Demographie

Wenn wir nicht teilen, sterben wir aus

Weniger Geburten als je zuvor, entvölkerte Regionen, implodierende Sozialsysteme: In unserem Land entsteht eine andere Gesellschaft. Wir müssen umdenken: Noch sind andere Pfade möglich.

Lesermeinungen zum Beitrag

16. März 2006 10:28

Die Großeltern ran

Josef Heinzelmann (JosefHeinzelmann)

Viel wäre auch gewonnen, wenn Frauen Kinder sehr jung (18 bis 25) bekommen könnten, die dann aber von den noch nicht greisen, vielleicht schon früh verrenteten Großeltern aufgezogen werden. Die jungen Frauen können sich dann auf den Beruf konzentrieren…

Für die erste Generation Großeltern ist dies nach heutigem Denken natürlich eine Art Zumutung. Aber sie hatten – im Gegensatz zu ihren Eltern oder gar Großeltern – ja selber nur statistisch 1 oder 2 Kinder und sind an der Notwendigkeit dieses Umdenkens mitschuld…

Josef Heinzelmann
Kirchweg 1, 55430 Oberwesel-Langscheid

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16. März 2006 09:16

Die traurige Folge des Egoismus

Christopher Tan (chris1979)

Was wirklich passt, ist der Satz "Wir müssen umdenken...". Denn meiner Meinung nach ist weniger die Politik als der Wertewandel in unserem Land schuld. Ein großteil der - vor allem gut ausgebildeten und gut verdienenden - jüngeren Menschen lebt einfach nach falschen Vorstellungen von Wohlstand und Freiheit. Bis Mitte 30 ein eigenes Haus, mindestens zwei Oberklasse PKW und zwei bis drei Urlaube im Jahr. So bin ich in meinem Freundeskreis mit 26 Jahren so ziemlich der jüngste und dennoch der einzige mit Kind.

Dabei kann man sich auch mit Kind einiges leisten und vieles erleben. Meine Tochter wurde vor drei Jahren während meines Studiums geboren. Durch flexible Jobs, die Absprache mit meiner Partnerin und die Hilfe meiner Familie sind wir auf Unterstützung und Angebote des Staats nicht angewiesen. Kompromisse müssen dennoch sein. Auf teure Autos können wir gut verzichten und statt der Backpacker-Tour durch Asien fahren wir jetzt halt mit dem Auto durch Nordamerika.

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15. März 2006 22:16

Hr. Schirrmacher bei Hr. Siegloch

Ludwig Wenzel (ludwen)

Vielen Dank Herr Schirrmacher für Ihr Statement! Sie haben schon so lange recht. Und Frau von der LEyen hat Ihre Aussagen bestätigt. Es gibt keinen Erkenntnisnotstand.

In unserer Familie werden sieben Kinder groß. Die Vielfalt der Aufgaben ist groß, und es macht Sinn. Wir Eltern haben (noch) beide Arbeit. Unsere Kinder sagen zur Mutter - mach dir keine Sorgen, wir kümmern uns um Dich, wenn du wenig Rente bekommst. Wir haben Freunde in prekärer Lebenslage: die Kinder in Ausbildung und Studium werden bald nach der Ausbildung für ihre inzwischen arbeitslosen Eltern (um die 55 Jahre - also lange vor der REnte!) eintreten müssen. Welch eine unverhoffte Kurve im LEbenslauf.
Werden sich diese Jugendlichen bald für eigene Kinder entscheiden? Sie erleben immer häufiger, dass Eltern,die sich für Kinder finanziell verausgabt haben in ihren "besten" JAhren, nun im Fall der Arbeitslosigkeit bedürftig werden.
Es gibt bereits vielfältige, sich überlagernde Echoeffekte kinderarmer Zeiten.
MAchen Sie einen Demographie-Gipfel mit frohen Kinderreichen Familien. Es hat ein Geheimnis. M-Th. W.

