Internet

Widerlich und totalitär

Über Jens Jessen, den Kulturchef der „Zeit“, ergießt sich im Internet eine Welle von Schlamm, die in ihrer Monstrosität kaum zu beschreiben ist. Nicht nur der Autor selbst, sondern unsere politische Kultur ist bedroht. Von Christian Geyer

Lesermeinungen zum Beitrag

31. Januar 2008 14:19

Die Geschichte muss schon wieder umgeschrieben werden

Hendrik Tongers (DeUtrooper)

Nun gibt es seit Jahren einen Konsens unter Historikern dass auch das Bürgertum schuld war am Aufstieg Adolf Hitlers und endlich werden unsere Großeltern rehabilitiert von erregten usern die eideutige Beweise haben, immer wieder käme die braune Soße und der Mob aus der Gosse. Für den Hinweis bin ich dankbar und beim nächsten Besuch einer Großstadt werde ich gezielt auf die Penner und Landstreicher in Fußgängerzonen zugehen um sie zu bitten ihren Laptop auszuschalten damit sie sich wieder der Pflege ihrer Hunde zuzuwenden können.

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30. Januar 2008 16:06

der Mob aus der Gosse

Alexander Kriegel (alejandrobatlleuy)

hatte schon immer sehr eigene Vorstellungen
vom Umgang mit Andersdenkenden. Insofern ist
das Internet nur ein neues Spielzeug.

Was sich diese Leute in Wahrheit wünschen,
bricht sich regelmäßig seinen Damm, zuletzt
z.B. als die Nazis Eva Hermann bejubelten.
(was am Ende selbst Fr. Hermann peinlich war)

Von anderen wird gefordert, dass sie auch
Aufrufe zu Straftaten und primitivste Pöbeleien
als interessanten Diskussionsbeitrag würdigen.

Selbst läuft man aber Amok und droht
mit der Keule, sobald man Widerworte kriegt.

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30. Januar 2008 13:04

rassistischer rechter Mob

Christian Braun (christianbraun)

ist keine Besonderheit Deutschlands, auch wenn er hier in letzter Zeit wieder mal
besonders aktiv ist. Einen derartigen Bodensatz haben alle Gesellschaften, auch
wenn er woanders sich nicht derart mächtig entfalten konnte wie bei uns.

Und es gab ihn auch schon immer, nur hatte er eben früher keine Plattform,
um sich ungefiltert einem Weltpublikum zu präsentieren. Insofern kann man
nicht von einer Neuheit sprechen, sondern es werden nur die Scheinwerfer
auf etwas gerichtet, was schon immer da war, wie das Gewürm unter einem
Stein, das Sie auch nur sehen, wenn Sie ihn umdrehen.

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27. Januar 2008 17:33

Nein, man kann die nicht wegreden,

Torsten Klier (TorstenKlier)

die furchtbaren Angriffe, denen unsere wackern Reporter ausgesetzt sind. Denn es viel schlimmer als eine Militärjunta, Herr Tongers.
Das Böse hat einen Namen: Eva Herman.
Ein Siebenköpfiger Drache ist ein Kuscheltier im Vergleich mit der - der Eindruck entsteht jedenfalls beim Lesen der linken Rabulistik.
Umso dankbarer müssen wir den HeldInnen sein, wie mutig die die furchtbaren Angriffe abgewehrt haben. Dass dabei Herman nie geäußerte Aussagen und nicht mal ansatzweise verfolgte Absichten unterstellt wurden - vielleicht nicht ganz korrekt; aber wenn es um die gute Sache geht, immer feste drauf!

In dieser Notwehrsituation hat auch das auch das von Jessen geleitete ZEIT-Feuilleton die Kontenance verloren und (13.09.07, Ausgeplappert) Herman mit dem für unser linkes Establishment typisch niederträchtigen Vokabular (Evalein, Eva-Darling, Extremblondine, Hermans giftsprühende Gehetze, zweckkopulierende Schönmenschen usw.) abgekanzelt.
Sehr politisch kultiviert, die ZEIT. Auch sehr mutig. Und üüüberhaupt nicht widerlich oder totalitär.

