
Was -um Himmel's Willen-soll denn nun der Zentralrat der Juden mit diesem Thema zu tun haben ?
Nicht einmal die Christen haben mit diesem Thema etwas zu tun.
Dieses Thema ist ganz allein von fanatischen Islamisten
ausgelöst worden,die die Rede das Papstes
1.gar nicht gelesen haben -
sondern
2. wie in dieser Region üblich - nur nach "Hören-Sagen"
handeln und weitersagen,
wahrscheinlich aber
3. bewußt verfälscht haben,um erneut Massen zu stimulieren
und für ihre islamistisch-faschistischen Ziele zu
mobilisieren.

Man muß sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen:
Gläubige Moslems erschießen in Somalia eine katholische Nonne, weil sie sich am Papst dafür rächen wollen, daß er den Islam angeblich als gewalttätig bezeichnet haben soll.
Es gibt keine treffendere Selbstdarstellung des Islam.

Man ist es als religiös neutraler Beobachter langsam Leid, im Fernsehen ständig wutschnaubende Islamisten auf den Straßen herumtanzen zu sehen - und nie, nie, nie auch mal eine Menschenmeute von wütenden Christen. Stehen sie nicht zu Ihrem Glauben und der Kultur die sich in zweitausend Jahren daraus entwickelt hat? Wenn es so sein sollte, dann kann man nicht mehr vom "clash of civilisations" reden, sondern von der Eroberung der westlichen Kultur durch bin Laden & Co.

In der Theologie war es über Jahrhunderte Methode, eine Behauptung durch vom Kontext isolierte Zitate zu "belegen". Anders als im christlichen Kulturkreis, in dem diese Praxis spätestens seit der Aufklärung nicht mehr akzeptabel ist, herrscht sie im islamischen Kulturkreis noch immer, selbst an Institutionen, die sich "Universitäten" nennen (wie ich aus den Äußerungen mancher muslimischer Kommilitonen habe erfahren müssen). Positionen einer einmal anerkannten Autorität in Zweifel zu ziehen, scheint dort nicht zum Programm zu gehören. Wenn also der Imam oder der Minister sagt, der Papst habe Beleidigendes über den "Propheten" geäußert, wird sich niemand die Mühe machen, das inkriminierte Zitat in seinem Ursprungskontext zu untersuchen. Vielmehr wird man leugnen, daß es einen anderen Sinn haben kann als den, über den man sich empört. Und Menschen mit abweichender Meinung sind Lügner, und ganz zum Schluß gibt es ja immer noch die guten alten Verschwörungstheorien… Wer nur in den Kategorien der Ehre, nicht aber in denen der Logik denkt, ist unfähig zur Selbstkritik und leicht zu beleidigen, denn ihm nicht zu glauben bedeutet, an seiner Ehrhaftigkeit zu zweifeln. Schade nur, daß damit jeder produktive Dialog unmöglich wird.

Die grundlegende Aussage dieser Rede ist:
"Gott hat uns alle "als sein Abbild" (Gen 1, 27) geschaffen und uns dadurch mit einer transzendenten Würde ausgezeichnet. Vor Gott besitzen alle Menschen die gleiche Würde, unabhängig davon, welchem Volk, welcher Kultur oder Religion sie angehören." (...)
Heute, in der Diskussion um die Papstrede ist es sehr ruhige um den Zentralrat der Jugen, der sich sonst eben auch nur als Sprachrohr der israelischen Regierung in Deutschland versteht und seine Aufgaben als Zentralrat der Juden hinter politische, israelische Interessen anstellt.
Heute, nach der Papstrede, hätte der Zentralrat der Juden eine wunderbare Möglichkeit gehabt, die verheerenden Mißverständnisse mit dem Islam aufzuklären.
Aber nichts passiert! Keine Meldung - einfach nur STILLE!

1. Man kann sehr wohl, wie es auch die Gläubigen des Islam tun, seine Religion als die ansehen, die über allen steht. Man sollte aber aufpassen damit, sich als Lehrer aufzuspielen und immer wieder in Frage zu stellen, woran die Islamisten seit ihrer Geburt an Glauben und womit sie seit langem stark verwurzelt sind. Und wenn man es tut, sollte man dies nie so direkt und leicht verfänglich tun.
2. Ich bin sehr wohl starker Anhänger der Worte des Papstes und finde es auch gut, dass die Kirche offensiver wird durch sein Wirken. Doch wenn wir uns doch "als die Klügeren" sehen, warum benehmen wir uns dann nicht so? Anstatt solche wichtigen Debatten, wie über die Gewalt in der Religion, mit Islamisten direkt zu führen, in einen direkten Dialog, provozieren wir auch noch die leicht zu provozierenden. Damit will ich nicht die Reaktionen schön heißen...
Dialog statt Provokationen durch Zitatfetzen aus der Ferne in die islamische Welt zu schicken...

