
Denken Sie auch mal an die Seiteneffekte. Wenn eine profane Läufer-Plattform wie www.jogmap.de auch nur ein paar Hundert Leute zum Laufen bringt, dann bringt das unserem tollen auf der subventionierten Weisheit der Eliten bestehenden Gesundheitssystem mehr als jedes noch so ausgeklügelte und ach so rationale Bonussystem der Krankenkassen.
Die Juxtaposition Journalisten/Wissenschaftler = Profis, Eliten, Wissenshüter / Blogger= unreflektierte Meinungsäußerer verkürzt die Sichtweise. Nehmen Sie doch endlich zur Kenntnis, dass die Zeit der asymmetrischen Kommunikation von den Eliten nach unten zum Volk ergänzt wird um eine symmetrische Kommunikation der Menschen untereinander. Ganz so wie es Brecht in seiner Radiotheorie gefordert hat.
ek

Ich kann Herrn Rauchhaupt und Herrn Reinecke nur gratulieren, sie haben offenbar einen Nerv (oder die Achillesferse mancher Blogger) getroffen.
Die Reaktion und Reaktionsweise vieler Blogger besteht bei näherer Betrachtung aus genau den Punkten, die Rauchhaupt/Reinecke bei Bloggern kritisieren. Nicht beirren lassen, vertreten Sie weiterhin auch unbequeme Meinungen!

Meine Erfahrung im Umgang mit dem Internet hat gezeigt, dass es beim Beschaffen von fachlichen Informationen sehr wichtig ist, sich grundlegende Fähigkeiten wie das kritische Einschätzen von Quellen und die Motive der Verfasser der Quellen vor Augen führen zu können. Der große Vorteil des Internets und insbesondere auch des Web 2.0 liegt darin, dass man als User ohne größeren Aufwand zu sehr fachspezifischen Portalen und Informationsquellen gelangen kann. Will ich als Schüler Informationen über die Pythischen Spiele von Delphi, Möglichkeiten, sich mittels einfachen Mitteln wie beispielsweise Lego-Steinen das Modell eines Generators zu bauen, oder Erfindungen der 20er Jahre, die bis heute Bestand haben, und ihre Entwicklung bis heute sammeln, kann ich versuchen, mir gedruckte Fachliteratur zu verschaffen: Das ist in den oben angeführten Beispielen nicht immer einfach, da gängige Lexika oder Enzyklopädien vielleicht grundlegende, aber nicht so sehr spezifische Informationen beinhalten. Praktische Hinweise, Angaben über Firmen oder Privatleute sowie über tagesaktuelle Entwicklungen in Politik und Wirtschaft finden sich nur im Internet. Deshalb sehe ich das Web 2.0 als eine Chance, die jeder, der sie nutzt, aber auch verstehen muss.

Das Internet ermöglicht es, im Gegensatz zu bisherigen Kommunikationsformen, dass jeder Einzelne ohne konkreten Empfänger(!) sachorientiert Informationen für andere bereitstellen kann. Dies bringt umso mehr, je mehr mitmachen. Der Begriff Web 2.0 zeigt, dass wir es endlich geschafft haben, die Einstiegshürde (seitens der Technik, der Zugangskosten, der Anwendungen etc.) soweit zu senken, um dank breiter Beteiligung die gewünschten Effekte zu erzielen.
Hierbei sind insbesondere zwei Effekte wesentlich (und m.E. auch wirklich als „neu“ anzusehen): deutliche Steigerung der „Feedbackloops“ (bzgl. Zeiteffizienz und Beteiligung) sowie das vielzitierte „Long Tail“, d.h. der noch nie da gewesene Zugang zu verschiedensten Themen und Interessengruppen
Es gibt nun mal eine Menge von Themen ohne objektive Wahrheiten auf dieser Welt. Daran wird auch Web 2.0 nichts ändern. Web 2.0 bietet aber einen deutlichen Mehrwert dahingehend, jedem Interessierten schneller Überblick über existierende Ansichten zu verschaffen.
Web 2.0 schafft dem Nutzer neue Möglichkeiten, sein Wissen mitzuteilen, erhöht jedoch zugleich die Verantwortung und die Anforderungen an jeden für seine Informationsgewinnung, um hier für sich die Spreu vom Weizen zu trennen.

Danke für die Richtigstellung der Links und die neue Überschrift ! Aber ist die Überschrift nun wirklich besser als heute morgen ? Vielleicht sollten Sie noch einmal über den Titel des Beitrags nachdenken, denn was neu ist am Web 2.0 erfährt der Leser hier nur peripher. Interessant auch, wie Sie den Titel von heute morgen nun als Titel für den anderen Beitrag verwenden. Vielleicht sollten Sie in den Kommentaren solche Verschiebungen dann selbst kommentieren damit die Leserkommentare inhaltlich nachvollziehbar bleiben.

