08. Februar 2008 Ein in Afghanistan aufgenommenes Bild eines erschöpften amerikanischen Soldaten ist am Freitag als bestes Pressefoto des Jahres 2007 ausgezeichnet worden. Das Foto zeigt den Soldaten an einen Bunker gelehnt. Mit einer Hand bedeckt er ein Auge, mit der anderen hält er seinen Helm. Die Aufnahme entstand am 16. September im Korengal-Tal, in dem es zu heftigen Gefechten mit Aufständischen gekommen war.
Das Bild zeigt die Erschöpfung eines Mannes und die Erschöpfung einer Nation, erklärte der Jury-Vorsitzende Gary Knight in einer Stellungnahme. Der britische Fotograf Tim Hetherington, der für Vanity Fair arbeitet, erhält ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.
Die meisten Bilder digital eingereicht
Insgesamt wurden Preise in 20 Kategorien verliehen. Die meisten Auszeichnungen erhielt Getty Images mit fünf Preisen. Eines der preisgekrönten Bilder des südafrikanischen Fotografen Brent Stirton zeigte einen toten Berggorilla, der aus einem Nationalpark im Osten Kongos getragen wird. Die World Press Photo Awards gelten als Oscars der Pressefotografie.
In diesem Jahr wurden Bilder von mehr als 5000 Fotografen aus 125 Ländern zum Wettbewerb eingereicht. Insgesamt musste die Jury aus 80.536 Aufnahmen wählen. Achtzig Prozent aller Teilnehmer legte ihre Aufnahmen nicht mehr in Papierform vor, sondern sandten sie online in digitalisierter Form ein.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AFP, AP, dpa