Aber wehe wenn von den Gemeinheiten was zurückkommt.
Dann ist er stinkesauer, der Jessen;
und Geyer echauffiert sich ob der Gefahr für die politische Kultur.
Es ist nicht zu fassen!

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27. Januar 2008 10:42

Rezipienten To The Front?

Hendrik Tongers (DeUtrooper)

Der Wechsel vom Rezipienten zum Mitkommunikator er wurde bis zum furchtbaren Amoklauf des Jesse Jessen von unseren Journalisten wenig beachtet. Liest man sich den. leicht hysterischen, Artikel von Christian Geyer und seiner Kollegen durch , dann bemerkt man das Journalisten Angst bekommen haben vor ihren Lesern. Es gibt Journalistenpreise wie Sand am Meer, in keiner Laudatio wird vergessen wie tapfer und couragiert sich der Ausgezeichnete für irgendetwas einsetzt. Dabei wird gerne der Eindruck erweckt Deutschland würde von einer Militärjunta geführt oder jede Woche würde braune Massenaufmärsche unter dem Brandenburger Tor stattfinden, jedenfalls wird immer eine Bedrohungslage für die Edelfeder behauptet. Nun gibt es nicht einen einzigen Journalisten in Deutschland der etwas fürchten muß wenn er linken Mainstream abseits der Mitte hinterher schreibt. Dank des internets passierte der Branche dann Grausames. Blogs enstanden, Foren wurden eröffnet und die Eitelkeit von Journalisten in der Selbsdarstellung nahm Formen an. Bis der Jesse James der ZEIT ins Video-Bild Ritt um ein paar Kerben in seinen Colt zu ritzen. Aus Rezipienten wurden kritische Kommunikatoren und die Journalisten begannen ihre Leser zu mobben. Wird nicht klappen.

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26. Januar 2008 20:22

Unkontrolliert ist gut gesagt

Niko Akathari (NikoA)

Indirekt ruft der unselige Geyer zur Kontrolle (vom wem denn nach wessen Maßgabe?) von Meinungsäußerungen auf. In diesem Zusammenhang nennt man das Zensur. Was einer aber auf seiner Website macht, geht einen anderen schlichtweg nichts an. Und auch die ersten Juristen der Weltgeschichte disputierten unter Pseudonym. Daß dies nötig zu sein scheint, spricht Bände über den Zustand der Freiheit im "freien Westen". Ich bin gar nicht dafür Anonymität zu bemühen, denn man sollte zu seiner Meinung stehen, sich also einen Namen machen, sei er gefürchtet oder geachtet. Was "Schlamm" ist und indiskutabel braucht man ja nicht zu beachten und sagt einiges über den Emmitenten aus. Insofern ist Jessen seinen offensichtlich zahlreichen Kritikern deutlich voraus. In der Sache selbst aber liegt Jessen völlig daneben: Wer selbst bei einem Anschlag auf das Leben eines Menschen seinen sozialen Ressentiments gegen allenthalben verortete "Spießbürger" ungezügelten Lauf läßt ist mindestens unkultiviert. Über seine Meinung kann man streiten, über seine Deutschfeindlichkeit und Intoleranz gegenüber denen, denen Fremdes aufgenötigt wird und die sich nicht dafür bedanken. Aber einen Mordversuch derart zu instrumentalisieren ist vollkommen indiskutabel.

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26. Januar 2008 12:25

"Genug gekuschelt" @Volker Boeger. Leider kann ich hier nicht alle Aspekte unter

Eva Mieslinger (mieslin)