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15. März 2006 19:02

Nicht immer "die Politik"

Dieter Tramer (Borg318de)

Die Politik hat uns an die Wand gefahren? Vielleicht ja. Wahrscheinlich ja. Aber doch nur, weil wir sie gelassen haben. Im demokratischen Staat können wir nicht immer alles auf "die" abwälzen. Die sagen und tun das, was wir hören und sehen wollen, dafür wählen wir sie dann.

Ohne die deutsche Neigung, sich gerne selbst zu belügen und ruhigstellen zu lassen, wären weder die demographischen noch die wirtschaftlichen Probleme so gravierend. Dabei müßten wir doch noch am besten wissen, wie es sich anfühlt, wenn ein deutscher Staat zusammenbricht. 1918, -45, -89, jede Generation hat es erleben können. Bei 3 Zusammenbrüchen muß es ja auch nicht bleiben.

Ein- und Umkehr braucht man wohl nicht mehr erwarten. Auch andere Probleme wie Arbeitslosigkeit sind in Deutschland trotz permanenter Staatstätigkeit nicht eben kleiner geworden. Die neue Peuplierungsministerin kann ja auch nicht mehr tun, als noch mehr Staatsknete zu verpulvern, die sie eigentlich gar nicht hat.

Sage bitte keiner, gerade nach der letzten Bundestagswahl, wir hätten uns nicht den fürsorglichsten Wohlfahrtsstaat der ganzen Welt ausdrücklich gewünscht.

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15. März 2006 17:03

Kassandraruf

Volker Best (vbest)

Die Botschaft: Hilf dir selbst, denn von diesem Staat hast du nichts zu erwarten. Wozu aber brauchen wir, die wir weder über Kapital, noch über Produktionsmittel verfügen, dann diesen Staat? Die Preisfrage: Schafft er sich selber ab oder braucht er Nachhilfe? Es ist der blanke Zynismus, an Gemeinsinn und soziale Verantwortung zu appellieren, während hemmungslos Gewinne privatisiert und Verluste vergesellschafet werden. Als Konjunkturmotor war Hedonismus erwünscht; nun, da der Motor nicht anspringen will und der Staat auf der ganzen Linie versagt hat, müssen Opferparolen her. Statt Wasser zu predigen und selbst Wein zu trinken, wie wäre es mit dieser Losung: Friede den Hütten - Krieg den Palästen?

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15. März 2006 16:46

Lobby

Jean-Louis Palgen (Jeanlouis)

Warum wird Schweinezucht besser unterstützt als Kindererziehung, ganz einfach weil die Bauern eine Lobby sind.
Familien sind individuelle Elektronen die um den Atom kreisen. Würden sie selbst zum Atom, also zum Kern könnten sie zur Bombe werden. Das heisst, die Politik die ja nichts unversucht lässt mit Hilfe der Kirchen, uns zu trennen damit sie herrscht, macht alles dass Familien keineLobby werden können. Es gibt ja mal keine Familiengewerkschaft.
Wie wir aber wissen geht alles nur durch Einigkeit. Also liegt es anden Familien sich zur Lobby hochzuarbeiten und sich somit bei den Wahlen als Druckmittel erweisen.
Wetten dass die Politik und die Wirtschaftsverbände diese Sprache verstehen.

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15. März 2006 16:41

stille Revolution der Familien

Ludwig Wenzel (ludwen)

Danke den guten Beiträgen der Herren Menke und Küttler!!
Die Beiträge sind deshalb sehr wertvoll, weil sie die Familien und vor allem die Mütter wertschätzen.
In der Politik richtet niemand sein Engagement darauf, die bestehende Gerechtigkeitslücke besonders für kinderreiche sozial starke Familien endlich zu schließen. Jede politische Initiative richtet sich ausschließlich auf die Initialzündung des herbeigesehnten neuen Babybooms. Sind denn Eltern, die sowohl in Sozialkassen zahlen als auch Kinder erziehen, in dieser Gesellschaft längst die verlachten Looser?? Sie werden zur Finanzierung der neuen familienpolitischen Maßnahmen herangezogen - dafür gibt es viele Sparvorschläge.
Wie man mit den Eltern umgeht, das ist für die Jugend der alltägliche reale Prüfstein für den bildungspolitisch so hoch gepriesenen Wertekanon von Solidarität, Subsidiarität und Personenwürde. Die Jugend erlebt, wie ihre eigenen Eltern gerade weil sie Kinder erziehen, in existentielle Bedrängnis geraten. Wo finden sie da gelebte Gleichstellungspolitik und Nachhaltigkeitsdenken?
Der demographische Wandel ist eine stille Revolution der Familien. Er ist Folge der Begünstigung von Kinderlosigkeit in gesellschaftlichen und fiskalischen Strukturen. M-Th.W.

