21. Februar 2008 Wenn Sie sich eine neue Levi's kaufen - sprechen Sie Levi's dann englisch oder deutsch aus? Wenn Sie über den amerikanischen Schriftsteller Philip Roth sprechen, wie sprechen Sie seinen Nachnamen aus? Stellen Sie sich vor, Sie wohnten in der Berliner Chodowieckistraße im Prenzlauer Berg, die korrekt Chodowjetzki ausgesprochen wird. Alle Ortsansässigen deutschen den Namen des polnischen Malers allerdings konsequent ein und sagen Schodowikistraße - passen Sie sich an, oder bestehen Sie auf der korrekten Aussprache, wenn Sie erzählen, wo Sie wohnen?
Linguisten verweisen bei der Frage nach der korrekten Aussprache von Fremdwörtern auf vier Punkte: Konventionalität (wir sagen Moskau statt Maskwa und Mailand statt Milano), Verständlichkeit, Kontext und den Schwierigkeitsgrad der Aussprache (müssten wir erst einen Sprachkurs belegen, dürfen wir ruhig ein bisschen eindeutschen).
Schreiben Sie uns an Fremdwort@faz.de
Im Alltag allerdings laufen solche Entscheidungen eher unbewusst ab. Viele Menschen versuchen, sich in allen diesen Fragen situationsangepasst zu verhalten, das heißt: Mal so, mal so, je nachdem, was - aus welchen Gründen auch immer - gerade adäquat erscheint. Doch nicht immer liegen wir mit unserer Einschätzung richtig, und manchmal wählen wir wohl auch bewusst die korrekte Aussprache, um uns abzugrenzen. FAZ.NET fragt: Haben Sie schon mal eine Situation erlebt, wo die korrekte oder inkorrekte Aussprache eines Fremdwortes Befremden, Heiterkeit oder Missverständnisse hervorgerufen hat? Fallen Ihnen Beispiele ein, bei denen Sie unsicher sind, wie Sie sich verhalten sollen? Schreiben Sie uns an Fremdwort@faz.de, wir veröffentlichen die besten Beiträge auf unserer Homepage.
Text: @mel./FAZ.NET
Bildmaterial: AP
