Demographie

Deutschlands Bevölkerung schrumpft weiter

05. Januar 2007 Im Jahr 2006 ist die Einwohnerzahl in Deutschland nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes erneut leicht gesunken und lag am Jahresende bei etwa 82,31 Millionen Menschen. 2005 lebten noch 82,44 Millionen Menschen in Deutschland, wie die Statistiker am Freitag in Wiesbaden berichteten. Wie schon seit Anfang der siebziger Jahre starben auch im vergangenen Jahr mehr Menschen als Kinder geboren wurden: die Differenz betrug 150.000. 2005 hatte es noch 144.000 mehr Todesfälle als Geburten gegeben.

Das so genannte Geburtendefizit wurde durch Zuwanderung nicht ausgeglichen. 2006 sind im Vergleich zum Vorjahr weniger Menschen aus dem Ausland nach Deutschland zu- als ins Ausland weggezogen.

Weniger Einwanderungen in Deutschland

Waren 2005 noch etwa 79.000 mehr Menschen ein- als ausgewandert, lag der „Wanderungsgewinn“ im vergangenen Jahr nur noch bei 20.000 bis 30.000 Menschen. Für 2006 rechnen die Statistiker insgesamt mit etwa 670.000 bis 680.000 Geburten und rund 820.000 bis 830.000 Sterbefällen. 2005 waren noch 686.000 Kinder lebend zur Welt gekommen und 830.000 Menschen gestorben.

Die Bevölkerungszahl in Deutschland sinkt seit dem Jahr 2002. Damals wurde mit 82,54 Millionen Einwohnern der Höchststand nach der Wiedervereinigung erreicht. Im Jahr 1972 hatte die Zahl der Sterbefälle erstmals die Zahl der Geburten übertroffen. Die Lücke konnte aber bis 2002 noch mit Zuwanderung geschlossen werden.



Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: F.A.Z.

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