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15. März 2006 16:38

Out of Germany

Ulrike Meyer (ucmeyer)

Als Frau im gebährfähigen Alter (30) würde ich gerne einen Klapf Kinder in die Welt setzen (und den Partner hätte es auch), allerdings habe ich den Eindruck, dass ein Hund bald mehr Anerkennung erfährt als eine Frau, die ihre beruflichen Chancen aufgibt, um für Familie und Kinder da zu sein. Zudem: Kann man als Alleinverdiener noch gut über die Runden kommen? (Ohne dass ich einen "Mercedes" beanspruchen würde?) Und selbst wenn der Spagat zwischen Familie und Beruf zu realisieren ist, so liegen die Möglichkeiten der Frau immer noch deutlich hinter denen der Männer. Wer soll mich denn hinterher anstellen? Es hat ja trotz eines guten (int.!) Studiums unter der Regelzeit, Ausbildung, internationalen Praktika und fliessenden Kenntnissen in mehreren Sprachen für mich in Deutschland keine Arbeit gegeben.
Nach Aufenthalten in verschiedenen Ländern habe ich beispielsweise in Dänemark eine deutlich fairere Behandlung von Müttern erlebt.
Aber Deutschland ist leider so aufgeblasen, dass es sich selber im Weg steht. Ich jedenfalls schaue mir das ganze gerne aus dem Ausland an - und freue mich zunehmend nicht in Deutschland zu wohnen. Die Schweiz ist zwar auch nicht besonders kinderfreundlich, aber nimmt wenigstens meine Arbeitskraft gerne in Anspruch.

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15. März 2006 16:04

Harte Landung angesagt!

Thomas Menke (Thomas.Menke)

Ein sehr guter Artikel! Endlich gibt mal einer zu, dass wir eine Gesellschaft von Egoisten sind. Auch dem Beitrag meines Vor-Kommentators ist nichts hinzu zu fügen. Wer für Kinder eine Rentabilitätsberechnung macht, wie für einen Aktienfonds, der sollte auch besser keine bekommen!
Die wahren Reichen sind die, die sich als alte Menschen in einer Großfamilie geborgen fühlen dürfen. Aber dafür muss man etwas tun: verzichten. Auf 3 mal Urlaub pro Jahr, High-Tech-Gefährte a la BMW&Co. Einfach auf überzogenen, aber anerzogenen Konsumrausch verzichten und das Geld sinnvoll einsetzen. Aber das ist leider schwer, wenn Familien und vor allem Einzelverdiener-Familien von der Politik (und dadurch von der Gesellschaft) Knüppel zwischen die Beine geworfen werden. Volkswirtschaftler warnten schon vor 30 Jahren. Aber die verantwortlichen Politiker haben immer nur beschönigt. Warum? Weil sie gewählt werden wollen! Wir alle hören doch lieber schöne Versprechnungen als die bittere Wahrheit-oder? Wir alle werden schon bald auf dem Boden landen. Hart landen! Und viele werden sich die Knochen dabei brechen!

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15. März 2006 15:50

Beispiel Frankreich

Karl-Heinz Duhm (khd)

In Frankreich wird das Einkommen einer Familie durch die Anzahl Mitglieder geteilt und dann erst versteuert. Dort hat man begriffen, das Kinderlosigkeit nicht nur Vorteile hat.
In Deutschland sind Kinder leider immer noch Luxusgüter.

Laut Sozialrichter Jürgen Borchert in einem Interview der Süddeutschen Zeitung:
>>Rechnet man die indirekten Steuern mit ein, dann kommt man zum Ergebnis, dass Familien im Schnitt steuerlich so hart belastet sind wie nie zuvor <<.

