Nach mehr als zwei Wochen im All

Raumfähre Endeavour sicher zurückgekehrt

27. März 2008 Nach mehr als zwei Wochen im All ist die amerikanische Weltraumfähre „Endeavour“ sicher auf der Erde gelandet. Da am Himmel über Cape Canaveral in Florida praktisch in letzter Minute Wolken aufgezogen waren, mussten die sieben Besatzungsmitglieder die Erde vor der Landung noch ein weiteres Mal umrunden. Nach Einbruch der Dunkelheit setzte die Raumfähre daher am Mittwoch mit leichter Verspätung um 20.39 Uhr (1.39 Uhr mitteleuropäischer Zeit) sicher auf der Landebahn auf.

Der Himmel hatte sich kurz vor der Landung wieder aufgeklärt, daraufhin gab die Bodenkontrolle grünes Licht für das seltene Nachtlandemanöver. Weniger als ein Fünftel aller Landungen bislang erfolgten nachts. Seit dem Start am 11. März hat die „Endeavour“ in 16 Tagen rund 10,5 Millionen Kilometer zurückgelegt.

„Jetzt sind wir bereit, nach Hause zu kommen“

„Das war ein zweiwöchiges Abenteuer“, sagte der Astronaut Gregory Johnson nach der Landung. Es sei eine Freude und Ehre gewesen an der Mission teilzunehmen. „Wir hatten wundervolle Ereignisse und einige große Erfolge ... jetzt sind wir bereit, nach Hause zu kommen“, sagte Johnson. Die Astronauten der „Endeavour“ hatten während ihres Aufenthalts in der Internationalen Raumstation (ISS) den kanadischen Weltraumroboter „Dextre“ montiert und die Ankunft des japanischen Weltraumlabors „Kibo“ vorbereit. Insgesamt absolvierten die Astronauten fünf Außenbordeinsätze, womit die Mission einen Rekord aufstellte.

Die Endeavour kurz vor dem Aufsetzen Und jetzt aufstellen zum Gruppenfoto: Die Crew Wieder am Boden Herzliche Begrüßung: Der japanische Astronaut Takao Doi nach der Landung Der Astronaut Gregory Johnson nach der Landung: “Jetzt sind wir bereit, nach ... Die internationale Raumstation ISS: Auf ihre Besatzung kommt bald schon wiede...

Mit der „Endeavour“ kehrte auch der französische Astronaut Leopold Eyharts, der eineinhalb Monate in der ISS verbracht hat, zur Erde zurück. Abgelöst wurde er vom amerikanischen Astronauten Garrett Reisman.
Auf die dreiköpfige ISS-Besatzung kommt schon bald wieder neue Arbeit zu: Am 3. April wird erstmals das unbemannte europäische Raumschiff „Jules Verne“ andocken. Eine Woche später kommen wieder Astronauten mit einer russischen „Sojus“-Kapsel zur ISS. Als nächste Raumfähre wird dann die „Discovery“ Ende Mai mit dem japanischen Weltraumlabor „Kibo“ zur ISS fliegen.



Bildmaterial: AFP, AP, REUTERS

 

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