In der heutigen Zeit, in der gerade Entwicklungen im technologischen Bereich so schnell voran schreiten, dass es selbst Insidern der betroffenen Sparten schwer fällt die Komplexität zu über- bzw. zu durchblicken, erscheint es nicht sonderlich abwägig, dass sich auch das von großen Bevölkerungsschichten und -teilen genutzte "Web" weiterentwickelt. Ob es wirklich in der Form geschieht, dass die Entwicklung sprungartig abläuft und sich in großen Schritten Veränderungen vollziehen bleibt abzuwarten. Aber mit Sicherheit wird es in Zukunft ein so genanntes Web 2.0 geben, dass wesentlich aktiver unseren Alltag tangiert - unter Umständen sogar bestimmt -, als das bisher der Fall gewesen ist.
Prinzipirell wird es wohl so sein, wie bei allen früheren Entwicklungen auch: die einen werden es lieben, die anderen verachten - zumindest anfänglich. Letztendlich wird es aber so sein, dass man keine wirkliche Möglichkeit mehr haben wird, sich dafür oder dagegen zu entscheiden.
So wird aus der Fiktion wohl ein Garant für neue Standards werden. Gespannt sein darf man allemal; ob man nun zu den Skeptikern oder aber den Befürwortern zählt.
Entwicklung bedeutet Fortschritt, das wird man in einiger Zeit auch über Web 2.0 sagen können.

Eine gute Frage werfen Sie da auf, aber wo ist die Antwort ? Im diesem Beitrag jedenfalls nicht. Vielleicht sollten sich die Autoren erst einmal klar darüber werden, was sich hinter dem Hype-Begriff "Web 2.0" verbirgt und welche Chancen es gerade uns Deutschen bieten kann. "Bloggen" macht vielleicht 1% dieser Möglichkeiten aus. Und wer dann noch richtig recherchiert, bevor er einen Artikel veröffentlicht, kennt sicher auch den Unterschied zwischen technorati.com (Ihr Link im Text) und technocrati.com (Ihr Link im Bild). "Wieviel Weisheit steckt im Bloggen?" wäre eher eine passende Überschrift und hätte mir die Lektüre erspart.

Warum eigentlich werden Blogs immer als Narzißmus hingestellt, wenn doch gleichzeitig ganz richtig erkannt wird, daß eine Kommentarfunktion dazugehört?
Das immerhin haben Blogs den allgemeinen Narzißmen der Papier-FAZ voraus.

Sie schreiben: "Vielerorts war zu erfahren, Blogger seien die neuen Journalisten. Was natürlich barer Unsinn ist: Die Stärken von Journalisten sind (oder sollten) zumindest ein breites Allgemeinwissen, professionelle Recherche, ein gewisses Arbeitsethos hinsichtlich der Trennung von privaten und öffentlichen Interessen und ein sicheres Beherrschen der Sprache sein."
Ich habe mich intensiv mit dem Thema Weblogs und Journalismus beschäftigt und konnte bislang dieses "vielerorts" überhaupt nicht ausmachen. Vielleicht können Sie im Sinne der von Ihnen geforderten journalistischen Professionalität Ihre Leser darüber aufklären, wo und in welcher Form behauptet wurde, dass Blogger die "neuen Journalisten" seien. Dann können sich die Leser selbst ein Urteil darüber bilden. Aber so – ganz ohne Beleg – wirkt Ihre Behauptung unglaubwürdig, als wäre sie eben nur mal schnell hingeschmiert worden. Das hat mit Journalismus nichts zu tun.

Der Umgang mit Web 2.0-Angeboten unterscheidet nicht meines Erachtens nicht wesentlich vom Umgang mit anderen Medien auch. Ich werde stets mir Kriterien erarbeiten müssen, die zur Bewertung des jeweiligen Inhalts dienen.
Ein interessantes Feld für Blogs, Foren und ähnliche Angebote, die auf Beteiligung der Nutzer setzen, sind aber die Nischenthemen, die in Medien, welche ein breites Publikum bedienen müssen oder wollen, keinen Widerhall finden.

"Dies geschieht mit Hilfe eines Newsreaders; der bekannteste ist der „Forté Agent“ (unter http://www.forteinc.com/main/homepage.php downloadbar)"
Seit mindestens Anfag der 1990er kenne ich USENET, und trotzdem ist mir Forté Agent völlig unbekannt. Der Gebrauch "bekannteste" hier nennt man hype und dient höchstwahrscheinlich der kommerziellen Werbung.
In Usenet kann man heute lesen und schreiben am Einfachstenm in der Google Seite:
http://groups.google.de
Bekannteste Programme sind zum Beispiel: nn, rn, tin, pine. Auch gewöhnliche web-Browser (wie netscape und opera) können es.

Grundsätzlich ist, wie bereits gesagt, zwischen den Konzepten von Newsgroups und Blogs zu differenzieren, auch wenn manchmal die Grenzen fließend sind. Während Blogs vorwiegend die Meinung Einzelner wiedergeben und eher als Postulat bzw. eine Art Schwarzes Brett zu sehen sind, werden in Newsgroups typischerweise Diskussionen geführt und andere Teilnehmer um Rat zu einer expliziten Frage gebeten.
Ähnlich sieht es mit den diversen Foren aus, die zu allen beliebigen Themen existieren. Sie sind nicht selten der moderne Publikumsjoker und führend in den meisten Fällen zu einer schnellen und gemeinsamen Lösung des Problems. Das ist ja das Interessante am Mitmach-Internet: Irgendwer da draußen weiß immer Rat, hat das Problem schon einmal gelöst, kennt eine passende Literaturquelle. Bevor man also das Rad zweimal erfinden muss, ist die Unterstützung der "Community" stets willkommen.
Der Nachteil an der Sache ist, dass viele Plattformen in englischer Sprache organisiert sind. Nachteilig deshalb, weil aktuelle Beobachtungen zeigen, dass durch die ständige Nutzung der englischen Sprache im Netz zwar die Sprachkompetenz steigt, zugleich aber auch die Muttersprache leidet. Irgendwann spricht man Kauderwelsch, das nur Insider verstehen.