Danke Herr Minelli, daß Sie die Interessen Todkranker so radikal vertreten und dafür so vieles an Anfeindung erdulden. Menschen in ihren letzten Lebensmonaten oder -jahren sind die Cash Cows der Pharma- und Medizinlobby. Todkranken Menschen einen FREIBESTIMMTEN Ausstieg zu ermöglichen, ist sicher Grund genug für mächtige Interessengruppen, die Dignitas aus dem Verkehr zu ziehen. Daß dazu immer wieder die "freie" Presse mißbraucht wird, läßt nichts Gutes hoffen.
Der Artikel über den Sterbehilfe-Verein "Dignitas" in der Schweiz und der in diesem Zusammenhang angesprochene "Sterbehilfe-Tourismus" drängte mir spontan die Frage auf: Wieso fahren offensichtlich so viele Menschen nach Zürich, wenn es eine so verwerfliche Sache sein sollte, selbstbestimmt über sein Leben zu entscheiden? Wie gehen wir hier in Deutschland mit diesem Thema um, wenn schon ein "Tourismus" in die Schweiz eingesetzt hat? Gab es nicht auch in den 60er-Jahren einen "Abtreibungs-Tourismus" nach Holland, weil in Deutschland das Thema "tabuisiert" wurde?.
Mit 48 Jahren und noch immer top-gesund habe ich keinerlei Absichten, freiwillig aus dem Leben zu scheiden, aber es wundert mich doch sehr, wie sehr man über das Selbstbetimmungsrecht von anderen Maßstäbe anlegt, die wenig mit SELBST-Bestimmung zu tun haben...
Andreas E. Gebhardt