandern wird immer mehr zur ernstzunehmenden Option. Man hat (wahrscheinlich) nur EIN Leben. Warum dieses eine Leben lang mit der Begleichung von Rechnungen aus der Mißwirtschaft vergangener Zeiten belasten? Das ist freilich nicht eine solidarische Einstellung, aber wie gesagt, man will halt für sein Leben gerne eine positive Perspektive haben. Und außerdem war das Verhalten derer, die uns die Misere beschert haben auch nicht gerade solidarisch.

Wenn ich mich recht errinnere, gab es dazu neulich ein Interview mit de Villepin.
Die französische Familienpolitik bewirkt eine höhere Geburtenrate, was Geld kostet. Das dürfte in Deutschland eines der grossen Probleme sein.
Könnte man evtl. die Umsatzsteuer nocheinmal wieder hochsetzten, statt zu sparen, und dabei das bisschen Wirtschaftswachstum auch noch zunichte machen?
Als im Ausland Lebender kann ich meinen Landsleuten mitteilen, dass es sich dabei eher um ein eurpäisches Problem handelt. Sollte man nicht den Damen und Herren in Brüssel die Sache überlassen? (In einigen Jahren gäbe es dann wenigstens eine waschweich formulierte Resolution dazu).
Nocheinmal zu Frankreich, warum schaffen es die Franzosen besser die Immigranten zu integrieren?
Warum werden schreiende französische Kinder eher ertragen?
Könnte es sein, dass die Menschen dort toleranter sind?

Durchhalteparolen und Wunschdenken helfen hier auch nicht weiter.
Gerade die starken Jahrgänge von 1964 können ein Lied davon singen, was es bedeutet einen Ausbildungsplatz zu finden, wenn viele andere auch einen suchen.
Heute und auch schon gestern sind die Geburtenraten zurückgegangen und die Situation der wenigen Schulabgänger ist heute nicht anders. Die Politik hat die Überschüsse aus Renten und Sozialsystem wider besserem Wissen und Gewissen in andere Bereiche entführt und konfrontiert die Bevölkerung heute mit Zahlen die schon lange in der Politklasse bekannt sind.
Die Politik muß sich den Vorwurf einfach gefallen lassen, dass sie getrieben von Machtlust unantastbare Geldmittel entfremdet hat und bewußt in diese Sackgasse gesteuert ist. Als Selbstverteidigung wird nun jede erdenkliche Bevölkerungsgruppe abwechselnd mit dem Schwarzen Peter belegt, damit keiner auf die Idee kommt die wahren Schuldigen zu suchen, damit aus den Fehlern gelernt werden kann.

Wer hat denn diesen Staat mit Vollgas in den Untergang gefahren ? Doch nicht wir Leistungsträger, die Tag für Tag zehn Stunden und mehr schuften und uns für unser Unternehmen den Allerwertesten aufreißen. Nein, unsere politische Klasse hat dies getan.
Deutschland ist KEIN Einwanderungsland. Wir sollten endlich jeden unkontrollierten Zuzug stoppen und dafür sorgen, daß aus unseren Solidarsystemen nur die Menschen Unterstützung erhalten, die auch mindestens fünf Jahre darin eingezahlt haben. Dies gilt natürlich auch für Deutsche. Anders KANN es nicht funktionieren.
Weiterhin dürfen wir keinen Cent mehr in die EU-Kasse zahlen, solange wir selber bis zum Hals in Schulden stecken.
Wenn wir dann unsere Arbeitswilligen weiterqualifizieren und endlich aufhören, schon vierzigjährige aufs arbeitstechnische Abstellgleis zu schieben, können wir wieder nach vorne kommen.
Dies wird allerdings nicht passieren, denn dieser Staat ist mittlerweile unreformierbar und wird von praxisfremdem Berufspolitikern regiert, die garnicht in der Lage sind, logische und wirksame Kurskorrekturen durchzuführen.
Wer möchte in so einem Staat Kinder in die Welt setzen ? Ich persönlich hätte gern zu meinen zwei Kindern noch zwei mehr, aber auf Grund der Gegebenheiten werde ich diesen schönen Traum nicht verwirklichen.

Wenn unsere Geburtenrate national gesehen unzureichend ist, so muß das angesichts der weltweiten menschlichen Springflut ja kein Fehler sein.
Festzustellen bleibt jedoch bei uns ein deutlicher Mangel an Fachkräften, der sich im Laufe der nächsten Jahre noch verschärfen wird. Diesbezüglich sei daran erinnert, daß die ausländischen Gastarbeiter zu dem deutschen Wirtschaftswunder nach dem Krieg erheblich beigetragen haben, insbesondere soweit sie in qualifizierter oder führender Funktion tätig waren.
Was wir brauchen, ist also (neben dem aus humanitären Gründen aufrechtzuerhaltenden Asylrecht) ein Einwanderungsgesetz, das die Kräfte ins Land läßt, die wir hier brauchen, und ihnen eine gesicherte berufliche Zukunft ermöglicht.