bringen, die mir wichtig sind. Deshalb nur zur Frage nach dem Ekel: Es gibt häufig Meldungen, die mir riesigen Ekel verursachen. Ein Beispiel: „Schüler-Martyrium vor laufender Kamera - gefesselt, geschlagen und die Misshandlungen per Handy gefilmt" (SPOn 2005) Ich wehre mich dagegen, als kalt und herzlos hingestellt zu werden, wenn ich AUCH nach den Gründen frage; und die sind heftigst umstritten. Sinn einer Debatte ist es, mehr Licht in dieses Dunkel zu bringen. Quatsch ist die blanke Rechthaberei. Debattenkultur in D-Land bedeutet aber häufig genau das. Deshalb habe ich auf die BBC verwiesen, weil wir davon eine Menge an scharfer, zugespitzter Debatte lernen können, ohne den Kontrahenten billig abzuqualifizieren. Die BBC hatte am Tag nach Mügeln auch einen Pesseprecher der NPD im Programm - nur mal zum Beispiel.
Ich bin oft in sog Problembezirken Berlins unterwegs. Ich gehe weiter bei aggressivem Verhalten dazwischen, trotz des Risikos. Sollen jetzt alle den Schwanz einziehen, weil's gefährlich sein kann? Die Täter in der Münchner UBahn waren ja sogar so feige, dass sie ihr Opfer nicht vor den Augen der anderen mißhandelten. Gründe? "Deutlich wirke sich strenge oder widersprüchliche Erziehung ohne emotionale Wärme aus"

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25. Januar 2008 18:32

Neutrale Kriminelle?

Hendrik Tongers (DeUtrooper)

Wenn Sie kriminelle ohne Täterzuordnung haben wollen machen Sie es doch wie die Niederländer. Über Kriminalität vom Raub über Vergewaltigung oder gar Mord darf bei Beteiligung solcher Menschen nicht berichtet werden. Die könnten vergräzt sein. Die ermordeten Opfer haben noch sehr viel mehr Mitschuld als bei uns und tapferen Kritikerinnen dieses Systems entzieht man den staatlichen Schutz und beschimpft sie.

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25. Januar 2008 18:03

Harmonie

Volker Boeger (Volker-Boeger)

@Eva Mieslinger
@Thorsten Klier

Genug gekuschelt!

Frau Mieslinger!
Ihre Einsichtsfähigkeit ehrt Sie. Da haben Sie mir etwas voraus.
Dankbar wären viele echauffierte Leser mit mir aber gewiss, wenn Sie sich nochmals überwinden würden, um den in diesem Forum -hierzu hat sich diese Kommentarflut wohl entwickelt- gegeißelten Ekel nachzuvollzeihen.
Bitte sehen Sie sich das Video nicht nur an (Vielleicht für viele schon Provokation genug). Schalten Sie auch den Ton ein und HÖREN SIE! Dann werden Sie erneut mit Hilfe Ihrer hier bereits bewiesenen Einsichtsfähigkeit zu dem Ergebnis kommen:
Eigentlich weigere ich mich noch immer, den diskutierten Auftritt als ernstgemeint anzusehen. Unterstellen wir jedoch Enrsthaftigkeit, dann ruft JJ nicht zu Gewalt auf. JJ rechtfertigt nicht die Taten. Der Großmeister des Feuilleton nennt die Taten "unentschuldigbar". JJ provoziert aber auf dem Rücken des am Boden liegenden wehrlosen Opfers, indem er pauschal unterstellt, Personen wie das Opfer, hätten nichts Besseres zu tun, als andere zu "gängeln" etc., bspw. durch den Hinweis auf gesetzliche Regeln, die dem Schutze der Schwachen und des Gemeinwesens dienen.

Macht JJ Wegschauen wieder zur ersten Bürgerpflicht?

Volker Böger

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24. Januar 2008 23:22

Okay Torsten Klier

Eva Mieslinger (mieslin)

