Rheinland-Pfalz

Drei Jungen bei Zugunglück getötet

05. Dezember 2007 Tragischer Tod auf dem Bahngleis: Ein Zug hat am Dienstagabend im rheinland-pfälzischen Germersheim drei Jungen erfasst. Sie waren sofort tot. Die Jungen im Alter von 11, 13 und 14 Jahren gingen gerade im oder am Gleisbett entlang, als sie ein von Germersheim nach Wörth am Rhein fahrender Regionalzug von hinten erfasste, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Landau in der Nacht zum Mittwoch mit. Warum die Jungen auf den Gleisen waren, ist nach wie vor unklar.

Der Lokführer habe noch eine Notbremsung eingeleitet, jedoch den Zusammenstoß nicht verhindern können. Der 28-Jährige stehe unter Schock und werde ärztlich behandelt. Die etwa 90 Zuginsassen wurden durch die Notbremsung nicht verletzt.

Die Staatsanwaltschaft machte zunächst keine weiteren Angaben zur Herkunft der Jungen. Auch der genaue Ablauf des Unfalls sollte noch weiter ermittelt werden. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Rotes Kreuz waren mit gut 50 Einsatzkräften am Unfallort.

„Das ist bei uns so“

Nach Bahnangaben ereignete sich das Unglück um 17.18 Uhr kurz vor dem Germersheimer Stadtteil Sondernheim. Die Regionalbahn war sechs Minuten zuvor am Bahnhof Germersheim abgefahren. Sie hätte fünf Haltestellen später um 17.40 Uhr in Wörth ankommen sollen. In dem kleinen Ort Sondernheim machte das Unglück die Menschen tief betroffen. Ursula Küfner vom Ortsbeirat sagte: „Das ist bei uns so, dass Viele über die Gleise springen, auch Kinder.“

Nach dem tödlichen Unfall wurde die Strecke gesperrt, sagte ein Bahnsprecher in Frankfurt/Main. Erst gegen 18.35 Uhr wurden die Fahrgäste aus dem Zug geholt und mit Bussen weitergefahren. Der Zugverkehr auf der Strecke wurde bis zum Mittwochmorgen gestoppt. Zwischen Germersheim und der nächsten Streckenstation Bellheim wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.



Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: AP

 
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