Daraus folgt, Im Augenblick führen Kinder in die Armut.

Irgendwann wird aber der zahlende Teil der Bevölkerung die Lasten der Alten nicht mehr finanzieren können, dann wird wohl auch unsere Regierung erkennen, dass Kinder keine Luxusgüter sind.

Ich denke, es wird langfristig für Kinderlose ein böses Erwachen geben.

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15. März 2006 15:37

An wen richtet sich denn DER Appell??

gisbert heimes (gisbert4)

Ach so, an die Feuilleton-Leser.

Drucken Sie das doch mal im Wirtschaftsteil.

Teilen; tzz tzz. In einer Konkurrenzordnung.

Aber es stimmt wenigstens. Meine Rede seit 2000 Jahren :)

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15. März 2006 15:16

Kinderaarmut

Matthias Küttler (mkttlr)

Als Familienvater und Vater von sechs Kindern fühle ich mich persönlich nicht schuldig an der Misere. Ach glaube ich nicht, daß die Lösung in mehr Kinderbetreuung auf Gemeinkosten zu finden ist. Zeit wird es jedoch für eine echte Familienförderung. Seit Jahren werden die "Ein-Verdiener-Familien" als nicht mehr zeitgemäß betrachtet und die Frauen systematisch um die Anerkennung für ihre Lebensleistung betrogen, die durch Erziehen von Kindern gebracht wurde. Es wird öffentlich nur Berufsleistung wahrgenommen, nur Karriere gilt als Lebensziel. Wenn wir da nicht umdenken, wenn wir es nicht lernen, unsere Gewichte anders und wieder zur Familie hin zu setzen, dann werden in diesem Land in einer absehbaten Zahl von Jahren Menschen Leben, deren Gesellschaft dem Traume des Selbstverwirklichung nicht verfallen ist. Wenn wir nur die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf zu Lasten der Allgemeinheit zu verbessern suchen, dann wird sich die Geburtenrate nicht wesentlich ändern, denn Kinder sind immer eine zusätzliche Belastung für Menschen, die einer Erwerbsarbeit nachgehen müssen.
Außerdem wäre es nur gerecht, wenn die Gemeinschaft jedes Kind gleich fördern würde und es ist ein Skandal, daß Kindererziehung steuerlich schlechter als die Aufzucht von Schweinen behandelt wird. Aber das hat alles mit den Zuständen in unseren Köpfen zu tun, mit Egoismus und Selbstverwirklichung.

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15. März 2006 14:21

Welche Zukunft...(in Deutschland)?

Stefan Zoller (Zolli)

Alles richtig. Die angedeuteten Rezepte sind alternativlos zu verfolgen, wenn wir eine Chance zur Verhinderung des Gau-Szenarios haben wollen.
... Alles falls man sich zum Ziel setzt, die Zukunft "dieser" Gesellschaft noch zu retten.
Immer mehr Leute in Deutschland fragen sich (m.E. zurecht), ob sie sich das antun wollen, für die Fehler der Vergangenheit zu bezahlen, nur um sich eine Chance auf das zu sichern, wofür anderswo in der Welt erfreulichere Perspektiven herrschen.
Warum sollten denn z.B. die kommenden Generationen ein ganzes Erwerbsleben lang teure Rentenbeiträge bezahlen, nur um später einen Rentenanspruch zu haben, der geringfügig über dem Sozialhilfesatz liegt. Sozialhilfe im Alter bekommt man auch, wenn man niemals einen Cent einzahlt. Das ganze Geld aus den lebenslangen Beiträgen versickert also offensichtlich in den jährlichen Verpflichtungen der Sozialkassen. Der Rentenanspruch ist ein ungedeckter Wechsel, dessen Wert man angesichts der beschriebenen Entwicklung schnell abschätzen kann.