es hat keine Manipulation im FAZ-Forum gegeben, klar. Das nehme ich zurück.
Im übrigen bleibe ich aber bei meinen Aussagen.
Ich habe mir das Jessen-Video nochmal angesehen. Es gibt darin keine Rechtfertigung der Täter der Überfalls in der Münchner U-Bahn. Er schiebt dem Opfer keine Schuld zu. (Ich beziehe mich übrigens nicht auf Höge und andere, sondern ausschließlich auf Jessen.)
Zynisch finde ich, wenn mit dem Vehikel "ausländische Kriminelle" Wahlkampf gemacht wird, Angst und Ressentiment geschürt wird, und wenn der Schrecken über den Überfall auf einen deutschen Rentner zu einer völligen Amnesie gegenüber anderen Opfern (zB.deutscher Gewalttäter) führt; jedenfalls erinnere ich mich nicht an eine vergleichbare Empörung bei den FAZ-Lesern in solchen Fällen.
Deshalb kann ich mich nicht so einfach der einhelligen Empörung in diesem Forum anschließen. Aber seien Sie versichert: Mir ist jeder Schläger und Gewalttäter, egal woher er kommt, genauso zuwider wie Ihnen.

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24. Januar 2008 20:33

„die überwältigende Mehrheit der Leserkommentare stammt anscheinend von Leuten

Torsten Klier (TorstenKlier)

Frau Mielinger,
die vor Schreck starr sind
über das, was das Überwachungsvideo der münchner U-Bahn zeigt,
die entsetzt sind,
dass der linke Furor selbst für dieses Verbrechen die Schuld dem Opfer unterschiebt,
die angewidert sind von dem Vokabular
- "Man fragt sich doch, ob dieser Rentner ... den Auslöser gegeben hat“
- "die hässliche Fratze des deutschen Spießers"
- „durchgeknallte Rentnerin“
- „sein fürchterliches Gesicht."
- „damit allen Rauchern aus der Seele getreten“
- „Mistvolk“
mit dem Jessen und Höge die Täter entschuldigen und das Opfer verhöhnen.
Von Leuten, die noch mehr angewidert sind
von einem Aufsatz, der die Verbalinjurien von Jessen und Höge für gut befindet, die Reaktion darauf jedoch gleich mal als „Bedrohung der politischen Kultur“ bewertet.

Die Forderung nach einer „rechtlichen Ahndung“ stellt sich doch zuerst im Hinblick auf Jessen und Höge. Oder?

Um über die Jessen-Höge-Hetze empört zu sein und erst recht deren Rechtfertigung von Geyer als widerlich zu empfinden - dazu, Frau Mieslinger bedarf es keiner Absprachen.
Ein wenig Bildung, Herzensbildung reicht.

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24. Januar 2008 13:37

Re: Christian Geyers Doppelmoral

Martin Eiermann (Eiermann1)

@Hendrik Tongers (DeUtrooper) schrieb:
Widerlich und totalitär war u. ist der Video-Blog von Herren Jessen.

In der Tat, die von Christian Geyer monierte Bedrohung unserer politischen Kultur ging in diesem Fall leider vom Videoblogger Jessen und dessen beschönigender Relativierung von Gewaltexzessen aus. Mir scheint, auch die Herren Zeitungsjournalisten müssen beim Einstieg in dieses neue Medium lernen, dass man gerade als Journalist nicht einfach jeden unüberlegten Unsinn aus der emotional sichtlich erregten Hüfte ins Internet stellen sollte. Insofern war die von C.Geyer im Internet ausgemachte Welle von monströsem Schlamm nur ein Zurückschwappen auf eine monströse Gewaltrelativierung des ZEIT-Bloggers Jessen. Wer mal eben derart monströse Klamotten ins viel interaktivere Internet wirft, löst natürlich ganz andere Wellen aus als noch in den gedruckten Blättern, wo man allzu harsche Reaktionen noch schön fein unter den Teppich kehren konnte. Gewöhnungssache, der man weniger mit Zensur solcher Reaktionen, sondern vor allem mit überlegterer Wahl seiner Argumente begegnet. Das Gebot, keinen gewaltbeschönigenden Unsinn ins Netz zu stellen, gilt nicht nur für die normalen User, sondern ebenso und erst recht für Journalisten.

