Nachspiel der Bärenjagd

Anzeigen und Rücktrittsforderungen nach „Brunos“ Tod

„Ich bin froh, daß das Thema jetzt erledigt ist“, sagte Tirols Landrat Steixner nach dem Abschuß des Braunbären „Bruno“. Doch erledigt ist gar nichts: Minister Schnappauf soll zurücktreten, und Strafanzeigen beschäftigen die Justiz.

Lesermeinungen zum Beitrag

28. Juni 2006 19:47

quod erat expectandum

Axel Hofer (axelhofer)

Quod erat expectandum – was zu erwarten war. Beziehungsweise, was ja schon von Ministern längst öffentlich angekündigt war. Abpfiff. Das Spiel ist aus! Tod dem Bären! Keine Chance für ein Tier, welches durch Vorverurteilung von Politikern und einer Schiesslobby ja schon längst hätte tot sein müssen.
Bruno, mein aufrichtiges Kompliment, dass Du Dich bei diesem abgekarteten Spiel mit gezinkten Karten, was Du nicht gewinnen konntest, überhaupt hast solange auf dem Spielfeld halten können. R. i. P., dear Bruno.
Allerdings sollten wir auch trotz berechtigter Ohnmacht, Wut und Zorns nicht ins andere Extrem verfallen. Morddrohungen, sofern diese wirklich stimmen und nicht nur gezielt als Gerücht und „falsche Fährte“ gestreut wurden, spielen leider oben genannter Lobby in die Hände.
Ich denke, wir sollten 3 Reaktionen zeigen: Erstens, ehrliche Gefühle. Zweitens, Bruno ein Andenken bewahren, in Gedanken und nicht im Museum (!) – das Eintrittsgeld können wir anderen , lebenden Bären zugute kommen lassen. Und last, but not least: Beim nächsten Wahltermin zur Urne gehen. Dann, Herr Minister, beginnt das Rückspiel.
Axel Hofer

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28. Juni 2006 04:55

Der Bruno, ein Bauernopfer.

Arjentus Cabol (Dandallo)

Zunächst ist festzuhalten, daß Bruno in der letzten Zeit für den Menschen immer gefährlicher wurde, weil er offenbar keine natürliche Menschen-Scheue mehr hatte. Aus diesem Grunde war eine Schießgenehmigung zu rechtfertigen.

Aber es ist auch ein offenes Geheimnis, daß die Stoiber-CSU von Anfang an die Sache zu einem, von ihr als richtig befundenen Absch(l)uß bringen wollte. Nur widerwillig hatte man sich dem Anliegen der Tierschützer gebeugt. Stoiber hatte immer seine WÄHLER, die Alm-Bauern und Schafhirten, im Auge. Diese waren immer für einen Abschuß (was man auch verstehen muß).

Es ist auch verwunderlich, daß nur Stunden nach dem Schießbefehl der Bär auch erlegt wurde. Sehr, sehr merkwürdig! Welcher Jäger geht schon mitten in der Nacht auf die Jagd? Es sei denn, er weiß ganz genau, daß sich genau vor seiner Flinte der "Spazierweg" des Bären befindet!

Deshalb glaube ich, daß "einige Leute" in Bayern, die Wege des Bären genau kannten, dies aber den Tierschützern nicht weitergaben. Und man konnte die Freigabe des Schießbefehls kaum abwarten.

Bär tot, Problem erledigt, Stimmen gesichert. So einfach ist Politik!

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28. Juni 2006 04:15

Jagdtrophäe

Klaus Weil (KlausWeil)

Kaum zu glauben, dass Bruno/s Leiche nun als Jagdtrophäe dienen soll. Lasst ihm nun doch wenigstens die Totenruhe!!!

Mit dem Schritt, Bruno auszustopfen und ihn - wohl möglichst gefährlich aussehend - im Museum zur Schau zu stellen, wollen die Herren Minister doch nur im Nachhinein Rechtfertigung erlangen. Geht's noch widerlicher?

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27. Juni 2006 23:53

"Brunos" Tod

Volker Eisner (scwarzerose)

ich finde es eine riesen schweinerei ,was da passiert ist.
bärenfänger, die zu blöde sind.politiker die noch blöder sind.
es muß doch möglich sein, den bären zu betäuben und in einen zoo zu stecken oder in eine gegend zu bringen wo er keinen menschen gefährdet.
es gibt ja auch genug politiker die eine gefahr für die menschen sind
Volker Eisner

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