berufen worden ist.
Nun nach dem ich mich ausführlich mit seiner rede beschäftigt habe, finde ich auch, dass der Papst hatte sehr unglücklich seine Rede vorbreitet.
Da es so eine Rede ohne vorherigie Vorbreitung nicht stattfindet, dann sei die Frage erlaubt, warum und wieso er so einen Bezug ausgewählt hat.
Hat er vergessen dass er ein Papst ist...??
oder wolte er wirklich eine Konforntration...??
oder hat er nicht gewußt...??
Nun welche Fall auch immer, ist er einen großen Fehler beganngen und muß sich entschuldigen.
Auch ein Zeichen zu setzen, dass er für Dialog ist und nicht für Konforntation.
Schliesslich ist er Papst und jeder halbwüchsiger Redeschreiber weiß, dass bestimmte Personen mit besondere Amten bestimmter sorgfallt beim Reden benötigen.

Mag sein, das die selektive Auswahl des genannten Beispiels auch hätte anders sein können: sicherlich gab es auch Mißbrauch von Macht/Gewalt aus christlichen Reihen. Aber die eigentliche Kernbotschaft des Heiligen Vaters wird hier total verkannt und verdrängt. Diese lautet, dass Gewalt und Brutalität als Glaubensbeweis nicht dienen.
Oder banaler formuliert: wer seinen Glauben gewalttätig demonstriert, ist "doof". Diese Kernbotschaft wird offensichtlich von den derzeitig gegen diese Worte Protestierenden nicht verstanden, sonst würden sie ihren Glauben nicht in dieser Weise darstellen. Damit implizieren sie nämlich entweder, dass sie keinen Glauben haben, oder dass sie "doof" sind.
Vielmehr ist zu vermuten, dass die Einzelnen Protestierenden die Worte des Papstes aufgrund von Sprachbarrieren gar nicht verstanden haben. Umso mehr enttäuscht, dass ihre religiösen Führer(von denen man annehmen sollte, dass sie die Sprachbarrieren überbrücken können/wollen) sie auch noch dazu aufrufen. Sie bestärken die "Doofen", sich gewaltsam und darüberhinaus massenhaft(Gruppenzwang lässt grüßen) äußern sollen. Damit legen die Muslimen Glaubensführer nahe, dass sich seit der Zeit, aus der die zitierten Worte stammen, nicht viel geändert hat.

Für die blutige Geschichte, der Papst braucht nicht andere Religionen zu gucken. Er soll einfach die Anzahl von Amerikan Indianer, Aborigines(Australianische Naitives), oder Schwarze Afrika gucken.
Anders als die Christliche Rome, die Muslime Turken haben die Greechen, Slaven usw. nicht gezwungen den Islam zu waehlen. Die Terror und Islam haben nichts mit einander zu tun. Es ist nur eine globale Verschwörung.

Tatsache ist, daß die Medien auch hier den Inhalt der strittigen Passagen stark verkürzt wiedergeben. Benedikt sagte, daß Gewalt als Instrument des Glaubens kein probables Mittel ist. Ein Standpunkt, den ich uneingeschränkt teile.
Daß so eine Äusserung Leuten, die den heiligen Krieg predigen, oder zur gewaltsamen Bekehrung aufrufen sauer aufstoßen ist offen sichtlich. Auch angesprochen fühlen dürfte sich so mancher in Nordirland oder G.W. Bush.
Etwas mehr Objektivität täte so machnchem gut, denn es war Johannes Paul II, der den Irakkrieg deutlich gerügt hat bzw. Benedikt IX, der unverzüglich die überzogene Gewalt im Libanonkrieg anprangerte, als die Führer der westlichen Welt noch lange um unverbindliche Formulierungen rangen. Spätestens wenn man sich diese beiden Punkte vor Augen hält wird klar, worum es wirklich geht, nämlich friedliches Miteinander.

Angesichts der wieder auflammenden Hysterie der islamischen Welt stellt sich die Frage, worauf diese Religion fußt und inwieweit scheinbare Beleidigungen, wie schon im Karikaturenstreit aufgetaucht, durch islamische Führer instrumentalisiert werden.
Aufgeklärte Gesellschaften würden an dieser Stelle den Dialog statt der Konfrontation suchen. Es bleibt zu hoffen, daß der Vatikan die Auswirkungen seiner Reaktion an dieser Stelle sehr sorgfältig und weitsichtig abschätzt und stellvertretend für die freie Welt nicht "umkippt". Hysterie jedenfalls kann nicht die Grundlage des Miteinanders sein.