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24. Januar 2008 12:27

"widerlich"

Jochen Henke (jopapi)

Sehr geehrter Herr Geyer,
nur zu gern würde ich Herrn Jessen und Ihnen zustimmen, besonders da Sie einem bedrängten Kollegen beispringen - was ja eigentlich eher in anderen Branchen üblich ist...
Hätte ich da nicht ein großes Problem: Herr Jessen läßt nicht erkennen - auch nicht in seinem Video - , daß er über eine Fülle von jahrelang gesammelten Beispielen verfügt, die die von ihm aufgezeigte Linie belegen. Dann sollte er auch erklären, mit welchen Mitteln Rentner (waren es eigentlich nur Rentner? auch wesentlich Jüngere dürfen sich belästigt fühlen - oder?) z.B. Jugendliche "gängeln".
Wenn da nichts "kommt", müßte ich allerdings Jessens Behauptungen und Ihre Philippika dem "Stammtisch" - natürlich einem hochintellektuellen! - zuweisen; auch könnte ich mich Ihren Feuilletonbeiträgen nicht mehr mit der seitherigen Unbefangenheit hingeben, was ich sehr beauern würde.
Mit freudlichem Gruß
Dr.-Ing. Jochen Henke
64625 Bensheim

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24. Januar 2008 10:48

Christian Geyers Doppelmoral

Hendrik Tongers (DeUtrooper)

Widerlich und totalitär war und ist der Video-Blog von Herren Jesse. Der Erregungszustand von Herren Geyer hätte sich auch damit auseinander setzen können. Es gibt bei jedem blog mittlerweile eine sogenannte " netiquette". Das was bei der Leserbriefredaktion eines print-Blattes normalerweise der Shredder bei nicht genehmen Leserbriefen ist. Dessen bedient sich Herr Jessen aber nicht, schließlich will er ja Opfer sein. Dass ihm dabei eine Minderheit der Forumsmitglieder mit ebenso dämlichen Hetzkommentaren hilft, das mögen diese Leute nicht ahnen in ihren dumpfen Wahn. Die große Mehrheit der ZEIT-Forums Mitglieder diskutiert den unentschuldbaren Auftritt von Herren Jesse engagiert bis polemisch. Eigenartigerweise verbrüdern sich Journalisten aller Blätter mit Herren Jessen mit den eigenartigsten Verrenkungen. Hätte ein Journalist der BILD-Zeitung so einen rassistischen Viedeo-Auftritt hingelegt mit einem verprügelten türkischen Rentnerpaar und eine Skinheadtruppe, da hätte nicht nur Herr Geyer zum verbalen Knüppel gegriffen. Auch der jetzt so schweigsame Herr Niggemeier wäre auf der Brücke.

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24. Januar 2008 10:46

„die überwältigende Mehrheit der Leserkommentare“stammt anscheinend von Leuten

Eva Mieslinger (mieslin)

die sehr viel Zeit haben, zB Prof Anton Kettenruettler; bei manchen ist auch wegen der Anonymität eine Mehrfachidentiät nicht auszuschließen. Sie sollten die FAZ-Leser für nicht so doof halten, sie könnten nicht den Versuch einer Manipulation des Meinungsbildes erkennen.
2.Walter Gaenger u.a. haben ein Problem, wenn es Gewalt gegen Deutsche gibt. Gewalt gegen Ausländer oder Gutmenschen-Deutsche hält er offenbar für angebracht. „und wenn der Staat keinen Schutz gewährt, müssen es die Bürger eben richten“. Was „soziale Gefährlichkeit“ sein soll, verstehe ich nicht, außer dass ich Herrn Gaenger für ziemlich gefährlich halte.
3.Ich höre BBC, weil Themen zugespitzt und konträr verhandelt werden; auch extreme Positionen kommen zu Wort. Diese hohe Schule des Journalismus wünsche ich mir auch für Deutschland, dann hätten wir vielleicht weniger widerliche Schlammschlachten in den Internetforen.
4. Die 68er sind die Sprößlinge der (Mit)Täter, Mitläufer des Nationalsozialismus. Es war nicht zu erwarten, daß die Generation des Massenmords, Rassenwahns und Weltkriegs beste Voraussetzungen hatte, um Kinder zu voll entfalteten Personen zu erziehen. Aber die 68er haben die Aufarbeitung der Geschichte zugespitzt - ein unbestreitbares Verdienst

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