Auswandern wird immer mehr zur ernstzunehmenden Option. Man hat (wahrscheinlich) nur EIN Leben. Warum dieses eine Leben lang mit der Begleichung von Rechnungen aus der Mißwirtschaft vergangener Zeiten belasten? Das ist freilich nicht eine solidarische Einstellung, aber wie gesagt, man will halt für sein Leben gerne eine positive Perspektive haben. Und außerdem war das Verhalten derer, die uns die Misere beschert haben auch nicht gerade solidarisch.

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15. März 2006 12:52

Das deutsche Dilemma!

Joachim Kühn (nostradamus1)

Eines der großen Probleme - neben den bereits in den anderen Kommentaren bereits aufgezeigten - ist, dass Deutschland es Ausländern sehr schwer macht sich zu integrieren.

Meine Frau hat bspw. ein Abitur mit der Abschlussnote hervorragend und hat anschließend Jahre Volkswirtschaftslehre studiert. Hier in Deutschland weiter zu studieren wird ihr mit fadenscheinigen Ablehnungsschreiben verwehrt. Leider hat meine Frau auch keine Ausbildung (das System wie hier gibt es nicht überall!!), doch eine Ausbildung in Deutschland zu machen ist auch schwierig, wenn eine Aufenthaltserlaubnis (trotz Ehe) zunächst beschränkt wird (Risiko für den Arbeitgeber?).

An den Universitäten trifft man unzählige Japaner und Chinesen an, die kein oder nur sehr wenig Deutsch sprechen (ich kenne unzählige Beispiele). Dies ist grds. zu begrüßen, da so der interkulturelle Austausch gelebt wird. Zumeist ist es jedoch so, dass hier Wissen umsonst erworben wird und nicht in die deutsche Wirtschaft eingebracht werden kann, da im Anschluss eine Aufenthaltserlaubnis nicht gewährt wird oder weil es vorgezogen wird das Wissen der eigenen (japanischen, chinesischen) Volkswirtschaft zur Verfügung zu stellen.

Leute, die - wie meine Frau - hier wohnen und auch arbeiten möchten, wird jegliche Entwicklungsmöglichkeit nicht zugestanden, so dass zumeist Tätigkeiten die über eine geringfügige hinausgehen nicht ergriffen werden können.

Vielen Dank.

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15. März 2006 12:33

Wenn wir nicht teilen, sterben wir aus

Peggy Schmidt (futurework)

Dieser Artikel ist 100 prozentig nachvollziehbar.

Schauen Sie nach Kiel. Ich fand für meinen 17 Monate alten Sohn in meinem und angrenzenden Stadtteilen keine Volltags-Betreuung.

Glücklicherweise gibt es 9 km entfernt ein AWO-Tagesmutter-Projekt, bei dem wir eine bezahlbare Ganzzagstagesmutter bekommen haben.

Das bedeutet für mich vor der Arbeit eine Stunde Fahrt 9 Stunden arbeiten, wieder eine Stunde Fahrt.

Diese Verhältnisse sind die PURE BESTRAFUNG für berufstätige Frauen mit Kleinkindern.

Auf Nachfrage in einer Kindertagesstätte, ob in absehbarer Zeit Krippenkinder aufgenommen wurden, kam von der dortigen Leiterin nur die Worte: "Wer soll denn das Finanzieren?"

Sparen wir uns gegen NULL!

Ich glaube diese verwöhnte Gesellschaft begreift erst, wenn sie pflegebedürftig werden und niemand da ist der sie pflegt.
Und die Pflege-Person ist so teuer, da ja ein der Bedarf längst nicht mehr durch das Angebot an Pflegepersonal gedeckt werden kann!

Bei mir im Haus wohnen zwei Rentner-Ehepaare. Diese haben nichts besseres zu tun, als ständig meine 2 Kinder zu kontrollieren. Da fallen schon mal Worte wie: "Das Treppenhaus ist kein Spielplatz!" Solche Worte nach einem harten Arbeitstag ...

Armes Deutschland!

Über die Bildung mag ich gar nicht berichten.

Bei meiner Tochter in der Klasse wollen doch einige Eltern darüber bestimmen, welches Level der Lehre zu unterrichten hat. Dass heißt, da kommen schon Forderungen wie: Zuviele Hausaufgaben.

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