Ich wuerde davor warnen, die paepstliche Vorlesung mit den daenischen Karikaturen in einen Topf zu werfen. Sicher, in beiden wurde Mohammed kritisiert. Und das ist in der Tat fuer den frommen Moslem anstoessig. Dann muss man aber doch das unterschiedliche Niveau und die unterschiedliche Fundierung der Kritik mit im Blick behalten.
Man muss jedoch, bei aller Dialogbereitschaft und bei allem grundsaetzlichen Gewaltverzicht zwischen den Religioen, klar sehen, dass der koranische Islam sich als letztgueltige "Korrektur" des biblischen Christentums ansieht: trotz aller freundlichen Worte fuer Jesus, die sich im Koran auch finden, wird eben die Gottheit Jesu als mit dem Wesen Gottes unvereinbar abgelehnt.
Diese Position, die zum Wesen des Islams gehoert und nicht ohne Selbstaufgabe dieser Religion aufgegeben werden kann, ist fuer Christen schlicht nicht zu akzeptieren, weil sie die Einzigkeit Jesu Christi, des menschgewordenen Logos, verneint. Der Anstoss, den der Islam fuer Christen (und das Christentum fuer Muslime) bietet, ist also nicht auf einzelne "extreme" Auesserungen hier oder dort begrenzt; er ist grundsaetzlicher Natur -- wie auch der zwischen Kirche und westlicher, atheistischer Kultur. Das sieht der Papst ganz klar.

Es ist ein absoluter Jammer. Der Papst will auf einer Rede vor Theologiestudenten erläutern, wieso Glaube an die Vernunft gekoppelt sein muss, untermauert seine These mit einer kleinen Erzählung und schon gibt es wütende Demonstrationen.
Diese Erzählung mag ein Fehltritt gewesen sein, aber was in der muslimischen Welt gerade passiert, ist ein blanker Horror. Der Papst wollte zeigen, dass Religion ohne Vernunft eine tickende, leicht zu missbrauchende Zeitbombe ist- und schon hat die islamische Welt den Beweis für diese These gebracht.
Felix Bertram

Was der Papst im Abfalleimmer der Geschichte gefunden hat, sollte bei sich behalten.
Die Relegionen haben ausgedient, deshalb gehören die in Deponie der Geschichte.
Ich glaube, dass der Papst selbst das auch sehr gut weiss, dass er zu den Fossilien der Geschichte gehört.

Der Papst erwähnt in seiner Vorlesung Sure 2,256 (Es soll kein Zwang sein im Glauben) und zitiert einen byzantinischen Kaiser des 14.Jh. mit den Worten:„Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, daß er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten“
Das Neue ist demnach, dass man jemanden mit Gewalt und Schrecken zum Glauben zwingen kann. Das Alte aber, dass der Mensch nur durch Einsicht (logos) zum Glauben gebracht wird. Dadurch wird ein fataler Syllogismus in Gang gebracht und wirkt unterschwellig durch die gesamte Vorlesung hindurch:
1. Glauben duch Gewalt zu erzwingen ist vernunftwidrig.
2. An Gott zu glauben ist nur durch Einsicht, Vernunft, logos möglich.
3. Wer einen Gott verkündet, der zu vernunftwidrigem Glauben aufruft, ist kein Prophet Gottes oder ein schlechter Prophet eines unmenschlichen und das heisst falschen Gottes.
Da hilft auch nicht, wenn man darauf hinweist, dass nur "zitiert" wurde, das unterschwellig Ungesagte bleibt das Unruhestiftende und nichts destoweniger Wahre! Nur, hat das Mohamed wirklich verkündet?

und darauf hoffen, dass sie dort über die Medien Verbreitung findet. Dann kann jeder Muslim sich selbst einen Reim auf die Vorwürfe machen, die von Seiten diverser Scharfmacher gegen den Papst erhoben werden.
Wie dumm sind die Menschen in islamischen Ländern eigentlich, wenn sie sich willfährig vor den Karren irgendwelcher Brunnenvergifter spannen lassen? Die Heftigkeit des Aufruhrs in den nächsten Tagen wird es zeigen und damit auch das Problem das diese Länder haben. Das Problem scheint, dass die Entwicklung und der Einfluss der Medien in diesen Ländern scheinbar nicht mit der Aufklärungsrate schritt halten können.

Was soll man noch kommentieren, an welche Vernunft appellieren?
Ein altes Sprichwort sagt, daß man, wenn man einen Hund wefen will, auch in der Wüste den passenden Stein findet. Klingt banal, doch siehe da, wieder einmal wurde der Stein gefunden.
Es gibt wohl kein Verständnis zwischen den "Buchreligionen", zu viele Empfindlichkeiten, zu viele interessegebundene Exegesen und zu viel Hervorkramen längst überwunden geglaubter, geschichtlicher Vorgänge.
Toleranz wird stets von uns eingefordert, wo ist die Toleranz anderer? Ich glaube erst dann an eine solche, wenn in Mekka eine christliche Kirche erichtet werden darf. In Rom wurde der Bau einer Moschee zugelassen.
Riedelbauch (HRi)