Nashorn

Auch Wildtiere tauchen plötzlich in Krokodilfarmen auf

Darf wieder gehandelt werden: das Nilkrokodil

Darf wieder gehandelt werden: das Nilkrokodil

14. Oktober 2004 Kuba hat eine Erfolgsgeschichte zu vermelden: Die Zahl der einstmals stark gefährdeten Spitzkrokodile hat auf der Insel wieder zugenommen - meist aber durch Zucht in sogenannten Ranching-Programmen. Trotzdem schien es an der Zeit zu sein, Kubas Antrag zu befürworten und die Spitzkrokodilpopulation von Anhang I in den Anhang II herabzustufen. Nunmehr kann Kuba wieder eine jährliche Quote festlegen und mit Krokodilleder handeln.

Wie viele Tiere getötet werden, liegt in der Verantwortung des Inselstaats, der bewiesen hat, daß er sich für die Reptilien einsetzen will. Auch Namibia beantragte erfolgreich den Transfer seiner Nilkrokodilpopulation von Anhang I in den Anhang II, das südafrikanische Land darf nun ebenfalls wieder mit den Tieren handeln. Sambia hingegen wollte, daß die landeseigenen Nilkrokodile zwar im Anhang II verbleiben, allerdings ergänzt durch eine Exportquote von 300 Wildtieren (geplant waren 548). Ranching-Exemplare wie im Falle Kubas sind von dieser Quote ausgeschlossen. Der Antrag wurde trotz warnender Stimmen angenommen.

Der WWF befürchtet, die sambische Quote könnte die Art bedrohen, weil zu wenig Informationen über den Bestand vorliegen. Auch Kuba habe bislang zu wenig zwischen Wild- und Zuchttieren unterschieden.

Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2004, Nr. 241 / Seite 9
Bildmaterial: dpa

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